Feuchte Aussenwand

15.02.2012



Hallo,
wir kämpfen z.Z. in einem Zimmer unseres Hauses (Bj. 1890 - Klinkerbau ohne Aussenputz) mit einer feuchten Ecke. Die Ursache haben wir bereits ermittelt. Die Außenwand ist aufgrund einer beschädigten Dachrinne feucht geworden. Das haben wir soweit behoben. Jetzt müssen wir die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk bekommen. Von aussen kann wegen der derzeitigen Witterung nicht viel unternommen werden. Die Fugen im Mauerwerk kommen im Frühjahr dran. Der Putz in der Zimmerecke (alter Kalksand-Putz) ist großflächig abgeschlagen. Wir überlegen, die Schadstelle mit einem Kalkputz zu versehen, damit die Feuchtigkeit nach innen entweichen kann und sich keine Staunässe bildet.
Is hier ein besonderer Aufbau des Putzes zu beachten?
Danke im Voraus für Tips



der neue Innenputz ...



... sollte erst nach vollständiger Austrocknung des Mauerwerks aufgebracht werden. Da das Mauerwerk außen unverputzt ist, gilt es als nicht schlagregensicher, es sei denn, es wäre als zweischaliges MW mit durchgehender Schalfuge gebaut worden, mit einer MW-Dicke von mindestens 52cm.

Sie können in Ihrer Situation mit einem hydrraulischen oder hochhydraulischen Kalkputz (Trass-Kalk-Putz) der Putzmörtelgruppe PII arbeiten (lassen)oder einem Kalk-Zement-Wärmedämmputz mit einer Auftragsstärke bis 60mm als Innenputz.

Lehmputze, Luftkalkputze und gipshaltige Putze ("Rotband") sollten bei Verdacht auf eine zukünftige Feuchtebelastung eher nicht verwendet werden.