Außenwand Keller Naturstein sanieren



Außenwand Keller Naturstein sanieren

Hallo zusammen.

Der Keller meines Fachwerkhauses ist ein Gewölbekeller mit Ziegelboden.
Die Wände bestehen aus Naturstein und haben einige Ausblühungen.
Die vorherigen Besitzer haben die Wände des Kellers von innen weiß und von außen grau gestrichen.
An den Stellen wo die Farbe schon abblätterte habe ich sie teilweise samt Fugenmasse entfernt.
Gerade an der Außenwand könnte ich die Farbe teilweise wie ein Stück Plastikfolie abziehen.

Bevor ich nun die Fugen mit Silikatputz Fülle und mit Silikatfarbe streiche, was ich zunächst vor hatte, will ich euch nochmal um Rat fragen.

Sollte ich die Farbe von der Außenwand lieber komplett entfernen, damit der Stein atmen kann und natürlich belassen? Vielleicht nur etwas mit Tiefengrund behandeln, damit der Stein nicht bröselt?

Anbei ein paar Fotos von der Innen- und Außenseite des Kellers.

Vielen Dank für eure Hilfe!



Außenwand Detail


Außenwand Detail

Detailaufnahme



Innenwand


Innenwand

Übersicht



Innenwand


Innenwand

Detail



Hier eine Antwort leider nicht von mir



Keller trockenlegen unmöglich
07.08.2018 Markwart Lindenthal
Wie Ihr es beschreibt, sucht Ihr nach der Quadratur des Kreises.
Wenn doch der Boden zwischen den Sandstein-Grundmauern nicht wasserdicht ist (und auch nicht werden kann), gleiucht Euer Vorhaben dem Versuch, ein Rohr (oder ein "Faß ohne Boden") in den Boden zu versenken in der Erwartung, daß sich darin keine Feuchtigkeit mehr einfinden werde.
Selbstverständlich könnt Ihr die geschilderte Außen-Beschichtung anbringen, planmäßig bis 2 oder 5 cm über die Oberkante des Außengeländes. Nützen wird das wenig. Denn das Regensser, das in Fundamenttiefe einsickert, dringt durch die offenen unteren Steinfugen einwärtes. Feuchtigkeit steigt auch durch die Kapillarwirkung der Sandsteine auf, wird den Keller weiterhin befeuchten. Daß Bäche durch den Keller ziehen, wird sich – wenn überhaupt geschehen – vermindern, aber als Holz- oder Papierlager wird der Keller nie zu gebrauchen sein, nichteinmal als Werkstatt, weil alles Werkzeug verrosten wird.
Um den Keller trocken zu bekommen, wäre ein Austausch der gesamten Grundmauern erforderlich: Fugenloser wasserdichter Beton, alle Arbeits- oder Bewegungsfugen mit Gummi-Dichtbändern.
Alternativ wäre vorstellbar, das gesamte Gemäuer freizugraben mindestens 30 cm breit bis unter die Unterkante der Fundamensteine und den Graben mit wasserdichtem Ton fugenlos und ohne Sandadern o. ä. vollzustampfen, damit eine wasserdichte Schürze entsteht, die den waagerechten Zutritt von Feuchtigkeit gegen die Sandsteinmauern sicher behindert.
Fugen im wechselnd feuchten Keller-Sockelmauerwerk dürfen NIEMALS mit Zementmörtel oder Sperrmittel gefüllt werden. Alle Fugenmaterialien müssen gleiche oder höhere Kapillarität aufweisen wie der Sandstein, weil sich sonst aufsteigende Feuchte unter und absickernde Feuchtigkeit über der Fugenmasse stauen würde und bei Frost und Sonnenglut den Stein durch Eis bzw. Dampf sprengen würde. Salopp gesagt: Fugenfüllung weicher als der Stein! – Auch wenn die Füllung nur 5 Jahre hält. Stopft Ihr da Material hnin, von dem man Euch 30 Jahre "Lebens"-Dauer verspricht, könnt Ihr nachher beobachten, daß der Sandstein sich auflöst – was irreparabel ist. Die Fugen könnt Ihr alle 10 oder 20 Jahre ernbeuern – wenn es optisch erforderlich ist.



Danke



Vielen Dank für die Antwort.
Trocken legen will ich den Keller nicht bzw es war mir klar, dass das nicht geht.

Aber der Hinweis mit der weicheren Fugenmasse ist entscheidend.

Vielen Dank dafür.

Dann werde ich das so machen und evtl. eine Silikatfarbe aufbringen.