Aussenputz Scheune erneuern

28.03.2015



Hallo Zusammen

Ich möchte an meiner Scheune (Bj.ca 1900) den Außenputz an einer Wand (Nordseite) erneuern, von div. Maurern in unser Region erhalte ich immer wieder unterschiedliche Varianten wie das am einfachsten und kostengünstig erfolgen kann.
Die Scheune dient als Lager und Pferdestall weshalb ich auch nicht den riesigsten Aufwand betreiben möchte.
Zuerst mal zur baulichen Situation der untere Bereich ist ca. bis zum einem 1m Höhe gemauert mit Ziegelstein (36er Wand) darauf steht Fachwerk was mit div. Materialien (Ziegel, Naturstein, Zement-, Kalkmörtel etc.) ausgefacht ist. Der alte Kalkputz ist teilweise auch noch ganz OK.
Wenn ich die div. Beiträge hier lese komme ich zu dem Schluss das hier wohl ein Kalkputz oder Kalkzementputz (z.B MEP von Schwenk) angebracht ist. Welchen Putz sowie Putzmethode kann mir jemand empfehlen und wie muss ich dann den Altbestand vorbereiten zum aufbringen des neuen Putzes.
Weiterhin habe ich gelesen das Zement in Verbindung mit Holz keine gute Bauvariante ist wie kann ich div. Stellen aufbereiten ohne den ganzen Zement wieder entfernen zu müssen (z.B. mit Flex Trennschnitt setzen und mit dem neuen Außenputz ausfüllen?) .
Eine weitere Frage wie und mit welchen Mat. kann ich die Ziegelmauer im Keller neu verfugen da hier die Fugen bis zu 2-3cm tiefe offen sind.
Das Problem hier ist das die Wände feucht sind und bei Wintern mit starken Schneefall auch schon mal bis zu 20cm Wasser im Keller stehen die von unten rein drücken da der Boden nur verfestigte Erde ist.
Ich habe angefangen die horizontalen Fugen mit Zementmörtel neu auszufugen, die vertikalen lasse ich offen zum trocknen der Wand.
Was wird von dieser Vorgehensweise gehalten?

Vorab lieben und vielen Dank für die Antworten



Außenputz



Auf dem Natursteinmauerwerk ist es gut, wenn da ein Putz drauf kommt, der diffusionsoffen ist um Feuchtigkeit nach außen durch zu lassen. Kalkputz an sich ist aber noch nicht wetterfest genug, deshalb braucht dieser einen Anstrich mit Farbe passend zum System. Silikat oder mineralisch. Bei Gräfix gibt es da gute Putze.
Im Sockelbereich wo Spritzwasser anfällt entweder den Putz weglassen oder putzen mit einem festen Putz, da wird man um den Zement nicht drum herum kommen. Ein 30cm Kiesstreifen aus Rollkies davor, um das Spritzwasser und die aufsteigende Feuchte zu bremsen.
Die Salze, wenn vorhanden kommen sowieso wieder durch, auch bei einem Sanierputz, das dauert da nur länger, bis der Opferputz mit Salz gesättigt ist.
Viele Bauherrn haben auch mit den System von Hydroment gute Erfahrungen gemacht, das haben wir selbst bisher aber noch nicht verwendet, von daher kann ich mir kein Urteil erlauben.