Hochwasserzimmer

20.09.2009



Hallo, ich beabsichtige ein altes Haus Bj.1890 zu kaufen mit einem Hochwasserzimmer (85cm höher als der Rest des Hauses) und verschiedenen kleineren (5cm) Höhenunterschieden. Habt ihr Gestaltungsideen?
Ich wende mich an EUCH, weil ihr scheinbar nicht gleich alles abreißt weil es alt ist ;-))).
Übrigens, die Bausubstanz ist völlig okay, Isofenster sind drin. Ich tippe auf 4-Ständerbau (Klinker mit Fackwerk, Hohlwand, außen Klinker und Bruchsteinsockel).

Ich möchte möglichst den Stil des Hauses erhalten und nur SINNVOLLE Sanierungen durchführen, wozu eine "Schaumdämmung" ganz sicher nicht gehört und Mineraldämmplatten wohl auch nur bis 5 oder 6 cm rentabel sind. Als LAIE möchte ich das Haus erhalten und nicht viel Geld in eine zukünftige Ruine investieren ;-).

Ach ja, bin weiblich, alleinerziehend mit Kind...wurde für mein Vorhaben schon mehrfach gesteinigt ;-))) Hat nichts gebracht, aber für gute Argumente, Denkanstöße und Tips bin ich sehr dankbar ;-)))).

So, mal schauen wo ich diesen Text jetzt hinsetzen muß...keine Ahnung, aber davon ne Menge ;-).

Wäre toll,wenn sich jemand äußern würde ;-).

Liebe Grüße ;-)



Nachtrag



Sorry, ich glaube ich klinge etwas gereizt, war nicht meine Absicht...

Ich lese hier schon seit Wochen mit, auch in anderen Foren bzgl. Dämmung, Sanierung, U-Wert...allmählich schwirrt mir etwas der Kopf ;-).
Der Vorschlag mit der Schaumdämmung kam vom Architekten, nach dem Vorschlag der Außenwanddämmung. Ich möchte jedoch gerade die Fassande erhalten.
Wie oder wo seid ihr angefangen? Ich möchte / muß alles nach und nach machen und schwerwiegende Fehler möglichst vermeiden. Leider hat das Haus eine Ölheizung (1991), Gasanschluß gibt es nicht,bis auf einen Schornstein haben die Besitzer alle entfernt.
Rentiert sich eine dickere Trittschalldämmung oder Innendämmung mit Multipor? Hat jemand schon Erfahrungen mit Multipor?



Tja,



da ist es auf jeden Fall sinnvoll, ein Gesamtkonzept für das gewünschte Endziel zu erstellen und dann danach abschnittsweise zu arbeiten. Erst dann kann man sinnvolle technische Detaillösungen festlegen.
"Hochwasserzimmer" klingt ja plausibel, aber warum die Stolperkanten??
MfG
dasMaurer



Hochwasserzimmer, Stolperfallen



Hallo Maurer,
danke für deine Antwort.

Das Haus liegt in einem "Hochwassergebiet" ist von der Weser und dem Mittellandkanal eingerahmt. Inzwischen gibt es einen Wehr. Ich habe mich inzwischen entschlossen die "Nachteile", sprich "Stolperfallen" als Stil des Hauses anzusehen ;-).
Die Türen möchte ich nicht alle höher setzen, daher bleiben die Absätze. Die Wärmedämmung möchte ich in einem vernünftigen Maß halten, 20cm Dämmung (evtl. Thermohanf oder Glaswolle)obere Geschossdecke, die Innendämmung der Außenwände evtl. mit Multipor, da ich auf eine Dampfsperre verzichten möchte. Die Hohlwand hat denke ich auch ihren Sinn, zumindest steht das Haus seit 120 Jahren ohne Schäden davongetragen zu haben. Erst einmal möchte ich REIN ;-), da ich keine genauen Verbrauchswerte vorliegen habe.
Die Heizung wird wohl noch ein paar Jahre halten, über Alternativen zu ÖL mache ich mir schon Gedanken, aber Pellets werden sicherlich auch nicht günstiger...
Das Haus ist soweit trocken, keine Schimmelbildung, lediglich der Dachstuhl muß in nächster Zeit gestrichen werden, da der Holzbock oberflächig eingezogen ist, aber noch keinen Schaden angerichtet hat lt. Architekt + Dachdecker. Die obere Etage ist bereits isoliert worden, ebenso hat es 2 realitv neue Badezimmer bekommen. Die elektrische Anlage ist vor 5 Jahren komplett erneuert worden. Heizungsrohre und Wasserleitungen sind bereits isoliert.
Ich möchte eine vernünftige "Sanierung", wobei ich schon finanziell rechnen muß, ich es mir also nicht erlauben kann erst "billig" zu wursteln und dann teuer alles wieder in Ordnung zu bringen, soweit möglich.
Würde gerne einen Edelstahlschornstein mit Dauerbrandofen einbauen lassen, evtl. gleichzeitig auch einen für die obere Etage (beides Wohnzimmer). Mal sehen was der Bezirksschornsteinfeger dazu sagt ;-).

Gibt er hier "vorher/ nachher" Fotos, wo man sich evtl. Anregungen / Erfahrungen holen kann, wie ich mein "Hochwasserwohnzimmer" intergrieren kann? Habe schon an ein Innenfenster zum Flur gedacht, um eine Luftzirkulation zu erreichen und so einen größernen Teil der Wfl. durch den Ofen mitheizen zu können. Würde das Sinn machen?





Hallo,

Hochwasserzimmer oder Upkamer ?
Wieso 4-Ständer-Bau ?
Sie haben doch einen Archi., was sagt der denn ?

Sie sehen: Auch bei mir viele Fragen. Beschreiben Sie doch mal etwas präziser
a) wie Ihr Prachtstück (Haus) aussieht und wie groß es ist
b) wieviel Sie davon nutzen wollen;

Bei einem Vierständer klassischer bauart kriegen Sie da schon Probleme, es sei denn, Sie wollen ihren privaten Kurzstart-Doppeldecker noch in der Wohnung unterbringen, eine 12 m-Yacht parken oder ähnlich raumgreifendes.

Grüße vom Niederrhein



Wenn



ich die Beschreibung richtig verstehe, handelt es sich nicht um ein Vierständerhaus, sondern um ein sogenanntes "Rotsteinhaus", bei dem es sich zwar konstruktiv noch um einen Fachwerkbau handelt, bei dem aber die Aussenwände als zweischaliges Backsteinmauerwerk ausgeführt sind.
Als Innendämmung sollte auf jeden Fall eine diffusionsoffene und hohlraumfreie Konstruktion gewählt werden. Mineralwolldämmung ist da als problematisch anzusehen.
Eine Zusatzheizung in Form von Feststoffbrennstelle ist sicherlich sinnvoll, allerdings sind Edelstahlschornsteine meines Wissens nur als Aussenschornsteine machbar, ob so eine mantamässige Auspuffoptik an dem Haus gewünscht ist, wage ich mal ernsthaft zu bezweifeln ;-))).
Auch sind solche Öfen gewichtsmässig nicht einfach auf eine normale Wohnhausdecke zu stellen.
Da die Haustechnik wohl erstmal soweit in Ordnung ist, fällt da schon mal ein grosser Kostenfaktor weg. Was mir aber Kopfweh macht, sind die zwei relativ neuen Badezimmer. Nach meinen Erfahrungen wurde und wird da gerade in Altbauten extrem gemurkst, meist noch nicht mal in böser Absicht, sondern meist aus Unkenntnis, auch von sogenannten Fachfirmen.
Aber solche Dinge sollte ein Architekt eigentlich in den Griff kriegen ;-))).
Aber wie schon gesagt, welche der vielen Möglichkeiten und in welcher Kombination hier sinnvoll und machbar sind, lässt sich aus der Ferne nicht sagen.
MfG
dasMaurer



Vieständerbau..



na ja...das Haus ist 20m x 9,5m...aber ne Yacht...ich glaube nicht;-).

Einen Architekten habe ich nicht, hatte jedoch einen zur Begehung dabei, auch den Dachdecker...6 Augen sehen mehr als 2 und ich möchte keine abbruchreife Ruine kaufen.

Ja, ich denke auf dass diffusionsoffen immer besser ist...keine Plastikbahn wo sich Feuchtigkeit sammeln kann...
daher dachte ich an Multipor (Ytong, Xella). Habe bisher nur gute Erfahrungen mit Ytong gemacht...ist auch für Laien einfach zu Verarbeiten ;-).

Ja, ich weiß....die Edelstahlschornststeine sind nicht wirklich edel....aber da drinnen nix mehr frei / vorhanden ist und die obere Etage"fertig" ist...

Also käme ich mit einem 15-er für 2 Öfen sicher nicht hin, oder? Habe mich noch nicht wirklich damit befasst, nur im Netz gestöbert. Tulikivi(Specksteinofen)fand ich auch interessant, aber beim Preis ;-( ....



..von der Weser und dem Mittellandkanal eingeschlossen ..



..sollte es Minden sein ?
Dann auf gute Nachbarschaft !
Was mir auffiel :
"..Holzbock oberflächig eingezogen.." - weiß der Bock das auch ? 8:)
Gruß aus Minden-Meißen



Nachbar Brüggemann ;)



Minden....fast ;-)).
Petershagen, Schlüsselburg ;-).

Na, ich hoffe mal der Holzbock hat das mitbekommen!!! ;-)

Zumindest meint der Architekt es müßten keine Balken ausgetauscht werden, wären noch okay...
Aber Überraschungen gibt es wohl ständig beim Altbau...obwohl Neubauen auch nicht immer reibungslos ablaufen soll...no risk, no fun ;-).

Klar, ist alles viel Arbeit...aber ich freu mich auch drauf...und ich mach`s für mich ;-).

Liebe Grüße nach Meißen ;-)