gibskartonplatten direkt auf fachwerk

07.11.2009



hallo,
wer hat Erfahrung mit gk. auf fachwerk, der gesammte Putz ist ab, das reine Fachwerk ist zusehn.was muss ich dabei beachten?
im vorraus danke
gruss arno



du solltest unbedingt darauf achten...



das du die GK-Platten nicht ins Haus lässt.

nix für ungut, aber sowas is nicht ratsam.





was ist denn so teuflisch an den gk platten.





die frage ist ja die,
mit was bekomme ich wieder eine gescheite Wand hin, ohne Lehmputz zu benutzen.
kabel müssen ja auch irgendwie verschwinden.
gruss arno



ahh



hallo arno,
da will also einer absolut keinen lehmputz haben.
ich denke du bist hier und vorallem mit dem Hauskauf völlig falsch abgebogen!!
wenn nicht sogar beratungsresisdent.
gruß frank



hallo limbrandi



zur Erklärung: GK-Platten werden in diesen Forum aus bauhistorischer Sicht und an Außenwänden aus bauphysikalischen Gründen grundsätzlich abgelehnt. Du wirst hier also fast nur ablehnende Antworten bekommen. Nimms gelassen und lese im Forum nach den Gründen - oder hole dir an anderer Stelle den Rat, den Du suchst. Das kann allerdings negative Folgen für Dein Haus haben....
Ansonsten gutes Lernen hier.



Wenn es kein Lehmputz sein soll,



dann evtl. Kalkputz (aber kein Kalkzemnetputz).

In einem Fachwerkhaus muss die Wand 'atmen' können. Wenn GK-Platten oder ein anderes dichtes Material an die Wand kommt, dann sammelt sich Feuchtigkeit in der Wand. Leztendlich werden die Balken auch feucht, damit werden diese anfällig für Ungeziefer und Pilze und über kurz oder lang ist das Haus eine Ruine.

Wenn Du das Haus ordentlich herrichten und nicht in 10 - 20 Jahren eine Rundumsanierung machen willst, verzichte auf GK-Platten.

Gruß

Andreas





danke,
ja, ich habe auch bedenken wegen der feuchtigkeit im haus.
wenn man jetzt billig sein will bereut man dann doppelt so teuer.
werde dann doch auf den kalkputz zurückgreifen.
nochmal vielen dank, kann nur sagen man wird hier gut beraten...auch für beratungsresistente ;-)

gruss arno



Gipskartonplatten



sind ja nicht grundsärzlich schlecht, nur eben für viele Einsatzbereiche ungeeignet. Entscheidend ist vor allem die Frage, ob es sich um Aussenwände oder Innenwände handelt.
Für Fachwerkaussenwände sind alle Hohlräume gefährlich und somit entfallen alle Plattenkonstruktionen. Bei Innenwänden zwischen vergleichbaren Räumen gibts grundsätzlich keine technischen Gründe, die gegen GK sprechen. Problematisch wirds in Feuchträumen wie Bad und Küche, da sollte auf Gipsbaustoffe verzichtet werden.
MfG
dasMaurer



Ihr Haus und GK...



...sollten keine Hochzeit eingehen.
Ein Großteil von Ablehnungen haben Sie ja hier bereits bekommen und noch mehr Dresche sollte da eher nicht ausgeteilt werden.
Gründe des für und wider sind hier genügend benannt worden und dabei handelt es sich nicht um GK-Gegner an sich.
Nur noch etwas zum GK selbst.
Es handelt sich um ein Recyclingprodukt der Rauchgasentschwefelung und enthält somit enorm viel schwefelhaltige Rückstände.
Daraus resultiert, dass vor Weiterbeschichtungen sämtliche Flächen imprägniert werden müssen und damit Ihre entstehenden Wände komplett dicht werden.
Also Atmung fast auf Null!!!!

Wenn Sie sich also für Plattenbauweise entscheiden wollen, dann eher auf Fermacell lenken oder gar auf Lehmtrockenbauplatten gehen.
Die Außenwandbereiche innenseitig aber in homogener Bauweise ausführen. Die Gründe dafür wurden bereits benannt.
Bei Ihren Wandaufbauten ist aber auch darauf zu achten, dass die Innenwandbereiche der Außenwände durch die Boden- und Deckenbereiche geführt werden müssen, da sonst dort die Tauwasser ausfallenden Bereiche sich erhöhen.

Versuchen Sie mit Massen zu arbeiten oder gar mit homogen verklebten Holzweichfasersystemen.
Wie wird die Energie in Ihrem Objekt abgesichert?
Heizsystem?
Daraus resultieren Ihre eigentlichen Lösungsfindungen.
ENeV sollte in Betracht gezogen werden.

Terapierender Gruß
Udo



Einfacher



wäre die Wände mit reinem Luftkalkmörtel zu verputzen.
Als Rissüberbrückung kann Schilfrohr oder Ziegelgewebe verwendet werden, wobei zur Rissüberbrückung sich das Ziegelgewebe etwas besser eignet.

Grüsse





Hallo Limbrandi,

da hat der Udo vollkommen recht. Du musst mit Materialien arbeiten, die auch wirklich zum Haus passen. Neben den bereits geschilderten Problemen hinsichtlich Absperren und Dampfdiffusion ist es fast nicht auszuschließen dass die GK-Platten auf Dauer an den Stößen reißen werden.

Arbeitest Du ausschließlich nach bestem Wissen und Gewissen oder hast Du Dir schon Rat hinsichtlich Gebäudesubstanz etc. geholt?
Zum jetzigen Zeitpunkt – der Putz ist runter – können substantielle Schäden am Tragwerk, aber auch Feuchteschäden etc. gut erkannt und besser behoben werden als im bewohnten Zustand.

Wenn schon, dann richtig.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



trocken



hallo cristoph,
war sehr erleichtert als der putz runter war. die balken und die ausgemauerten gefache sind in einem einwandfreiem zustand, also trocken.teiweise mit lehm, teilweise mit blähbetonsteinen.
aussenwand ist verputzt und keine ablösung vom fachwerk zu erkennen.
sicherlich wäre eine urlösung wie vor hundert jahren besser, also lehmputz, balken sichtbar im innenbereich.
nach besten gewissen möchte ich schon arbeiten, ist halt schwer nach rat zu fragen, habe 10 leute und 10 meinungen.
sicherlich ist die meinungsfindung von fall zu fall verschieden, sprich erst ansehn dann entscheiden.
aber grundsätzlich habe ich ein zeitproblem, habe das in einer ungünstigen zeit gekauft, Winter steht vor der tür, mein zeitrahmen beträgt nur ca. 2 monate.
ohne eine " verkleidung" an der wand kann ich keine heizung
in betrieb nehmen.
will auch keine "hauruck" variante wählen, sodas mein haus in 10-20 umfällt wie ein kartenhaus.
aber irgendwie muss eine halbwegs akzeptabele lösung finden.

sicherlich stehe ich nicht alleine mit dem problem in der welt, andere haben auch die qual der wahl.

aber dennoch möchte ich mich sehr bedanken für die ünterstützung hier in dem forum.

gruss arno