wie Holzständerwand vor Aussenwand dämmen

25.05.2013 jaloma



hallo zusammen, ich will einen teil meiner Scheune als werkstatt ausbauen. da die aussenwände nicht besonders dicht werde ich mittels Holzrahmenbau meine werkstatt in die scheune bauen. da ich im Winter aber nicht frieren möchte, die frage, wie ich die ständerwand dämmen sollte.

vorab schonmal vielen dank!



Ständerwand



Bei einer Wand aus Trockenbauprofilen hätte ich Ihnen das erklären können, bei diesen Holzpalisaden muß ich passen.

Viele Grüße



Hallo Frager …



… evtl ist es besser etwas mehr Information zur Verfügung zu stellen …

aus dem gezeigten Foto und geschriebenen Text würde ich Sie an bauphysikalische Probleme und oder Risiken erinnern wollen … Bezug auf Innendämmungsproblematiken …

aber so was sollte man immer gesamtkonzeptionell sehen … 

Nutzen … Nutzung … Kosten … Risiken … Vor und Nachteile abwägen … planen etc

Florian Kurz



@ florian kurz



sie sehen hinter den holzständern die eigentliche Aussenwand der scheune welche aus Sandstein (ca. 30 cm) gemauert ist. diese wand dürfte mittlerweile fast 100 jahre alt sein und teilweise hat sich der "mörtel" zwischen den steinen gelöst sodass hier ordentlich undichtigkeiten im Mauerwerk entstanden sind. da ich von aussen auf keinen fall den sandstein mit einem wdvs zuklatschen möchte, habe ich mich für die variante "haus in haus" entschieden. das haus ist nat. kein richtiges haus, sondern eine werkstatt / aufenthaltsraum der auch normal beheizt werden soll. da ich mit Holz ganz gut umgehen kann, will ich den raum in holzständerbauweise errichten. wie ich die giebelseite zu dämmen und aufzubauen habe weis ich bereits. ich habe halt nur das problem mit der alten aussenwand und suche hier entsprechenden rat. eine idee meinerseits wäre, mit ytong multipor zwischen den holzständern direkt auf die innseite der aussenwände zu dämmen. der abschluss nach innen soll mit einer osb+rigipsplatte erfolgen



Vorarbeiten …



Hallo

jetzt schauen Sie mal hier im Forum mal mit dem Fragewort: Innendämmung in der Suchfunktion nach und studieren dann die Fragen und Antworten … 

wenn sei dann in einer Woche noch ne Frage haben

… bitte

das Thema ist SEHR komplex …

Florian Kurz



wäre es denn wirklich eine innendämmung ?



wenn ich eine völlig neue Konstruktion innerhalb einer bestehenden scheune aufbaue ? angenommen ich lass ca 50 cm platz zur eigentlichen aussenwand, dann wäre es doch eine normale aussenwand wie bei herkömmlichen neubauten im stil einer holzrahmenkostruktion auch, oder ?



Leichtlehminnenschale



... war mein erster Gedanke bei dem Bild... Viel Schlepperei aber hinterher tolles Raumklima. Bei Interesse gerne weitere Infos...

Grüße aus Edertal



Werkstattwand



Ehe das hier zum Großbauprojekt wird schlage ich Ihnen eine einfachere Variante vor:
1. Demontage der Holzprofile.
2. 2 Trockenbaurandprofile UD 50 an die Decke 2 UA 50 auf dem Boden im Abstand von 40 mm verschrauben so das sich ein Außenabstand von 140 mm ergibt. Am Wandanschschluß links UD auf die Wand schrauben.
3. Wandprofile CW 50 einschieben, Achsabstand 600 bzw. 625 mm.
4. Bretter im waagerechten Abstand von ca. 1 m von hinten anlegen und durch die hinteren CW- Profile anschrauben. Das dient nur zur Fixierung der Dämmung.
5. Jeweils die beiden gegenüber stehenden CW- Profile mit rechteckigen Reststücken OSB oder Gipskarton verschrauben um sie auszusteifen.
6. Mineralwolledämmung 50 mm in 3 Lagen mit versetzten Stößen zwischen die Profile und im Zwischenraum vollflächig einbauen.
6. 1 x 12,5 mm Gipskarton als Beplankung aufbringen. Falls Regale an die Wand kommen, vorher Bohlen zur Verstärkung in die vordere CW- Reihe einschrauben.

Warum so und nicht anders:
A) Sie kommen von hinten nicht an die Wand ran, deshalb die Bretterlage durch die CW- Profile geschraubt. Versuchen Sie das mal durch Ihre Kanthölzer. Die Bretter (o.ä.) brauchen Sie um die Dämmlage zu fixieren, das kann auch altes Zeug sein.
B) Eine Werkstatt ist nicht für den ständigen Aufenthalt gedacht. Sie muß bei Bedarf schnell hochgeheizt werden können und braucht dafür keine Riesenspeichermassen aber gute Dämmung.
C) Der Luftspalt zur Bestandswand sichert eine gute Belüftung.
D) Schon ab und zu mal ein Stück Gipskarton zwischen die CW Profile senkrecht zur Wandachse geschraubt sichert eine hohe Steifigkeit, die höher sein wird als die der jetzigen Holzwand.
E) Metallprofile sind leichter und gerade, was man von Vollholzproflien nicht immer behaupten kann. Ihre Verbindung untereinander ist unkompliziert, ich brauche keine Winkel oder Eckverbinder.

Viele Grüße



So Sie...



den Luftspalt zur Außenwand lassen, ist das keine Innendämmung und Sie müssen auch keine für manche nahezu undurchschaubaren Probleme lösen.

Offenbar arbeiten Sie gern mit Holz, also eine einfache Alternative:

1 Lage Rauhspund 28mm quer
darauf der Winddichtigkeit wegen 1 Lage Rohfilzpappe sauber bis in die Ecken antackern
1 Lage Rauhspund 28mm senkrecht

Damit bauen Sie mit dem einzigen statisch tragenden Dämmstoff. 56mm Holz reichen völlig für Ihr Ansinnen aus. Momentan saniere ich gerade ein Holzhaus der 20er Jahre, da trennen den Bauherrn 70mm Holz zzgl. einer ca. 5mm starken Rohfilzpappe, auf die tapeziert wurde, vom Rest Deutschlands. Aufgrund der bislang moderaten Heizkosten wird das auch so bleiben.

Großer Vorteil: Eine Holzoberfläche wird, wenn Sie zu heizen beginnen, ganz schnell warm.

Ich würde darauf achten, daß der Rauhspund nicht feuchter als 15% HF ist, ferner würde ich die Balken und die Rückseite der Rauhspundwand mit einem Holzschutzmittel auf Borax-Basis behandeln, Sie kommen da ja später nicht mehr ran.

Grüße

Thomas



Hallo jaloma,



eine Demontage der Kanthölzer wird wohl nicht in Frage kommen. Da diese mittlerweile eine tragende Funktion bekommen haben.
Ich würde einfach die entstandenen Felder zwischen den Kanthölzern mit einem Leichtlehmstein oder anderen Dämmstein/Produkt ausmauern und mit Gewebe verputzen. Allerdings sollten dann die Ausmauerungen so gesichert werden, dass sie dauerhaft zwischen den Kanthölzern bleiben.
Wichtig wäre noch das Decke und Wände auch gedämmt werden.
Eine Luftschicht zwischen der Bestandswand und der neuen gedämmten Werkstattwand wird sich sicherlich positiv auswirken.

Für eine homogene Leichtlehminnenschale wird die Aufbaustärke zwischen Kantholz und Scheunenwand auch viel zu dick sein.


Mit Grüßen
Danilo



erstmal danke an alle



die hier mit tollen ideen/vorschlägen mein projekt weiterbringen. die idee mit dem Lehm finde ich ganz charmant und richtig, die Holzbalken haben mittlerweile eine tragende funktion, weshalb eine übliche metallständerwand aus zarten c- profilen ausfällt. da die balken so ziemlich genau auf 60cm auseinander stehen, hatte ich an eine Ausfachung mit ytong multipor + lehm in richtung Innenseite aussenwand gedacht.hat da wer Erfahrung mit ???



Innenschale...



anstatt mit Ytong mit Leichtlehm oder Leichtlehmsteinen ausfüllen! Auf eine Luftschicht zwischen den Wandschalen sollte aufgrund kapillarer Anbindung verzichtet werden. Das ergibt dann auch einen funktionstüchtigen Aufbau. Welches Maß besteht von Vorderkante Holz bis zur Innenseite Außenwand?
Grüße



Vorderkante Holz bis zur Innenseite Außenwand?



liegt im moment bei ca. 15 cm



15cm...



Perfektes Maß für Leichtlehmschalen.
Wenn Sie möchten kann Ich ihnen das TM von Conluto als PDF zuschicken. Dann bitte kurze Mail an mich.
Um wie viel m² geht es eigentlich und sind die 15 cm durchgängig möglich? Viel dicker sollte es bei Einbau einer feuchten Schüttung nicht werden. Als Alternative eben die Variante mit Leichtlehmsteinen...


Grüße



Auf dem Bild



sieht das aber größer aus, wie nur 15 cm. (Geschätze 30 cm bei 12/14 Kanthölzern.)
Ich habe bei mir Blähglasleichtlehmdämmung von der Firma Schneider/ Kleinfahner/Thüringen eingebaut mittels einer Gleitschalung.
Die entstehende Dämmoberfläche (Innen) ist dabei Putztragend, ohne das man noch ein Schilfrohrträger vorher an die Unterkonstruktion montieren muß.
Allerdings habe ich die Beständswände vorher mit einem Lehmunterputz versehen um eine gewisse Winddichtigkeit herzustellen.

Es verbleibt mit Grüßen
Danilo



Oder



so.
Das Schilfrohr ist Schalung und Putzträger in einem.

Grüße



Werkstattwand



So eine Leichtlehmvorsatzschale ist bei Fachwerkwänden, ständig beheizten Aufenthaltsräumen und einer Wandheizung sicher eine gute Lösung.
Bei einer temporär genutzten Werkstatt bei der es darauf ankommt möglichst schnell, also mit geringer thermischer Trägheit, zu temperieren halte ich so etwas für ungünstig. Die Wand erhält damit eine riesige Masse durch die Kopplung mit der ungeheizten und wahrscheinlich mehr als einen halben Meter dicken Scheunenwand. Trotz Leichtlehm würde sich das erheblich auf die Aufheizzeiten auswirken. Von der Dicke die dabei entstehen würde, den Lehmbauregeln dazu und den Trocknungszeiten will ich gar nicht erst anfangen.

Dann kann ich hier keine statischen Probleme die einen Wald erfordern sehen. Die Scheune stand auch vorher.

Viele Grüße