Außendämmung Fachwerkhaus

06.01.2011



Hallo,
wirsind seit kurzem stolze Besitzer eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses und daher schnell auf euer Forum anfmerksam geworden.
Nun haben wir zur Zeit die Außenfassade im Blick. Diese ist zur Zeit nicht gedämmt und von außen mit einem hässlichen DDR- Putz verputzt. Nun hatten wir eigentlich vor, die Wände von außen zu dämmen und dann mit Holz zu verschalen, allerdings bekommen wir dafür keine Genehmigung vom Denkmalschutz. Wir müssen das Haus wieder verputzen. Jetzt also unsere Frage, wir haben die Idee die Wände von außen zu dämmen mit Stopf- Hanf- Dämmwolle. Dann muss da ja aber noch der Putz dran aber wie? Einfach Putzträgerpalatten davor und draufgeputzt? Oder fertig Lehmplatten einfach davor aber gibt es die überhaupt für außen? Und wenn wir putzen dann mit welchen Putz, er sollte ja schon atmungsaktiv sein damit der Lehm auch weiterhin atmen kann. ICh hoffe uns kann jemand eine gute Läsung nennen mit der wir gutes für das Haus tun und auch den Denkmalschutz zufriedenstellen können!



Außendämmung Fachwerkhaus



Hallo Rijaku,
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Wärmedämmputz auf Kalkbasis

Mineralschaumplatten ,hydrotrop eingestellt+ hydraulischer Kalkputz

Schilfrohrplatten + hydraulischer Kalkputz

Holzweichfaserplatten + hydraulischer Kalkputz

viele Grüße



Außendämmung Fachwerkhaus



Hallo Rijaku,

ja genau, Schilfrohrplatten und ein reiner Kalkputz. So könnte es dann aussehen.

Für weitere Fragen stehen wir zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Veronika



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Bei einem denkmalgeschützten Haus bekommen Sie möglicherweise Probleme wenn Sie eine Außendämmung planen! Haben Sie das schon mal bei der Behörde angesprochen!?

Wenn Sie eine Ablehnung bekommen sollten Sie Sie auch genau nach dem Grund fragen. Falls Ihre Fassade keine Besonderheiten aufweißt und allein der Dachüberstand das Problem ist, sollten sie den zu verbauenenden Dämmstoff sorgfältig nach dessen bauphysikalischen Eigenschaften wählen (möglichst niedrige Wärmeleitfähigkeit, bei geringem Diffusionswiderstand weil Fachwerk). Im Zweifel bleibt Ihnen nur ein Wärmedämmputz (Kosten Nutzen Verhältnis schlecht) oder eine Innendämmung.

Wenn Sie bei Außendämmung bleiben wollen, schauen Sie sich mal die RECO von Unger Diffutherm an. Ähnliches gibt es von Steico oder Pavatex, etc.


Gruß aus Berlin,
Stephan



Desweiteren wäre eine vernünftige Alternative



eine Themofassade von Stauss
bestehend aus Ziegelgewebe, verputzt mit Luftkalkmörtel
und gedämmt mit Thermo-Fill S40

Da mit dieser Lösung das Bild der alten Fassade wieder hergestellt werden kann, besteht die Möglichkeit, dass die Behörde ihre Zustimmung gibt.
Diese Variante wird schon in vielen Gegenden akzeptiert.

Grüsse Thomas



Stopf-Hanf-Dämmwolle, dann Holzweichfaserplatte, dann Außenputz



Hallo Rijaku, ich würde dir empfeheln, und so habe ich das auch gemacht, Stopf-Hanf-Dämmwolle, dann eine Holzweichfaserplatte 22 mm, zum Beispiel von STeico, oder von Pavatex, oder von Unger, und diese kann man dann ganz normal mit einem Fassadenputz verputzen. Knauf bietet den an, Steico und Unger auch.



Die Stopf-Hanf-Dämmwolle muss natürlich in eine Unterkonstruktion



Gruß Felix



Vielen Dank



für die tollen Antworten
@ Felix: genau so haben wir uns das vorgestellt und werden es jetzt erstmal so einreichen in der Hoffnung, dass es akzeptiert wird.
Das Thema Fassade haben wir mit dem Denkmalschutz auch schonmal angesprochen und da kam heraus, dass ihnen nur wichtig ist, dass das Haus wieder verputzt wird, also mache ich mir nciht so viele Gedanken, dass sie was gegen die Außendämmung haben.





Hier eignen sich die Expander von Hufer.
http://www.daemm-raeume.de/
Auf der Außenwand anbringen, die Unebenheiten der Fassade ausgleichen, Dämmung dazwischen, außen eine 40mm Putzträgerplatte aus Holzweichfaser drauf und dann mit dem Systemputz verputzen.
Die 22mm Platte ist viel zu dünn für Putz!
Statt mit Stopfhanf kann das auch mit Zellulose ausgeblasen werden.