Ausenwandinnendämmung

21.12.2008



Da ich mit meinen letzten Ideen viel Kopschütteln provoziert habe, habe ich mich nochmal bei einem Architekten und Handwerker Informiert. Stand nun:
Ausgemauertes Fachwerk- alter Putz ca. 2cm- 6cm Ständerwand mit Isofloc eingeblasen- Dampfbremse von pro clima- 4-5 cm Lattung wegen Instalationsebene- Gipsfaserplatten. Eventuell möchte ich statt Isofloc, Hanf oder Schafswolle ( selber machen dadurch günstiger) nehmen. Was haltet ihr von dem Aufbau bzw. hat jemand Erfahrungen mit Isofloc( Hanf, Schafswolle)? Wie ich den Fußboden aufbaue weis ich noch nicht. Halbrund zwischen Stahlträgern ausgemauert. Ab da soll er neu aufgebaut werden. Habe ca. 6-8 cm Platz. Voll Unterkellert( Sandsteinkeller nicht beheitzt, feucht). Auch hier wäre ich für Tips dankbar.



innendämmung bei fachwerk geht garnicht!



sobald du eine Innendämmung eibaust und irgendwo auch nur ein tropfen luft ist bekommst du kondensatbildung und dadurch mit sicherheit schimmel.
grundsätzlich ist Schafwolle echt geil aber sie muß mit extremen giften gegen mottenbefall behandelt werden und dadurch ist der von dir warscheinlich gedachte ökofaktor für den arsch. und alle Hersteller die behaupten ihre wolle wär öko-mäßig gegen Schädlingsbefall behandelt erzählen ihnen einen vom pferd.

für deinen boden empfehle ich dir ein e korkgranulatschüttung. bekommst du bei king Kork für 12 euro pro 100 liter

mfg





Innendämmung bei Fachwerk geht garnicht.

Unsinnige und falsche Aussage meisteradam!!

(Innendämmung die dritte)
Rene, ich würde entweder auf Kalziumsilikatplatten zurückgreifen(bis50mm) oder alternativ auf die Pura MT Hydrophil- Dämmplatte(50-100mm).

gruß jens



@ innendämmung bei fachwerk geht garnicht!



Ich glaube hier muß einer noch etwas auf die Schulbank!
Innendämmungen bei Fachwerk sind wohl möglich.
Doch ist es richtig, dass diese Lösungen sehr präzise erarbeitet und auch ausgeführt werden müssen.
Speziell die Bereiche Anbindungen, Detailanschlüsse, Übergänge, Installationen und was eben ganz besonders wichtig ist, Wärmedurchgangsberechnungen anzustellen. Diese ergeben die Aufbaustärken und legen dann auch auszuführenden Arbeiten bzw. Materialien fest.
Eine interessante Alternative ist die: Cellco - Korklehmdämmplatte.
http://www.haacke-cellco.info/cellco_waermedaemmlehm-platte.html
Auch eine präzise Wärmedurchgangsberechnung bekommt man dann gleich mit und weiß somit genau, welche Dämmstärke man einsetzen muss.

Die Betrachtungen bei Schafwolle sind in sofern richtig, dass die Ausrüstungsmaterialien zum Mottenschutz in einigen Jahren verflüchtigt sind.
Doch hier gleich von "extremen Giften" zu sprechen, ist etwas übersteigert. Erstens sind diese Materialien nicht zum Verzehr gedacht und Prüfzertifikate sind auch vorhanden.
Der Hersteller ALCHIMEA hat auf seiner Internetseite dieses veröffentlicht.

http://www.alchimea.de/seite3.htm

Grüße und viel Erfolg,
Udo Mühle



innendämmung



hallo grüß euch ich will doch auch mal wieder meine meinung zum besten geben, ich hab das von mir bewohnte fachwerk haus von innem gedämmt mit einem kalkperlitputz ( ok er ereicht zwar nicht die werte der calziumsilikatplatten )aber dafür ist er ohne holräume auf der Wand ,und durch die hohe kapilarität ziet er das wasser aus dem untergrung so das Feuchte kein problem mer dar steltt was aber auch für Schimmel gilt so und nun noch schöne weihnachten grüße ulrich dahlbüdding



Danke



für die schnellen Antworten. Also scheidet Schafswolle wohl aus. Wie siehts mit Hanf aus? Das ich keinen Hohlraum haben darf, weiß ich. Isofloc soll sich ja bis in den letzen Winkel verteilen. Deshalb sollte die Wand auch nach innen "offen" sein, weil Isofloc die Feuchtigkeit transportieren kann. Das Material würde von einem Fachbetrieb eingeblasen werden, so das ich nur die Vorarbeiten übernehme.



Aussenwandinnendämmung



Hallo Renè,

bin zwar nur ein ambitionierter Laie, aber kann trotzdem kurz berichten, wie ich es gemacht habe:
1. Innendämmung der Aussenwände mit 50 mm Holzweichfaserplatten, in den feuchten Unterputzlehm gepresst und verschraubt. Geht recht einfach und schnell.
Allerdings nicht ganz billig
2. Bodenaufbau über Gewölbekeller: Glasschaumschotter ( wg. kapillarbrechender Wirkung, Gewicht, Wärmedämmung )Baufolie, Estrichplatte mit Armierung, nochmal Folie, Streuhölzer in benötigter Dicke, Isofloc dazwischen, Rieselschutzfolie - Luftdicht verklebt( damit die Flocken mir nicht bei jedem Schritt in die Wohnung geblasen werden )und auf die Streuhölzer verdeckt verschraubte Dielen.
Weder 1. noch 2. ist lange genug verbaut um seriöse Prognosen zu Langzeiteffekten zu machen. Aber ich hab ein gutes Gefühl und die Hütte ist warm !

Gruss



Geht schon



Hallo Renè,
wir haben in unserem Fachkerkhaus auch die Außenwände innen gedämmt, weil die Fassdae wg. Denkmalschutz nicht verändert werden darf.
Vorgehensweise wie auch hier immer wieder vorgschlagen: die Wände mit Lehmunterputz so gut wie möglich begradigt. Lehm trocknen lassen. Auf die zweite Lage Unterputz im feuchten Zustand 60mm Holzweichfaserplatten gedrückt und einer Art Dübel mit Teller befestigt.
Darauf Wandheizung, zwischen und knapp über die Rohre nochmal Putz mit Gewebe. Als letztes für schön Lehmoberputz.
Ob das alles funktioniert, wissen wir nicht, weil der Lehm gerade noch trocknet.
Aber die Heizung läuft, es ist eine ganz angenehme Wärme im Haus und der Putz sieht sensationell aus!
Grüße,

Mario



Geht noch besser



Hallo Oliver, hallo Mario, der vorgeschlagene Aufbau ist einer von verschiedenen möglichen. Ich nehme jedoch lieber Schilfmatten statt HWF -aber immer in den feuchten Putz drücken wg Hohlräumen, s. o. Trockenaufbau geht auch. Z.B. mit Hanf, da muß KEIN "Mottengift" oder "Anti-Schimmelmittel" rein da Hanf von sich aus dafür unempfänglich ist.
viele Grüße



Schilfmatten...



...sind aber handwerklich betrachtet wesentlich umständlicher zu verbauen, als die Holzweichfaserplatten.
Dazu kommt noch der wesentlich höhere Verschnittabfall und die schlechtere Wärmeleitzahl.

Grüße in die Runde
Udo