Wärmedämmung zwischen Vorsatzschalung und Fachwerk




Wir haben in unserem altes Fachwerkhaus (1841) die Außenwände mit Rigips-Platten (12,5mm)auf Ständerwerk verkleidet und in den Ständern 50mm gelbe Dämmplatten eingesetzt. Im jetzigen Winter reicht dies aber nicht aus und wir überlegen, den immernoch reichlich vorhandenen Zwischenraum zwischen Ständerwerk und Außenwänden, mit einer Einblasdämmung nachträglich und zusätzlich zu versehen.
Frage: Ist das überhaupt sinnvoll und was ist hierbei besonders zu beachten ???

Über einen Erfahrungsaustausch würden wir uns sehr freuen.

Th. u. B. Jäger



Dampfsperre???



Hallo Familie Jäger,

Vielleicht ist das "Gelbe" ja schon abgesoffen und kann garnicht mehr dämmen??

Ist die Dampfsperre wirklich perfekt?

Zieht es durch die Steckdosen?

Um zu prüfen, ob die Dämmung nass ist, kann man eine Steckdose öffnen und die Dämmung "befühlen".

(Vorher den Strom abstellen;-))

viele Grüße



Wärmedämmung zwischen Vorsatzschalung und Fachwerk



Hallo Herr Göbel,
herzlichen Dank für Ihren schnellen Hinweis.
Soweit ich mich erinnern kann, haben wir vor 20 Jahren garkeine Dampfsperre eingebaut. Also nur das Ständerwerk, die gelbe Dämmung dazwischen und dann die Rigipsplatte davor.
Gefühlt ist die "Gelbe" aber trocken. Ich könnte mir aber vorstellen, dass liebe kleine Mäuslein einen schönen Spielplatz im Zwischenraum gefunden haben und dadurch die "Gelbe" beschädigt wurde (wir leben nunmal auf dem Lande). Es ist auch nur ein ganz leichter Luftzug an der Steckdose zu spüren.
Die Frage, welche mich brennend interessiert ist, gibt es eine Möglichkeit, den Zwischenraum zu Dämmen, ohne dass ich die Wände komplett neu aufbauen müßte und welcher Dämmstoff würde sich hierfür eignen ?
Achso: als Hinweis, unser Haus steht unter Denkmalschutz und somit dürfen wir keine Außendämmung anbringen.

Viele Grüße

Th. Jäger



Ein nachdämmen



der Aussenwände im Innenbereich ist grundsätzlich schon möglich, hierbei wäre die wohl geeignetste Dämmung eine Perlite, wie Thermo-Fill S40 mit einer WLG von 040.

Wobei hier unbedingt geprüft werden muss ob es überhaupt Sinn macht sich auf einen solchen Dämm Mix einzulassen, oder es nicht doch sinnvoller wäre den Wandaufbau neu zu gestalten.

Innendämmungen sind von Grund auf schon sehr kritsch zu bewerten, da sehr viele Wärmebrücken nur mit hohem Aufwand beseitigt werden können und neue beim anbringen der Innendämmung oftmals unabsichtlich fabriziert werden.

Grüsse Thomas



Wärmedämmung zwischen Vorsatzschalung und Fachwerk



Hallo Thomas,
danke für den Tipp.
Was wäre, wenn ich auf die vorhandenen Wände eine weitere, schon mit einer Dämmschicht versehene Rigipsplatte, aufbringen, bzw. davorschrauben würde ?
Gibt es da eventl. schon Erfahrungen ?

Gruß Th.



Wärmedämmung zwischen Vorsatzschalung und Fachwerk



Was mir gerade noch einfällt,
oder einfach nur neues Ständerwerk in 50mm o. 80mm vor die alten Wände, natürlich mit dementsprechender Dämmung.
Aber wie verhält es sich dann mit dem Taupunkt in der Wand ?
Was kann man hier tun, oder muß man beachten ?

Gruß Th.





Hallo Thomas,

zum einen führt diese von Dir angedachte Lösung zu einem Wohnraumverlust und zu anderen wird der Taupunkt der Wand immer weiter nach innen verlagert und das führt zwangsläufig zu Problemen.

Abilfe schafft hier vermutlich nur das entfernen der bestehenden Wandverlkeidung und der wieder neue Aufbauder selbigen.

Grüsse Thomas



Wärmedämmung zwischen Vorsatzschalung und Fachwerk



Hallo Thomas,
der Wohnraumverlust wäre nicht einmal das größte Übel, da unsere Räume sehr groß sind.
Ich habe zwar noch keine Preivorstellungen, oder Kostenvoranschläge vorzuliegen, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Abriss und die Entsorgung, sowie der Neuaufbau incl. der Materialien, die Kosten einer Einblasdämmung überschreitet (ganz zu schweigen vom zeitlichen Aufwand, da ich dass alles selber machen würde).
Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren. Dein Hinweis auf den Taupunkt nehme ich dankend an.
Die Sache mit dem Thermo-Fill S40 hört sich eigendlich sehr gut an, zumal ich in der Beschreibung des Produktes gelesen habe, dass hier keine Dampfsperre unbedingt nötig ist.


Gruß Th.





Wenn Sie keinen Schaden am Fachwerk haben wollen dann muss die jetzt bestehende Innenschale raus. Jedes Nachdämmen dieser Konstruktion vergrößert das Schadenspotential.
Suchen Sie bitte mal in den bisherigen Beiträgen nach Innenwanddämmung.
Gruß aus dem Lippischen