Wassereinbruch in Keller

13.03.2012



Hallo zusammen,

wir haben wieder mal nach Beginn der Schneeschmelze mit starkem Wassereinbruch in unseren Keller zu kämpfen. D.h. jeden Frühling, wenn der Schnee schmilzt und auch im Restjahr nach starken Regenfällen läuft uns Wasser durch die Granitbruchstein-Außenwand direkt in den Keller. Letzten Winter waren dies mehrere 100 l Wasser pro Tag.
Demzufolge sind natürlich auch die Kellerwände feucht, jedoch steigt die Feuchtigkeit nicht auf ins Erdgeschoß.

Das Haus steht an einer leichten Hanglage und das Wasser läuft auch von dort in den Keller rein. Dies tritt erst auf, seit vor ca. 1,5 Jahren auf unserer Strasse eine neue Gasleitung verlegt wurde und dementsprechende Erdarbeiten durchgeführt wurden. Unsere Vermutung, dass dabei evtl. wasserführende Erdschichten "durcheinander" gebracht wurden?

Mittlerweile haben wir eine schmale Ablaufrinne in das Naturstein-Fundament gefräst und Löcher durch die Zwischenwände gebohrt, damit das Wasser wenigstens von alleine Richtung Ablauf laufen kann und nicht von uns mit Eimer und Lappen(oder Pumpe) entfernt werden muß.
Dort läuft nun kontinuierlich wie ein kleiner Back das Wasser ab.
Die große Frage, die ich auch nach ausgiebigem Studium dieses Forums noch nicht beantworten konnte: Was nun, um dem Ganzen Abhilfe zu schaffen?
Nutzt eine Vertikalsperre hier(mit der umstrittenen Drainage) oder sollen wir einfach das Wasser weiter hereinlaufen lassen und einen ordentlichen Ablauf in den Keller verlegen? Welche Dinge sind dabei zu beachten?

Für Antworten und Hilfe sind wir sehr dankbar!

Freundliche Grüße
Frank Drescher



Die nachträgliche Abdichtung ....



... erdberührter Bauteile, die Konzipierung und der Bau von Drainagesysthemen ist nichts,was man selbst ausführen sollte, wenn man nicht vorhat, eventuell viel Geld und Zeit in Baumaßnahmen zu investieren, die letztendlich nicht den gewünschten Erfolg zeigen. Oder zu anderen Schäden führen.

Lassen Sie die Situation von einem Ingenieúrbüro begutachten und sich eine baukonstruktiver LÖsung mit Materialangabe empfehlen. Einige Arbeitsschritte oder Vorarbeiten können Sie dann selbst übernehmen.

Es muss geklärt werden, woher das Wasser kommt, wie die Bodenklasse zu bewerten ist,ob eine Abdichtung gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser aufgebracht werden muss, ob eine Drainage eingebaut werden muss, kann oder darf (behördliche Zustimmung zu Einleitung von Draingeabwässer in das öffentliche Kanalnetz muss vorliegen (Vorfluter). Ansonsten müssen Ersatzmaßnahmen getroffen werden (Verrieselung (Rigole) auf eigenem Grund, Pumpensystheme etc).

Eventuell muss vor die Aussenwand eine vertikale Drainageplatte angebracht werden und die Eroberfläche erst einmal vom Haus weg geneigt werden, mit Drainrinne als Oberflächenablauf.

Also, ein komplexes Unterfangen, das gut geplant sein will.



DIN 18195



Zunächst vielen Dank für die Antwort. dennoch wuerde mich interessieren, was gegen eine vertikalabdichtung nach DIN 18195 spricht? Wir haben hier eindringendes Wasser von aussen, dass am Eindringen gehindert werden soll, ist da die in der Norm beschriebene Vorgehensweise nicht doch angebracht?
Viele Grüße
Frank Drescher