Taupunktberechnung auch online?

19.10.2007



Liebe Fach- und Fachwerkleute,

war lange nicht hier; habe inzwischen den Kopf in Sand, Kalk und Steine gesteckt und die vorherigen Problemzonen getilgt. Jetzt ein neues Projekt:

Ich möchte eine Wand neu verputzen, weil der alte (1925) Kalkputz schon fast abgefallen ist. Da in diesem Haus mittelfristig auch (m)eine Wohnung entstehen soll, möchte ich die Wand gleich dämmen und denke mir das so:

Aufbau von außen nach innen (ich denke, dieses Material kann ich recht gut selbst Verarbeiten und günstig bekommen, daher diese Auswahl):
- mineral. Außenputz mit Gewebe etc.
- 8 cm Steinwolleplatten
- Vollziegelwand Außenschale 12 bzw. 24 cm (s.u. Bestand)
- Hohlschicht 6 cm (Bestand), neue Kerndämmung aus Perlite
- Vollziegelwand Innenschale 12 cm (Bestand)
- partiell Wandheizung auf 50 mm "Sauerkohlplatten" (Altbestand DDR-Produktion, Zementbasis) mit Lehmputz

Nun konnte ich die Wärmeisolierfähigkeit dieser Konstruktion per http://www.energie-bb.de/service/onlineberechnungen/uwertberechnung/index.html noch selbst errechnen. Sie ergibt mit 0,2 W/(m²K) einen guten Wert. Aber...

...Hauptfrage und Bitte: Ist das Taupunktverhalten bei diesem Aufbau kritisch? Könnte das bitte jemand für mich ermitteln - Onlineberechnungen gibt's dafür sicherlich nicht? Dazu noch diese Details: Es handelt sich um einen sehr hohen Dachraum, vom Fußboden bis in die Spitze sind es 7 m. Im unteren Teil ist die Außenschale 24 cm stark und die Innenschale ist quasi die Ausfachung der Stiele und Kopfbänder, die die Fußpfetten tragen (Holz ist und bleibt vom Innenraum her sichtbar). Im oberen Teil ist die Außenschale nur noch 12 cm stark, kein Holz in der Wandkonstruktion.

Zweitfrage: Außen- und Innenschale sind mit quer eingemauerten Ziegeln verbunden (Bj. 1925, Brandenburg). Wie erreicht man trotzdem eine gute Qualität der Kerndämmschüttung? ...auch unter Fenstern?

Und noch die Dritte: In einem derart hohen Raum geht sicher nur eine Strahlungsheizung. Die o.g. Wandheizung entspringt so nur meiner Phantasie, ohne dass ich nennenswert vorinformiert wäre. Ist das so dauerhaft funktionstüchtig?

Gruß, Ingo



Moin,



die TP-Berechnung macht Ihnen sicherlich Ihr ortsansässiges Ingenieurbüro.



Taupunkt etc.



Unkritisch !
Muß man gar nicht erst rechnen, denn die Wärmedämmung ist außen.
Womit es Probleme geben kann: Ich kenne diese Hohlwandkonstruktionen, bei denen "Köpfe", es sind bis zu 7 Stück pro m² einbinden. Die Steinwolleplatten außen sind dann mit den Dübeln nur in der Außenschale befestigt. Eigentlich sollte das tief genug sein.Bei höheren Gebäuden, in Ecklagen und Sturm könnte es aber Ablösungen der Außenschale geben, die es nicht gewohnt ist, so auf Sog beansprucht zu werden. Wie gesagt:.könnte.........
Bis zu zwei geschossen würde ich es machen, darüber hätte ich Bauchschmerzen.



Wufi-mal googln



Das ist ein Programm vom Fraunhoferinstitut. Da gibt es eine light-Version zum download. Ist etwas gewöhnungsbedürftig und arbeitet nur mit Klimadaten von Holzkirchen. Kann max. 10 Schichten rechen. Und hat leider nicht viele Materialen in der Datenbank. Kann den Taupunkttemperaturverlauf anzeigen.
Aber mit der Wandheizung wirst du da nicht weit kommen.

Vielleicht hilfts trotzdem?

Gruß Marko