Wärmedämmung Fachwerkhaus( kein Sichtfachwerk)




ich befasse mich seit einiger Zeit mit dem Thema - Energetische Optimierung eines Fachwerkhauses. Es scheint hier keinen Konsens zu geben über die Art der Dämmung bzw ob man überhaupt dämmen sollte

Da ich ein bautechnischer Laie bin un dvon 5 "Experten" leider 5 verschiedene Meinungen höre wollte ich Fragen wie es die Community hier sieht

Folgende Frage: Das Haus Baujahr um 1800 benötigt definitiv eine optische Aubesserung der Fassade ( wurde vor 40 Jahren verputzt). Nun bin ich nicht sicher ob ich im Zuge der Renovierung das Thema Wärmedämmung gleich mit einpackecn sollte. Im Innenbereich ist das Haus bereits saniert so dass eine Innendämmung nicht in Frage kommt. Es wurden auch neue Sprossenfenster nach aussen gesetzt Die Wände sind im EG 60 cm Sandstein ab dann Fachwerk (16cm) mit Feldspat und Lehm.
Rein optisch will ich das Haus nicht totsanieren - da die Fensterleibungen jetzt 4 cm tief sind und dann nach Aufpackung der EnEv Dämmung mit 16cm das Haus optisch zerstören würden.

Herr Konrad Fischer unterstreicht mit seinne Argumenten gegen die Dämmung das Thema so wie ich es aus dem Bauch heraus als Laie auch sehe.
Kann ich die Dämmung weglassen und dafür besser heizen?
Wird man aufgrund der neuen Heizung und verbesserter Fenster ohn eDämmung Probleme haben
Wenn ich Dämmen sollte, kann ich dann 8-10 cm dämmen und optisch das Haus erhalten
Das Haus hat derzeit ein super Raumklima und keinerlei Feuchte Balken oder Schimmel- kommt das dann´nach einer Dämmung auf mich zu?

Ich freue mich auf Ihre Meinungen, Antworten



Dämmung



Ich halte von dem ganzen Dämmwahn absolut gar nichts und schon gar nicht bei einen alten Fachwerkhaus .
Ihr Haus ist fast 200 Jahre alt..Hat doch bis Dato alles funktioniert oder??!!!!

Also so lassen..Geld einsparen und in vernünftigen Putz und Farbe investieren.Mit dem restlichen eigesparten die Familie einladen und mir einen Kaffee schicken..


LG.P:Schneider



RE: Dämmung



ich denke das ist womöglich zu vereinfacht dargestellt

1. vor 200 Jahren hatte man womöglich nicht die selbe Erwartung an einen Wärmekomfort wie heute. Der Erbauer hatte auch keine Zentralheizung oder Warmwasserversorgung eingeplant- soll ich sie deshalb auch weglassen?

Wie kalt wird es in einem ungedämmten Fachwerkhaus 16cm im tiefen Winter? Kühlen die Räume dann nicht zu stark ab? Wo liegt dann der Taupunkt wenn ich innen ordentlich beheize und die Aussenwand richtig kalt ist?

Kann ich nach der EnEv überhaupt wählen ob ich dämmen will wenn ich die Fassade richten muss (>10%)?

ich würde gerne das Geld sparen aber vornehmlich den Geist des Hauses bewahren- somit bin ich kein Dämmfanatiker sondern einfach nur verunsichert ob un dwie ich dämmen soll

Hat jemnand Erfahrungen mit ungedämmten Fachwerkhäusern vs dem Raumgefühl nach der Dämmung. Langzeitstudien?

Wir haben die Fenster bereits getauscht - wie steht dies im Kontext zu einer ungedämmten Fassade?


Kann ich eventuell durch einen Holzkamin die Nachteile auffnagen?
und und und.. Fragen über Fragen



Heizleisten - Die wohl angenehmste Art der Energieeinsparung



Aus unserer Erfahrung heraus ist die Dämmung der Außenwände historischer Fachwerkhäuser mit vielen Nachteilen behaftet - egal ob es um eine Außen- oder eine Innendämmung geht.
Abgesehen von der optischen Überformung bei Außendämmungen oder dem Verlust von Nutzfläche der in der Regel doch recht kleinen Räume bei Innendämmungen sind die bauphysikalischen Risiken recht gravierend.
Innendämmungen funktionieren nach unserer Erfahrung selten oder nie. Bei den Außendämmungen können wir lediglich Dämmungen mit vorgehangener / hinterlüfteter Vorsatzschale bauphysikalisch empfehlen - das aber auch nur bei fachgerechter, sorgfältiger Ausführung. So sollten z. B. die Fenster immer in der Dämmebene liegen!
Finanziell rechnen sich solch aufwändige hinterlüftete Dämmfassaden aber nur in den seltensten Fällen.

Für viel sinnvoller halten wir dagegen den Einbau von Heizleisten.
Wir selbst haben seit einigen Jahren eine Heizleistenheizung in Betrieb und sind bestens damit zufrieden. Eine bessere Entscheidung hätten wir nicht treffen können!
Die nebenstehende Aufnahme stammt übrigens aus unseren Räumlichkeiten.

Um mir hier umfangreiche Ausführungen zur Wirkungsweise sowie zu den Vorzügen / Vorteilen von Heizleisten zu ersparen, erlaube ich mir auf einen Beitrag auf unserer Website zu verweisen:
http://www.meisinger-ingenieurleistungen.de/index.php/bauberatung/47-hd

Was mir aber doch noch wichtig ist und worauf ich explizit hinweisen möchte:
Auf dem Markt sind Heizleistensysteme unterschiedlicher Bauart bzw. Betriebsweise erhältlich.
Aus mehreren Gründen bevorzugen wir den, sagen wir mal "klassischen Aufbau". Dieser basiert auf dem sogenannten Kreissystem, d. h. die Heizregisterstrecken werden hintereinander geschaltet. Von einem Vorlauf- / Rücklaufstrangpaar zu einzelnen Heizkörpern abzweigende Stichleitungen gibt es nicht. Oft wird somit auch von einer "Einrohrheizung" gesprochen.

Da wir uns in der Vergangenheit recht intensiv mit der Thematik "Energieeinsparung im Altbau - Möglichkeiten und Grenzen" beschäftigt haben - u. a. haben wir am Denkmalhof Gernewitz darüber referiert - haben wir auf unserer Website auch einen diesbezüglichren Bauberatungs-Beitrag eingestellt.
Hierin wird an einem konkreten Objekt ein Vergleich zwischen einer Außendämmung und der Umstellung der Heizung von Konvektions- auf Strahlungsheizung mittels Heizleisten gezogen.
Wer daran Interesse hat, möge einfach nachschauen unter: http://www.meisinger-ingenieurleistungen.de/index.php/bauberatung/49-hd2

Sehr schöne Beispiele zum Einbau von Heizleisten finden sich z. B. auf der Website der SanDomus GmbH unter der Rubrik "Lösungen":
http://www.sandomus-gmbh.de/altbaurenovierung.html



heizleisten etc.



sind wirklich sinnvoll und ich stimme diesem tipp voll und ganz zu. es gibt wirklich vielerlei tzipps die helfen Energie zu sparen, und bei ihrem Fachwerkhaus macht es absolut keinen sinn da eine Dämmung anzubringen die es einfach beim erbauen noch nicht gab! sie haben erwähnt das ihr raumklime sehr gut ist,das bedeutet wahrscheinloich das die innensanierung mit Kalk und/oder Lehm erfolgte. passt, und wenn sie statt ihr fachwerkhäuschen mit Kunststoff einzuwickeln außen auch noch mit Kalkputz veredeln können sie sich mit ihrem Fachwerk freuen. kalk hat sowohl eine gewisse dämmwirkung als auch die eigenschaft ihr fachwerk trocken zu halten bzw die Feuchte zu regulieren. mein tipp an sie um es ganz einfach zu halten:

nur,oder annähernd, Material verwenden das zur zeit der erbauung ihres objektes auch schon verwendet wurde. dazu gehören keine kunststoffe und auch keine zementhaltigen putze usw. dann haben sie noch viel freude an ihrem fachwerkhäuschen. viel erfolg!



Ist der Putz erforderlich?



Was mir im Nachhinein noch eingefallen ist: Könnte der vorhandene, nachträglich aufgezogene Außenputz ggf. ersatzlos entfernt werden? - Wärmetechnisch bringt er in der Regel eh so gut wie nichts.
In vielen Fällen ist dies problemlos möglich und die Fachwerkhäuser gewinnen optisch erheblich.
Das oftmals vorgebrachte Argument, dann müsse man Schadstellen an den Balken und Gefachen ausbessern, zieht m. E. nicht, da man dies ohnehin auf jeden Fall tun sollte bzw. muss.
Ich kenne mehrere Objekte, bei denen sich der Reiz des Hauses erst nach dem "Ausziehen" gezeigt hat.





Das der bauliche Umgang mit Fachwerk eine besondere Sorgfalt erfordert, ist hinlänglich bekannt. Die Anforderungen an die Gebäude haben sich im Laufe der Zeit stark verändert, außerdem waren die Feuchteproduktion und Feuchtebelastung früher erheblich geringer als heute. Die pauschalisierende Vereinfachung, nur früher benutzte Baumaterialien und Bautechniken sind optimal für ein Fachwerkhaus, kann ich nicht vollständig teilen. Viele Materialien wurden nur aus bestehenden Möglichkeiten und Zwängen benutzt. Es gab schlicht nichts anderes. Grundsätzlich ist jedes Haus für sich zu betrachten, alle Maßnahmen, wenn sie denn erforderlich und gewünscht sind, sind sorgfältig miteinander abzustimmen.
Darauf möchte ich jetzt nicht weiter eingehen, denn diese Fragen beschäftigen mich nun auch schon über 20 Jahre, sie sind einfach zu komplex, um sie hier in einem Forum abzuhandeln.
Vielmehr bereitet mir Bauschmerzen, daß Sie mit den Arbeiten im Inneren des Gebäudes begonnen bzw. diese schon abgeschlossen haben und mal eben die Fenster ausgetauscht haben.
Ein bauphysikalisch nicht unerheblicher Eingriff in das Gefüge.
Die konstruktiven Bauteile scheinen da eher wenig zu interessieren.
Diese Vorgehensweise ist mir zuhauf bekannt, die Ergebnisse sind weniger erfreulich. Darf man denn mal fragen, was für Fenster es geworden sind?
Sie schreiben: „Das Haus Baujahr um 1800 benötigt definitiv eine optische Aufbesserung der Fassade (wurde vor 40 Jahren verputzt).“
Was heisst das konkret?
Welcher Aussenputz ist seinerzeit aufgetragen worden? Mit Farbbeschichtung? Wenn ja, aus welchem Material?

Beste Grüße

Bernd Kibies





Wir haben die Fenster, die vor 50 Jahren eingebaut wurden durch Holz -fenster getauscht (Sprossen)

Die Fenster die wir rausgenommen hatten waren 0815 zweiflüglig

Zum damaligen Zeitpunkt waren wir noch etwas klarer verblendet von der Idee zu dämmen (Energieberatung)
In der Zwischenzeit sind wir einfach verunsichert und wueden am liebsten nur die Fassade richten und streichen, wenn da nicht die EnEv waere


Das Materiel des Putzes kann ich nicht genau beurteilen( mit Farbe)





Was sagen denn Ihre „Baufachberater“ zu dem Putz. Es wird doch sicherlich jemanden geben, der das Material beurteilen kann.
Wenn Sie mit einem Hämmerchen den Aussenputz abklopfen, wie hört sich das an? Eher starr und scheibenartig, oder dumpf, als homogene Fläche? Sind Schäden in der Putzfläche erkennbar? Gibt es Hohlstellen?
Wie verhält sich die Beschichtung auf dem Putz? Beschreiben Sie diese einmal! Ist diese matt, hat sie einen leichten Glanz? Kreidet die Farbe, wenn Sie mit der Hand darüber streichen? Fühlt sie sich kunststoffartig an?

Viel Spaß beim Erkundschaften wünscht
Bernd Kibies





Ergänzend noch:
Blättert die Farbe ab?

Bernd Kibies



Wärmedämmung



Der Putz ist fest und eher seidig. An den problemstellen blaettert die Farbe und der putz ab und ist teilweise hohl (wetterseite)
Der Klang ist sonst eher dumpf
Wir entfernen uns jedoch von meiner Fragestellung
Sollte man die aussenfassade überhaupt dämmen?

Sorry für die Rechtschreibung ( i Pad)





Warum im Forum alle immer so bauteilverliebt sind? Leiten Sie den Blick auf´s Ganze. Ich vermute mal, unter der Putzfassade ist einiges an konstruktiven Schäden am Fachwerkgefüge zu finden. Einfach das Gebäude von aussen mit einer WD einpacken wird Sie langfristig nicht glücklicher machen. Das Sie aus Ihrem bisherigen Handeln nicht schlauer geworden sind?! Mit ein bißchen rumgoogeln kommen Sie da nicht weiter, es wird alles nur noch schlimmer.
Diese mit Halbwissen kaputt sanierten Häuser kenne ich zu Genüge.

Bernd Kibies



Wärmedämmung



Sehr geehrt Herr Kiebis

Wie bereits in der Einleitung geschrieben habe ich diverse Architekten, Handwerker und Energieberater konsultiert

leider konnte mich niemand von der bzw Sinn oder Unsinnhaftigkeit einer Dämmung 100 prozentig überzeugen
Wir haben das Objekt nach bestem Wissen und Rat saniert und sind nun an der Aussenfasade angekommen

Wwir sind keineswegs bauteilverliebt sondern stehen einfach nur am Entscheidungsbaum - und wurden gerne weitere Meinungen einholen
Die Fassade muss ausgebessert werden und dann auch gestrichen werden. danach kommen die Klappenlaeden wieder ans Haus ( bzw müssen neu angeschafft werden)

Bevor wir jedoch die Farbwahl angehen muss ich wissen ob eine Dämmung notwendig ist bzw zwingend erforderllich ist

Am liebsten würde ich sie weglassen sofern das mit der EnEv korrespondiert und nicht mit weiteren negativen Begleiterscheinungen ( Kälte, Feuchtigkeit)
Es scheint so als ob in diesem Forum gerne der belehrende negative Zeigefinger erhoben wird gegenüber Laien ohne auf eine konkrete Frage einzugehen
Grüße





hallo Her Kibies

Ich habe ihren Namen falsch geschrieben

Sorry



Waermedaemmubg



Ein bisschen rumgoogeln und Halbwissen ist schon sehr wertend

:-(

Vor allem nachdem wir zigtausend € für sogenannte Experten ausgegeben haben





Das Thema ist viel zu komplex, daß ich mal so eben eine Empfehlung geben kann. Ich kenne Ihr Gebäude nicht, daher kann ich auch nicht wirklich was dazu beitragen. Ich bewege mich in diesem Bereich seit über 20 Jahren, da bekommt man schon einiges zu sehen. Mit Übheblichkeit hat das nichts zu tun.
Weiterhin gutes Gelingen wünscht
Bernd Kibies



@ daniel



Ersteinmal ist in § 11, Absatz 1 der EnEv die Aufrechterhaltung der energetischen Qualität gefordert. Danach dürfen Außenbauteile nicht in einer Weise verändert werden, dass die energetische Qualität des Gebäudes verschlechtert wird.
Das bedeutet im besonderen Fall, dass der Putz streng genommen nicht ersatzlos entfernt werden darf.
Ersatz wäre in Form eines neuen Außenputzes oder anderer energetischer Maßnahmen möglich.

Sofern der Außenputz erneuert wird, greift prinzipiell die Dämmpflicht nach § 9 der EnEV. Dann wäre de jure eine Dämmung erforderlich.

Wenn das Gebäude allerdings unter Denkmalschutz steht oder zu der sogenannten "sonstigen besonders erhaltenswerten Bausubstanz" zählt kann gem. § 24 - Ausnahmen, Absatz 1 der EnEV u. a. von den v. g. Vorgaben der Verordnung abgewichen werden.

Ein anderer Fall, in dem keine Pflicht zur Nachrüstung einer Dämmung besteht, kann dann gegeben sein, wenn das Gebäude ausschließlich über eine Strahlungsheizung beheizt wird. Dies ist zum Beispiel mittels Heizleisten möglich.
Die Besonderheit der Stahlungsheizungen liegt darin, dass die Raumlufttemperatur niedriger ist als die empfundene Temperatur. Die Temperaturdifferenz beträgt erfahrungsgemäß etwa 3 °C.
Die Nutzung der Gebäude ist ohne Einschränkungen möglich. Im Vergleich mit Gebäuden, in denen die Raumlufttemperatur höher ist als die Temperatur der Wände, Decken und Böden, bieten strahlungsbeheizte Räume zusätzlich den Vorteil einer höheren Behaglichkeit.
Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass Innen-Lufttemperaturen von mindestens 19 °C nicht erreicht werden und somit ein wesentliches Kriterium, auf das sich die in der EnEV verankerte Nachrüstpflicht stützt, nicht erfüllt ist.

Anmerkung:
Diese Argumentation stützt sich auf eine Auslegung der Fachkommission Bautechnik der Bauministerkonferenz, veröffentlicht im 5. Teil der Auslegungsfragen zur Energieeinsparung, beschlossen am 09. März 2004.





"Vor allem nachdem wir zigtausend € für sogenannte Experten ausgegeben haben"

Den üppig honorierten "Experten" sollte die EnEv bekannt sein, auch die Ausnahmen und Sonderlösungen.
Ich frage mich langsam, ob eine Strahlungsheizung auch vohandene konstruktive Schäden beseitigen kann? Bitte nicht persönlich nehmen Frau Meisinger!

Bernd Kibies





@ Herr Daniel
„Zigtausend € für sogenannte Experten“ ausgegeben und das Pferd wurde von hinten aufgezäumt? Hat den niemand einen Blick auf die verputzten Fachwerkwände geworfen? Die Materialien konnten nicht bestimmt werden? Schäden wurden nur grob visuell wahr genommen? Ihre Beschreibungen für die Wetterseite klingen schon einmal nicht so gut…
Natürlich, die Vorgehensweise kommt mir bekannt vor, froh gestimmt bin ich nicht.

Alles Gute wünscht
Bernd Kibies



Daemmung



Viellleicht war ich zu unklar
Das Fachwerk ist Top
Es geht darum dass an einigen Stellen optischer Verbesserungsbedarf besteht und mir dann seitens 2 Experten gesagt wurde dass ich aufgrund der mehr als 10 Prozent Erneuerung nach der EnEv dämmen muss
Der Eine sagt dämmen mit Styropor sei Top und unzurechtmaessig schlecht gemacht. Der andere sagt daemmen nur mit hintluefteter Fassade. Die anderen 3 Experten sind entweder komplett gegen das Daemmen bei Fachwerkhäusern bzw schlägt einer sogar eine Innen Dämmung vor
Das Pferd von hinten aufgezäumt: mir scheint sie spielen hier auch die Taktik von nebulösen Aussagen in der Hoffnung einen Beratervertrag zu bekommen ( solche Experten hatte ich schon vor Or)
Den Klassiker "kan man so pauschal nicht sagen" hört man gerne und oft bis zur Unterschrift des Beratervertrages. danach ist alles glasklar mit eindeutigen Aussagen hinsichtlich Dämmung oder nicht.
jetzt nochmals eine Frage: wurden Sie Ihr Haus dämmen nachdem Sie beits die Fenster getauscht haben ( auch hier brauche ich keine Belehrung in Sachen Aufarbeitung der alten Fenster da der Vorbesitzer in den 60er Jahren Fenster eingebaut hatte die weder optisch noch Sittich zum Haus passten)
Als wir das Haus gekauft hatten haben wir mit einem Auf Fachwerke spezialisierten Architekten und Ing des Haus schritt für Schritt saniert. Zum damaligen Zeitpunkt hatte man die Aussage getroffen dass die 16cm Fachwerkstaerke im Winter wohl doch ein eher nordisches Kima im Haus begünstigen wuerde. das Haus wurde nie als klassisches Sichtfachwerk gebaut und deshalb sei ein edelmütig von Vorteil

Über die Monate und vor allem diesen Sommer haben wir erkannt dass trotz fehlender Dämmung ein sehr angenehmes Raumklima im Haus herrscht. deshalb habe ich mich geistig von der Dämmung abgewandt. jedoch bin ich nur Laie und will die Entscheidung nicht nur auf mein Bauchgefühl begründen

Grüße.
Ich bin auf der Suche nach einem Erfahrungswert zum Thema: kann man in einem Fachwerkhaus ( kein Sichtfachwerk) mit und one ohne Dämmung sicher und komfortabel leben. Welches sind die Vor und Nachteile





Das sind doch schon einmal wieder einige Information, hätte ich mir schon zu Beginn gewünscht. Ich sollte über den Kauf einer Glaskugel nachdenken. Eine Aussendämmung kann man aufbringen, wenn auf Sichtfachwerk verzichtet werden soll. Diese Variante wähle ich bei z.B. bei schlagregenbeanspruchte Fassadenseiten, dann hinterlüftet, niemals PS-Dämmplatten. Ansonsten, im Denkmalbereich, eine Innendâmmung, max. 6cm, mit Wandheizung. Alle  Dämmmaßnahmen sollten allerdings auf den Bestand abgestimmt sein und berechnet werden. Was für ein Ausfachungsmaterial ist denn in den Außenwänden vorhanden?
Ansonsten hier im Forum auch mal die Suchfunktion anwerfen: http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/daemmung-fachwerk-79175.html

Ja, eine Beratertätigkeit in Baden-Württemberg wünsche ich mir noch, da ist die Anreise mal nicht so weit. Die vielen "Expertenmeinungen" vereinfachen ja einiges.

Grüße aus Köln
Bernd Kibies



Ähemmmm...



@ Bernd
...steht eigentlich alles da...
...auch dass innen nicht mehr angefasst werden möchte, weil eigentlich durch damit...

;-)
Sebastian Hausleithner



So, jetzt noch mal sachlich...



Natürlich wird eine wie auch immer geartete Wärmedämmung den Heizenergieverbrauch reduzieren, das ist Bauphysik 2.Semester...
Aber macht das auch Sinn? Das ist Bauphysik 3. Semester... oder auch Diplomarbeitsthema... Ach ja "Master" heisst das ja jetzt seit einiger Zeit...
Lohnt sich das? Das ist eine reine Kosten/Nutzen Rechnung...

Wenn Ihr die Fassade anfasst, also richtig anfasst, dann greift die ENEV... das hat die Annelie Meisinger schon auf rechtlicher Ebene korrekt zusammengefasst... und dann helfen auch keine Meinungen mit dem Tenor "ich halte da von Dämmung gar nix, hat ja immer schon funktioniert"... es kann natürlich auch mit Dämmung funktionieren, wenn es denn vernünftig gemacht wird, auch die Ausnahmen sind angesprochen worden...

Mein Tipp:
Wenn Euch nicht gleich ganz die ganze Fassade runterzufallen droht, dann lasst das Projekt erst mal ruhen... nach den Verbrauchsdaten der Heizung nach einer kompletten Heizsaison lässt sich dann mehr schließen in Richtung Wirtschaftlichkeit...

EnEV hin EnEv her... solange es nicht um Fördergelder geht, kräht da kein Hahn nach...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Wärmedämmung kein sichtfachwerk



Danke Herr Hausleithner

Klare Aussage

Ich glaube wir werden das Thema ruhen lassen und wie sie sagen mal eine Heizperiode durchstehen und uns einen guten Kamin zur Unterstuetzung anlegen
Wenn man die Wirtschaftlichkeit außen vor lasen würde
Denken Sie es kann zu ungewollten Feuchtigkeitsproblemen kommen wenn mangtet die dünne Fassade , neue Fenster und Heizung in Betracht zieht



Natürlich...



... kann es durch die "Verbesserung" der Fenster und den wahrscheinlich deutlich dichteren Anschluss dieser zu ganz neuen "Problemen" kommen... man kann so etwas theoretisch betrachten und prophylaktisch irgendwelche Maßnahmen ergreifen... muss man aber nicht...

Die genauen Zusammenhänge mag Dir bitte Dein Architekt erklären... gehört der eigentlich zur EnEV-Fraktion? Egal...

In zig-Tausend Altbauten funktioniert die Kombination "neues Fenster bei alter Bausubstanz", auch bei FW... muss aber nicht...

Eine EnEV-gemäße Dämmung mit 160mm WDV oder auch Vorhangfassade fürs OG würde wahrscheinlich viel mehr Probleme verursachen als Nutzen bringen... muss aber nicht...

Wenn Du Deinen Fachberatern vor Ort nicht vertraust, dann musst Du diese austauschen... ein Laie mit einem Fachproblem muss sich auf den beauftragten Fachmann verlassen können...

Mach einfach mal eine Saison mit der jetzigen Ist-Situation, für wilden Aktionismus besteht kein Anlass...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Dämmung



Danke Sebastian

Mein Architekt steht dazwischen

ich denke die Denkpause mit einem Probewinter macht Sinn!

jetzt suche ich mir mal nen Kamin

Grüße