Wandheizung

23.05.2011



Hallo Community,

es werden die nächste Zeit wohl leider noch ein paar Fragen von mir folgen. Bei der letzten wurde mir ja sehr gut geholfen.

Ich möchte in meinem Haus eine Wandheizung einbauen! Im großen und ganzen ist das meiste schon klar, aber grade bei Innenwandflächen weiß ich nicht so recht, wie ich vorgehen soll. Bei den Außenwänden habe ich innen eine 10cm Aufdopplung als Installationsebene vorgesehen, die ich mit Schilfrohrgewebe und darauf die Wandheizung Verputzen möchte. Die innenwände sind mit OSB beplankt. Ich habe auf Bildern diverser Hersteller von Wandheizungen gesehen, dass auf diesen Wänden/ Platten die Wandheizung direkt aufgebracht wird ohne zusätzliches Gewebe in das sich der Lehmputz reinkrallen kann.

Und nun zu meiner Frage:

Habt ihr Erfahrung damit und sollte ich auch auf den Innenwänden zu erst ein Schilfrohrgewebe anbringen und darauf/ bzw. dazwischen eine Wandheizung anbringen/einputzen? oder hält der Lehmputz tatsächlich auf den OSB Platten und den Heizsträngen ohne weitere Amierung?

Oder sollte ich in den Innenwänden z.B. die vorgefertigten Lehmbauplatten verwenden, in denen eine Wandheizung verlegt werden kann?

Auf dem beigefügten Bild sind die OSB Innenwände zu sehen.

Gruß,

Tim



Hallo Tim,



ich würde als ersten Schritt ein Dimensionierung der Wandheiznug vorschlagen. Oft reicht es die Heizung auf einer Wand einzubauen. Dann ist klar welche Fläche nötig ist bzw., wohin die Wandheizung soll oder kann.

Was hast Du denn auf den Aussenwänden unter dem Schilfrohr?

Der Lehmputz hält auf keinen Fall auf den OSB Platten ohne Putzträger. Selbst mit Putzträger können durch die Überfeuchtung durch den Putz Schäden an der OSB-Platte auftreten.

Es gibt einen Unterschied zwischen Geweben und Bewehrung. Auf rauhem Untergründen haftete der Lehmputz direkt. Auf glatten Untergründen oder Holzbauteilen ist eine Putzträger notwenig.

Die Armierung ( Gewebe) solltest Du in das oberer drittel der Gesamtputzlage einlegen.





Die Außenwände (zwischen den Holzständern) sind mit einem eigenen Lehm/Stroh/Liapor Gemisch gefüllt.

Den Hohlraum der inneren Aufdopplung (hinter dem Schilfrohrgewebe) will ich mit einem sehr leichten Strohlehm füllen.

Und außen, (falls es jemanden Interessiert) sind in einer weiteren Aufdopplung Holzfasern eingeblasen...


Zum Feuchteanfall... Da bin ich überzeugt, dass die OSB-Platten keinen so großen Schaden nehmen werden, da der Putz ja Schichtweise aufgetragen wird. Sicher die oberen 1-2 mm werden etwas aufquellen, das wird der Platte aber nicht ernsthaft schaden...

Ok, dann sollte das Schilfrohr-Gewebe auch auf den innenwänden angebracht werden... Oder ich muss für die Innenwände die vorgefertigten Lehmbauplatten verwenden...



Mann



Kann aber muß keine Lehmbauplatten nehmen.

+ Schnelle Verarbeitung, kurze Trocknnung, selbstbaufreuundlich
- Kosten

Auf OSB Platten zieht der Putz sehr schlecht, die Ausführungszeiten sind entsprechend lang.

Liegt schon eine raumweise Auslegung für die Wandheizung vor?
Mit welcher Wärmeversorgung soll das Waser erwärmt werden?

Grüße



Antwort



Ja, das mit den kosten wäre mir auch ein Dorn im Auge! Es ginge wohl auch mit den 2cm Schilfrohrmatten.

Das mit der Zeit ist im Grunde erst mal Nebensache... Wichtiger ist für mich, dass ich ein System finde, dass im bezahlbaren Rahmen bleibt, und der Putz nicht von der Wand rutscht.

Der Verteilerkasten ist gesetzt, und die Flächen, die in Frage kommen, habe ich meinem Heizungsbauer auch durchgegeben. Jetzt fehlen nur noch die erforderlichen m². Und Heizung wird eine Pelletsanlage mit (zu späterem Zeitpunkt) Solarer Unterstützung.



Auf Wunsch



können wir unser System anbieten, dass sich auch sehr gut für die Selbstmonatge eignet.

Grüße aus Koblenz