Luftzug hinter Gipskartonvorsatzschale

29.12.2009



Hallo,

ich habe mein altes Schlafzimmer komplett renoviert.
Es wurde ein neues Fenster eingebaut,den Holzfußboden habe ich nicht entfernt,und vor allen Wänden habe ich eine Vorsatzschale aus Gipskarton gestellt.

Nachdem der Maler alle Anschlußfugen abgedichtet hat und fertig war, stellte ich nach einigen Wochen wenn es draußen windig war,einen starken Windzug aus den Öffnungen der Einbaustrahler Decke,und auch Steckdosen fest!

Dieser Windzug ist nur wenn es draußen windig ist.Wenn ich dann dazu das Fenster öffne ist dieser Windzug kaum noch festzustellen.Angeblich sollen an der Außenwand Luftlöcher zu finden sein,hab noch nichts gefunden was solch einen starken Luftzug auslösen könnte.An der einen Außenwand wächst irgendwas grünes hoch,vielleicht ist da noch etwas,müsste ich aber erst Freilegen im Fußbereich um dort mal zu schauen! Wenn es wirklich von den Luftlöchern kommen sollte, ist meine Frage ob ich diese Löcher Abdichten könnte um den lästigen Luftzug loszuwerden.

Vielleicht hat jemand solch eine ähnliche Erfahrung gemacht!? Ich finde dieser Luftzug aus den Öffnungen hat einen komischen Geruch, nicht schimmelig,aber irgendwie riecht es nach etwas altem Holz oder so,muffig auch nicht,schlecht zu beschreiben!!!

Rings um den Holzfußboden konnte ich vor der Renovierung noch sehen das Dachpappe so 2-3 cm übern Fußboden herausragte,und zu den Wänden ca 1cm luft war von der Dielenverlegung!

Ich bedanke mich im vorraus, und hoffe es kann mir jemand weiterhelfen!

lg Daniel



Das wird noch schlimmer.......



mit dem Schimmelgeruch!

Hallo Daniel,
ich möcht dir ja nicht die Laune verderben aber was du dir dabei gedacht hast weis ich nicht.
Dein Glück ist der Luftzug den du beschreibst und den du eigentlich loswerden möchtest. Ist der nämlich weg kommt der Schimmel im Eilzugtempo an den GK Platten hoch!!
Genau so wie du es gemacht hast sollte man es nicht machen!
Die GK-Platten an den Wänden kannst du also nun alle wieder zurückbauen und entweder einen Kalkputz, einen Klimaleichtputz oder Kalziumsilikatplatten anbringen.

Dann mal frohes Schaffen bei der Renovierung der Renovierung.
Nächstes mal vorher schlau machen, bevor du es zu deinem Projekt erklärst:-)

Gruß Jens



Gipskartonvorsatzschale (Luftzug)



Heisst das also, das man vor bestehenden Wänden keine Vorsatzschale montieren darf?



Raumtrennwände....



kannst du mit ner Vorsatzschale versehen. Meinetwegen auch aus Gipskarton.
Außenwände nicht, zumindest nicht mit Luftschicht und nicht mit GK-Platten!



Gipskartonvorsatzschale (Luftzug)



Ich bin eigentlich der Meinung das es nur zu Schimmelbildung kommen kann, wenn Feuchtigkeit im Spiel ist. Das Haus wurde durchgesägt und die Dielen sind in einem guten Zustand. Ich hatte mich damals schon schlau gemacht, aber das ich die Vorsatzschale nicht vor eine Aussenwand stellen sollte,darauf hat mich niemand hingewiesen.

Wie kommt es zur Schmimmelbildung bei Vorsatzschalen? Was sind die Gründe?





"Wie kommt es zur Schmimmelbildung bei Vorsatzschalen? Was sind die Gründe?"

Gipskartonplatten sind (fast) Dampfdicht, die umlaufende Versiegelung tut ihr bestes dazu.
Feuchte Luft die von außen ins Mauerwerk reinzieht sammelt sich im Zwischenraum und kann nicht so schnell wieder rausdiffusieren wie sie reingekommen ist, die Feuchtigkeit setzt sich ab und schon is es soweit.

Koregier mich bitte jemand wenn ich falsch liege.



Gipskartonvorsatzschale (Luftzug)



Das klingt als müsste ich mir Gedanken machen und alles wieder abbauen.



In den 70ern und teilweise auch noch in den 80ern



wurde diese Vorsatzschale aus Gk sehr oft verbaut und ich bezweifle, daß es dort überall zur Schimmelbildung gekommen ist. Allerdings muß man sicher unterscheiden, ob man GK vorblendet oder GK mit mit aufgeklebter Styropordämmung. Sascha hat sicher nicht unrecht, wenn er bei einer Vorsatzschale evtl. Diffusionsprobleme sieht. Allerdings sind die Angaben, die hier gemacht wurden, bei weitem nicht ausreichend, um einen Rückbau zu rechtfertigen. So wäre es z.B. von Interesse, um was für eine Außenwand es sich überhaupt handelt (Dicke und Material und somit der Wärmedurchgangskoeffizient U), ob der GK aufgeklebt, mit einer Ausgleichslattung oder gar auf einem Ständerprofil angebracht wurde, ob noch Zwischenschichten in Form von Putz oder ähnlichem bestehen undundund.
Handelt es sich um reinen GK oder ist eine Dämmschicht in Form von Styropor aufgeklebt ?
Feuchtigkeitsprobleme könnten meiner Meinung nach hauptsächlich dann entstehen, wenn sich der Taupunkt ungünstig durch die Maßnahme verlagert, so daß im Winter mehr Tauwasser anfallen, als im Sommer wieder ausdiffundieren könnte. Vielleicht nimmt sich ja mal ein Bauphysiker, der sich da etwas besser auskennt, der Sache an.
Ich halte es für wenig sinnvoll, ohne genauere Angaben einen Rückbau zu empfehlen. Luftzüge in Steckdosen und eingebauten Deckenleuten hat man z.B. im HRB, wenn dort nicht ordentlich abgeklebt bzw. abgesiegelt wurde. Sie sind dort keineswegs hilfreich sondern deuten vielmehr auf eine Wärmebrücke hin. In dem Fall wäre es sogar richtig, diese Leckagen abzudichten.

Gruß Andreas



In den 70ern und teilweise auch noch in den 80ern



Die 2 Aussenwände sind 36cm stark.Aufbau: Aussen Putz,Mauerwerk (welche Art von Steinen kann ich leider nicht sagen,beim Bohren hatte ich roten Bohrstaub)Putz,darauf Sauerkrautplatten,und wieder Innenputz! Die 2 Innenwände sind jeweils 11,5cm stark,beidseitig Putz aber ohne Sauerkrautp.

Das Ständerwerk steht ca. 4-5 cm von der Wand ab und steht auf dem Holzfußboden,und ist einlagig beplankt! Ringsum an allen Wänden ist eine Fuge von 1-2 cm vom Holzfußboden zur Wand!

Auf die Beplankung wurde grundiert,dann Vliestapete an Wand und Decke und mit einer waschbeständigen Dispersionfarbe gestrichen!

Ich habe die Ständer ringsherum gestellt,hinter den Ständern sind die Innenecken nicht verkleidet und somit sind alle Wandecken hinter der Vekleidungschale offen und nicht Wand für Wand abgeschlossen.

Dieser Windzug welchen ich beschrieben habe,kommt unterhalb vom Fußboden meiner Meinung und hat etwas mit Luftlöchern an der Aussenwand zu tun. Die Luftbewegung hinter der Vorsatzschale ist auch nur wenn es windig ist,ansonsten kommt kein Luftzug aus den Öffnungen Einbaustrahler und Steckdosen!

Erstmal Danke für die jetzigen Informationen!
lg Daniel



Dein Aufbau...



...ist leider die typische Machart unserer heutigen Zeit.
So wie Du gerade beschrieben hast, ist dein Aufbau dampfdicht!!!!!
GK schon von sich aus und nun noch:
-----------------------------------------------------------

Auf die Beplankung wurde grundiert,dann Vliestapete an Wand und Decke und mit einer waschbeständigen Dispersionfarbe gestrichen!

-----------------------------------------------------------

Was will da noch atmen?
Um bauphysikalisch betrachtet gute Wirkungsweisen zu erzielen, sollte immer homogen gearbeitet werden.
Was war denn überhaupt der Grund für die Trockenbauwand?
Des weiteren hast Du in den decken- und Bodenbereichen nun eine dünnere Wandschale und da wird sich über kurz oder lang auch Baufeuchte entwickeln.
Leider wirst Du über eine Wandöffnung nicht umhin kommen, denn der Luftsog wird sich nicht verringern.
Auch ströhmt dabei deine warme Raumluft zur Kaltseite weg und da entsteht Kondensat.

Ich würde gern mal mit Dir darüber telefonieren wollen.
Jetzt erst einmal hinein ins Silvestergetümmel
und einen guten Rutsch.

Grüße Udo Mühle



http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm?ly=1|0|forum|a|showForum|132213



Hallo, und ein gesundes neues...

Decke und Wände waren sehr uneben, da ich glatte und auch gerade Flächen haben wollte, hatte ich mich dafür entschieden. Ohne darin ein Problem zu sehen,habe ich die Vorsatzschale gestellt. Decke war vorher Lehm,habe ich komplett entfernt bis auf die Deckenbalken. Zwischen die Deckenbalken habe ich Mineralfaserwolle WLG 035 und dann habe ich noch ne Folie darunter gespannt. Dann meine Holzlattung an die Deckenbalken und Gipskarton beplankt,Beplankung an der Decke ist ringsherum offen und nicht bis zur Hauptwand heran,dann habe ich die Ständer erst gestellt.

Das ganze ist jeztz genau 1 Jahr her!!!



Schön so......!



...und genau so wird mit fast jeder Bausubstanz umgegangen!
Klingt jetzt arrogant, ist aber die allgemeine Wahrheit!
Lehm?
Um Gottes Willen, ja diesen alten Mist raus!!!
Doch gezogen hat es vorher sicherlich nicht!!
Oder?
Jetzt fehlt die Masse in der Decke, denn MiWo ist da leider kein entsprechender Ersatz dafür!
Folien am Holz, na dieses Thema ist ja hier genügend diskutiert worden.
Leider erreichen Sie mit Folien keine gute Funktionalität, da diese in absehbarer Zeit zur Versprödung neigen (Weichmacherwanderung!!), dazu fast dampfdicht sind und außerdem kein guiter Schutz gegen Baufeuchte darstellen.
Was ist über der Decke für ein Nutzungsverhalten?
Und wer in einem alten Gebäude Arsch glatte Wände haben will, sollte eigentlich in eine Neubauwohnung oder AWG ziehen, denn der versteht den Charme solcher Gebäude nicht!
Gerade Lienienführung in allen Ehren, aber eben nicht so, wie Sie es getätigt haben!!
Jetzt haben Sie ja den Salat!

Einen guten Start ins neue Jahr damit,
Udo