nachträgliche schalldämmung, probleme

28.06.2009



hallo,

wir haben eine dachgeschosswohnung, Neubau 2005, in einem Zimmer wegen Schallschutz rundum zusätzlich (wohnung war schon fertig)
von einem trockenbauer mit einer ständerwand schalldämmen lassen,
(wände,eine aussenwand, Decke + dachschräge)
das ganze insgesamt ca 10 cm dick mit doppelter lage knauf
schallschutzplatte (piano?)zusätzlich Steinwolle rein, Abstand von den
zimmerwänden 1-2 cm.dachschräge hat nur 5cm steinwolle drin
das ganze ohne Tapete sondern direkt gestrichen.
die Aussenwand hat eine 8cm dämmschicht drauf.
keine zusätzliche Dampfsperre oder Dampfbremse weil es angeblich nicht sein müsse...
sei ja in der urspünglichen zimmer schon vorhanden gewesen
nun nach ca 1/2 jahr fing das ganze an etwas süsslich muffig zu
riechen...
trockenbauer ist pleite und nicht mehr zu erreichen.

wegen der schimmelgefahr haben wir den teil der Vorsatzschale an der aussenwand des zimmers entfernt, da der Geruch eindeutig von hier kam,
zum glück kein Schimmel vorhanden (wurde getestet) und auch keine feuchtigkeit.
den rest des raumes haben wir im moment so belassen.
nun haben wir aber an dieser Wand wieder die körperschalproblematik,
diese war vorher auf ein sehr gutes mass gesunken.

wie muss ich eine Innendämmung aufbauen, sodas kein Kondenswasser entsteht bzw das ding nicht wieder anfängt zu riechen bzw im schlimmsten fall zu schimmeln?
bauingenieur dazuholen?
alles raus, mit dampfsperre neuaufbauen?
wäre dankbar für tips



Der Aufbau sollte zuerst einmal wärmetechnisch berechnet werden



dann könnte in diesem Fall der Aufbau mit Perlite, Ziegelrabitz und Rabitzputz realisiert werden.
Bilder wären von Vorteil.

Grüsse Thomas



...



so hier mal das bild des raumes...wie gesagt hintere wand fehlt, jetzt die frage ob alles neu gemacht werden muss oder nur die hintere wand...



...



und noch ein detail der deckenschräge an die wand.
wer macht denn solche berechnungen? wie erkenne ich jemand fähigen?
danke schonmal für die hilfe



Ein



geprüfter Energieberater berechnet Dir das.
Einige HWK bieten auch schon den Energieberaterdienst an.
Es könnte sich preislich lohnen.



Ferndiagnose ist schwierig...



... ich empfinde, dass hier zuviel Fragen offen bleiben werden und tatsächlich es die beste Lösung wäre, wenn vor Ort fachlich das jemand begutachten würde.

Klar, das kostet Geld - aber auf gut Verdacht und Rat aus der Ferne kann auch wieder Mist entstehen.

Wärmebrücken, Konvektion, Brandschutz, Schallschutz, Dampfdiffusion - es gibt einiges zu beachten.

... und ob mit dem Entfernen der Dämmung an der Außenwand schon alles bereinigt ist würde ich auch noch hinterfragen.

Wenn es ein Energieberater sein soll, dann bitte jemanden, der auch was von Bauwerkstoffen versteht.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Energieberater kennen sich meist in sensiblen Bauphysik-Dingen



nicht oder nicht gut genug aus. Hier geht es um Schallschutz gekoppelt als Außenwand-Vorsatzschale. Das wird mit Stein-/Mineralwolle (MiWo kann Feuchte nicht kapillar weiterleiten, hält also Feuchtigkeit fest) schlecht zu machen sein, da der rechnerische Taupunkt nach Innen verlagert wurde und dort nun Tauwasser (Kondensfeuchte) ausfällt. In Folge entsehen Schimmelpilze mit allen möglichen Bauschadensfolgen.
Bevor noch mehr Schaden angerichtet wird empfehle ich Ihnen hier zu einem in Bauphysik versierten Baufachmann.



Tja



nur gut das nicht jeder den Energieberater machen kann und darf.



...



hallo,
es wird in 2 wochen ein bauingeieur/architekt sich das ganze anschauen ud mit mir planen, die 4-500 euro sind es mir wert bevor es wieder schief geht.
nehme aber gerne tips entgegen...



Bevor



ich schlaue Texte schreibe würde ich mich erst mal über die Energiefachberaterausbildung informieren.
Die lange Ausbildung beruht auf dem Schwerpunkt Bauphysik.
Wärmeschutz,Schallschutz,Brandschutz und und und.
Nur weil man die Zusatzausbildung nicht hat muß man die ja nicht schlecht machen.



Hilfestellung ist uns möglich,



aber eine kompetente Beratung ist leider nur vor Ort möglich. Anhand von dieser lässt sich ein dementsprechendes Konzept erarbeiten.
Wie Frank schon geschrieben hat, bleiben zu viele Fragen offen.
Ein Gebäudeenergieberater HWK ist im Normalfall kompetent für eine solche Beratung.

Handelt es sich hierbei nur um eine Schallschutzmassnahme?
Oder soll hier eine Schallverbesserungsmassnahme mit zusätzlicher Dämmverbesserungsmassnahme durchgeführt werden?

Wichtig zu prüfen ist auf alle Fälle
Anschluss Dach / Aussenwand
Dachaufbau (Dach wird vermutlich gedämmt sein und eine Dampfbremse wird schon vorhanden sein)
Anschluss Boden / Aussenwand
Anschluss Fenster / Aussenwand

Grüsse Thomas



...



hallo,
ja nur zusätzliche masse für schalldämmung, Wärmedämmung ist ok, Dachaufbau auch...



somit könnte



der von mir Eingangs vorgeschlagene Aufbau möglich sein.

Grüsse Thomas