Wohnzimmer renovieren! Übeltäter Salpeter

29.07.2009



Hallo, also vor ca. 2 Monaten bemerkte ich im Wohnzimmer eine Delle unter der Tapete. Als ich mir diese näher betrachtete und leicht dagegen klopfte, klopfte die Beule mit vollem Elan zurück und platze direkt mal weg. Der komplette Putz war bis auf die nackte Wand weg. Nach dem ersten Schock inspezierte ich die ganze Wand und siehe da, die Blase hatte Freunde! Überall platzte der Putz weg und darunter war Salpeter zu finden. Kennen wir sonst nur aus dem Keller.
Nun wollen wir den kompletten Putz von den Wänden holen und neu Verputzen mit diesem Streichputz den man ja bereits eingefärbt bekommt.
Nur die Frage ist jetzt, wie können wir das verhindern das der Salpeter wieder kommt!?
Wäre sehr dankbar über Tipps



Salpeter



muß es nicht sein, da gibt es viele "Unterarten" der Salze. Salpeter kommt mehr in Zusammenhang mit Klärgruben, Ställen usw. vor. Das einfachste wäre, Tapete ab und erst mal regelmäßig abkehren. Wenn Ihr aber den Plan mit Neuputz durchziehen wollt - dann nehmt Sanierputz. Das mit der Farbe is Geschmackssache, der Sanierputz ist sehr hell und wirkt rustikal, wenn man ihn "natur" lässt. Das Ausblühen des Salzes ist so lange möglich, wie es im Mauerwerk ist und der Wechsel der Luft- und Mauerfeuchte den Transport an die Oberfläche und zurück ermöglicht. Da helfen nur Putze mit einer großen Porigkeit um das Salz ohne Schaden kristalieren zu lassen oder das Mauerwerl tauschen oder, oder, oder .....
Kommt übrigens auch bei neuen Ziegeln vor.





Hallo,

eine weitere Möglichkeit wäre eine Sanierung mit sogenanntem "Opferputz".

Die Oberfläche wird hierbei mit Kalkglätte egalisiert. Die Farbliche Gestaltung erfolgt dann durch Kalkfarben.

Diese Sanierung wurde vor mehr als 5 Jahren in einem ehemaligen Schweinestall ausgeführt, der seither als Büro genutzt wird. Bis heute sind keinerlei Schäden aufgetreten.

Das benötigte Material ist z.B. über Remmers zu beziehen. Notfalls die "Fachplanung" der Firma kontaktieren.


Grüße
Dieter Neff



Sanierputz...



... geht auch schon 'mal nach hinten los, sie sollten die alten Probleme nicht gegen neue tauschen.

Ein Opferputz (@ Dieter: was hälst Du da von Lehm?) wäre auch meine Wahl.

In jedem Fall Abstand nahmen sollten Sie von Tapeten auf Außenwänden im Altbau.

Grüße

Thomas





Lehm ist optimal.

Nur sind hier bestimmte Voraussetzungen notwendig:

Der zu verarbeitende Lehmputz darf nicht zu "fett" sein und sollte mit folgenden Zusatzstoffen versehen sein um eine Entsalzungswirkung zu haben.

- Montmorillonit (sind sogenannte Schichtsilikate, die eine Dreischicht-Struktur besitzen und zu den Tonmineralien gehören.)
- Zellulose (unterstützen optimal die Wirkungsweise des Montmorillonits)

Die Oberfläche sollte mit Kalkanstrich oder Kalkspachtel versehen sein.
Je nach Salzbelastung liegt die Dauerhaftigkeit zwischen 5 und 10 Jahren. Kann ggf. auch länger sein.
Sollten jedoch Kalkausblühungen an der Oberfläche entstehen, können diese einfach abgesaugt werden und bei farblicher Veränderung problemlos nachgebessert werden. Natürlich nur mit einer Kalkfarbe sonst geht der gewünsche Effekt verloren.


Grüße
Dieter Neff





Okay, das sind jetzt schon mal ein paar Tipps mit denen ich etwas anfangen kann. Es handelt sich bei uns um ein 111 Jahre altes Bauernhaus. Wir haben vor einigen Jahren die Aussenputz abgemacht damit man den Bruchsteien sehen kann.
Ich weiß nicht ob da Lehmwände so dazu passen. Wir waren auch schon am Überlegen ob wir dies nicht auch von Innen machen sollen, denn es sieht nicht nur gut aus, sondern wirkt sehr gemütlich. Nur wollen wir später vllt mal die Küche in diesen Raum machen...
Muss man die Bruchsteine dann von Innen noch irgendwie behandeln?



Andersherum aufzäumen.



Hallo Ice,

die Frage ist erst einmal nicht wie behandele ich die Bruchsteine oder kann ich da mit acrylhaltigem Streichputz (Farbe mit Quartzsand) drauf. Die Eingangsfrage "Wie kann ich das verhindern" gilt es wohl eher zu untersuchen.

- Wenn zuvor kein Salz zu sehen war, warum dann jetzt?
- Was hat sich geändert?
- Liegt der Schaden von Außen gesehen etwa auf Sockelhöhe oder an anderer Stelle?

Ohne es gesehen zu haben denke ich als erstes an den letztlich entfernten Außenputz, der Wetterschutz für die Bruchsteinmauer war. Es ist durchaus denkbar, dass Feuchtigkeit durch mehr oder weniger intakte Fugen nach innen transportiert wird. Wenn es sich tatsächlich nur um einen Bereich handelt denke ich weniger an Kondensat.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



2 Wände...



sind betroffen. Eine ist die Aussenwand und die andere die danebenliegende Innenwand. Ich meine zu wissen, das es kurz nachdem aufgetreten ist, als im Winter unsere Heizung 2 Wochen ausgefallen war. Die Höhe liegt ca auf 1,60 bis 1,70 höhe.
Die Wand unter dem Putz weißt nach dem der Putz ab ist keinerlei Zeichen mehr von diesen Ablagerungen auf. Da hab ich jetzt nen Auge drauf gehabt.

Nach den Aussenfugen wurde schon geschaut und diese wurden vorsichtshalber nochmal nachgebessert.