Gartenhaus mir Fachwerk Keller welche Baustoffe

09.12.2012 hululu0



Guten Tag,

Ich bin neu in diesem Forum, hab euch im Internet gefunden :-)

Möchte im Garten ein Gartenhaus mit Keller Bauen.

Das Haus oben möchte ich aus Lärche Herstellen. Den Keller auc h auch 100 x 100 mm Lärchendielen und diese Konstruktion ausgekleidet mit Jurakalk Bruchsteinen ( haben so ein Steinbruch bei uns im Dorf) die Aussenhaut des Kellers wollte ich mit einer Kunstoff Noppenbahn abdichten. den Boden des keller im Rohzustand belassen.


Könnt Ihr mir Tips oder Verbesserungsvorschläge geben?

Welcher Mörtel ist der richtige für Lärchenholz und Jurakalk Bruchstein?

soll man das Holz einölen oder ähnliches?


Bin dankbar für jede Hilfe!


schönen Sonntag :-)



Gartenhaus



Das sind sehr dürftige Angaben um dazu etwas sagen zu können.
Das mindeste wären die Hauptabmessungen Länge mal Breite und Höhe des Fußbodens der Laube über Gelände. Ist der Garten an der Stelle eben oder geneigt?
Wie weit soll das Gebäude vom Haus und von der nächsten Grenze entfernt stehen?
Welchen Zweck soll der Keller erfüllen? Für was ist die Laube gedacht?
Was für Baugrund steht bei Ihnen im Garten an?

Viele Grüße



Lärche ist



schon mal nicht schlecht, hat aber den Nachteil, dass sie jahrelang ausharzt. Ich würde Douglasie noch in Erwägung ziehen.Oder beides.Für Hölzer bei denen es nix ausmacht dass der Saft läuft Lärche, für die anderen Douglasie.
Und darauf achten, dass Halb und/oder Viertelhölzer verwendet werden.Dadurch kannst Du Risse und Verwinden der Hölzer eindämmen. Falls Du das ganz verhindern willst,geht das nur mit KVH-Holz.
Sägerauh hält länger als gehobelt, braucht aber auch mehr Farbe oder Öl falls Du es behandelst.
Das Vergrauen des Holzes kannst Du nur mit Pigmenten im Öl erreichen. Ein zu dunkler Anstrich streßt das Holz zusehr weil es zu hohe Temperaturunterschiede auszuhalten hat( dunkelbraun, schwarz)
So bauen, dass der Konstruktive Holzschutz eingehalten wird: Wasser soll abfließen und/oder verdunsten können.
Gruß und viel Erfolg
Ralph Schneidewind



Holz eingraben?



Guten Tag, habe ich richtig verstanden, dass Sie die Kellerwände aus Lärchenkanthölzern bauen wollen?
Das wäre absolut fahrlässig. Holz gehört nicht eingegraben, weil es sonst recht schnell von Mikroorganismen zerstört wird. Es würde Ihnen auch niemals gelingen die Konstruktion mit Kunststofffolie abzudichten.
Falls ich sie richtig verstanden habe, kann ich nur dringend abraten, das geht niicht gut.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Antoworten



Vielen dank für die Antworten.

Zur ersten Frage. Die Laube soll 4 auf 4 Meter werden. Keller 2,30 Hoch und Das Erdgeschoss auch. Vom Erdgeschoss sollen 1,30 Meter aus dem Boden ragen.


Zur Zweiten Frage. Ich habe gedacht ich mache mir eine Holzkonstruktion aus Lärche 100 x 100 mm und die Holräume möchte ich dann mit Bruchsteinen ausmauern. Dachte mir damit verleihe ich der Konstruktion mehr halt wie wenn ich nur aus Bruchsteinen maure. wäre Ihnen über weiters Feedback sehr dankbar.

Grüße Jörg



Das mit dem Keller in Lärche



hab' ich nicht gerafft! Da würd' ich auch die Finger davon lassen. Holz erst ab 25cm über Erdboden.
Gruß Ralph



Sollte heißen



das von der Gartenhütte nur 1,3 meter aus dem Boden ragen ( da ich die 20m³ grenze einhalten sollte - ist verfahrensfrei in BW)


Wenn ich dann bei 2,30 meter eine Decke einziehen möchte wäre diese ja immer noch 70 cm unter der Erde - somit sollte ich diese auch nicht aus Holz machen mhmh.



Sollte heißen



das von der Gartenhütte nur 1,3 meter aus dem Boden ragen ( da ich die 20m³ grenze einhalten sollte - ist verfahrensfrei in BW)


Wenn ich dann bei 2,30 meter eine Decke einziehen möchte wäre diese ja immer noch 70 cm unter der Erde - somit sollte ich diese auch nicht aus Holz machen mhmh.



Gartenhaus



Leute,
lasst euch doch nicht immer alles einzeln aus der Nase ziehen!
Ein paar meiner Fragen sind noch offen, ich versuche trotzdem mal eine erste vorsichtige Analyse:
Soll das ein Fachwerk werden mit Bruchsteinausmauerung ab Oberkante Keller? Das können Sie schon mal vergessen, Bruchsteinwände kann man nur zweischalig erstellen, mit 100 mm Dicke geht das nicht. Da sind Abbruchziegel (Vollziegel) besser geeignet.
Ein Bruchsteinkeller geht da schon eher. Damit würde der oberirdische Kellerteil als Sockelmauerwerk ca. 1,30 m hoch stehen, das ergibt mehr ein Souterrain als einen Keller. Da drauf EG- Decke ca. 25 cm, lichte Raumhöhe EG, Dach (wenigstens ein flaches Satteldach sollte es schon werden). Da komme ich locker auf knapp 5 Meter Firsthöhe. Mit Grenzabstand brauchen sie dafür eine unbebaute Grundstücksfläche von 14 x 14 m. Ich hoffe Ihr Garten gibt das her. Das wird ein ganz schöner Klotz, auf jeden Fall genehmigungspflichtig.
Stichwort Treppe:
Wollen Sie über eine Außentreppe in den Keller oder von Innen? Von außen brauchen Sie weniger Stufen da niedriger, dafür sollte die Anlage mit überdacht sein. Innen ist sicherer und klimatisch günstiger, nimmt aber Platz weg da mehr Höhe zu überwinden ist.

Viele Grüße
p.s. Ich habe jetzt gerade Ihre Antwort gelesen. Sie wollten ein Gartenhaus nicht ALS, sondern MIT Keller.
Jetzt wollen Sie einen Souterraingartenhaus oder eine Kellerlaube? Na ja, lassen wir das.
Das klingt nach einem WK 2- Unterstand oder einem Hobbithaus, wenn Sie den Aushub als Überschüttung nehmen. Gehen Sie zurück auf Anfang, beginnen Sie mit der Frage für was Sie eigentlich so etwas brauchen bzw. was Sie damit machen wollen. Dann kann man eine weniger martialische Lösung suchen.



Bauen für Frodo ? ;-))



eine Möglichkeit für Holz im direkten Erdbereich wäre noch Robinie, wird meist für Spielplätze und Schaukeln u.ä. verbaut.
Hat allerdings den Nachteil daß es so hart ist daß es kaum ein Säger gerne sieht ;-) und wird deshalb eher als ganzer entrindeter Stamm verbaut.
Passt vielleicht mit seinem rustikalem Charme eher zum Hobbithäuschen....



Gartenhaus



Ich habe gerade in die LBO Bawü geschaut:
Genehmigungsfrei sind Gebäude bis max. 20 m³ Bruttorauminhalt.
4 m x 4 m x 2,30 m ergeben schon einen Netto!rauminhalt von 36,8 m³.
Also was soll diese ganze Eierei?



Tiefbunker???



Nur, um mal alles zu erfassen:

• Die Hütte soll 2 Etagen (Keller und EG) haben?

• Wenn vom EG nur 1,3 m aus dem Boden ragen sollen, dann müsste somit der Keller ja mindestens ca. 4m tief reichen, richtig?

• Der Kellerboden soll im Rohzustand bleiben, also Stampfboden oder was?

• Erst oberhalb des Bodens soll eine Art Fachwerk aus Lärchenholz mit Bruchstein ausgemauert werden?

• Ist es in BW tatsächlich so geregelt, dass nur die oberirdischen Gebäudeteile als umbauter Raum relevant für die Genehmigungsgrenze zum Bauantrag sind? Sollte mich ehrlichgesagt sehr wundern.

• Wie lange soll das Ganze halten?

• Wie ist denn überhaupt der Untergrund (Fels? Lehm? Sand? etc.), wo steht das Grundwasser?



zum



Bauen nach neuen Bauvorschriften wurde oben genug geschrieben. Vielleicht mal nach dem hier und den Erfahrungen sich umsehen: http://www.bergbau-im-zschopautal.de/museumsdorf/index.htm



so..



Nur, um mal alles zu erfassen:

• Die Hütte soll 2 Etagen (Keller und EG) haben?

Richtig

• Wenn vom EG nur 1,3 m aus dem Boden ragen sollen, dann müsste somit der Keller ja mindestens ca. 4m tief reichen, richtig?

2 Meter graben und 1 Meter ringsherum aufschütten vom Außhub

• Der Kellerboden soll im Rohzustand bleiben, also Stampfboden oder was?

richtig

• Erst oberhalb des Bodens soll eine Art Fachwerk aus Lärchenholz mit Bruchstein ausgemauert werden?


Eigentlich war der Plan von unten ab wegen der stabilität - aber davon hat man mir ja abgeraten...!

• Ist es in BW tatsächlich so geregelt, dass nur die oberirdischen Gebäudeteile als umbauter Raum relevant für die Genehmigungsgrenze zum Bauantrag sind? Sollte mich ehrlichgesagt sehr wundern.

• Wie lange soll das Ganze halten?

70 JAhre, länger wäre natürlich noch besser :-)
• Wie ist denn überhaupt der Untergrund (Fels? Lehm? Sand? etc.), wo steht das Grundwasser?

Grundwasser bei 3,5meter lehm Kies boden - hab ein freund mit einem Bagger!



Gartenhaus



Wofür?
Warum?
Innen- oder Außenbereich?



also



Im Außenbereich. Zur Lagerung und zum zusammensitzen!



ich zitiere mal



"Grubenhäuser

Grubenhaus: Als erste Bauten können Grubenhäuser als naheliegend betrachtet werden - der schnellste und einfachste Weg, in Verbindung mit natürlichem Baumaterialvorkommen, Schutz vor Wind, Regen und Kälte zu finden. Sie hatten einen Grundriss der kaum größer als 4 x 5 m besaß und etwa zwei Meter in den Boden eingetieft war. Auf engstem Raum befanden sich Koch- und Schlafstelle, Werkstätten und Lagerböden. Bei gutem Wetter wurden die meisten Arbeiten im Freien erledigt ...."

Das dürfte doch die FW-Freunde und Lehmfreunde hier völlig begeistern. Ich denke aber, daß ist eher ein Experiment und Sommerlaube für hululu0, für den Winter und die Regenzeit sollte man eine Alternative haben. Zu Haltbarkeit sich wirklich mal mit denen vom Bleiberg in Verbindung setzen (Diesen "Ort" hatte ich mal als nächsten Treff fürs Fachwerkforum vorgeschlagen, eine Einigung dazu wird hier wohl nie zu erreichen sein, zu viele unterschiedliche Interessen! :-) )



Gartenhaus



Ich hoffe Sie verstehen unter Außenbereich dasselbe wie ich:
Das Grundstück liegt AUSSERHALB der bebauten Flächen in der Feldflur, also kein Bauland und außerhalb des Ortes.
Wenn das so ist dann gelten bauordungsrechtlich 20 m³ umbauter Raum als Obergrenze. Das wäre eine etwa 3 x 3 m große Gartenlaube. Eine Terrasse zum Sitzen wird aber noch abfallen.
Mehr is nich.
Abgrabungen sind bis 2 m Tiefe genehmigungsfrei. Da ein Keller aber auch als umbauter Raum zählt wird das dann wohl nix, außer Sie errichten ihn schwarz. Das könnte so ablaufen:
Loch buddeln 4 x 4 m, 2 m tief.
Streifenfundamente mit der Hand schachten, die Umfassungsmauern mit KSS oder Abbruchziegeln schnell 2,10 m hochziehen. Außen Zementputz als Pinselputz, darauf eine mineralische Dichtschlämme, darauf entweder nochmal Pinselputz oder eine Bahn als Anfüllschutz stellen. Verfüllen, restlichen Aushub verschwinden lassen, hoffen das die Schachterei keiner mitgekriegt hat.
Falls der Baugrund so standfest ist das senkrecht geschachtet werden kann geht auch einschaliges Bruchsteinmauerwerk gegen Erdreich. Anständig mauern, Fugen max. 20 mm breit! Der verbleibende Zwischenraum zum Erdreich wird kontinuierlich beim Mauern mit Steinabschlägen und Mörtel aufgefüllt. Die Dichtung entfällt. Oberhalb zweischalig mauern. Als Kellerfußboden können später Flachschichtpflaster oder einfache Gehwegplatten in etwas Sand verlegt werden.
Als Kellerdecke Balken NSH 10/22 Abstand 85 cm verlegen, Auflager ummauern.
Eine einfache Dielung min. 30 mm stark aufschrauben.
Auf die Kellerwand, die jetzt etwa 2,30 bis 2,40 m aus dem Boden steht eine Grundschwelle auflegen, Ständer, Riegel und Bügen einzapfen, Rähm legen, flaches Satteldach mit Dreiecksbindern und genügend großem Dachüberstand aufsetzen. Eindeckung mit Betondachsteinen für flache Dachneigung. Decke innen OSB, oben drauf Mineralwolle als Wärmeschutz. Dachraum insekten- und mardersicher belüften.
Gefache mit Abbruchziegeln ausmauern, außen verfugen, innen mit bewehrtem PI Kalkputz verputzen. Wenn Sie das alles fertig haben können Sie gerne noch mal wegen der Behandlung des Gefachholzes nachfragen.
Fürs Klo eine Chemotoilette mitnehmen (WC ist baurechtlich nicht erlaubt) oder einen Donnerbalken bauen.
Strom kann man mit Solarpaneel oder kleinem Windrad (Nach Gebrauch abbauen und verstauen!) und LKW- Batterie selber machen. Elektroinstallation und Beleuchtung auf Gleichstrom 24 V o.ä. auslegen. Tür und Fenster zusätzlich mit massiven Gittern versehen- Einbruchschutz).
Zugang zum Keller über eine Bodenluke mit Steigleiter.
Lassen Sie das mit dem Anfüllen.
Für den selben Zweck kenne ich eine billigere und bequemere Lösung:
Kaufen Sie sich einen gebrauchten Wohnwagen, stellen Sie den von Frühjahr bis Herbst aufs Grundstück, im Winter in eine Scheune.

Viele Grüße
p.s. versuchen Sie mal so eine Bruchsteinmauer 10 cm dick hinzukriegen.



Ich



will ja nix sagen, aber im Nachbarland hat ein gewisser Herr Fritzl irgendwelche 80m2 Keller geschachtet, ohne dass irgendjemand auch nur das Geringste bemerkt hat... ;-)

Nachtrag: was er in diesem Keller dann gemacht hat, ist eindeutig schwer kriminell, aber die Bauaktion an sich finde ich äußerst beeindruckend.



@Kellergassenkatze



...deinen Beitrag halte ich für extrem grenzwertig und an der, zugegebenermaßen, ebenso grenzwertigen baulichen Idee des Fragestellers vorbei.



Sorry,



mein Beitrag sollte nur - zugegeben mit grenzwertigem Humor - an den letzten Beitrag von Georg Böttcher anknüpfen.

Real an der Sache ist, dass es für mich wirklich absolut unverständlich ist, wie Fritzl derart umfangreiche Aushubarbeiten durchführen konnte, ohne irgendwelchen Verdacht zu erregen, noch dazu in einer Kleinstadt, wo man meistens noch mehr am Schicksal seiner Nachbarn interessiert ist.



Das ganze



teilen.Eigenständigen Naturkeller aus Bruchstein und eigenständiges Gartenhaus.

Grüße Martin



Gute



Idee, bleibt der Haken, dass der Keller in der Realität nur als Schwarzbau zu errichten ist.

Interessant übrigens zu sehen, wie unterschiedlich die Definitionen der einzelnen Bauordnungen sind. In der niederösterreichischen Landesbauordnung gibt es meines Wissens nur einen Passus, gemäß dem Bauten bis 9m2 umbauter Fläche (Schuppen, Gartenhäuser etc.) nicht genehmigungs- sondern nur anzeigepflichtig sind (soweit ich weiß, unterscheiden alle 9 österreichischen Landesbauordnungen zwischen anzeige- und genehmigungspflichtigen Arbeiten, wobei ersteres ein formloses Schreiben mit Skizzen erfordert, letzteres hingegen ein umfangreicher Prozess ist, mit vom Fachmann gezeichneten Plänen, Augenscheinverhandlung mit Anrainern usw.).



Es gibt



hier einen schönen Spruch... "Wer viel fragt, geht viel irr!" :-)