Aussendämmung mit Fassade aus Holz ohne Hinterlüftung am Fachwerkhaus ?????

01.06.2014



Hallo liebe Fachwerkgemeinde.Wir bauen gerade ein FWH das einige Zeit lehr stand zu unserem Wohnhaus um.Im Moment sind wir bei der Planung der Außendämmung.Es ist ein FWH das im unterem Teil massiv gemauert ist und in der ersten Etage umseitig Fachwerk hat. Außen vor dem Fachwerk ist eine alte Kriecher Decker Holzverschalung mit 5 cm breiten Deckleisten angebracht.Die alte Verschalung soll runter und mit 8 cm Kanthölzern auf das Fachwerk aufgedoppelt werden .Die Zwischenräume sollen mit Holzflexdämmung gedämmt werden.Darauf soll eine 22 mm Weichholzfaserplatte befestigt werden.Auf diese Platte soll damit nicht so ein großer Abstand zur Wand entsteht gleich die Aussenverkleidung. Wieder die selbe Verkleidung ohne Hinterlüftung direkt auf die Weichholzplatte.Von inne wird eine Wandheizung in Lehmputz angebracht.Dies wird aber nicht an allen Außenwänden ausgeführt. Die Gefache sind mit Staken und Lehm ausgefüllt. Was ist von dieser Konstruktion hinsichtlich der nicht vorhandenen Hinterlüftung zu halten.Können da Probleme entstehen und wenn, welche.Für ein paar nützliche Ratschläge wäre ich sehr dankbar Sonnige Grüße bis dahin.



Abzuraten



Hallo Diana. Meiner Meinung nach sollte die Fassade nicht ohne eine Hinterlüftung außgeführt werden, da es im bereich der Außenverkleidung Probleme mit eindringenden Schlagregenwasser an z. B. Rissen zu erwarten sind. Dieses Wasser könnte im schlechtesten Fall durch Kapilarwirkung hinter die die Außenverkleidung gezogen werden und dann dort durch stocken Schäden verursachen.Des weiteren könnten , wenn ich das richtig verstanden habe, es im Innenbereich keine Dampfsperre geplant ist, auch Probleme mit Kondenswasser geben, was sich hinter der Fassadenverschalung bilden kann.Durch den hohen Lehmanteil der inneren Konstruktion entsteht natürlich auch eine große Speicherkapatzität, aber ob die außreicht, kann nur eine Taupunktberechnung eindeutig klären. Also im Zweifelsfall Hinterlüften.Gruß Mike



Schwierig



ich sehe es ähnlich wie mein Vorschreiber, mit einer Hinterlüftung ist man immer auf der sicheren Seite. I. d. R verwende (plane) ich da immer eine Deckelschalung, dadurch ist schon bei geringem Abstand genug Hinterlüftung vorhanden. Ich empfehle Lärche die aber schon eine Weile gelagert ist. Bei der Dampfsperre sehe ich das entspannter. Es ist nur wichtig, das in kritischen Bereichen, Fensterecken, Kältebrücken konstruktiv vermieden werden. Die Wandheizung allerdings, da sie nur eine geringe Vorlauftemperatur hat würde ich wenigstens mit einer Schleife an allen Außenwänden installieren.
Mit freundlichem Gruß
M. Schmidt



Boden- Deckelschalung auf Holzdämmplatte



Für die Bretter braucht es auf alle Fälle die Traglattung. Die Bretter mit Schrauben durch die Holzdämmplatte auf die Kanthölzer befestigen ist bedenklich. Die Gründe wurden oben genannt.

Wenn nun es nun tatsächlich nicht dicker aufgebaut werden kann, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Traglattung so versetzt angegebracht wird, dass die Luft von unten nach oben sich "durchschlängeln" kann. Ist nicht nach DIN - würde aber wenigstens ein wenig helfen.

Besser wäre die Konterlatte und entsprechender Verzicht bei der Flexplatte.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Planer oder Zimmerer mit Erfahrung gesucht ! ! ! ! !



Hallo. Danke für die Komentare.Wir waren letzte Woche nicht da deswegen erst jetzt meine Antwort.Eigentlich möchten wir ja die Hinterlüftung, aber unser Planer beruhigt uns das dies nicht nötig sei.Er hat das schon öfter so ausgeführt und und noch nie Probleme gehabt.Unser Zimmermann hingegen verweißt darauf das dieses System von Steico ,also Holzflexdemmung 80 mm und Unterdeckplatte -22 mm (Holzfaserplatte)laut Hersteller nur für Hinterlüftete Fassaden geeignet ist. Gibt es hier im Forum Planer oder Zimmerer die diese Konstruktion ohne Hinterlüftung ausgeführt oder Erfahrungen gemacht haben. Danke im voraus und einen Sonnigen Gruß .



Wie alt ist ihr Planer...



... und wie alt ist ihr Haus? Hinterlüftungen, stehende Luftschichten usw. sind Sachen, die sind durch Erfahrung entstanden, heutige Modelle am Computer. Die Frage ist wie lange hat der Architekt damit schon Erfahrung sammeln können und wie viel praktische Erfahrung hat er? Deshalb würde ich dem tradiertem Handwerker immer den Vorzug geben, denn am Ende ist er derjenige, der in der Gewährleistung steht, die keiner haben will. Und das Haus ist kein Modeartikel, was ständig seine Hüllen ändern kann, schon rein aus Kostengründen.
Mit freundlichem Gruß
M. Schmidt