Außenwände eines älteren Fertighauses verstärken

19.09.2009



Ich möchte die Außenwände meines Okal-Hauses innenseitig
besser dämmen und sie dabei gleichzeitig konstruktiv verstärken,indem ich alle 1,25 m Stiele von 9 x 9 cm davor schraube.Dazwischen kämen jewils noch 2 Stiele mit dem Querschnitt 3 x 9 cm.Diese Konstruktion stellt eine Wiederholung der Bauweise der vorhandenen Wand dar.Die Gefache möchte ich dann z.B. mit Gutex-Dämmplatten ausfüllen.Dann eine Dampfsperre, eine 22 mm starke OSB-Platte und zum Schluss eine 12,5 mm Fermacell oder Gipskartonplatte aufbringen. Wäre dies alles bauphysikalisch
in Ordnung?
Für Hinweise bin ich sehr dankbar!



Trotz aller theoretischen Vorsichtsmaßnahmen...



... von Dampfsperre und OSB-Platten (was ja zusätzlich bremst) finde ich das Vorhaben mehr als bedenklich.

Praktisch kämpft man sich ja von einem Raum zum anderen durch. Wie sollen denn die Anschlüsse bei den Zwischenwänden und Decken konsequent fortgeführt werden?

Die Altkonstruktion (und damit die tragende) wird in die Kälte gestellt. Also auch die "Altdämmung". Genau diese hat aber keine Leistungsfähigkeit was Feuchte angeht. Somit wird die tragende Konstruktion leiden.

Es gab hier schon ein paar Beiträge was OKAL im Altbestand angeht. Bitte mal komplett durchlesen. Wenn eine Sanierung - dann von außen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Aussenwände verstärken



Hallo,

bauphysikalisch ist das ganze schon in Ordnung, aber baukonstruktiv nicht und finanziell möglicherweise ein Desaster. Ich hab da hier schon einiges zu geschrieben.

Grüße vom Niederrhein



Okal-Haus aus 1976



Zunächst den Herren Lipfert und Beckmann ein herzliches Dankeschön.
Doch muss ich fragen, warum ist das Geplante konstruktiv nicht in Ordnung? Meine Absicht dabei ist auch, nicht jedem Besucher wegen der damals dünnen Wände zu verdeutlichen, dass es ein Fertighaus aus damaliger Zeit ist. Finanziell sehe ich kein Problem, weil ich alles selber durchführen möchte. Ich bin da nicht unerfahren.
Schon jetzt danke für weitere Antworten!!



Fugenfreies Arbeiten



Ich sehe ein hauptsächliches Problem, wie eine voll funktionierende Luftdichtungsebene bei so einer nachträglichen Arbeit erreicht werden kann. Theoretisch geht da viel - in der Praxis werden die nötigen Anschlüsse (Fenster, Decke, Boden, Zwischenwände) zwangsläufig zu Fugen führen. Sobald aber feuchtwarme Luft in den Wandaufbau eindringen kann kommt es zu Kondensat - hauptsächlich dort wo sich dann die eigentliche tragende Konstruktion befindet. Der alte Dämmstoff kann dieses Kondensat nicht Verarbeiten und säuft ab.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de