Aussenhaut, Fertighaus, Okal, Freundin, Sanierung

21.07.2009



Hallo, bin auf der Suche nach vielen Dingen oft schon auf dieses Forum gestoßen und möchte hier nun eine dringende Frage stellen: Meine Freundin hat sich ein Fertighaus von der Fa. Okal gekauft und erfährt nun von Nachbarn, dass dieses Haus im Dorf das "Asbesthaus" genannt wird.
Meine Frage dazu, wie lange baute die Fa. Okal mit Asbest und worin ist es enthalten? In der Dämmung? Ich bin leider beim googeln nicht fündig geworden und es eilt! Meiner Freundin wurde gesagt, sie braucht sich keine Sorgen machen, seit 1974 sei kein Asbest mehr verwendet worden, nur bis ca. 1971.
Kann jemand hierzu eine Auskunft geben, Kontakt mir der Fa. Okal hat null ergeben bisher.
Danke schon einmal im Voraus !!!
LG
C. Jenke



Fertighaus



Hallo,

wenn Sie Ihre E-mailadresse verraten, schicke ich Ihnen einen Tagungsbericht zu dem Thema.

Grüße



emailadresse



ja gern,
conny-jenke@gmx.net

vielen DANK!!!





Vielen Dank für die freundliche Übersendung des Tagungsberichtes. Wissen Sie, bei Besichtigung des Hauses, bei der ich anwesend war, wunderten wir uns über in jedem Raum vorhandene Raumduft"teile" - jaaaaa. Jetzt wundere ich mich nicht mehr darüber sondern ahne, wofür die gedacht waren. Melde mich noch einmal...





Hallo Herr Jenke,
das Haus der Freundin stammt aus der letzten Reihe von Fertighäusern welche mit Asbest-Vorhangfassade gebaut wurden. Die Spanplatten darunter modern nach einigen Jahren und es entsteht der korkige Geruch (Chlornaftalin).Der wie mittlerweile von Instituten bestätigt zwar nicht direkt Gesundheitsschädlich aber aufgrund des penetranten Geruchs sehr belastend ist. Da die Häuser nicht winddicht sind, "pfeift der Wind durchdie Ritzen", Stechdosen,Schalter, Kabel- und Instalationsöffnungen)und transportiert die Gase bzw. den Modergeruch in die Wohnräume.
Eine Beseitigung dieser Probleme ist nun mal nur mit entsprechendem Aufwand möglich,d.h.Abriss der Aussenhaut entfernen der Spanplatten und Mineralwolle,dekontaminieren etc.etc.! Alles andere ist augenwischerei !!!
Die Grundsubstanz ist meist O.K.und nach einer ökologischen Sanierung ist die Wohnqualität top. Der Dämmwert der Aussenhaut kann Niedrigenergiehauswert erreichen. Dazu kommt der gestiegene Immobilienwert.Die Kosten für eine erfolgreiche und bauphysikalisch sinnvolle Sanierung liegen je nach Art und Material der Ausführung bei ca.230-300€/m².
Gruß aus der Eifel
Georg Feldmann
www.fertighaus-verklinkerung.de





Vielen Dank, Herr Feldmann, für diese fachkundige Info - das mag ich an diesem Forum... Eine klare Ansage ist gold wert, ich werde meiner Freundin dies so vermitteln.
PS: Der Kontakt zum AP von der Fa. Okal gestaltet sich schleppend und mehr als schwierig, wenn nicht sogar ablehnend.
Gruß in die Eifel aus dem (auch) schönen Weserbergland :o)



Fertighaus



Hallo,

mit der Außenhaut ist sicher der schlimmste Verursacher schon ausgemacht. Aber auch die im Innenausbau verwendeten Platten haben es durchaus in sich.
Den Schimmel mag man in den Griff kriegen, bakterielle Prozesse auch, aber eine Dekontaminierung im Hinblick auf Formaldehyd und Lindan / PCP ist nicht möglich. Und das Zeug ist ebenso wie andere MVOCs flüchtig und hat sich überall im Haus festgesetzt.
Sie müssen wählen, ob Sie
- vom Kauf zurücktreten und die Rückabwicklung verlangen
- die Sanierung und ihre Kosten in Kauf nehmen
- das Haus abbrechen und ein neues bauen.

Grüße vom Niederrhein