Schwellendetail




Da sich der Winter ja so langsam zu Ende neigt....komm ich vielleicht irgendwann dazu hier weiter zu machen.

Komplette Schwelle Giebelwand muss getauscht bzw.erneuert werden,das Fachwerk wird im Anschluß sichtbar bleiben,Schwellen höhe min.30cm über Oberkante Boden.

Jetzt würde ich gern auf die Holznagelverbindung Schwelle/Ständerfuß verzichten(Holzschutz),die Schwelle Aussenkante 45 Grad anphasen,Ständerfuß mit entsprechender Phase verlängern ,so das ,das Zapfenloch aussen schräg verdeckt ist.
Was haltet ihr von der Idee ,dort auf Holznägel zu verzichten?

Grüße Martin



Hallo Martin,



habe deine Idee jetzt 3 mal gelesen und immer noch nicht richtig verstanden. Kannste mal eine Skizze einfügen?
Was spricht den gegen die Holznägel im Schwellenbereich?
Habe aber schon öfters gesehen das Schwelle und Pfosten nur mit Zapfen und Zapfenloch eingebaut werden ohne Holznagel.
Jedoch wurde im Zapfenloch eine Art Entwässungskanal komplett durchgebohrt so das eventl. eintretendes Wasser durch die Schwellen/Zapfenloch ablaufen kann.
Auch gesehen habe ich schon das ganz auf Zapfen und Zapfenloch im Schwellenbereich verzichtet wurde, die Ständer standen stumpf auf der Schwelle und wurden nur seitlich mit Holzdollen fixiert. Dies wurde aber nur bei den Ständern so ausgeführt, die Streben hat man traditionell eingezapft.

Mit Grüßen
Danilo



wäre



dann nicht eine "Klaue" besser. So habe ich mal ein Gewächhaus gebaut. Sieht zwar gewöhnungsbedürftig aus, aber es bleibt kein Wasser stehen.



Im Schwellenbereich



gehören keine Holznägel rein. Die Schwelle ist das am meisten von der Witterung beanspruchte Teil einer Fachwerkwand.
Ein Holznagelloch ist ein Zugang für Feuchtigkeit.
Zudem: es braucht hier keine Holznagelverbindung. Sie würde nichts nützen.
Und weil hie der Holznagel eher schaden, denn nützen würde, brauchen die Zapfen auch nicht so lang zu sein. Klassische Länge: 3,5 cm
Dadurch braucht das Zapfenloch auch nicht so tief zu sein und die Schwelle wird weniger geschwächt.
Diese Ausführung nützt vielleicht auch noch einer späteren Generation, da die Schwelle dann leichter auswechselbar ist.
Schau Dir mal alte Fachwerkhäuser an. Wenn die noch Originalschwellen haben, kannste lange suchen bis Du welche mit Holznägeln in der Schwelle findest.
Ein kleines Schmankerl noch: Für den Fall, dass doch mal Wasser eindringen sollte: Abflusslöcher von der Zapfenlochsohle zur Schwellenunterseite, schräg nach außen bohren. ( sollten ca.3-4 cm vor der Außenkante enden.)
Das nützt manchmal schon, wenn die Maurer fürs Ausmauern nicht in die Pötte kommen und es in der Bauphase regnet.
Ralph Schneidewind



Schwellendetail



So wird der Martin das gemeint haben...

Grüße,
Rich



Danke Rich



genauso hab ich das gemeint;-)

Danke euch anderen auch!

Entwässerungslöcher sind auch geplant,habe festgestellt das man die auch auch warten muss,Einsiedlerbienen bauen die gerne zu.
Ralph s Aussage ist ziemlich eindeutig,so sehe ich das auch.

Grüße und Frostern
Martin



Jou, Martin,



nützen tut das kleine Ding schon. Ich würds allerdings größer machen. Wenn schon, denn schon!
Ralph Schneidewind



Meinst



du mit dem kleinen Ding die Phase/Fase?

Dachte so an drei bis vier cm,evtl.läßt sich ja sogar die Putzkante so ausbilden,das ,das Wasser auf die Schräge tropft und abläuft.



Zapfenvorschlag



meine Ide hätte die Sache umgedreht - enstpricht natürlich nicht der üblichen Bauweise, wäre aber wasserablaufsicherer.

So eine ähnliche Bauweise hat der Kreuzzapfen "er beseitigt den Übelstand, daß sich Wasser im Zapfenloche ansammelt" (Oberdecke, 1912)



@ Olaf



Auch nicht schlecht,aber sehr arbeitsaufwändig und es geht viel Holz verloren.
Man könnte den Fuß auch als Blatt Zapfen ausbilden,die Blattung würde über die Schwelle gehen,aber dann müßte die Schwelle schmaler wie der Rest sein oder der Ständer entsprechend breiter.

Grüße Martin



naja



ich denke, bei der Lagesicherung durch die Auflast und durch die Ausfüllung der Gefache reicht eine Zapfentiefe von 2-3 cm. (Anpassung hier nachgereicht)
Da die Schwelle aber nur auf Druck belastet wird, düfte das statisch überhaupt nicht relavant sein. Zeitaufwand - wieviel Zapfen sind es denn - 10 - mit einem Arbeitsaufwand von 30 min/Stück ?? Das andere wäre der Kreuzzapfen - aber bei dem lässt sich das Gefälle noch schwerer herstellen.



Detail letztes Bild,



wirkt da die Schwelle nicht wie ein Spaltkeil und treibt eventl. den Ständer auseinander?
Mit Grüßen
Danilo



Spaltkeil



nur wenn der Winkel zu spitz wird.

Naja ,mit der KS ist ein normaler Zapfen in 5 Min.gemacht ,gestemmt wird mit der Hand.

Kreuzzapfen wäre mir zu Aufwändig ,aber auch wieder ne Herausforderung......hab aber schon genug zu tun;-)



irgend



etwas mußt Du sowieso machen .... und KS wäre doch gegen jegliche Ehre - Japansäge und Stechbeitel .... 10 min. Man kann sich ja eine Schablone/Muster machen, um alles vorzubereiten. Wie tief Du das einlässt und welchen Winkel - das jängt ja auch von den Abmaßen vom Ständer und der Schwelle ab.



Ja!



Mit dem kleinen Ding habe ich die Fase gemeint. Wenn Du sie machst, schlage ich vor, sie nur im Bereich des Stieles zu machen. In den Gefachen kriegst Du Ärger mitm Putz.
Ralph Schneidewind



KS vs. Ehre



Ich säg hier noch genug von Hand.....und wenn ich sehe das ich mit ner Maschine schneller und genauso präzise arbeiten kann,nehm ich die,dafür wurde die erfunden.
Ein anderer Zimmerer hielt mich für bekloppt,das ich mit der Hand stemme,gibt doch Kettenstemmer:-)

Zur Ausführung ,mein Favorit ist schon Zapfen/Loch ganz klassich,nur halt mit Fase.

Zur Fase ,in der Lektüre gibt es Putzausführugen wo die untere Putzkante leicht über das Holz springt,quasi Tropfkante,jetzt dachte ich mir ,wenn ich bis an die Fase ran putze ,Kellenschnitt von 1cm mache,das Wasser auf die Fase tropft und am Holz abläuft.

Grüße Martin



Das mit dem



Ablaufen des Wassers funktioniert aber nur, wenn der Abstand zwischen der schrägen Putzkante und der Fase groß genug ist.
Es gibt nämlich eine Kraft, die Wasser bergauf laufen lässt: Kohäsion.
Ich befürchte, dass die schräge Putzkante vor der Fase nicht besonders stabil ist.
Ralph Schneidewind



Kappe



Hallo,
Als scharfkantiges Holz eher die Ausnahme war, verwendete man "baumkantiges" Holz.
Das war teilweise fast rund .(Im Dachgefüge)

Im Fachwerkbau verlegte man die Baumkante nach innen.

Mein Großvater war Zimmermann und hat neben dem Zapfen eine "Kappe"angesägt. Also eine Schräge--- hier wird es Fase bzw. Fasenabdeckung genannt.

viele Grüße und schöne Ostern



schräge Phasen



gab es genug in meinem Leben...

Das die Kante nicht so stabil sein wird ,ging mir auch schon durchn Kopf,der Sockel ist aber abgeschrägt und springt vor,dürfte also keiner vorrennen;-)

Wie weit die Kante von der Fase wegbleiben muss,werd ich wohl ausprobieren müssen.

Nochmals Danke an alle!