Welche Innendämmung ist die richtige? Ich bin verwirrt mehrere "Spezialisten" mehrere Aussagen

04.07.2009



Hallo an alle.
Schöne Plattform ist das hier. Habe schon so den einen oder anderen sehr interessanten Beitrag gelesen. Ich möchte mich jetzt auch einmal mit einem kleinen Problemchen an Euch wenden.

Ich habe hier ein Haus, aus mitte der 50er Jahre.
Mein Vorhaben ist es den ehemaligen Stall auszubauen und zu "wärmetechnisch" zu optimieren. Eine Aussendämmung kommt im moment noch nicht in Frage, aber eine vorhandene Innendämmung dürfte eine spätere Aussendämmung ja nicht negativ beeinflussen.

Aus dem Grund habe ich mir von einigen Unternehmen in der Umgebung Angebote machen lassen und bin jetzt reichlich verwirrt da ich keine einheitliche Linie finden konnte und durch einige Beiträge hier verunsichert bin was nun bei der Innendämmung richtig ist.
Der momentan entscheidene Raum ist 5x6m groß. Es gibt 2 24er Aussenwände aus Vollziegel. In die eine Ecke soll ein 180x230 großes Badezimmer eingebaut werden. Die Aussenwände sollen wie beschrieben eine Innendämmung erhalten. Im folgenden die Möglichkeiten die mir offeriert wurden:

1. Holzlattung mit Rigips/Farmacell und Dämmung durch die Luftschicht

2. Kalziumsilikatplatten direkt ohne Luftschicht auf die Aussenwand "geklebt"

3. (von innen nach aussen) Farmacell, 25er OBC als Dampfsperre, Glaswolle, Aussenwand.


Nun meine Gedanken zu den Offerten:

1. Habe ich sofort gestrichen da nur das bischen Luft und vorallem die Dünne Platte mir als Isolierung grade im Hinblick auf Feuchtigkeit und Schimmel am gewagtesten erschienen.

2 & 3 Waren grundsätzlich interessant bis ich bei Euch einiges darüber gelesen habe.

zu 2. Bei den Kalziumsilikatplatten handel es sich, wenn ich es richtig verstanden habe, um eine sehr gute aber kostenintensive Lösung bei der es eine homogene Wandstruktur ergibt und die alkalische beschaffenheit der Platte dem Schimmel vorbeugt zumal die Platten auch ein großteil ihres Eigengewichts an Flüssigkeit aufnehmen können und an den Innenraum abgeben können. Dieses impliziert aber nach meiner Auffassung daß ich auf diesen Platten nur durchlässige Wandbeläge verwenden kann da die aufgenommenen Feuchtigkeit sonst nicht abgegeben werden kann. Aber was mach ich im Bad? Dort sind Fliesen und vorallem eine Dusche geplant. Die Fliesen und die Duschwandseiten sind von der beschaffenheit ja sperrend.

Bei 3. Bin ich etwas hin und hergerissen. Klingt eigentlich vom Aufbau logisch. Ich sperre durch die OBC-Platte bei der auch die Fugen verklebt werden die Feuchtigkeit im Raum ein. Es kann also nur noch ggf. Kälte von aussen eindringen. Nun habe ich aber aufgrund der Dämmschicht mit der Glas/Mineralwolle die Bedenken das ich dort eine Schimmelmöglichkeit habe. Kalte Luft / Kälte kommt durch das Gemäuer, trifft auf den mit Wolle gefüllten Hohlraum und damit auch auf die durchwärmte, wenn auch trockene, OBC-Platte. Kann es an der Stelle nicht zu Kondenswasser kommen? Sicherlich ist kalte Luft bedeutend trockener als warme aber eine Restfeuchtigkeit bleibt vorhanden und kann nicht abtrocknen.

Ich wäre sehr dankbar wenn mir einer von Euch einen kleinen Gedankenanstoß geben könnte. Oder ist für mein Vorhaben keine dieser Varianten geeignet?
Der gewählte Wandbelag für die restlichen Wände wäre im übrigen Glasfasertapete da ich die im restlichen Haus auch schon habe.

Vielen Dank im Voraus!

MfG Michael Pilz



Vorschlag 2b



Wenn es wirklich keine Außendämmung werden soll:

Das gleiche mit Mineralschaum ausführen, z.B. "Multipor" von Xella, relativ preiswert, jedenfalls viel billiger als CaSi.

Wandbeschichtung dampfdurchlässig, ideal sind Silikatfarben. Ein Teil Fliesen mit 2/3 zu befließen ist unschädlich, Wenn es sich um eine Gebäudeecke handelt könnte man hier einen kleinen Teil mit CaSi-Platten bestücken (von oben bis unten), die "saugen" noch besser.

Wichtig: Gesamte Wandscheibe bekleben, Estrich entfernen. Wenn möglich(!) an Außenwand anschliesende Wände freistemmen. Auch wenn das nicht möglich ist: Dämmkeile habe ich bisher nie verwenden müssen.

auch dies ist möglich ==>



Alternativ wäre



ein Wandaufbau mit Ständerwerk, Perlite, Ziegelgewebe und Putz auch denkbar.

Grüsse Thomas



Also Dämmstoffe



aus Mineralfasern und Schaumstoff können als Innendämmung nur mit Dampfsperre verwendet werden. Eine Dampfsperre muss absolut dicht sein und das lässt sich im Altbau kaum realisieren. Eine diffusionsfähige Lösung ist da die bessere Wahl, Holzweichfaser mit Wandheizung und Kalkputz zum Beispiel. Und ein Badezimmer lässt sich auch ohne Fliesen gestalten und trotzdem alltagstauglich.
MfG
dasMaurer





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