Aussenwand mit Insatallationsebene

25.09.2017 Alte_Hütte



Grüß euch,

ich bin gerade dabei einen Teil des alten Stalls umzubauen.
Entschuldigt meine Laienhafte Zeichnung.

Zum Problem. Ich kann nur in einer Stallecke mit dem Abfluss rein und auch nur hier eine Installationsebene schaffen. In dieser doppelten Wand wird Lüftung, Abwasserrohr und Zuleitung Wasser verlaufen.

Die Wand links sind Betonziegel, außen und innen je mit Isolierputz.
Die Wand vorne raus ist Fachwerk mit 032 zwischensparen isoliert, nach innen noch Dampfsperre und davor OSB 3.
Nach außen der Aufbau ist mit verschränkten dampfoffenen Spanplatten und üblicher, hinterlüfteter Fassadenaufbau.

Die Bodenplatte ist nicht isoliert, 10cm davon sind frei sichtbar. Eine Isolierung wäre hier auch nicht so ohne weiteres realisierbar, da gleich nach 30cm ein alter gemauerter Kartoffelkeller ist.

In dem eingezeichneten Installationsraum soll Abwasser, Wasser, Lüftung und Strom verlaufen und ich habe durch die unisolierte Bodenplatte so ein bissl Bammel, das hier was einfrieren könnte. Wir haben meist 1x im Jahr eine Kälteperiode wo es für 2 Wochen auch mal -25 grad haben kann.
Natürlich werden die Rohre selber alle eingepackt.

Ist meine Befürchtung übertrieben?
Vielen Dank schon mal



Installationen frostfrei verlegen



Ob Frostgefahr besteht hängt auch von der Sockelausbildung ab.
Hier dürfen keine Wärmebrücken bestehen, wenn die Rohre auf dem Boden verlegt werden sollen.
Generell Installationsleitungen soweit wie möglich an die Innenseite der Außenwandverkleidung legen- also nicht direkt auf der Außenwand befestigen.

Wenn der Kartoffelkeller keine offenen Kellerfenster hat und weitestgehend unterirdisch ist wird er immer frostfrei sein- Leitungen könnten ohne Frostgefahr auch hier verlegt werden.

Abwasserleitungen sind normalerweise ohnehin frostfrei, da sie von den aufsteigenden Kanalgasen erwärmt werden.
Zu deren Entlüftung ggf Innenentlüfter verwenden.

Andreas Teich



Installation Frostfrei



Danke für die Antwort.
Das ist ja eben das Problem. Es gibt keine Sockelausbildung. Diese kann auch nicht ohne weiteres gemacht werden.
Die Bodenplatte steht frei, von etwa 20cm Bodenplatte sind 10cm sichtbar. Die Wärme bzw. Kältebrücke ist in dem Fall die die Bodenplatte selber. Ich habe nochmals ein Bild in der Seitenansicht gemacht um das mehr zu verdeutlichen.
Das Rohr soll in einer Zwischenwand knapp 20 cm von außen angebracht werden, Gefälle kann ich durchaus 2% machen und leider ist nur genau in der Ecke das Fallrohr realisierbar das die Bodenplatte durchbricht.
Das Loch durch die Bodenplatte wird mit einer Uni-Wanddurchführung gemacht (Pressdichtung), das Rohr hat somit auch Abstand zur Bodenplatte.
Ich münde auch nicht direkt im Kanal, sondern habe einen eigenen Abwasserschacht der nur mit einem Gullideckel zu ist - somit immer gut entlüftet.

Der Kartoffelkeller ist genau vor der Ecke und nur 30cm von der Holzfassade entfernt. Aufgraben und irgendwas isolierendes vor die Bodenplatte zu bekommen wäre schwierig.



Farblegende



Was ist das Grüne?- das Fallrohr? Und die 2 roten Striche? Nach der Zeichnung ließe sich die Bodenplatte außen mit einer Perimeterdämmung verkleiden, sozusagen unterhalb der Vorhangfassade. Falls das Grüne ein senkrechtes Fallrohr sein soll- das muss nicht frostfrei liegen- die Sch... ist so warm, da friert nichts fest.



Farblegende Antwort



Danke für die Antwort.
Genau, grün ist Fallrohr, das dann 45 grad Knick macht und an der Aussenwand entlang geführt wird.
Das Rote war schon in der Zeichnung die ich als Vorlage verwendet habe.
Bei mir ist da Bitumenband unterm Holz und an der Aussenseite der Bodenplatte hab ich dick Schwarzstrich.

Ja ich werde da auf alle Fälle eines Tages abgraben und eine Isolierung anbringen, das ist aber im Moment so nicht möglich. Erst muss der Erdkeller ebenfalls erneuert werden, da er schon sehr marode ist. Außerdem haben wir schon mal an einer Stelle etwas weiter hinten abgegraben da wir eine alte AA Grube zur Zisterne umfunktioniert haben. Leider ist die Bodenplatte einfach auf Rundkornschotter gegossen worden. Hier war vor Jahrhunderten das Bachbett und der Untergrund wurde null vorbereitet. Die Bodenplatte liegt auch nicht auf einem Streifenfundament was man bei einem Gebäude der Größe erwarten würde. Der Stall hat ein 12,5m hohes Heulager darüber - wenn der voll ist kommt schon ein Gewicht zusammen.
Als wir abgegraben haben ist uns immer schön der Schotter nachgerutsch und unter der Bodenplatte wurde alles hohl. Wir haben es dann mit anderem Material wieder aufgefüllt.
Da hab ich auch schon mal geschaut wie wir das lösen können. Der Gutachter meinte lapidar: Reiß ab und fang neu an. Ist besser.