Außenwand zum Wohnraum zu dünn-2. Wand innen vorsetzen?

09.01.2016 Tom86150



Hallo Community!
ich lese hier schon seit langem mit und werde jedes Mal etwas schlauer, jetzt habe ich ein seltsames Problem und hoffe auf guten Rat.
Wir bewohnen ein paar Räume in einem kleinen Siedlerhaus (DHH EG+Dach) und sind finanziell nicht besonders gut gestellt- nun kündigt sich Nachwuchs an und ein weiteres Zimmer muss zeitnah nutzbar gemacht werden.
Nun zum Problem: Das Haus hat rundum 36 er Wandstärke, war jedoch teils recht nass- Ursache: die Außenwand hat teils keine 20cm und es wurde eine 6cm starke Gipsplatte davorgesetzt, welche patschnass war, also habe ich diese herausgerissen und nun stehe ich vor einer relativ trockenen Wand (Sperrschicht aus Pappe vorhanden und intakt), nur von der Seite des Nachbars scheint noch etwas Feuchte zu kommen (bei mir ist die Außenwand gestrichen, am angrenzenden alles im Vollwärmeschutz verpackt)
Kann ich jetzt einfach mit etwas Abstand zur Außenwand eine Reihe davormauern? (wenn ja, welcher Stein? wenn nein, welche Alternative), es handelt sich nur um ca. 7,5qm Wand, im Nebenraum ist die Wand wieder massiv.
Wir haben wenig Geld und bekommen auch keinen Kredit also fallen Sachverständige, Gutachter und Architekten leider aus. Ich bin mir dessen bewusst, daß dies der richtige Weg wäre, kann ihn aber nicht finanzieren. Budget:500€
Nochmal: ich weiß, daß ein Gutachter sinnvoll wäre, bin jedoch schon froh darüber, nicht von Sozialhilfe in einem Wohnblock hausen zu müssen. Danke schon mal für alle Zielführenden Antworten.



Wand



ertüchtigen geht mit einer Innendämmung oder mit einer Vormauerung. Wichtig - keine Luft/Hohlraum - das war auch das bisherige Problem. Suchwort Innendämmung rechts oben bei SUCHE mal eingeben - Detailsfragen dazu wurden heir hinreichend beantwortet. Lösung z.. mit Silikatplatten, Holzweichfaserplatten, Lehmziegel oder HLZ. Dazu sollte aber das Fundament breit genug sein. Außerdem sehe ich die nasse Ecke noch kritisch - die Ursache sollte gefunden werden.



Günstige Innendämmung



Zuerst kontrollieren woher die Feuchtigkeit kommt und die Ursache abstellen.
Dachentwässerung überprüfen
Überprüfen ob der Außenanstrich intakt ist.
Schlagregenbelastung darf nicht zu hoch sein- Sockel überprüfen

Wenn es Kondensationsfeuchte ist wird das durch die Innendämmung beseitigt.
Du kannst den abgebildeten Aufbau vornehmen.
Wenn die Wand zeitweise durch Sonneneinstrahlung erwärmt wird ist Rückdiffusion durch die feuchtevariable Dampfbremse möglich.
Du kannst Trockenbau- Boden-und Deckenprofile im Abstand von 10 cm von außen gerechnet vor die Wand setzen.
dann senkrecht die Wandprofile einsetzen
Alternativ dafür ca 4/6 cm Holzlatten verwenden.
Entweder kapillaraktive Dämmplatten verwenden wie flexible Holzfaser- oder Zellulosefaser- oder Hanfplatten mit engem Kontakt zur Wand.
Dann die Dampfbremse auf der Unterkonstruktion Verlegen und allseitig sorgfältig verkleben

Darauf die Gipsfaserplatte verschrauben, (bei Einblasen von Dämmung ganz oben einen Streifen freilassen)
Evt jetzt die Zellulose einblasen (entweder Maschine leihen oder selber etwas basteln -siehe Internet-Anleitungen), falls nicht schon wie vor gedämmt wurde.
Zum Einblasen immer nur ein Stück hoch einblasen und dann der danebenliegende Bereich- oder vorher bei jedem Ständer Kammern bauen mit Folie.

Um das Fenster die Ständer so setzen, dass sie mit den Platten verkleidet werden können-auch hier die Dampfbremse sorgfältig verkleben.

Platten als letztes verspachteln

Auf jeden Fall müßtest du mit den Kosten hinkommen.

Die Ständer habe ich bei der Berechnung nicht aufgeführt, da dünnwandige Metallständer ohne Wandberührung kaum ins Gewicht fallen.

Andreas Teich



Tausend Dank schon mal für die Tips



Habe ich das richtig verstanden: wenn ich eine Mauer aus HLZ davor setze, dann muss ich den Zwischenraum mit Mörtel ausfüllen? ( dann habe ich ganz schön viel Wasser in der Wand bei den Temperaturen trocknet das nie), außerdem ist da noch die feuchte Ecke vom Nachbarhaus. Die Holzfaser- Version klingt interessant und schnell. Wenn ich das richtig verstehe würde ich dann weiche Holzfaser etwas angepresst auf die buckelige Wand montieren, damit keine Luft zwischen Wand und Dämmung kommt (Stärke?) und wie dann innen weiter? Dampfbremse/Sperre Ja/Nein und dann hätte ich ja gern am Ende innen ne gerade Wand-wie bewerkstellige ich das denn? Es gibt ja auch Holzfaserplatten, die ich dann Verputzen kann aber die kenne ich nur als ziemlich starr-damit hätte ich dann doch wieder Luft zwischen Wand und Dämmung.
Es wäre schön, wenn sich da noch ne Lösung ergäbe.
Vielen Dank im Voraus an alle Helfer.



Innendämmung



Hochlochziegel dämmen viel zu schlecht- der Hohlraum müßte ohnehin ausgefüllt werden.
Bei der Variante nur mit verputzten Holzfaserplatte kannst du weniger gut dämmen, da die Dampfbremse fehlt.
Bei flexiblen Platten Trockenbauständer nehmen.
Dann eine Platte dahinter stellen und eine in Stärke der Ständer dazwischenlegen.
Gesamtstärke der Dämmung zB 100 mm.
Darauf die Dampfbremse, darauf die Gipsfaserplatten schrauben.

Andreas Teich



Hat noch jemand eine Idee für die feuchte Ecke?



Danke auch Ihnen, Herr Teich.
Die feuchte Ecke macht mir noch Sorgen - da kann ich nix daran ändern. Rohre gibt's da keine- ich tippe mal darauf, daß des Nachbars Fassade unter dem WDVS komplett so aussieht.(grenzt direkt rechts an) Die Dachpappe ist offensichtlich nachträglich eingebaut worden und das nur auf meiner Seite.(scheint da zu enden) wenn ich jetzt Dämmstoff einbringe, dann befürchte ich dessen Durchfeuchtung. Gibt es einen Dämmstoff, der da unkompliziert ist?
Gruß und Dank!



Feuchte Mauer dämmen



Entweder XPS oder Schaumglasplatten nehmen- dabei kann es aber je nach Feuchtenachschub passieren, dass sich diese weiter ausbreitet.
Mineralschaumplatten und noch besser Kalziumsilikatplatten können die Feuchte in den Raum verdunsten lassen.
Oder du verlegst die Heizung in diesen Bereich-
zumindest die Vor- und Rücklaufrohre -zur schnelleren Trocknung

Besser die Feuchtigkeit beseitigen- das muß sich doch herausfinden lassen
Undichte Installationen oder Oberflächenwasser außen gibt es dort nicht?

Andreas Teich



XPS und Co



Diese Platten sind alle nicht weich, daher hätte ich wieder Luft zwischen Der buckeligen Wand und dem Dämmstoff- also bräuchte ich idealerweise ein Material, welches elastisch ist. Oberflächenwasser und Rohre aller Art gibt es dort nicht- ich gehe daher von fehlender Horizontalsperre im Nachbarhaus aus. Kann es sein, daß die Lösung meines Feuchteproblems eventuell auch so eine Chemiebrühe sein könnte, womit die fehlende Horizontalsperre normalerweise ergänzt werden soll (Mir fällt der Name des unsympathischen Zeugs nicht ein) wenn ja, dann müsste ich sicher die Wand an der Stelle trocknen, damit das funktioniert-oder?



Feuchte Wand dämmen



Starre Platten müssen mit entsprechendem Kleber an die Wand angesetzt werden, bzw diese vorher eben verputzt werden und dann angeklebt werden.
Du meinst Injektionsverfahren als Horizontalsperre-
kann funktionieren, ist aber nicht sicher.
Die Wand braucht dann auch noch Wochen bis Monate zur Austrocknung- außer mit künstlicher Trocknung.
Wenn die Stelle klein ist und außen nicht aufwendig verputzt kannst du auch das Mauerwerk jeweils in ca 50 cm Stücken erneuern bzw eine Steinlage herausnehmen und Bitumenbahn einlegen.Dann Quellmörtel verwenden oder mit relativ trockenem Mörtel sorgfältig ausstopfen.

Andreas Teich



Wand dämmen



Ich hatte in einem der letzten Threads mal das Prinzip KISS erwähnt.
Anscheinend haben Sie nicht verstanden was das ist, Herr Teich.
Ich schreibe es deshalb aus:
K Keep
I It
S Simple
S Stupid.
Verwurschtelter, komplizierter und teurer kann man einem Laien mit knappen Budget kaum einen Vorschlag unterbreiten, Herr Teich.

Ich biete Ihnen da zwei Alternativen an, Tom:
1. kostet so um die 50, € pro m²:
Udi Inreco von Unger- Diffutherm.
Dazu müssen Sie vorher den restlichen Putz abhacken, die Platten werden trocken auf die Wand geschraubt. Fugen und Schraubungen verspachteln, tapezieren.
2. Rigitherm mit 20, besser 40 mm Dämmstoffdicke, kostst so um die 25 €/m².
Das sind Gipskartonplatten mit aufkaschierter Schaumpolystyroldämmung die möglichst hohlraumfrei auf die vom Putz befreite Wand aufzukleben (Wulst-Punkt-Verfahren)sind. Kosten um die 25,- € pro m². Nach Anbau Fugen verspachteln, schleifen, tapezieren.
Beide Verfahren funktionieren bei sorgfältiger Verarbeitung, es darf keine Innenluft dahinter gelangen. Schwachpunkte sind die Übergänge zur Decke und zu den Innenw#nden sowie die Fensterlaibung. Dafür gibt es Dämmkeile und Laibungsdämmplatten, mal im Baumarkt nachfragen.
Materialien von Unger- Diffutherm gibt es nur beim Fachhändler, deshalb sollten Sie Rigitherm favorisieren. Sie brauchen nur Platten, Ansetzbinder und Spachtel, alles im Baumarkt erhältlich. Das sind drei Materialien für die Dämmung, mehr nicht!
Dazu noch ein paar Eckschienen und die o.g. Platten für die Detaillösungen.



so ungern ich hier widerspreche



aber gerade der letzte Vorschlag ist für mich einfach zu schadensanfällig um von einem Laien umgesetzt zu werden.
Und dann in einem Kinderzimmer eine nass-feuchte -Schimmelecke zu produzieren......da hätte ich echt Probleme.

Die Wand hat noch einen ungeklärten Feuchteeintrag, ist definitiv noch nicht abgetrocknet und dann dort Rigips und Schaumpolystyrol davor mit Gips befestigt, denn nichts anderes ist der Kleber.....und das noch bei der derzeitigen Winterphase....da wird mir ehrlich etwas bang.

Nach langer Abtrocknungszeit und Abstellung der Feuchtigkeitsursachen mag das ja funktionieren, aber mir scheint es nicht so zu sein, dass da eine Aussicht auf Behebung der Ursache ( Vielleicht ist es ja der Nachbar mit dem Vollwärmeschutz..... ) besteht.

Ich kann die Zwangslage verstehen, schnell noch einen Raum fürs Kind fertigzustellen.....aber ohne Ursachenbehebung und mit nur 500 € Budget.....
Ich würde , wenn es mein Haus wäre, vermutlich die Wand entweder offen stehen lassen und bis zum Sommer warten...und dann ordentlich sanieren, den Nachbarn ggf. zur Beseitgung des Feuchtigkeitseintrages auffordern .
Wenn eine Nutzung UNBEDINGT sein muss, jetzt und sofort....würde ich die Wand trotzdem offen lassen und den Rest des Raumes provisorisch herrichten. Bis der Nachwuchs ins Krabbelalter kommt ist ja doch noch etwas Zeit um die Wand dann nachhaltig zu sanieren. Nichts gegen den Nestbautrieb - aber das kann hier halt bös ins Auge gehen.

Rigips und feuchte Wand...da bin ich halt ein gebranntes....äh....durchfeuchtetes Kind..

LG
anna



Innendämmung



Günstig ist es ja mit Rigithermplatten, allerdings setzt deren Einsatz trockene Wände voraus, also Schutz vor Schlagregen und (aufsteigender) Feuchte. Das ist hier kaum gegeben.
Unter den Bedingungen würde ich keine Styropor- und Gipskartonplatten mit Gipsansetzbinder verwenden.
Bei so einer dünnen Wand und einem kurzen feuchten Wandbereich würde ich lieber die Steine herausstemmen und eine Feuchtigkeitssperre verlegen.
Je nach Wandausrichtung, Dachüberstand und Oberfläche ist der Schlagregenschutz ja möglicherweise gegeben.
Notfalls würde ich eher XPS-Platten mit Baukleber auf Zementbasis an die feuchten Wandbereiche ankleben und dann später alles richtig sanieren.

Andreas Teich



Aufsteigende Feuchte....



....sollte nach den Regeln der gängigen Bauphysik und den dazugehörigen Baustoffen erst einmal konstruktiv wirksam unterbunden werden.
Danach kann man problemlos mit Lehmbaustoffen eine homogen ausgebidete Innenvorsatzschale erstellen.
Diese dann noch mit einer Wandheizung belegt, bringt ihnen dann ein wunderbares Raumklima mit einer guten Feuchteregulierung.
Mehrfach nachweisbar gebaut und vorzeigbar.
Einfach nur die Kirche im Dorf lassen.



Innendämmung



Nun,
ich hatte vergessen darauf NOCHMALS hinzuweisen das der Feuchteeintrag (falls es einen von außen gibt und das keine Wärmebrücke ist) vorher abzustellen ist.
So etwas ist selbstverständliche Voraussetzung für jede Art von Innendämmung.
Ich beanspruche auch nicht das die Rigithermvariante die beste Art der Innendämmung ist die es gibt und ewig halten wird.
Es ist die BILLIGSTE und für Laien am einfachsten und schnellsten zu verarbeitende Lösung mit VERNACHLÄSSGBAREM Risiko was die dunkle Stelle in der Ecke betrifft. Da läuft kein Wasser aus der Wand, ob und wie feucht das ist weiß bis jetzt keiner.
Ansetzbinder explodiert nicht gleich wenn eine gewisse Untergrundfeuchte vorhanden ist, die Stelle ist lokal begrenzt. Ein kapillares Fortleiten nach innen, also ein feuchter Fleck auf der Wandoberfläche, ist ausgeschlossen da die Dämmung nicht kapillar leitfähig ist.
Selbst wenn die Ecke mal in ein paar Jahren durch Nässe beschädigt wird- das würde sich durch Aufquellen des Gipskartons von den Rändern her zeigen- kann man das in einer Stunde reparieren. Die betreffende Stelle mit dem Cuttermesser oder der Kreissäge sauber ausschneiden, lokal austrocknen oder Abdichten und ein neues Teil wieder einpassen und einspachteln.
Wer eine billigere, einfachere,schneller zu bewerkstelligende Lösung ohne großen Wassereintrag in die Wand hat möge sie dem Fragesteller nennen.
Haben Sie so eine Lösung, Anna?
Übrigens hat Herr Teich hier zur Abwechslung unter seinen vielen Vorschlägen mal ein verwendbares Körnchen verteilt: Zementhaltiger Baukleber. Den kann man statt Ansetzbinder natürlich auch verwenden. Wer mit einer Saiga nachts in den Wald ballert trifft auch ab und an mal was.
Um mein Lob wieder zu relativieren, Herr Teich:
Bei Ihrem letzten Vorschlag fehlt der armierte Putz der noch auf die Platten kommt. Aufwendiger, teurer, feuchter und für Laien schwerer händelbar als meine Variante, aber immerhin besser als Ihr erster grottiger Vorschlag.



Danke für die zahlreichen Tips!



Was mich immer wieder wundert, wenn ich mich im Baubereich schlau machen lasse sind die vielen, teils vom Grundsatz her schon grundverschiedenen Herangehensweisen, Ausführungen und Materialien, wobei ich jedem Schreiber unterstelle, mir nach bestem Wissen und Gewissen Auskunft zu geben und uns Gutes tun zu wollen- Vielen Dank dafür! Ich arbeitete in der Metallbranche, da gibt es entweder richtig oder falsch und wenn etwas falsch läuft, dann sieht man das Resultat für gewöhnlich direkt nach dem Fehler und nicht Jahre später...
Meine bisherigen Erkenntnisse: nach Möglichkeit sollte ich die feuchte Ecke beseitigen-da ich an die Ursache nicht herankomme werde ich wohl die Mörtelfugen Vertikal komplett auskratzen und mit Folie (Alternative?) und Quellmörtel wieder ausfüllen- Teerpappe wäre mir zwar sympathischer aber ist da wohl zu starr. Weiter würde ich wie Herr Teich, sowie Olaf empfohlen haben mit weicher Holzfaser, Ständer, Dampfbremse (oder Sperre?) und Gipsfaserplatte abschließen. (Warum kein Gipskarton?) als Risiko bleibt mir halt leider die restliche Feuchte der angrenzenden Ziegel, die vor meiner Fuge sind und die Möglichkeit, daß meine Holzfaserplatte irgendwann in der Ecke kompostiert ist. Die Styropor-Variante kommt schon aufgrund der buckeligen Wand nicht in Frage, denn dann hat man immer ein Luftpolster irgendwo- mal mehr und mal weniger.
Eine weitere Frage, die noch aufkam ist, daß mir einerseits empfohlen wurde, den Putz zu entfernen, andererseits aber verputzen, damit ich für unflexibele Dämmung einen geraden Untergrund habe. Was ist am Putz verkehrt?



Innendämmung



Natürlich müssen Sie bei der Rigithermvariante besonders große Unebenheiten vorher ausgleichen, das geht mit dem Ansetzbinder bzw. -Kleber eine Stunde vorher.
Die beste und sicherste Variante beim Ansetzen solcher Dämmplatten ist die Buttering-Floatingmethode, dabei kann man aber nur Ebenheitsunterschiede bis etwa 10 mm ausgleichen. Die Methode ergibt einen hohlraumfreien Verbund.
Das bedeutetdas bei Ihrer Wand der Putz erneuert bzw. so ausgebessert werden muß das die Wand eben ist. Ich habe Ihnen deshalb das Wulst-Punktverfahren zum Aufkleben empfohlen. Damit kann man Ebenheitsunterschiede bis zu etwa 3 cm ausgleichen. Das ergibt dann keine hohlraumfreie Wand aber einzelne, kleine, in sich abgeschlossene Hohlräume die unproblematisch sind. Es erspart Ihnen das vorherige Putzen und die Trocknungsphase danach.
Um das noch mal zu sagen:
Mein Vorschlag ist nicht die hohe Kunst der Innendämmung aber eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Methode das Problem in einem Tag in Eigenleistung für ein paar Euro zu lösen. Das wars ja wohl was Sie brauchen.

Warum gibt es in der Altbausanierung so viele Lösungen?
WEIL ES SO VIELE PROBLEME GIBT.
Jedes Haus ist anders, die Nutzungsbedingungen unterscheiden sich, die Art der Beheizung... Es gibt hier keine alleinseligmachenden Wahrheiten, wenn man mal von ein paar allgemeinen Grundregeln absieht.
Sicher wird die Variante 1 von Herrn Teich auch funktionieren. Wie lange Sie brauchen werden um das Material zusammenzukriegen und das Konstrukt an die Wand zu bauen können Sie selber abschätzen.





Herr Böttcher,
ich sehe halt hier gerade aus dem Fenster auf eine winterliche Matsch und Modderlandschaft und habe halt Bedenken, eine offenbar zur Zeit nicht trockene Wand hinter einer Kombination aus Styropor und Rigips zu "begraben"
Daher meine Vorschlag NICHT JETZT Zeit und Geld in eine oberflächliche Aufhübschung zu investieren, sondern abzuwarten.
Im Sommer, nach Behebung der Ursachen der Feuchtigkeit, würde ich persönlich bei diesen unebenen Wänden und den verschiedenen Untergründen auf eine vollflächige, hohlraumfreie Montage von reinen Naturmaterialien setzen.
20 cm Aussenwand sind wenig, meine Fachwerkwand hat hier gerade mal 15 cm - aber man hat nicht gleich Forstbeulen, wenn man diesen Restwinter ohne eine zusätzliche Dämmung dort lebt. Wenn man die Optik etwas aufhübschen möchte: eine Schicht Lehmputz an die Wand - sieht zwar rusitkal aus, lässt sich aber bei einer späteren Sanierung unproblematisch entfernen und im Garten entsorgen oder als Unterlage für die Einbettung der Dämmung weiternutzen.
Ja, das ist nicht "Stand der Technik" aber eine durchaus pragmatisch einfache und von einem Laien leicht umsetzbare Lösung
Ich habe halt bereits genau die von Ihnen vorgeschlagene Konstruktion von meiner Schlafzimmeraussenwand geholt...mit Mundschutz und Handschuhen, da es uns grün-rosa-schwarz und stinkend von dort entgegenkam. Ursache : Putzfehlstellen mit Schlagregenbelastung. Die Wand war keine 5 Jahre mit dem Rigips verkleidet....



Innendämmung



Genau diese Innendämmung war es NICHT. Es gab einen kleinen aber wichtigen Unterschied: die Luftdichtigkeit gegenüber dem Innenraum. Dazu noch die deutsche Angewohnheit kühl zu schlafen. Da ergeben sich schnell Kondensatausfälle auf der Oberfläche auf und hinter dem GK.
Ergänzung:
"Putzfehlstellen mit Schlagregenbelastung"
Lag das nun an der Innendämmung (da wäre jede Innendämmung in die Knie gegangen) oder an Ihnen?



Rückfrage



Hallo anna,
mal eine kurze Rückfrage. Ich kenne Rigitherm immer nur mit den einzelnen Batzen, die weder die Zirkulation noch eine Hinterlüftung verhindern. Das Punkt-Wulst Verfahren ist durch die Luftdichtigkeit der Fläche hinter jeder einzelne Platte etwas anderes.

Was war die Befestigung denn bei dir? Ich nehme meine Rigipsplatten an der Außenwand nämlich im Frühjahr ab. Ich vermute in dem Fall auch schwer darauf dass es Rigitherm Platten sind.

Gruß Herbert





okay...RigipsVerbundplatte mit 30mm Hartschaum, wäre der korrekte Begriff gewesen und nicht nur Rigips..... Ist allerdings auch schon lockere 15 Jahre zurückliegend.
Die heutigen Platten sind etwas anders aufgebaut aber trotzdem halte ich von diesen Konstrukten als Innendämmung wenig. Besonders eben bei unklarem Feuchteeintrag von Aussen. Und ob die Luftdichtigkeit zum Wohnraum hin sooo gewährleistet werden kann...gerade die Anschlüsse sind immer ein Problem.


Historia
Nach guter alter Selbstbauersitte natürlich nur mit dem vorgeschriebenen Kleber von rigips im Punktverfahren...... auf einer ebenso unebenen Wand, wie auf dem Bild des Fragestellers zu sehen. Also so falsch wie möglich ;)

Schlafzimmer ja.....aber keine Schrankwand von 3,50 davor sondern das Kopfende des 10 cm vor der Wand stehenden Bettes.

Und wissen wir, wie der Fragesteller den Raum nutzen will ?? er schrieb nur Wohnraum und Kind im Anmarsch....ob daraus nun das neue Wohnzimmer, das ausgewanderte Schlafzimmer oder das Kinderzimmer wird, ist hier völlig offen. Und wenn DAS dann die Schadensanfälligkeit erhöht, lasse ich persönlich halt lieber die Finger von solchen Konstruktionen.



Ist Lehm vielleicht doch die bessere Lösung?



Mit Lehm hatte ich bisher noch nie etwas zu tun, scheint aber wohl recht einfach zu Verarbeiten zu sein und Vorteile zu bieten...
Kann ich theoretisch ein Bigbag Lehm kaufen und ein paar Schichten auf die Wand aufziehen? Welche Sorte Lehm nimmt man da? (Oder eine Sorte für die Masse und eine andere für die abschließende Schicht?) Ich habe etwa 10cm Platz- kann ich den mit Lehm auffüllen? Und darauf Kalkfarbe?
Kann ich mir dann die Dampfsperre sparen,da der Lehm die Luftfeuchte aufnimmt und wieder abgibt? Die Feuchte Ecke wäre sicherlich in dem Fall unkompliziert, da sie ja zum Raum hin abtrocknen kann. (Natürlich würde ich meine oben beschriebene vertikale Trennlage auch einbauen, um die Feuchte auf ein Minimum zu reduzieren). Die Wandheizung, wie von Udo Mühle vorgeschlagen kann ich mir beim besten Willen nicht an einer Außenwand vorstellen, wobei die Feuchte dann sicher kein Thema mehr wäre. Nachteil dieser Variante wäre die Wartezeit auf warmes Wetter, die unserem Zeitplan entgegen steht und die nicht vorhandene Dämmung (die im restlichen Haus aber auch nicht vorhanden ist)
Es wäre schön, wenn noch auf die Pro's und Contra's der Lehm-Variante noch eingegangen würde bzw. auch deren Aufbau, falls meine Variante verbesserungswürdig oder gar realitätsfremd ist.



Ein Schlafzimmer soll es werden



Wobei wir keine typisch deutschen Kühlzellenschläfer sind- unter 18Grad bekomme ich Ärger mit der Regierung =)



Innendämmung und horizontale Feuchtigkeitssperre



Nimm doch noch ein Foto der feuchten Ecke von außen auf.
Lehm hat kaum Dämmwirkung- wäre also nur eine optische Verbesserung.
Im jetzigen Zustand bei ausgekratzten Fugen kann die Austrocknung wesentlich schneller erfolgen, da dadurch die Oberfläche vergrößert wird.
Lehm benötigt sehr lange zur Austrocknung und kann dah nicht in dicken Schichten aufgetragen werden.
Hier wäre Lehm also keine Sanierungsmöglichkeit.

Wenn der Putz in schlechtem Zustand ist kann auch jetzt die unterste Lagerfuge mit einem langen Bohrer mehrmals durchbohrt und dann mit einer Reziprosäge/altem Fuchsschwanz etc auf eine Länge von 30-50 cm durchgehend horizontal aufgeschnitten werden.
Dann den Fugenmörtel abkratzen damit Platz für die Bitumenbahn inkl Überdeckung ist (Bitumenschweißbahn ist nicht geeignet als Feuchtigkeitssperre)
Fugen gut entstauben, etwas anfeuchten.
Bei schmalen Fugen die Bitumenbahn unterseitig dünn mit Baukleber/Fliesenkleber bestreichen, dann einlegen und festdrücken.
Den darüber liegenden Bereich bei losen Steinen entweder neu vermauern oder Fugen mit Quellmörtel füllen oder mit eher erdfeuchtem Mörtel 1:2 bis 1:3 (Zement zu Sand) möglichst vollflächig ausstopfen.

Warmes Wasser beschleunigt den Abbindeprozeß, Steine vorher mit Heißluftfön oder Lüfter erwärmen- hinterher vor Frost schützen.
Zur Unterfütterung gibt es geeignete Kunststoffkeile oder welche aus Edelstahl schneiden lassen.

Nach 1-2 Tagen die andere Seite entsprechend abdichten.
Außen Dichtungsschlämme auftragen und natürlich vor Frost schützen.

Die feuchten Wandbereiche mit Warmluftgebläse oä trocknen.

Anschließend kann eine der beschriebenen div Innendämm-Varianten erfolgen.
Bei Verwendung einer (feuchtevariablen) Dampfbremse kann diese mit besseren U-Werten erfolgen.
Gipsfaserplatten sind weniger schimmel- und feuchtigkeitsgefährdet gegenüber Gipskartonplatten und können ggf auch besser verputzt werden-kosten aber auch etwa das doppelte- also etwa 3,-€ mehr je qm.

Wenn nur ein billiges Provisorium hergestellt werden soll können auch nur vor die evt feuchten Bereiche ein paar Holzfaserdämmplatten oä vor die Wand gestellt und mit einer Holzplatte abgedeckt werden.

Andreas Teich



Innendämmung



Die Verarbeitung ist ein Unsicherheitsfaktor den kein Materialsystem und kein Materialhersteller abstellen kann, das kann nur der Verarbeiter.
Wenn der sich nicht sicher ist z.B. einen dampfdichten Anschluß bei einer Dampfbremse hinzukriegen dann muß er es eben lassen und einen beauftragen der es kann. Ich würde auch nicht die Kopfdichtung meines Diesels nach Bauanleitung aus dem Internet selber wechseln.
Es gab vor ein paar Jahren mal eine ähnliche Diskussion unter Beteiligung von Konrad Fischer, der wieder mal gegen die Industrie- Dämmmafia im Bunde mit gewissenlosen Planern und dummen Handwerkern wetterte. Das Beispiel war ähnlich. Er veröffentlichte dazu als Beweis für die Untauglichkeit solcher Bauweisen das Foto einer Trockenputzschale an einer Außenwand. Seiner Meinung nach ist Schimmelbildung die Folge dieses Materials und dieser Bauart. Interessant war an seinem Foto das er damit genau das Gegenteil bewies, nicht das Material war schuld sondern der Verarbeiter. An der Fensterlaibung gab es Undichtigkeiten- Schimmelbildung unter den Platten. Am überwiegenden Rest der Wandfläche war nach Abnahme der Platten nichts zu sehen, trotz Batzen zum Verkleben. Da war die Verspachtelung dicht, die Wand außen trocken- das Material funktionierte.

Aber das ist wieder abseits des Themas:
EINE BILLIGE UND SCHNELLE LÖSUNG für die Innendämmung DIESER Wand zu finden.
Nicht nach der besten und idiotensichersten Lösung für Innendämmungen zu suchen.
Wir fahren auch nicht alle Porsche, Bentley oder BMW.

In der Richtung gibt es übrigens schon Lösungen die mit einem kontrollierten Feuchtemanagement arbeiten. Aber selbst solche kapillaraktiven Innendämmungen kriegt ein Mieter oder Nutzer klein wenn er sich nur blöd genug anstellt. So etwas sehe ich als Gutachter öfter.

Ich schreibe es jetzt zum dritten Mal:
Meine Variante ist nicht die schönste, sicherste, beste, risikoärmste sondern eine die der Fragestellung am ehesten gerecht wird. Wer eine bessere hat, schreibe sie hier auf- aber bitte nicht den Tipp die Wand erst mal so zu belassen wie sie ist.

Und ich hämmere das jetzt noch einmal bei allen Lesern ein:
Innendämmungen setzen grundsätzlich eine trockene, vor Schlagregen geschützte Wand voraus und sollten hohlraumfrei angebaut werden.
Wenn man gegen diese Grundsätze verstößt dann sollte man genau wissen ob das IN DIESEM SPEZIELLEN FALL geht und was dann passieren kann.



Lehm Erfahrung



Ich habe meine Wände mit Lehm ausgeführt. Bin handwerklich nicht unbedarft, aber nie professionell gearbeitet. Habe in der Jugend ab und zu Holz, Trockenbau und auch ein wenig verputzt. Kannte also wichtige Grundlagen.

Jetzt im Fachwerkhaus gab es Unebenheiten von ca 2- 5 cm, in einem Fall mehr als 10 cm anzupassen. Ich habe mehrschichtig gearbeitet, also nie mehr als 2-4 cm in einem Arbeitsgang aufgebracht. Zum Abziehen habe ich teilweise Latten aufgschraubt, wobei bei ich bei mehreren Schichten die folgende über Kreuz befestigt habe.

Ich habe fertigen Unterputz verwendet, wobei ich teilweise auch erfolgreich zusätzlich Stroh hinzugefügt habe. Nach mehreren Monaten Pause habe ich die letzten 3 Wochen die HWP Platten gedübelt und mit Lehm verklebt. Dann Unterputz mit eingebetteter Glasfaser und darauf Oberputz.

Nach wenigen Anfangsproblemen war der Lehm von Claytec schön zu verarbeiten. Auch für einen Anfänger zu empfehlen. Aber ich denke alle vorgemischten Mischungen sind ebenso problemlos. Ich habe die erdfeuchten Mischungen mindestens eine Stunde einsumpfen lassen vor der Verwendung.

Natürlich trocknet das ganze nur im Sommer sauber durch.

Gruß Herbert

Übrigens, natürliche alle Kanten der HWP zu Fußboden, Decke und Fenstern zur Sicherheit sauber mit Stopfhanf bzw. Hanfstreifen abgedichtet.



Die Horizontalsperre ist vorhanden und intakt.



Die Feuchtigkeit kommt auf einer Höhe von ca. 30cm vom Nachbarhaus. Ich sehe, wo die Horizontalsperre endet. Diese ist offensichtlich nachträglich eingebaut worden. Außen ist der Anstrich und Putz alt aber weder beschädigt noch hohl. Das Wasser kommt ganz sicher nicht von außen. Ist meine Idee, vertikal (ab Horizintalsperre bis 50-60cm Höhe) eine Sperre in die Putzfuge einzubauen nicht sinnvoll?



Durchfeuchtung



Ich gewinne immer mehr den Eindruck das hier eine Verfärbung, aber keine Durchfeuchtung vorliegt. Machen Sie den Bohrtest dann wissen Sie mehr.





Zum Lehm
Ich habe die kompletten letzen beiden Sommer quasi mit der Lehmkelle in der Hand verbracht...
Nach anfänglichen Problemen bei der Aneignung der richtigen Technik, geht es inzwischen schon fast im Verputzertempo...Wenn mal eine Putzschicht nicht so gelingt, wie man sich das vorstellt - einfach wieder annässen und noch einmal ausreiben oder abklopfen und wieder neu aufziehen. Der Baustoff verzeiht viele Fehler.
Schichtdicke bei Lehm würde ich nicht über 2 cm wählen....Das Abtrocknen dauert, besonders im Winter, ist aber durchaus eine Sache, die in einer beheizten Umgebung gut funkitoniert. Man kann halt Arbeiten auch gut mal für eine Weile unterbrechen und bei besserem Wetter und mehr Geld die nächste Schicht aufbringen. Lehmputzarbeiten sind zwar keine supersaubere Arbeit, aber wir arbeiten auch in bereits genutzen Räumen immer noch an einzelnen Wänden weiter..

Über die Dämmwirkung wurde bereits gesprochen ....ist halt kein Dämmstoff. Aber mit einer eingelegten Dämmplatte ändert sich das enorm und die Idee einer Wandheizung würde ich auch noch einmal durchdenken. Es ist halt bei Lehm durchaus möglich diese Komponenten noch später hinzuzufügen.

Big Bag hab ich nicht benötigt. Die Sackware verschiedener Hersteller ließ sich wunderbar verarbeiten und bei nur einer Wand, braucht man auch nicht dieee Unmengen.



Menge



Bei meiner 60 qm Wohnung die ich jetzt fast abgeschlossen habe, bin ich jetzt am 5. Bigpack. 3 Unterputz sind leer und der zweite Oberputz reicht noch bequem. Also habe ich jetzt gut 5 Tonnen verarbeitet. Erdfeuchte Bigpacks sind billiger als Sackware.

Klar, ich habe eine angebaute Scheune die fast frostfrei ist und man kann den eerdfeuchten Lehm wieder verwenden sobald er aufgetaut ist.





Big Bag....und Lagerprobleme.
Im Winter muss der erdfeuchte Putz frostfrei gelagert werden....damit hatten wir ein Problem, daher haben wir Sackware genommen. Die ist zwar je kg teurer, dafür entfielen die Versandkosten, da sie der hiesige Baumarkt innerhalb von 1 Woche beschaffen konnte.
aber das ist dann nur noch ein kleines Detail...



Mauerfeuchtigkeit



Wenn eine intakte horizontale Feuchtigkeitssperre vorhanden ist braucht natürlich keine weitere eingebaut werden, außer falls oberhalb dieser Feuchtigkeitssperre wieder Wasser eindringen kann-
das sollte aber durch den Sperrputz außen verhindert werden.

Schlagregenbelastung und Spritzwasser muß verhindert werden, wie ich schon geschrieben hatte.
Dann bleibt nur noch als Feuchtebelastung Kondensationsfeuchte, die aber nur innen anfällt-
beim Bohren in die Mauer ist es innen also trocken.

Oder es handelt sich nur um eine Verfärbung wie bemerkt wurde.
Was nun genau vorliegt auf jeden Fall vor weiteren Arbeiten prüfen.
Danach kann dann eine der zahlreichen gen. Möglichkeiten ausgewählt werden.

Andreas Teich



Arggghh...



Erst mal mit einem Leichtgrundputz die Wand halbwegs flach kriegen, gut austrocknen lassen, dann 6 bis 8 cm Multipor Innendämmung drauf.

Sonst wäre mir die Udi InReco auch sympathisch.

Die EUR 500 werden aber knapp... Der Nachwuchs sollte erst mal im Elternbett mitkuscheln.



Innendämmung



Es fehlt noch was:
Schleifen,
Spachteln,
Schleifen,
streichen und zwar mit den Materialien die der Hersteller empfielt.



Danke an alle, die sich beteiligt haben.



Nun bin ich wieder eine ganze Ecke schlauer...
Ihr habt mir wirklich weiter geholfen.



Schnell ?



Die meisten Fehler am Bau enstehen,weil man sich keine Zeit nimmt zu verstehen...niemand hat Zeit,alles muss schnell gehen,heute werden erst Kinder gemacht und sich dann um den Rest gekümmert,Der Bauherr hat keine Zeit(notorisch) und die ausführende Firma hat keine Zeit,is ja alles teuer..verdammt, wir(die jetzige Generation)haben doch eine Veratwortung für die kommende Generation,ihnen auch etwas dazulassen worüber sie sich freuen,worüber sie staunen können,die sie bewundern,und auch erleben..in 20 jahren reißen sie den ganzen Quatsch wieder raus,weil es endlich klar wird,mit was da hantiert wird..Bauschaum-Schwefelhaltige Gipsplatten ausdünstende Lacke usw,alles rein ins Kinderzimmer... 90% aller Baustellen sind voll mit giftigen Materialien die möglichst lange halten sollen usw..weil:es muss ja schnell gehen!Das ist doch kein bauen,dass ist nichts besseres alls für fettgefressene Konzerne Produkte möglichst Gewinnorientiert zu verkaufen..arrhh..Dieses Wort sollte für Baustellen jeder Art verboten werden..SCHNELL...es führt zu nichts..und jeder weiß es:D

Ps.:Willst du schnell fertig werden,lass dir Zeit!

Ps.:Versuch(da es ja um deine Kinder geht)möglichst natürliche Baustoffe zu verwenden,dass es nicht immer und überall möglich ist kann ich verstehen,jedoch versuchen sollte man es..Generationsübergreifend!

beste grüße H.



Gipskarton



Schwefel in Gipsplatten!!!
Oh Gott warum hat mir das noch keiner gesagt?
Furchtbar!



ja



Schwefelausdünstungen in Rigipsplatten sind doch nichts neues:D
In America verkaufte Knauf für Millionen Rigipsplatten mit doppeltso hohen Werten wie erlaubt..Fazieht..Verlustgeschäft,Anzeige und kranke Menschen..
erst danach wurde festgestellt das auch in Deutschland der grenzwert für Schwefelausdünstungen(Brandschutz/längere haltbarkeit,weniger Purös)in Rigipsplatten bei weitem übersteigt..ABER: Die Industrie hat es geschickt gedreht(Geld regiert die Welt)so das sie bis heute
ihren Mist ohne Konsequenzen verkaufen dürfen..und sich immer mehr Leute in Rigips-plastikhäusern wundern das es ihnen nicht gut geht..wussten sie das die Lacke von z.B.IKEA-Möbeln noch 10-15 Jahre ausdünsten und Krebseregend sind,nur bei OsB-Platten hat sich Politik durchgesetzt und muss jetzt gekennzeichnet sein welche Leime verwendet werden und vorallem welche davon ausdünsten und hochgradig Krebseregend sind ...naja egal..aber sie wird es nicht interessieren,Herr Ingenieur,wo man den Kunden(die garnichts wissen)doch fast alles verkaufen kann,nicht war!

Ps.:Die Dämmindustrie hat durchgesetzt das ab MAI die EnEv hochgestuft wird..aber:das ist der Größte Schrott überhaupt,dreifachverglasung,ultra dicke Dämmung und weil dann ja logischer Weise keine Luft mehr ins Haus kommt(und übrigenz durch dieses Bauverfahren schon ganze Familien erstickt sind,weil sie nicht gelüftet haben:Dironie)
müssen jetzt Lüftungslöcher in die Wand gebohrt werden:D:D
das kommt von Ingeneuren/Forscher/Architekten usw.. die fette Kapitalisten unterstützen und im Grunde nur verkaufen wollen..auf die Kosten der Gesundheit der Menschen..Ich hoffe die Menschen merken sehr bald was die Industrie für eine Rolle spielt und die Sklaven erkennt,die das Spiel schön mitspielen,und dann diesen Quatsch boykottiert..wenn es alle so machen..können sie auch nichts mehr durchsetzen.auch nicht bei einer so hörigen Politik wie sie es nun mal hier gibt..

seit ende 1800 bauen wir eigendlich rückständig und machen uns krank damit..Holz_Lehm-Stein..Die Natur stellt uns Gesunde Baustoffe zur Verfügung,leider lässt sich in der Masse damit kaum Geld verdienen..wie auch immer..das Motto in Sachen Bau heißt..AUFWACHEN und mal das kleingedruckte lesen..



Gipskarton



Was für Schwefelausdünstungen sind das?
Das klingt nach Teufelswerk!
Spass beiseite:
WELCHE STOFFE GASEN IN WELCHEN KONZENTRATIONEN AUS?
IN WELCHEN SERIÖSEN WISSENSCHFTLICHEN VERÖFFENTLICHUNGEN STEHT DAS?
Ich habe jedenfalls noch nie etwas davon gehört oder gelesen. Ich bitte um Unterweisung.





Sie finden alles was sie wissen sollten über Suchmaschinen im Netz..Das Thema nimmt immer sehr viel Zeit in Anspruch..suchen,erklären,suchen,erklären..
Ich hab den letzten Urlaubstag und will noch bischen Zeit mit meiner Frau verbringen,sie sieht heut besonders hübsch aus,liegt vieleicht an der guten Luft hier im Haus:D

MfG
Harry



Gipskarton



Sie wissen also nichts, Harry.
Sie plappern einfach was nach was Sie mal aufgeschnappt haben.
Das kann man am Biertisch machen.
Hier in der Öffentlichkeit Latrinenparolen zu verbreiten ist schon etwas anderes.
Für Sie zur Information:
Gips ist Calciumsulfat, ein Salz der Schwefelsäure.
Reha- Gips ist physiologisch unbedenklich.
Der ph- Wert von Gipskarton liegt- da müssen Sie vorher den Gips aber als wässrige Lösung aufschwemmen- zwischen 6 und 9. Das liegt in dem selben Beeich wie Wasser, Speichel, Blut, Meerwasser, Darmsaft, Seife.



Harry weiß nichts..



Für nichts wissen,weiß ich zu viel..aber ich weiß in einigen Dingen zu wenig,auch nach 20 Jahren Berufserfahrung und 8 Jahren Reisezeit:D..genau wie sie oder jeder andere hier..oder?bleiben sie locker,sie gehören doch bestimmt zu den Guten?!:D
Ich denke die eigendlich Frage ,,hier,,ist doch geklärt oder?
Der Fragesteller ist zu frieden..und ich konnte mir auch bischen Luft machen:D

gruß H.



Gipskarton



"Der Weise weiß das er nichts weiß.
Der Nichtweise weiß nicht das er nichts weiß."



Immer wieder amüsant......



....wie bei Lehm eine Wissenschaft daraus gemacht und auch vieles verkompliziert wird-
Klar, Lehmbau ist mittlerweile ein fast eigenständiges gewerk geworden und viele maßen sich dabei auch an, alles zu wissen.
Und das ist auch wiederum nicht immer sehr optimal.
Lehmbau ist ein Bauhauptgewerk, weil viele bauphysikalische Aspekte Beachtung finden sollten und auch müssen.
Ich als Fachbetrieb bilde z.B. in der HWK Dresden praktisch als Dozent auch aus.
Und zusätzlich kommt hinzu, dass es eine Vielzahl an Anbietern gibt und jeder sagt, "wir sind die Besten!!", aber da sich die Spreu vom Weizen trennt.

Wenn es um hohe Auftragsstärken geht, sollte man vielleicht auch in Betracht ziehen, vielleicht mit einer kompletten homogen ausgebildeten Vorsatzschale zu arbeiten.
Verschiedenste Möglichkeiten und Herangehensarten sind da möglich und denkbar.
Warum wird hier nie der eventuelle Fachbetrieb in der Region angesprochen und sich über diesen begleiten zu lassen?
Beratung vor Ort und über diesen dann auch die entsprechenden Materialien geordert?

Da beginnt fachliche Akzeptanz und Nutzbarkeit solch einer Plattform.
Nicht um sonst sind hier kompetente Fachleute mit integriert.

FG Udo Mühle