Fußbodenaufbau: Neue Bodenplatte, Isolierung, Fußbodenheizung und Estrich

25.02.2009



In unserem Altbau (1905) haben wir den alten Fußboden entfernt. Jetzt liegt zwischen den Fundamentstreifen Sand. Wir haben vor eine neue Bodenplatte (Stahlbetonsohle 15 cm) und Estrich anzubringen. Dazwischen Dämmung und Fußbodenheizung.
Ich frage mich ob diese Konstruktion, bei der die Bodenfeuchtigkeit durch eine Delta MS Noppenbahn gebremst wird, Feuchtigkeitsschäden in den Wänden (teilweise Fachwerk) über den bestehenden Fundamentstreifen verursachen kann (aufsteigende Feuchtigkeit). Können evt. Feuchtigkeitsschäden vermieden werden? Die Aussenwände sollen von innen isoliert werden.



Fußbodenaufbau



Der neue Fußboden bringt keine Nachteile, was den Feuchtehaushalt Ihrer Wände betrifft.

Viele Grüße



Fußboden/Wandaufbau



Solange bisher keine Feuchtigkeitsschäden aufgetreten sind, sollte man davon ausgehen können, das dies nun auch nicht passieren wird, da die Wände und Fundamente relativ unabhängig vom Bodenaufbau einer nichttragenden Bodenplatte sind. bei Fachwerk halte ich es aber für empfehlenswert, den Zustand der Schwellen von einem Zimmerer, der Erfahrung mit Fachwerksanierung besitzt überprüfen zu lassen. An dieser Stelle hatte ich von etwa einem jahr eine böse Überraschung: die ganze Schwelle musste an zwei der Außenwände getauscht werden! Wichtig ist dabei, das der äußere Anschein der Schwellen oft täuscht, weil die Schwellen auch von innenheraus zerfressen sein können. Im zweifelsfall lieber die Schwelle austauschen und dabei eine horizontale Feuchtigkeitssperre unter die neue Schwelle einbauen.
Bei Ausführung von Innendämmung würde ich auf jeden fall ein diffusionsoffenes System verwenden. Hierzu am besten die entsprechenden Artikel im Forum beachten!

Viele Grüße



Neue Bodenplatte



Hallo,

mit der diffusionsoffenen Innendämmung ist hoffentlich nicht die Dämmung der Bodenplatte gemeint !
Die Schwelle sollte auch nicht so in die Folie gelegt werden, daß sie in dieser Badewanne dümpelt. Es gehört eine Lage Steine oder eine mindestens 2 cm dicke Fuge aus Traßkalk darunter. Besser sind die Steine + Kalkfuge.

Ich hab hier schon einge Male darauf hingewiesen, daß sehr wohl kostensparende Lösungen auch ohne Betonplatte möglich sind, z.B. mit einer 10 cm dicken Lage Schaumglasplatten auf Sand.

Grüße vom Niederrhein





Werden die Schaumglasplatten als Alternative zur Bodenplatte verwendet? Kann darauf dann der Estrich aufgebracht werden?





Hallo,

als weitere Alternative gibt auch noch den Aufbau wie auf dem Bild dargestellt, dieser kann eventuell mit der Wanddämmung integriert werden, sollte man aber zuvor prüfen.

Grüsse Thomas



Bodenaufbau



Hallo,

noch einmal zu den Schaumglasplatten: man kann sie in ca. 10 cm Stärke im Versatz auf einem abgezogenen Sandbett verlegen.
Sie leisten die Aufgaben der Druckverteilung, Wärmedämmung, Dampfbremse und Feuchtigkeitssperre.
Soviel zum "Ersatz" für eine Betonplatte.
Details gibt es beim Lieferanten in Form ausführlicher Handbücher: foamglas.

Grüße