Schimmel im Schlafzimmer

19.01.2012



Hallo Forum ,
folgende Problematik :
In einer von mir vermieteten Wohnung tritt im Schlafzimmer hinter einer Schrankwand Schimmel auf.
Die Schrankwand ist fast so lang wie das Zimmer.Es handelt sich um eine Außenwand (Stahlbeton+ Außendämmung.
Keine Tapeten. Ich habe vor Einzug Tapeten entfernen lassen und den dünnen Gipsputz auch , danach die Wand mit Lehmfarbe Streichen lassen.
Das Gebäude ist dicht , kein Wasser von Außen oder Innenseite.
Ich habe den Mieter gesagt , das der Schrank an falscher Stelle steht , und zu nahe an der Wand.
Der Mieter meint , man muß einen Schrank auch ganz an die Wand stellen können dürfen.
Der Mieter lüftet mit gekippten Fenster und hat die ganze Nacht im Schlafzimmer die Heizung aus.
Ich antworte :So kühlen die Wände aus und es bildet sich Kondensfeuchtigkeit, er soll mehrmals täglich Lüften , und einen Luftfeuchtigkeitsmesser im Schlafzimmer aufhängen (Zahle Ich) und schauen das die Luftfeuchte unter 55% liegt.
Er droht jetzt mit Mietminderung.
Was kann ich tun ?
Wie könnte ich die Betonwände richtig behandeln ?
Ich habe den Schimmel jetzt auf meine Kosten beseitigen lassen.
Mit freundlichen Grüßen

Boris.R





ich denke Sie liegen richtig und der Mieter hat unrecht.

So wie es den Mieterbund gibt, gibt es doch auch den Verband der Haus und Grundeigentümer. Die sollten sicher einen Rat haben.

wenn unbedingt alles so stehen bleiben muss, könnte eine Schleife Heizungsrohr hinter dem Schrank helfen. Die Heizkosten zahlt dann aber der Mieter.



Höhlenbewohner.



Wenn sich an der Gesamtsituation nichts ändert wird der Schimmel wiederkommen. Schrankbereiche an Außenwänden sind Klassiker, der Schrank muss abgerückt werden, auch seitlich muss Luft den Schrank hinterströmen können.
Wennn Ihr Mieter abends/nachts die Heizung abdreht sinkt die Temperatur der Raumluft, die somit weniger Luftfeuchtigkeit aufnehmen kann als warme Raumluft. Zusätzlich begibt sich Ihr Mieter in den abgekühlten Raum zum schlafen und erhöht durch seine reine achtstündige ununterbrochene Anwesenheit im Raum die Luftfeuchtigkeit beträchtlich. Alljene Wandbereiche, die sich mangels ausreichender Erwärmung durch die Raumluft des Tages (hinter dem Schrank) nicht erwärmen konnten stehen nun unter der erhöhten Gefahr des Tauwasserausfalles und dem daraus resultierenden Schimmelbefall.

Ihr Mieter ist leider kein Einzelfall. Der Moderne Mensch unterscheidet sich vom Höhlenbewohner unter anderem, dass er irgendwann die Möglichkeit zur Lüftung entdeckte. Man unterscheidet die Höhlenbewohner in troglophile und troglobionte Arten, letztere werden meist geräumt. :-))

Der Luftfeuchtigkeitsmesser ist nicht tauglich da er nur die Ist-Situation im Moment des Ablesens darstellt. Wenn 10 Min. vor dem Ablesen gelüftet wurde zeigt das Gerät beste Werte. Sie könnten einen Datenlogger einsetzen, die gibt es inzwischen für kleines Geld im Fachhandel und bei den Elektronik-Versendern. Die Geräte zeichnen Temperatur und Luftfeuchtigkeit über längere Zeiträume in wählbaren Intervallen auf, sogar Geräte, die Ihre Werte über Funk übertragen sind erhältlich.
D. h. Sie könnten am heimischen PC feststellen wann die Luftfeuchtigkeit Ihres Mieters einen vereinbarten Grenzwert übersteigt und diesen aus dem Bett klingeln damit er die Fenster öffnet :-))

Spaß beiseite: Grundsätzlich ist der Mieter nicht verpflichtet, seine Wohnung zu heizen. Wenn er es liebt, frostig zu nächtigen, können Sie es ihm nicht verbieten.
Aber der Mieter muss dafür sorgen, dass keine Schäden an der Wohnung durch tiefe Temperaturen eintreten. Er muss immer darauf achten, dass die Heizung oder die Leitungen nicht einfrieren. Auch muss er mindestens so viel heizen und lüften, dass an den Wänden der Wohnung keine Feuchtigkeits- bzw. Schimmelschäden auftreten.

Gruß aus Wiesbaden,
christoph Kornmayer



Schimmel



Ich denke auch das es sich um falsches Nutzerverhalten handelt.
HAben sie denn jetzt nur Beton mit Lehmfarbe als Außenwand das wäre meines Erachtens grenzwertig.
Auf jedem Fall muss der Schrank weg von der Wand - sagt sogar der Mieterbund http://www.mieterbund.de/942.html
Lassen Sie von einem Sachverständigen eine Langzeitmessung mit Datenloggern machen, damit die Werte für Lüftungs- und Wohnverhalten dokumentiert und ausgewertet werden.
Kosten dafür etwa 250,- - 300,- + Steuer + Fahrtkosten.
Für mich leider zu weit ;)



schimmel im schlafzimmer



Anmerkung:
Es befinden sich noch 2 weitere Wohnung im Haus darunter.
Gleicher Grundriss, aber kein Schimmel.
Beim besagten Mieter ist im Wohnzimmer (neben Schlafzimmer )auch kein Schimmel an der Außenwand im Innenbereich.
Ist halt manchmal schwierig?!
Zur Sicherheit werde ich jetzt einen Anwalt einschalten.

Vielen Dank für die Antworten

Beste Grüße
Boris.R



Schimmel im Schlafzimmer



Hallo Herr Wegener,
Die Außenwand ist von Außen gedämmt , im Innenbereich Grundierung und Lehmfarbe,
ich habe den Mieter auch angeboten die besagte Wand mit reinem Kalkputz zu Verputzen , will er aber nicht , da er offensichtlich zu Faul ist,diesen Schrank abzubauen.
MfG
Boris.R



Haben Sie das Schrankverbot...



... an Außenwänden neben den exakten Lüftungsvorschriften auch im Mietvertrag stehen?
---
Wie konnten Sie denn überhaupt den Schimmel hinterm Schrank entfernen lassen, wo doch der Mieter zu faul ist, den Schrank überhaupt abzubauen?

Vielleicht sollten Sie, auch im Hinblick auf die entstehenden Kosten, statt eines Anwaltes lieber einen Bausachverständigen vor Ort hinzuziehen.

Auf die immergleiche Handvoll Experten, die diesem Forum mit ihrem Fachwissen ihren Stempel aufdrücken, werden Sie sich vor Gericht wohl kaum verbindlich berufen können.



@ Schwarzwild



http://video.google.de/videoplay?docid=763949850889929695



Eine Spitzenbeitrag...



... eines Bausachverständigen.

Dieser Lehrfilm wird bestimmt auch das hohe Gericht beeindrucken und dafür sorgen, dass der faule und uneinsichtige Mieter vor dem EKZ der Trabantenstadt zur Satisfaktion gepeinigter Vermieter und zur Abschreckung für andere Lüftungsmuffel-Mieter mitsamt seiner Schrankwand gepfählt und angeprangert wird.



Schimmel im Schlafzimmer



Hallo Schwarzwild,
Rechts neben Schrank sind ca. 15cm Wand sichtbar , dort wurde der Schimmel gesichtet , da der Mieter sich weigert den Schrank abzubauen konnte auch nur dort der Schimmel entfernt werden!
Weil der Herr etwas unleidlich wurde und auf meine Tipps schei... werde ich nun mit Anwalt vorgehen.
Schließlich sind in der gesamten Liegenschaft 10 Wohnungen,alle Saniert, und nie Probleme mit Schimmel.
Der Mieter kann sich auch nicht über schlechte Verwaltung beschweren, da ich sofort auf Mängel reagiere und diese beseitige oder beseitigen lasse.
Ich habe Ihn sogar seine Lampen aufgehängt -kostenfrei.Für das richtige Lüftungsverhalten habe ich zusammen mit der Hausordnung und Übergabeprotokoll eine Anleitung dazugegeben.
Auch im Mietvertrag wird auf ausreichend Lüften hingewiesen.
Da ich bis Dato noch nie Probleme mit Schimmel in der Liegenschaft gehabt habe, wurde von meiner Seite nicht verboten ,an die Außenwand Schränke zu stellen.
MfG
Boris.R



Dann...



... dürfte die Angelegenheit ja ziemlich eindeutig sein.





... statt dem ewigen Gemecker und Genörgel wäre Ihr Lösungsansatz schon von Interesse.



Als ob...



... solche wie Sie jemals auf andere Lösungsansätze hören würden. Wie denn auch, wenn man ständig über die ewigen Meckerer und Nörgler meckert und nörgelt. Egal, sei's drum...
---
Es ist doch wohl sowas von Allgemeinplatz, dass so eine Schrankwand an so einer Außenwand zu ebensolchen oben geschilderten Schäden führt. Die Frage, ob man in dieser Angelegenheit unbedingt weiterkommt wenn man gleich zum Anwalt rennt, sollte trotzdem erlaubt sein, genau wie der Einwand, ob ein Lehmanstrich auf glattem Beton unbedint besonders weise ist. Warum sind vom Vermieter vorher die Tapeten entfernt worden? Etwa (Spekulation) weil schon vorher ein Schimmelproblem an dieser Wand bestand? Warum dann nicht gleich ein Kalkanstrich?

Hoffentlich bekommen wir hier auch Bericht über den weiteren Verlauf dieser schimmeligen Angelegenheit erstattet.
Schon jetzt herzlichen Dank an den TE dafür!



Schimmelproblem



Zufällig bin ich als Sachverständiger gerade mit einem Auftrag zu Gange der die gleiche Problematik betrifft. Ich habe Datenlogger in der Wohnung platziert; mal sehen was die Auswertung bringt.
Da dies ein laufender Fall ist, kann (und will) ich mich zu den konkreten Bedingungen die ich vorgefunden habe nicht äußern.

Nur so viel:
Das mit dem Lüften durch die Mieter ist schon ein wenig komplexer zu betrachten; vor allem wenn man sich die Wohnungslüftungsnorm DIN 1946-6 vom Mai 2009 mal genauer anschaut.
Bereits die Vorgaben der DIN 4108 Teil 2 stellen Anforderungen an die Wohnungslüftung, die schwer mit den üblichen Nutzungsgewohnheiten in Einklang zu bringen sind.
Das heißt aber nicht, das man zwangsläufig Schimmel in einer modernen bzw. sanierten Wohnung haben muß, auch wenn man Heizenergie sparen will.

Viele Grüße





Ich kann Ihre meist zusammenhanglosen Ausbrüche nicht nachvollziehen.

Wenn jener Mieter, den Sie vor dem Einkaufszentrum mit seiner Schrankwand soeben noch pfählen wollten jenen Allgemeinplatz mit der Schrankwand eben nicht versteht und deshalb die Miete halbieren will, dann lohnt sich der Gang zum Anwalt selbstverständlich und kann zur Problemlösung führen. Ein verständlicher Anwaltsbrief mit dem Hinweis auf Schadenersatz für am Mietobjekt angerichteten Schäden durch unsachgemäße Benutzung / Heizen / Lüften kann dem Verständnis durchaus dienlich sein. Man kommt viel weiter mit einem freundlichen Wort und einer Pistole als nur mit einem freundlichen Wort allein.

Jetzt bitte ich noch um eine Erklärung, was mir die Ehre zu Teil werden lässt zur Gruppe der "Solchen" zu gehören.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Auch



Kalkputz wäre ein Alternative, der Lehmfarbe fehlt das Speichervermögen.

Grüße



Schimmel



Hallo Schwarzwild ,
da ich nach Erwerb (Zwangsversteigerung) komplett saniert habe
erübrigt sich die Frage warum ich die Tapeten runtergemacht habe.
Da waren 3 Schichten Tapeten drauf die mir einfach nicht gefallen haben, ich bin kein Freund von Tapeten.Ich bin auch nicht der Typ der wegen jeden Furz zum Anwalt rennt, aber ich muß mich doch nicht doof anmachen lassen;
Meine Bereitschaft nach einer Lösung zu finden ist doch da!!
MfG



Sorry Boris,



meine Fragen sollten kein Angriff sein, im Grund hast Du natürlich Recht.

Leider muss in den Medien in letzter Zeit der "lüftungsunwillige Mieter" ziemlich oft als Quasi-Sündenbock für misslungene Dämm- oder Sanierungsmaßnahmen herhalten, da wird man schon etwas hellhöriger, wenn bestimmte Leute ohne nähere Kenntnis der Fakten sofort den Mieter unter Generalverdacht stellen.

Dein Mut, dich als Vermieter zu betätigen, ist beachtlich und bewundernswert. Uns wurde mal ein Haus zum Kauf angeboten, zu dem als autarke Wohneinheit ein vermietetes "Kutscherhäuschen" am anderen Ende des Grundstücks gehört.
Klar, feste Mieteinnahmen sind verlockend, aber diese Mieter waren auch Freunde der Gemütlichkeit, weniger des Lüftens. Der Sanierungsstau im Mietobjekt war so schon gewaltig und hätte die Mieteinnahmen auf mindestens 12 Jahre geschluckt, da wollten wir es nicht auch noch auf den vorhersehbaren Neubefall mit Schimmel ankommen lassen.





Herr Böttcher,

Ich hoffe die Mieter wurden aufgeklärt und haben der Aktion “Datenlogger” ausdrücklich zugestimmt.
Ist sonst nämlich nicht zulässig.

Grüße



Der "normale Mieter"



möchte in einer schimmelfreien Wohnung leben - deswegen wird der normale Mieter auch dem Datenlogger Einsatz zustimmen.
Boris hat wohl einen renitenten Mieter erwischt.
Normalerweise werden Mieter zustimmen. Außerdem wird es schwierig sein ohne Zustimmung des Mieters einen Datenlogger in der Wohnung aufzustellen.
Der "normale Mieter" freut sich sogar das seine Probleme ernst genommen werden.
Meine Erfahrung ist zumindest so.
An der Stelle von Boris würde ich mir einen SV suchen der sich dem Problem annimmt, vom Termin mit dem Mieter machen, über Einverständnis Erklärung einholen, Auswertung und Abschlußgespräch mit dem Mieter führen.
z.B.: so wie mein Angebot http://www.wegener-bausachverstand.de/4.html



Schimmel



Die Mieter haben erst nach Kontaktaufnahme mit ihrem Anwalt zugestimmt.

Mein Tipp an Boris:
Versuchen Sie die Sache möglichst außergerichtlich in den Griff zu kriegen. Das geht am besten mit einem Gespräch unter 6 Augen mit einem Sachverständigen, der versucht die Sachlage möglichst objektiv darzustellen und Vorschläge unterbreitet. Ein Rechtsstreit bringt nicht nur hohe Kosten und ein ungewisses Ergebnis, sondern kann das Verhältnis zwischen Mietern und Vermieter erheblich stören.

Viele Grüße



Ich würde denn auch eher...



...einen SV zuziehen. Die Konsequenzen aus dem Gutachten des SV können Sie dem Mieter sicher verständlich darlegen, ohne einen Anwalt zu beauftragen. Der versteht von der (baulichen) Sache allermeistens nichts.

Sollten Sie freilich eine Rechtsschutzversicherung für Vermietung haben, ist auch gegen einen Anwalt nichts einzuwenden.

Grüße

Thomas



Schimmelmieter



Hallo Boris,

bei einer Innendämmung mit 60 cm Luftschicht (Schrank) muss Schimmel wachsen. Sei Dir im klaren das der beratungsresitente
Mieter auch in den Foren liest. Hab die Erfahrung gemacht das 70- 80 % der Schimmelursache durch das nicht Heiz,- und Lüftungsverhalten verursacht sind, die Lehmfarbe find ich dort
nicht ganz gelungen, auch mit einem Kalkspachtel wird es wieder Probleme geben, siehe Foto, ohne Aussendämmung, 50 er Vollziegel, Kalkputz, Gipsspachtel wurde durch Kalkspachtel ersetzt, Mieterwechsel, Schrank wieder an die Aussenwand, jetzt ist die Spanndrecksschimmelplatte die NahrungsQuelle für die Pilze, kann nur funktionieren mit einer
mineralischen kapillaraktiven Innendämmung zur Erhöhung der Oberflächen-Temperatur oder entsprechenden Heizkreis hinter dem Schrank, besser den Schrank an einer Innenwand
aufstellen, zu unbeheiztem Treppenhaus kanns auch probleme geben, Datenlogger installieren wir auch, bei der vorletzten Auswertung habe ich schreiben müssen: "Wenn immer so, wie bei der Langzeitmessung über 3 Wochen gelüftet worden wäre hätte sich in fraglicher Wohnung kein Schimmel gebildet."
Der Mieter hatte unter Beobachtung vorbildlich gelüftet und die Raumluftfeuchten rausgebracht.
Versuch an Seine Vernunft zu appelieren!!
Gutes gelingen.
Gruß Martin



Ursache und Wirkung,



zum vorigen Schadenbild, da musste angenommen werden, dass
der Befall beim Umzug mit eingeschleppt wurde.
siehe Nahrungsquelle.



Windschatten?



Ist das Problem nicht ganz einfach nur technisch bedingt?

Wenn so ein Schrank oder Regal direkt an der Wand steht, wird doch auch beim Stoßlüften per Fenster kaum ausreichend Luft dahinter gelangen. Viele dieser Möbel sind doch zur Sicherheit mit Winkeln oben an der Wand befestigt, wo steht denn etwas von benötigten Hunterlüftungsgerüsten geschrieben?

Ich bekam mal in einer Mietwohnung meine Kaution nicht zurück, weil es genau 6 (sechs) Bohrlöcher in den Wänden gab. Welcher Mieter baut sich denn so ein Lattengestell?
Welcher Vermieter für seine Mieter? Welcher Vermieter installiert denn eine elektrische Lüftungsanlage, bzw. welcher Mieter ist bereit, die ganzen Mehrkosten zu tragen?
Die Mieter tragen doch schon die ganzen Mehrkosten wegen der Außendämmung in unproportionaler Weise, d.h. ihre Heizkostenersparnis steht in keinem Verhältnis zu erhöhten Mietpreisen.

Eine Wohnung, bei der gleich als Einschränkung steht, dass keine Möbel an Außenwänden stehen dürfen, ist doch auch viel schwerer vermietbar.

Wie oben schon erwähnt, haben Mieter auch Internet, lesen in allen! Foren und organisieren sich (Mieterschutzbund, Verbraucherberatungen etc.) und sind einfach viel mehr an Zahl, also werden die Vermieter wohl kaum längerfristig mit der immergleichen Schuldumlastung auf den notorisch falsch lüftenden Mieter weiterkommen, sondern wären klug beraten, mit intelligenten baulichen Maßnahmen Schimmelschäden weitestgehend präventiv zu begegnen.



Soviel Quatsch...



...am Sonnabendmorgen.

Wer in einen Altbau mit altbautypischem Wandaufbau zieht, sollte sich auch so verhalten, daß es passt.

Unter den von Martin und Boris dokumentierten Umständen ist eine Schimmelbildung ganz klar Mieterverschulden.

Grüße

Thomas



Im Übrigen,



weil mieterseits der gesunde Menschenverstand ganz überwiegend vorhanden ist, aber nicht vorausgesetzt werden kann, empfehle ich, den Mietvertrag in diesem Sinne etwas ausführlicher zu gestalten, beispielsweise so:

"Der Mieter verpflichtet sich zur sachgemäßen und pfleglichen Behandlung der Mietsache und der Räume und Flächen, die ihm zur Mitbenutzung zur Verfügung stehen. Er hat insbesondere auch für eine ausreichende Beheizung und Belüftung der Mieträume zu sorgen. Der Mieter verpflichtet sich zur Installation einer Herdabsaughaube in der Küche (Anschluß vorhanden) und zur regelmäßigen Nutzung der Küchen- und Badentlüftung. Das Trocknen von Wäsche durch freies Aufhängen in der Wohnung ist nicht gestattet. Außenwände sollten nicht mit größeren, die Luftzirkulation behindernden Möbelflächen zugestellt werden. Es besteht sonst die Gefahr der Kondensat- und ggf. Schimmelbildung."

Das schafft Klarheit, aktiviert ggf. verschüttestes Wissen und schützt Mieter wie Vermieter vor Schäden. Ein Vermietungshindernis sehe ich nicht darin. Wer deswegen abspringt, ist genau der Depp, den man sowieso nicht im Hause haben wollte.

Grüße

Thomas



Da ist wohl jemand …



… gleich als Hausbesitzer geboren und hat keine Mieter-Jahre hinter sich. Anschlüsse für Küchenabzugshauben mit Ableitung nach außen sind genau so wenig Standard wie wirksame Bad-Entlüftungen. Viele Wohnungen sind auch so geschnitten, dass die Mieter gar nicht die Riesenauswahl haben, an welche Wände sie ihre Schränke stellen können. Abgesehen davon sind die verwendeten Baumaterialien wie Putz, Anstrich, Tapete meist auch nur Stand der Technik von … und nicht nach neueren Erkenntnissen wie sie zumindest den meisten Lesern dieses Forums nicht fremd sind.

Natürlich ist es anzunehmen, dass der größte Teil der Mieter o.g. Vertragsentwurf nicht nur einfach unterzeichnet, sondern auch beachtet, ob der andere Teil der Mieter angesichts hoher Leerstände einfach verzichtbar ist? Ist ein neutraler Gutachter, der feststellt, dass die Wohnung quasi eine catch-22-Situation ist, also ohne entsprechende bauliche Maßnahmen gar nicht schimmelfrei zu bekommen ist, undenkbar?



Ein schwarzer Giftzwerg?



Nein, ich wurde nicht mit dem Silberlöffel im Munde geboren.

Und deshalb weiß ich jetzt, im Gegensatz zu Ihnen, wovon ich hier rede.

Schönes und neidfreies Wochenende wünscht

Thomas





hier ist doch wohl der Vermieter bereit, sich weit aus dem Fenster zu lehnen, er hat ja schließlich gefragt:

"Was kann ich tun ?
Wie könnte ich die Betonwände richtig behandeln".

Der Mieter hat eine Bereitschaft zur konstruktiven Veränderung offenbar bis jetzt nicht gezeigt, obwohl es doch wahrscheinlich ist, das er zumindest am Problem beteiligt ist.

Ich finde die Sache mit dem Mietvertrag gut. Jedes elektrische Gerät hat heute eine Bedienungsanleitung, die über den Umfang eines Mietvertrages hinausgeht. Und wenn da drin steht, dass man in der Mikrowelle keine Katzen trocknen soll (kein Scherz), dürfte der Hinweis auf Heizen und Lüften mehr als berechtigt sein.
Wer eine solche Mietsache, in der er korrekt heizen und lüften muss und seine Möbel nicht hinstellen kann wie er möchte ohne Bauschäden zu riskieren, wider besseres Wissen dann doch mietet, hat m.E. selber schuld.
Er kann jedenfalls nicht verlangen, dass die Mietsache geändert wird, wenn er vorher darauf hingewiesen worden ist.

"Eine Wohnung, bei der gleich als Einschränkung steht, dass keine Möbel an Außenwänden stehen dürfen, ist doch auch viel schwerer vermietbar."
Eben, das ist aber das Risiko des Vermieters vor Vertragsabschluss. Danach darf er darauf hoffen, dass sich der Mieter an die Vereinbarung auch hält.


findet

Götz, der bis vor 4 Wochen sein ganzes Leben Mieter war.



@ Götz



Glückwunsch!

Und pass auf mit den Schränken :-)))





@ Thomas

Danke.

Wenn ich Schränke an die Außenwand stelle gibt's 'ne Art klimakterischen Hitzetau. Macht also keinen Sinn.