Heck Dämmputz als Innendämmung

29.12.2010



Hallo,

das schöne an einem solchen Forum ist das i.d.R. viele verschiedene Aussagen und Denkansätze gegeben werden. Nun will ich auch mal mein Glück versuchen.

Unser Vorhaben:
Ein Fachwerkhaus BJ ca. 1900 zu sanieren und tlw. an die neue Wohnsituation anzupassen.

Im Zuge dieser Sanierung und meiner Recherche im Forum ist klar das die Gips-Verbundplatten an den Wänden weg müssen. Als neue Wandoberfläche habe ich nun vor einen Dämmputz (HECK DP MIN) der Fa. Heck (wohl eine Tochter von BASF) einzubauen. Dieser besteht aus rein mineralischen Bestandteilen, ist diffusionsoffen und speziell für die Verwendung in Fachwerkhäusern entwickelt.

In den nächsten Jahren soll dann die Holzverschalung (außen) demontiert werden sodass eine Außendämmung aufgebracht werden kann.

Was haltet Ihr von diesem Dämmputz der Fa. Heck?

Vielen Dank

Gruß
Christoph Scherer





Wozu von innen dämmen wenn Sie von außen so wie so dämmen wollen.


Grüße aus Schönebeck



wieso Innendämmung



zunächst vielen Dank für die Antwort.

Die Wände müssen verputzt werden. Wieso daher keinen Dämmputz verwenden?
Die Außendämmung werden wir kaum in den nächsten drei/ vier Jahren realisiert bekommen. Bisdahin wollen wir jedoch nicht auf den Nutzen einer Innendämmung verzichten.

Gibt es jemanden der diesen Putz verwendet hat und wird die Kombination mit einer Außendämmung (Holzfaserplatten) überhaupt funktionieren?

Vielen Dank



Lehm, Lehm, Lehm,



Lehm bietet Feuchteregulierung, Winddichte und Sorption.

Einer Tochterfirma einer Firma, die in unserer unrühmlichen Vergangenheit Massenvernichtungswaffen lieferte, würde ich nichts abkaufen...niemals

Außerdem geben diese Leute hinter vorgehaltener Hand zu, daß Lehm immer noch das Beste ist.

also Lehm...

Gruß Jürgen





Einer Tochterfirma einer Firma, die in unserer unrühmlichen Vergangenheit Massenvernichtungswaffen lieferte, würde ich nichts abkaufen...niemals

Die dämlichste Antwort zum Jahresende darf nicht fehlen!



Laut



Datenblatt handelt es sich um einen Kalkzementputz. Der Zementanteil sorgt für eine Herabsetzung der Diffusionsfähigkeit und macht den Putz spröde. Es gibt reine Kalkputze, die hier besser geeignet sind.
Eine Innendämmung sollte immer maximal halbsostark wie die Aussendämmung sein.
MfG
dasMaurer
Naja, die unzureichende Deklaration bezüglich Kunstharzbestandteilen etc weckt schon Misstrauen gegenüber dem Hersteller ;-)).



Hallo,



den Zementanteil habe ich im Datenblatt scheinbar einfach überlesen.

Erzielt ein Dämmputz überhaupt das was er verspricht?

Kennt jemand einen guten und zuverlässigen Verputzer aus der Wetterau (Karben, Friedberg...) welcher fachwerktauglichen Putz verarbeitet?

Was kostet ein qm Lehmputz wenn eine "nackte" Wand verputzt werden soll?

Beste Grüße



Innendämmung



Ich habe mir die Produktinformation der Firma zur Innendämmung einmal angesehen.
Der genannte Innendämmputz hat laut dieser Unterlage keine Beimengungen die Diffusion oder Kapillarität mindern, er ist rein mineralisch.
Ob da etwas Zement mit drin ist oder nicht, sehe ich als nebensächlich an, Hauptsache die Druckfestigkeit ist nicht zu hoch.
Das ist hier mit 1 N/mm² nicht gegeben. Ein normaler Kalkputz ist härter.
Die Diffusionsfähigkeit ist nach den Angaben auch nicht im Vergleich zu Kalkputz schlechter.
In der Fachliteratur wird für den Diffusionswiderstand von Putzmörtel aus Kalkgips und Gips die Zahl 10 angegeben, für Kalkmörtel Werte um 15.
Der genannte Dämmputz wird mit 4 angegeben.
Was die Kapillarität betrifft:
Als wasserhemmend werden Putze mit einem w (Wasseraufnahmekoeffizient) von 0,5 bis 2 angegeben (DIN V 18550).
Für den Dämmputz gibt der Hersteller einen Wert von 10 an. Das ist garantiert nicht wasserhemmend.

Viele Grüße



Hallo Herr Böttcher,



vielen Dank für die Analyse der Werte.

Wenn meine Schlussfolgerung aus Ihrer Antwort stimmt sollte der Putz keine so schlechte Wahl sein.

- es handelt sich um einen rein mineralischen Putz
- die Druckfestigkeit würde mit dem Fachwerk harmonieren
- der Putz ist extrem diffusionsoffen sodass das Fachwerk "atmen" kann
- das Thema wasserhemmend habe ich jedoch nicht ganz verstanden. Eigentlich müsste der Putz wenig wasserhemmend sein um die Feuchtigkeit aufnehmen zu können. Durch die Diffusionsfähigkeit wird diese dann nach außen wieder abgegeben.

Was wäre das Fazit für diesen Dämmmputz bzw. was wäre eine vergleichbare alternative?

Beste Grüße



wäre



eventuell auch eine Alternative zu Klimasan!? Wäre der Preisunterschied noch interessant....
Gruß Harry



Hallo,



bei meiner bisherigen Recherche ist aufgefallen das die Informationsverfügbarkeit des Heck Dämmputzes sehr schlecht ist. Es scheint im Netz, im Gegensatz zu Klimasan, keine brauchbaren Infos zu geben. Ist das ein solcher Exot?

Kennt jemand einen Verputzer aus der Wetterau welcher Klimasan Dämmputz verarbeitet und mit welcher Preisspanne muss gerechnet werden?

Vielen Dank für die Beiträge!



Dämmputz



Ich habe genau das Gegenteil herausgefunden.
Die Produktinformation bezieht sich nicht nur auf den Putz und die Verarbeitung, es werden auch grundlegende Informationen zum Thema Innendämmung geliefert.

Viele Grüße



mein



Putzer vor Ort hat mir als erste Hausnummer für den Klimasan mit Unterbau, Gewebe...den qm für ca. 100 Euros genannt...
schon happig
Gruß Harry



Dämmwirkung?



Aus Neugier würde mich interessieren, wie gut dämmt denn so ein Dämmputz? Und wie dick muß der dann aufgetragen werden?

Stelle mir vor, dass solche High Tech-Mischungen im Vergleich zu den Old School-Materialien wie Lehm und Kalk doch recht teuer sind, oder?! Lohnt sich das?

Vielleicht bringt eine HWF-Platte + Lehm mehr und kostet weniger. 100 Euro erscheint mir jedenfalls recht viel – bei uns ist das Ganze aber auch schon eine Weile her.

Allzeit warme Füße wünscht
mag



lohnen



nicht lohnen. Ich denke es ist Fall zu Fall zu beurteilen. Was ich bisher so mitbekommen hab, ist Dämmputz gerade auf sehr unterschiedlichem und unebenem Untergrund am Besten. Wenn ich 5 cm Untergrund ausgleichen muß, um dann Platten, welche auch immer drauf zu kleben, kann ich gleich ne 2. Lage Dämmputz nehmen. Interessant ist schon die Dicke, die wird oft mit bis zu 10cm angegeben. Hier braucht man dann keinen Putzmaster sondern nen Geldscheißer...Andererseits wurde bei uns vor 25 Jahren ein Gräfix Dämmputz 5cm mit Styropor verarbeitet, ich hab dennoch ne kalte Außenwand.



Frohes neues Jahr an alle!



Herr Böttcher,
aus meiner Sicht wäre es schön gewesen nicht nur zu sagen das Sie das Gegenteil herausgefunden haben. Es wäre für diesen Dialog wertvoller gewesen die Fehler meiner Schlussfolgerungen aufzuzeigen. Aus Fehlern kann man lernen wenn man diese aufgezeigt bekommt!

100 Euro/qm sind schon extrem viel. Da müsste der Nutzen schon so deutlich ausfallen das sich diese Investition lohnt.

Ich werde morgen mal bei den umliegenden Unternehmen anfragen. Ggf. können diese mir auch alternativen anbieten.

Problem bei meinen Wänden sind die hohen Oberflächenunebenheiten. Um HWF-PLatten nutzen zu können müsste ich das ganze Haus dick mit Lehm verputzen.

Kann mir keiner von Euch ein Unternehmen, aus der nördlichen Region von Frankfurt/ Main, empfehlen welcher diese Arbeiten zuverlässig ausführen kann?

Vielen Dank



Innendämmung



Lieber Herr Scherer,
Was für Fehler in Ihren Schlußfolgerungen sollte ich denn aufzeigen?
Das Sie einfach in eine Suchmaschine den Bergriff Heck DP Min hätten eingeben sollen?
Da erscheint bei mir an erster Stelle eine PDF- Datei Heck- Innendämmung mit 20 Seiten.
Eine sehr ausführliche und einfache Beschreibung der Funktion und Anwendung von Innendämmung, einschließlich der Eigenschaften des genannten Dämmputzes.
An dritter Stelle habe ich das Produktdatenblatt dieses Putzes als PDF- Datei gefunden.
Soll ich Ihnen wirklich erklären wie man solche Dateien findet?

Viele Grüße



Hallo Herr Böttcher,



da habe ich mich in meiner Äußerung wohl falsch ausgedrückt. Sowohl das Datenblatt als auch die 20-seitige Produktinformation waren mir bekannt.

Startpunkt meiner Frage war ob jemand Erfahrungen mit diesem Putz hat und wie die Experten die Eigenschaften beurteilen.

Wenn jemand eine Schlussfolgerung aus den Antworten schreibt und diese falsch ist hätte ich mir gewünscht das diese etwas umfangreicher richtig gestellt wird.
Gut/Schlecht/vergleichbar mit...so wäre die Antwort auch für "nicht Experten" von höherer Qualität. So meine Meinung.

Beste Grüße