Kalkputz als Oberputz auf Ytong Multipoor Mineraldämmplatte

12.12.2010



Kalkputz z.B. maxit prucalc 380 als Oberputz auf Ytong Multipoor Mineraldämmplatte

Hallo zusammen,
ich bräuchte eine kurze technische Auskunft.
Ich würde gerne auf Ytong Multipoor Mineraldämmplatte einen Oberputz aus Kalkputz maxit prucalc 380 aufbringen.
Aus Ausgleichsunterputz habe ich unter den Mineraldämmplatten den gleichen Kalputz von maxit verwendet.
Ytong empfiehlt den hauseigenen Multipoor Leichtmörtel. Als Oberputz

Spricht etwas gegen mein Vorhaben ?

Rechtherzlichen Dank für Eure Hilfe.

Gruß aus dem Schwarzwald und eine frohes Fest und gesundes neues Jahr wünscht Euch

Christian



Wenn´s



richtig gemacht wird, wird´s auch funktionieren.
Es muss sichergestellt sein, dass der Kalk nicht "verbrennt", d. h. der Untergrund darf das Wasser nicht aus dem Mörtel ziehen. Das kann durch ausreichendes Vornässen oder durch eine "Aufbrennsperre" erreicht werden. Vorspritz ist unbedingt erforderlich und eine vollflächige Gewebeeinlage ist empfehlenswert.
MfG
dasMaurer



Putz auf Multipor



Hallo Christian.
gemäß Verarbeitungsanleitung sind normale Kalk-Innenputze für die Dämmplatten nicht zugelassen.
Das heißt nicht, das ein normaler Kalkputz nicht funktionieren würde.
In der Anleitung wird als Putz ein spezieller Kalkleichtputz mit eingebettetem Armierungsgewebe genannt.
Darauf können als Oberputz Dünnschichtputze in Kornstärke bzw. bis etwa 3 mm Dicke aufgetragen werden.
Schauen Sie also lieber vorher in die Verarbeitungsanleitung.

Viele Grüße



kalkputz



hallo ein kalkputz mit gittexeinlage hält sicher auf multipor platten habs schon öfters so hergestellt leichtes vor nässen reicht da völlig auf aufbrenn sperre könnt ihr verzichten bei einem Material was max 2 litter bei kurzfristiger wässerung aufnimmt reicht leichtes vornässen
grüße u.d.



Kalkputz oder Ytong Multipoor Leichtmörtel auf Mineraldämmplatten



Erst mal recht herzlichen Dank für Eure Nachrichten.
Die Verarbeitungshinweise von Ytong Multipoor habe ich natürlich vorher gelesen.
Meine Idee war folgende:
Die Aussenwände sind innen mit Ytong Multipoor gedämmt.
Die Innenwände bestehen aus Ytong Porenbeton.
Die Ytong Innenwände wollte ich zuerst mit Rigipsplatten versehen.
Ich denke jedoch dass ein reiner Kalkptz ökologisch besser ist als Rigipsplatten. Ist das so ?
Oder kann auch bedenkenlos Rigips auf Porenbeton eingesetzt werden ?
Spricht etwas gegen einen Materialmix an den Innen bzw. Aussenwänden ?
Die Innengedämmten Aussenwände mit Ytong Multipoor Leichtmörtel als Oberputz. Wie von Ytong auch empfohlen.
Da ich von den Untergrundvorarbeiten noch maxit purcalc 380 übrig habe, dachte ich alle Wände sowohl innen als auch Außenwände von innen mit dem gleichen Material als Oberputz zu verputzen.

Liebe Grüße aus dem Schwarzwald

Christian Mörmann



Stabiler



ist Kalkputz auf jeden Fall... das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung, aber ich kann hohl liegende Platten auf Wänden absolut nicht leiden!
Ich hab schon zu oft durchlöcherte Wände (auch 2x12,5mm Gipskarton) gesehen. Noch persönlichere Meinung: außerdem sind Gipskarton- und sonstige Trockenbauplatten Murks von Leuten die um jeden Preis Geld (und Bauzeit) sparen wollen.





Gegen den Putz spricht nichts, gegen die Multipor (als Innendämmung) spricht die schlechte kapillare Leitfähigkeit und das widerspricht den physikalischen Anforderungen an Innendämmungen.

Ja, ja, ich weis, das Zeug wird als Innendämmung verkauft.
Gammelfleisch wird gelegentlich ja auch als Lebensmittel verkauft.


Grüße aus Schönebeck



Multipoor - schlechte kapillare Leitfähigkeit ?



Nochmalr recht herzlichen Dank für Eure Nachrichten.
Also mir wurde Ytong wegen seiner guten Kaillarwirkung von einem Sachverständigen empfohlen.
Auch hier im Forum gab es gegen dieses Material keinerlei Einwände.
Bin nun doch etwas erstaunt über die Aussage Multipoor besitze eine schleche kapillare Leitfähigkeit.

Grüße
Christian



Bloß keinen Kalkputz!!!!!!!!!!!!



Hallo,

habe das Thema eben gelesen und muss nur warnen.
Haben in unserm Altbau 60mm Mulitporplatten verklebt. Nach Armierung mit dem entsprechenden Gewebe von Ytong wurde dann KIP von Schwenk aufgetragen.

Anfangs sah alles sehr gut aus, bis dann der Putz seine Endtrocknung erhalten hat. Überall Risse und der Putz samt Armierung löst sich von der Wand.

Nach Ausssage eines hinzugezogenen Sachverständigen, hätte die Wand nie mit KIP verputzt werden dürfen, da dieser zu hohe Spannungen verursacht und damit die Mulitporplatten in sich brechen.

Das mit der Kapilarwirkung stimmt auch. Die Platten lassen fast keine Feuchtigkeit durch. An unseren Ziegelwänden ist die Feuchtigkeit auch nach innen in den Stein gegangen. An den Multiporplatten sah man über Wochen die Wassertropfen an der Wand, da die ganze Feuchtigkeit über den Putz abtrocknen musste.

Haltet euch beim Putz streng an die Anweisungen von Ytong.
Mein Verputzer hat das nicht gemacht und das Ergebinis ist katastrophal!!!!
Ich bin auch erst jetz schlauer, nachdem wir die ganze Schei... wieder von der Wand kratzen dürfen.





Der Multipor hat einen Wasseraufnahmekoeffizienten (w) von 2 kg/(m²h0,5 ) und steht somit am unteren Rande der kapillar aktiven Baustoffe.

wasserundurchlässig (w< 0,1) Klasse I
wasserabweisend (w = 0,1 – 0,5) Klasse II
wasserhemmend (w = 0,5 – 2,0) Klasse III
wasserdurchlässig (w > 2,0) Klasse IV

Zum Vergleich:
Multipor w = 2
Kalkzementputz w = 2-4
Kalksandstein w = 4-8
Vollziegel w = 20-30

Auch die Endbeschichtung sollte immer auf Ihre Tauglichkeit hin überprüft werden.

Alle Innendämmungen sind Einzelfälle und deshalb ist ein Einsatz von Multipor-, Calziumsilikat- oder sonstigen Platten keineswegs immer der goldene Weg. Es kommt auf den Einsatzbereich an.
Problematisch ist bei allen raumseitigen Dämmmaßnahmen, dass die zukünftige Temperatur der bestehenden Außenwand herabgesetzt wird und der Taupunkt somit rechnerisch nach innen wandert. Es besteht dann die erhöhte Gefahr des Tauwasserausfalls im Bereich der ehemaligen Wandinnenseite. Eine Berechnung ist unerlässlich.

Bei den allgemein als Innendämmung bezeichneten Dämmvarianten ist von der Sache her zwischen einer Dämmung mit Klimaplatten und einer tatsächlichen Innendämmung zu unterscheiden. Den Unterschied macht hier die Funktionsweise und nicht zuletzt der Zweck.

Wenn mit Multipor gearbeitet werden soll muss sich auch zwingend an die Herstellervorgaben gehalten werden. Dieser schreibt zur Verwendung seinen Leicht- bzw. Füllmörtel und das Gewebe vor. Der Multiporstein ist sehr weich und ich kann mir gut vorstellen, dass ein zu fester Putz zu Problemen führt.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Lug und Trug



Bei Multipor beziehen sich die 2 kg Wasser je m² aber nicht auf 0,5 Stunden, und auch nicht auf das kapillare Wasseraufnahmevermögen bzw. das geregelte Verfahren dazu, sondern auf “kurzfristiges tauchen”

Das heißt, laut diesen Aussagen bzw. das Beprobungsverfahren würde Mineralwolle am besten abschneiden, die kann schließlich ihr Gewicht mehr als verzehnfachen so man sie denn taucht.
Kapillar aktiv ist Miwo deswegen trotzdem nicht.

Grüße aus Schönebeck



Kapillaraktivität von Ytong Multipoor



Hallo zusammen,
nochmals recht herzlichen dank für Eure Nachrichten.
Werde nun doch als Oberputz den von Ytong empfohlenen Leichtmörtel auf den Multipoor Mineraldämmplatten verwenden.
Wie sieht es mit dem Kalkputz auf Ytong Porenbeton (Innenwände) aus ? Kann ich da den maxit purcalc 380 problemlos verwenden ?

Für die Multipoor habe ich mich aus folgenden Gründen entschieden.
Laut Hersteller wird anfallendes Tauwasser in den Zellwänden eingeschlossen und in den wärmedämmenden Luftporen aufgenommen. Durch das natürliches Austrocknungsverhalten des mineralischen Materials wird die Feuchtigkeit bei Bedarf der Raumluft wieder zugeführt.
Ytong spricht hier von kapillar wirksam.
Der Wärmedämmwert bleibt erhalten und der Feuchtehaushalt des Wohnraumes wird auf diese natürliche Art auch ohne die Verwendung einer Dampfbremse reguliert.
Wie bereits erwähnt wurden mir die Platten auch schon vor langem durch einen Bausachverständigen empfohlen. Auch hier im Forum gab es vor 3-4 Monaten keine Einwände gegen das Material. Deshalb habe ich mich dafür entschieden.

Grüße aus dem Schwarzwald und frohe Festtage

Christian





Scheiß egal was Ytong sagt oder spricht, die Dinger sind (produktionsbedingt) hydrophob.
Wenn Wasser in hydrophobe Poren eingeschlossen wird, dann wird dieses Wasser jedenfalls nicht kapillar an die Bauteiloberfläche gelangen, genau da sollte es aber ganz schnell hin...
…um verdunsten zu können.


Fragen Sie mal bei Ytong was unter… “natürlichem Austrocknungsverhalten” zu versehen ist.