Sanierung Keller Wände Dachisolierung

18.08.2012 Herbert40



Ich habe ein älteres Fachwerkhaus erworben welches nun zu Restaurieren währe.
Die größten Probleme habe ich im Keller dort fließt ein kleiner Bach ?.
Sprich das Haus steht an einem Hang (Stark abfallendes Geländer ca. 100 zu 3 m). Der Teilkeller ist noch mit Feldsteinen gemauert, der Fußboden wurde irgendwann mal Betoniert. Weil auf der Hang oberen Seite das Wasser rein läuft haben die im Fußboden Rinnen eingearbeitet damit es auf der anderen Seite wieder raus laufen kann.
Ich gehe davon aus das es das Wasser ist welches sich alles den Hang herunter bewegt welches dort in den Keller rein läuft und richtige Fützen hinterlässt.
Meine Idee hier zu ist.
Aufgraben und wie ich bei MEM gelesen habe von Außen Isolieren. Vorab würde ich in den Fugen versuchen eine Horizontalsperre rein zu bekommen. Dann eine Drainage rings ums Haus mit Abfluss.
Das Dach ist Top in Ordnung und wurde wohl in den 80gern neu gedeckt (Pfannen verschmiert) es Fehlt aber die Folie zwischen Sparren und Lattung.
Hier wollte ich von Innen zuerst die Dampfsperre anbringen wobei ich die Sparren mit einschlagen wollte. Die Luftzirkulation müsste meiner Ansicht nach, nach außen gegeben sein. Dann Isolierung und dann die Folie.
Von Außen wollte ich die Wände mit Außendämmung Isolieren, wobei mir jemand sagte das man dieses bei Fachwerkhäusern nicht machen kann weit hinter der Dämmung das Holz anfängt zu verrotten.

Was sagt Ihr denn als Profis zu mein Vorhaben oder was sollte ich lieber nicht oder anders machen. Ich Danke für jeden Hinweis.
Gruß Herbert



Gute Absichten ...



... sind leider nicht immer zielführend.

Wie soll ich's nun sagen? - Also: Ihr Tatendrang in allen Ehren, aber Sie sind gedanklich auf dem besten Weg, Ihr neu erworbenes Heim zu ruinieren.

Von daher möchte ich Ihnen ans Herz legen, sich dringend an einen Bauberater zu wenden, der nachweislich viel Erfahrung mit der Sanierung von historischer Bausubstanz hat.
Vielleicht haben Sie ja das Glück in einer Gegend zu wohnen, in der es eine Stelle gibt, die kostenlose Bauherrenberatungen durchführt. - Ja, die gibt's wirklich, jedenfalls hier in Thüringen:
http://www.denkmalhofgernewitz.de/index.php?id=44



Lass den Bach...



...fließen, hilf ihm dabei, alles weitere wird extrem aufwändig... vielleicht kann man das Wasser sogar irgendwie nutzen... fürs Klo oder den Sommerpool, wie auch immer...

Die Dachgeschichte funzt so nicht... Dampfsperre gehört nach innen, wenn bewohnt, Dampfbremse ist durch die Verschmierung gegeben, die soll eigentlich nur vor Schlagregen schützen...

Über die Außendämmung würde ich auch noch mal nachdenken... mit 'nem 08/15 WDV auf Styroporbasis killst Du das Haus wohl nicht nur optisch...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner





Hallo,

Ok erstmal Danke für die Infos.
Das Haus steht nicht unter Denkmalschutz oder so. von außen ist es ehe schon mit Eternit verkleidet.
Die Holzkonstruktion ist an der Seite der Unterkellerung aus sehr angegriffen.
So schlimm wie es sich im Moment anhört aber es muss in meinen Augen nicht unbedingt ein Fachwerk bleiben(Ansicht). Ich denke die Kosten für eine gesamte Restauration im ursprünglichen Sinn passt auch nicht zu meiner Brieftasche. Auch wenn ich diese Häuser bewundernswert und Schön finde, so kann ich mir diese Restauration so nicht leisten.
Ich muss hier leider den Kosten Nutzen Faktor im Auge behalten und der ist für mich die Bewohnbarkeit auf dem heutigen stand.

Sebastian was meinst du mit „lass den Bach“?
Das Wasser muss aus dem Keller raus, es macht nach und nach auch die darüber liegenden Räume kaputt.
Die Nutzung des Wassers ist ehe geplant für Garten und Klo.
Eine Isolierung muss ich aber irgendwie hinbekommen und zwar gut und günstig. Von innen nimmt es mir zu viel platz weg da das Objekt nicht sehr groß ist. Des weiteren will ich das Eternit auch weg haben und dann liegen die Lehmsteine blank da.



Bestandsschutz ?



Ach was ich noch fragen wollte.
Es existiert nirgends eine Bauakte für das Objekt (Gemeinde, Kreis).
Wie ich festgestellt habe werden die vorgeschriebenen 3m zur Grundstücksgrenze nicht eingehalten. Gibt es da ab irgend ein Jahr Bestandsschutz, oder kann ich da irgendwann Ärger bekommen?



Bach im Haus...



... ist schon irgendwie ungewöhnlich... hatte ich vor Jahren schon einmal, damals war das durchaus gewollt, deswegen auch die flapsige Bemerkung "lass fließen"... und zwar kontrolliert...

Ansonsten musst Du dem Bach einen neuen Weg ums Haus rum bauen, aber das ist nicht wirklich einfach... zum einen ist Wasser nicht doof, zum anderen haben einige Ämter mitzureden...

Beim Ausbau und Entsorgung des Eternit bitte ich um äußerste Vorsicht bzgl. Asbest-Fasern... wo wohnt denn das Haus?... vielleicht kenne ich ja jemanden...

Wenn machbar, dann bitte kein WDV auf Styroporbasis, ich glaube mal so rundum, das würde das Haus kaputtsanieren...

Du brauchst jemanden, der die Richtung vorgibt... nur mit Ideen kommt man nicht weiter...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner





Hallo Sebastian,

wir haben uns da falsch verstanden, es ist nicht wirklich ein Bach :-), ich meinte nur das es so viel Wasser ist das es an Regentage fast ein Rinnsal ist welches mir dort in den Keller rein läuft. also es ist schon mehr als nur ein feuchter Keller.





Also das Haus wohnt nähe Barsinghausen Hannover ?.
Ja klar das mit dem Eternit weiß ich. Ich hatte mir das mit dem Styropor so gedacht das ich zwischen der alten Wand und dem Styropor irgendwie eine Luftschicht lasse zur Zirkulation.
Wenn denn unten und am Dachüberstand wieder Luftschlitze bleiben sollte das mit dem Kondenswasser kein Problem geben.
Ja nebenbei suche ich ja einen Baubetreuer der mir da unterstützt wobei das ganze auch bezahlbar sein muss. Den ersten den ich angerufen habe fing gleich an von über 10 Tausend zu reden. Ein weiterer wollte noch zurückrufen.



Ah Ok...



... das Wasser müsste also trotzdem einen Bogen ums Haus machen können, sei es nun auch unterirdisch... erst dann machen Sanierungen einen Sinn...

Hierzu bedarf es definitiv eines Fachmenschen vor Ort, mit "Drainage legen" ist das nicht getan...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Vor ein paar Wochen...



... war ich privat noch in Wennigsen bei den Wasserrädern...
wegen dem Eternit können wir ja bei Bedarf noch mal kontakten, das ist nicht allzuweit weg...
Der "Bach" ist insoweit auch geklärt...

Bleibt die Geschichte mit der Fassadendämmung...
Hinterlüftete vorgehängte Fassadendämmung auf PS-Basis... neinneinnein...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Zirkulation????



Hallo Herbert40,

Wenn Sie zwischen der alten Wand und der Dämmung Luft zirkulieren lassen wollen,dann lassen Sie das Styropor lieber im Baumarkt.Das ist billiger und die Luftschicht ist größer;-))
Im Sommer würden sie sich übrigens Feuchtigkeit an die "alte Wand" holen.
Prinzip: Warme gesättigte Luft sucht sich eine kalte Stelle zum kondensieren.
Sie brauchen einen Dämmstoff der diffussionsoffen, hydrophil und kappilaraktiv ist.

Beachten Sie , das aus der Sicht der Sonne eine Aussendämmung zu einer Innendämmung wird. (bauphysikalisch)

viele Grüße





Danke erstmal alle für eure Infos.
Sind natürlich jetzt so einige Informationen die NICHT in meine Ideen passen. Aber besser vorher bescheid zu wissen als Mist zu machen.
Wie ich das sehe bleibt mir als kostengünstige alternative also nur eine Innenisolierung und von außen alles wieder schön verputzen.
Da das ganze aber nun mit Lehmsteine gemauert ist. Mit was verputze ich das jetzt außen? Muss ich da ein Lehmputz verwenden oder darf das auch ein Kalkputz sein?



Das mit der Dämmung außen...



... ist eigentlich keine schlechte Idee, nur gehört die Dämmung dicht an die Wand, dann kommt ggfs. eine Belüftungsebene und dann eine Vorhangschalung als Wetterschutz... oder eben auch, wenn gewünscht, ein direkter Wetterschutz der Dämmung, sprich Putz... das ganze sollte möglichst diffusionsoffen gestaltet werden, d.h. die Luftfeuchtigkeit innen/außen sollte sich auf natürlichem Wege ausgleichen können.

Ob eine dezente Innendämmung das System unterstützen kann, müsste noch betrachtet werden...

Für erste Überblicke: www.u-wert.net

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Fachwerkhaus



Zum Keller:
Lassen Sie alles so wie es ist.
Zum Dach: Schwierig aber machbar. Hier ist die Frage nach dem Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen zu stellen. Dazu gehört auch die Entscheidung über eine Neudeckung.
Zur Fassade:
Auch hier stellt sich die Frage nach dem Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen.
Alle Probleme sind nur im Zusammenhang mit den anderen anstehenden Sanierungsaufgaben zu sehen und zu entscheiden
- Stichwort ganzheitliche Betrachtungsweise.
Dafür brauchen sie fachliche Hilfe (aber nicht die vom Baumarktverkäufer!).

Viele Grüße





Keller:
Der nächste der mir sagt ich soll das Wasser im Keller lassen. Wenn ich ein Swimmingpool haben will setze ich den im Garten. Das Wasser muss raus.
Ich denke mit einer Außenversigelung der Kellerwand und einer davor gelegten Drainage sollte das Problem erledigt sein. Nach Aussage des Vorbesitzers ist das Wasser erst gekommen nach dem damals die alten Sickergruben die vor dem Haus gelegen waren geschlossen wurden (allgemeine Abwasserentsorgung).
Durch die Drainage hat das Wasser dann die Möglichkeit um das Haus herum und nicht durch zu fließen.
Dämmung:
Das mit der Dämmung ist mir nun soweit klar geworden das ich dort etwas benötige was das Wasser von der Wand bzw. Balken weg leitet. Soweit ich es sehe ist das aber mit einem wesentlich höheren Aufwand bzw. Kosten verbunden. Styropor hat nun mal das beste Dämmungs-Kosten Verhältnis. Fällt aber nun als Außendämmung aus.
Die Frage ist nun in wie weit wirkt sich eine Innendämmung schädlich auf die Bausubstanz aus wenn diese dort mit Styropor gemacht wird. Da ich die Innenwände ehe mit Rigips verblenden wollte könnte ich dort vorher Styropor anbringen. Wenn sich setzt Feuchtigkeit zwischen Wand und Dämmung absetzt sollte der Lehm diese doch nach außen transportieren wo sie entweichen kann. Sehe ich das richtig?
Zu dem Fachmann:
Ich bin ja dabei einen zu suchen aber, ich höre mir trotzdem gerne verschiedene Meinungen an. Wenn man jedem Handwerker den man nicht kennt blind vertraut würden so manche Häuser einstürzen.

Gruß Herbert



Fachwerksanierung



Nun haben Sie Ihre verschiedenen Meinungen.
Mit Wasser oder ohne Wasser im Keller, mit Innen- oder Außendämmung...
Mein Beitrag war nicht nur meine Meinung, sondern ein wohlgemeinter Ratschlag von jemandem, der sich wahrscheinlich besser mit der Materie auskennt wie Sie.

Viele Grüße





Hallo,
Das mag ja alles gut und schön sein, aber das Wasser im Keller zu belassen ist keine Option. Der Keller ist dadurch nicht nur Nass und Unnutzbar sondern es wird alles darüber liegende Feucht und nass. Ich glaube Gut und Gern das Ihre Kenntnisse besser sind als meine aber Wasser im Keller lassen ist nun mal keine Option. Es mag auch sein das es für einige Sachen gut ist das Feuchte Raumklima zu erhalten anderweitig zerstört es aber zu viel.

Gruß Herbert



Moin Herbert,



gäbe es die Option die alte Grube als Regenwasserzisterne zu reaktivieren?

Wenn die Probleme durch den Kanalanschluss erst aufgetreten sind, kannst du das im Prinzip wieder rückbauen?

Und wenn du eh schon am buddeln bist, guck doch gleich nach den Regen- und Abwasserrohren - ich durfte es gerade in der zweiten Runde machen, weil damals nicht dran gedacht.

Fliesst dein Bächlein nur nach Regen oder dauernd?

Gruss, Boris



Bach im Keller



Hallo Herbert,
ich bin zwar nur Laiin, aber dafür Hausbesitzerin im Raum Barsinghausen.
Ich kann Dir nur sagen, dass in unserem gesamten Umfeld "Bäche" in den Kellern der alten Häuser vorhanden sind, und es funktioniert. Dadurch wird das Wasser ja weggeführt und bleibt eben nicht im Keller.
Wir haben hier in der Region Schichtenwasser (Grundwasser ist kein Problem, da mind. in 6-7m Tiefe), und eine Drainage könnte eventuell funktionieren. Das Thema ist aber wirklich sehr komplex, leider ist es aber auch nicht einfach, einen kompetenten Begleiter (=Architekt) zu finden.
Viel Erfolg dabei.
Drea



Es gibt auch...



... geeignete Systeme für Außendämmung mit hinterlüfteter Vorhangfassade jenseits von Styropor, z.B.:

http://www.gutex.de/Produkte/Verlegehinweise_und_Produktdaten/_produkte/multitherm/technische_daten.php

Natürlich sollte die Eignung speziell für Dein Haus von unabhängiger Seite fachlich geprüft werden, aber nur weil Styropor wirklich nicht geht, gleich die Flinte ins Korn zu werfen, muss ja nicht sein.

Wenn man selber schön im Trockenen sitzt, kann man anderen natürlich locker dazu raten, das Bächlein im Keller fließen zu lassen...

Bei uns und den benachbarten Häusern gibt im Keller auch jeweils eine Wasserrinne, wo es nach langen Regenphasen durchfließt, aber der restliche Kellerboden ist etwas höher gelegen und trocken. Die Wände, Decke und angrenzende Räume sind nicht von dieser Nässe beeinträchtigt.

Kürzlich stand aber an einem der jetzigen heißen, schwülen Tage wegen anderer Arbeiten die Kellertür einen Nachmittag lang offen und es gab zusammen mit einer winzigen offenen, also nur vergitterten, nicht verglasten Kellerluke Durchzug, infolgedessen sich erhebliche Mengen Kondenswasser an den kühlen Wänden absetzte, welches herunterlief und sich in der Rinne sammelte, obwohl von Regen keine Spur war.

Fazit: Hole Dir auch wegen des Kellers einen unabhängigen!!! Fachmann, der die wirkliche Ursache des Rinnsals und vor allem der zerstörerischen Feuchtigkeit in anderen Gebäudeteilen herausfinden und ggf. Maßnahmen vorschlagen und begleiten kann. Gerade in Sachen Kellertrockenlegung tummeln sich zahlreiche Bauernfänger, deren Maßnahmen zwar teuer aber längerfristig mehr oder weniger wirkungslos sind.

Vielleicht gibt es ja auch in eurer Region auch eine wie von Frau Meisinger erwähnte, kostenlose Bauherrenberatungsstelle, ansonsten ist auch das Honorar für einen seriösen unabhängigen Fachmann/Berater kein herausgeschmissenes Geld. Wer da, ohne auch nur irgendwas gesehen zu haben, gleich von 10.000€ faselt, ist da keine Option. Manchmal reichen schon ein paar Begehungen für je 200€ und man sieht die Sache schon anders und weiß, was zu tun ist.





Zitat:
"dass in unserem gesamten Umfeld "Bäche" in den Kellern der alten Häuser vorhanden sind, und es funktioniert."

Das kann ich auch bestätigen (Ich wohne in Sichtweite von Barsinghausen). Häufig ist der eigentliche Kellerboden ein paar cm höher, an den Wänden gibt's dort, wo das Wasser hin möchte, eine Rinne, an der tiefsten Stelle des Kellers eine Art Fassung mit oder ohne Ablauf. Ein Hanggrundstück ist hierfür eigentlich ideal.
Bei uns ist der Kellerboden beim Versuch das Wasser mit Dichtschlämme und was noch allem draußen zu halten, irgendwann früher einmal begradigt worden, seit dem muss man mit dem Feudel nachhelfen, schade. Das Wasser dringt trotzdem gelegentlich ein, ob nun seitlich durch die Fugen des Sandsteinfundaments oder darunterher durch die Fuge zwischen Fundament und Betonboden, keine Ahnung, spielt auch keine Rolle.

Da so ein Keller ohnehin nie vollkommen trocken sein wird, spielt das bisschen Wasser auch keine so große Rolle, wenn es wieder 'rauskann. Und wenn man das Ganze nicht sehen will, kann man's auch zudecken.
Seit wir im Keller einen Kühlschrank haben, der wenig verbraucht, weil kühle Umgebung und gleichzeitig den Keller mit seiner Abwärme temperiert, ist das Feuchtigkeitsproblem ohnehin sehr viel besser.
Die Sache mit der Drainage wäre mir viel zu aufwändig, unsicher + teuer.

Das Geld würde ich lieber in ein vernünftiges Dämmkonzept steken und ganz sicher nicht in Styropor und GK Platten von innen, das gammelt!

Gruß Götz



Das Wasser muß weg



Hallo Leute,

erstmal vielen Dank für eure Anteilnahme.
Das mit der Dämmung des Hauses schiebe ich erst einmal für einige Zeit bei Seite und werde dann gegebenenfalls drauf zurückkommen.
Das aller wichtigste ist für mich erst einmal das Wasser im Keller.
Im Gegensatz zu hier einigen geschilderten Fällen ist nicht nur ein kleiner Rinsal in dem Keller sondern er macht auch alles andere nass.
Und mal ehrlich wir leben doch nicht mehr im 17 Jahrhundert wo man so was dulden musste. Es muss doch irgendwie eine Abhilfe geben. Auch wenn viele andere in der Gegend sich mit einer Rinne im Keller behelfen. Ich denke nicht dass dieses eine Option für mich ist.
Was den ehe eine Option währe ist das ich den Keller zu schütte. Wobei dann gegeben sein müsste das ich das Wasser und die Feuchtigkeit los bin. Es ist ehe nur eine kleine Teilunterkellerung. Währe aber nur die letzte Option.
So wie Drea sagt handelt es sich hier wohl um Schichtwasser, dasselbe war auch meine Vermutung. Bedingt durch die Hanglage und unterschiedliche Erdreiche. Die Frage ist nun wie kann ich das genau rausbekommen. In diesem Fall sollte eine Drainage doch eine Abhilfe hierfür schaffen, wenn ich das anfallende Wasser einfach um das Haus hiermit herumleiten kann. Weiß jemand ob die Örtlichen Wasserversorger darüber (Bodenbeschaffenheit) Informationen haben? Oder an wem man sich da mal wenden kann?

Gruß Herbert





Vielen Dank auch noch einmal für den link, solche Sachen sind natürlich immer hilfreich.
Meine Überlegung an der ganzen Sache ist aber nun aber etwas umgestellt.
Wenn ich das Haus nun ehe nicht kostengünstig mit Styropor isolieren kann, warum soll ich dann noch die schöne Fassade zerstören?
Ist es sinnvoll ein Haus von innen zu isolieren damit ich von außen das schöne Fachwerk erhalten kann?

Gruß Herbert



Natürlich...



... ist eine gut durchdachte Innendämmung sinnvoll und machbar, gerne auch in Verbindung mit Wandheizung... es gibt zig Objekte, wo das durchgeführt worden ist...
... aber lös' Dich mal gedanklich von Styropor, Gipskarton, Kunstharzputz und Latexfarbe...

Den "Bach" im Haus würde ich auch nicht einfach so hinnehmen wollen... Aber wenn das tatsächlich solche Mengen wie angedeutet sind, dann ist es mit 'nem verbuddelten gelben durchlöcherten Plastikrohr im Sandbett auch nicht getan...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Die Innendämmung…



… um das schöne Fachwerk außen zu erhalten, ist mit Sicherheit nicht die preisgünstigere Lösung. Auch hier ist das billige Styropor absolut tabu!
Mit vernünftiger Planung und viel Eigenleistung bei der Ausführung lassen sich die Kosten aber eingrenzen. In diesem Zusammenhang sollte man sinnvollerweise auch gleich mal das zukünftige Heizkonzept (z.B. Wandheizung statt üblicher Heizkörper) in die Überlegungen mit einbeziehen.

Anderseits: Wenn es zeitlich nicht allzusehr pressiert, mach' erst mal gar nichts, sondern lies erst mal ein paar Monate hier im Forum Kreuz und quer, besorge Dir Bücher (z.B. in öffentlichen Bibliotheken) oder noch besser, suche den Kontakt zu "Leidensgenossen" in deiner Nähe.

Vielleicht kann dabei auch die IGB helfen:

http://igbauernhaus.de/index.php?id=234

Dort findest Du evtl. auch jemanden, der sich deinen Keller mal unverbindlich anschauen kann.

P.S.:
@Hartmut & all: Bin ich zu blöde zum suchen, oder ist die Bücherliste der Forums-Umgestaltung zum Opfer gefallen?





"Ist es sinnvoll ein Haus von innen zu isolieren damit ich von außen das schöne Fachwerk erhalten kann?"

Ja, unbedingt!

Es ist aber nicht ganz einfach und auch nicht so billig wir Styro und GK Platten.

Das mit dem Bach im Keller würde mir keine großen Sorgen bereiten. Häuser dieser Art haben Jahrhunderte gehalten.
Die Rinne ist eben keine Notlösung, sondern ein funktionierendes System. Dein Haus ist kein Naubau mit wasserdichter Wanne.
Wenn man den Keller zuschüttet und das Wasser tritt wie bisher ein, hat man bald eine prima Moddergrube im Keller, die nie wieder ablüften kann.

Wenn Du den Keller nicht brauchst, schließ die Tür ab, und sieh einmal im Monat nach. Wenns tatsächlich Feuchteschäden gibt, lass eine automatische Lüftungsanlage einbauen. das kostet incl. Strom alles sehr viel weniger, als die Drainage.



Schichtenwasser



Hallo Herbert,
mir hat der Geobericht 16 geholfen:
http://www.lbeg.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=12416&article_id=53507&_psmand=4
Hier findest Du u.a. die Infos über die vorhandenen Böden in unserer Region. Unter der "guten" Humusschicht befinden sich hier in der Regel pseudovergleyte Böden. Spätestens, wenn Du mal ein etwas tieferes Loch im Garten gräbst, wirst Du nach 20-30cm auf sehr lehmigen Boden treffen, der, je weiter Du nach unten kommst, steinhart wird.
Das ist übrigens schon einmal der erste "Arbeitsbrocken", der vor Dir liegt, wenn Du eine Drainage machst, ob Du nun maschinell oder per Hand gräbst.
Das Du das Haus nicht auf einmal aufgraben darfst, wird Dir sicherlich noch ein Fachmann sagen können.

Ich kann Dir nur sagen, trotz Drainage wirst Du niemals einen trockenen Keller bekommen, er wird feucht bleiben, auch wenn Du vielleicht den Wassereintrag minimieren kannst.

Die Keller waren dafür einfach nicht angelegt.
Ich meine, das stand ja auch ziemlich am Anfang dieses Threads, es ist ja nicht nur die Drainage, sondern prüf' doch erst einmal, ob es bei Dir schon so etwas wie eine Horizontalsperre gibt (in unserem Haus von 1900 war diese zum größten Teil tatsächlich vorhanden).

Drea





Hallo Leute,
Ich Danke erstmal für die regen Beiträge.
Zum Keller:
Ich habe mich erst mal heute mit dem Amt Wasser/Abfall/Bodenschutz in Verbindung gesetzt. Die nette Frau dort wollte nachschauen ob sie Unterlagen über die Bodenbeschaffenheit dort findet und morgen bescheid geben.
Danach weiß ich mehr und genaueres in dieser Richtung.
Das eine Drainage nicht nur ein durchlöchertes Rohr ist weiß ich. Die Kosten hierfür sind nicht gerade billig aber ein trockener Keller ist es mir Wert. Vor allem weil das Wasser die Kellerdecke durch die ganze Feuchtigkeit zerstört. Es ist kein Fenster oder der gleichen vorhanden. Irgendwie muss und werde ich es schaffen den Keller wenigstens auf eine „normale Feuchtigkeit“ hin zu bekommen. Das ich diesen nicht so trocken bekomme wie in einem Neubau ist mir schon klar.
Innendämmung:
„... aber lös' Dich mal gedanklich von Styropor, Gipskarton, Kunstharzputz und Latexfarbe...“
der Rest oben ist mir schon klar aber Gipskarton? Rigips? Also da dachte ich jetzt dass man dieses verwenden kann. Es ist doch auch Atmungsaktiv. Oder sehe ich da was falsch?
Da die ganzen Dämmstoffe die man nun verwenden kann sehr teuer sind ist mir eine Idee gekommen. Ich weiß noch nicht ob und wie man das machen kann aber ich denke man sollte mal drüber nachdenken.
Die wand ist ein Stein also ca. 24cm. Stroh ist doch ein guter Isolator und wärmend. Allein kann man es so nicht verwenden weil sich Ungeziefer einnisten könnte. Wenn man nun Stroh nimmt und diesen mit Maurerlehm versieht müsste dieses doch als Dämmung ne ganze menge ausmachen. Ich stelle mir das so vor wie eine Art (Sauerkraut Platte). Vielleicht könnte man dieses auch mit einer Schalung von innen gegen die alte Wand von innen bringen. Danach normal putzen. Ist die Idee doof oder könnte man darüber nachdenken?

Gruß Herbert



Nasser Keller



Sie können es nicht lassen.
Fassen Sie von mir aus das eindringende Wasser IM KELLER in einem Flächendrän und/oder einer Rohrleitung die Sie unter dem Fußboden entlangführen; erhöhen sie den Fußboden. So bleibt das Wasser unterhalb des Kellerraumes.
Der Bereich außerhalb des Kellers zum Hang hin sollte für Sie tabu bleiben!
Keine Schachtarbeiten mehr wie in 1 m Tiefe am Hangfuß!





Hallo Herr Böttcher,

in einen Beitrag von Ihnen schrieben Sie
„Mein Beitrag war nicht nur meine Meinung, sondern ein wohlgemeinter Ratschlag von jemandem, der sich wahrscheinlich besser mit der Materie auskennt wie Sie.“
Leider haben Sie bis jetzt nur immer gesagt, dass ich das Wasser dort lassen soll wo es ist.
Sie werden sicherlich einen Grund für Ihre aussage haben allerdings haben sie über diesen noch nichts gesagt.
Für mich ist es schwer zu verstehen das ist das Wasser dort lassen soll wenn ich keinen Grund dafür sehe. Wie ich ja hörte ist dieses mit dem Wasser nicht immer so gewesen sondern erst später eingetreten. Also sehe ich das so dass das Haus auch ohne Wasser stehen kann und nicht zusammenbricht. Wenn Sie mir einen Grund für ihre Aussage geben, könnte ich es vielleicht auch verstehen. Im Moment sehe ich keinen Grund das Wasser dort zu lassen.
Ich wüsste auch nicht was es dem Haus Schaden sollte wenn ich das Wasser um das Haus herumleiten würde.
Wie meine Vermutung jetzt bestätigt wurde besteht der Boden dort aus geschichteten Sand und Geschiebelehm. Dieses wird wohl zu einer Ansammlung von Wasser diereckt vor dem Haus führen.

Mit freundlichen Grüßen
Herbert





wenn es tatsächlich gelänge, Schichtenwasser in nennenswertem Umfang umzuleiten, müsste man dann nicht mit Setzungen oder sogar Ausspülungen einer bisher stabilen Schichtenfolge am Hang rechnen? Von den Grabungsarbeiten am Hang ganz abgesehen.
Man stelle sich die hiesigen plötzlichen Starkregen der letzten Wochen vor, wenn hangseitig ein 2 m tiefer Graben am Fundament geschafffen wurde.
Ob das eintritt und das Haus darunter leidet, man weiß es nicht!

was man aber sicher weiß: es schadet der Brieftasche.

nebenbei: auf welche Höhe soll denn die Horizontalsperre? Die müsste ja über den Wasserpegel, wo immer der ist,
Wenn das Wasser aber tatsächlich erfolgreich abgeleitet würde, wozu braucht man die dann?

Gruß G



Die einzige Lösung…



… hängt mit der Frage zusammen, was alles geändert wurde, denn vorher war der Keller ja trocken (oder ist das nur vom Hörensagen vom Verkäufer?). Zunächst einmal klingt es unlogisch, dass der Keller trocken war, als die Abwässer noch in eine Grube liefen und jetzt, nachdem sie in den öffentlichen Kanal laufen, ist er nass. Drainage und zweifelhafte Horizontalsperre gab es doch vorher auch nicht.



Wasser im Keller



Hallo Leute,
Ich habe nun noch einmal mit der Enkeltochter gesprochen. Sie meinte dass damals der Keller trocken gewesen ist. Die Aussage ist also nur vom Hörensagen der Verkäuferin.
Weiterhin habe ich mit einem Nachbarn gesprochen. Gleiche Lage etwa gleiches alter von seinem Haus, er hat kein Wasserproblem. Wie sich nun rausstellte ist es keine Sickergrube sondern ein Brunnen gewesen. Dieser wird nach Aussage alle paar Jahre wieder aufgefüllt da das Erdreich dort einsackt. Auch jetzt ist ein absacken von etwa 20cm unter den Pflastersteinen zu sehen. Kann diese eventuell mit dem Wasser im Keller in Verbindung stehen. Ich habe mal ne kleine Zeichnung gemacht. Die Feile geben an in welcher Richtung das Gefälle ist.
Gruß Herbert



Moin Herbert,



die Ursache für deinen Bach im Haus hast du ja scheint's gefunden.

Die Zeichnung direkt am Anfang zu deiner Frage, hätte uns allerdings 'ne Menge Hirnschmalz erspart......

Interessant wäre noch für dich zu wissen, welche anderen baulichen Massnahmen der letzten Jahre in deiner Umgebung noch Einfluss genommen haben könnten (und z.B. dafür sorgt, dass jetzt mehr Wasser bei dir runterläuft).

Ein Brunnenbauer vor Ort müsste dir eigentlich am besten weiterhelfen können. Hol dir doch da ein Angebot ein, statt mit ungewissem Ausgang eine Drainage zu verbuddeln.

Gruss, Boris



Der Brunnen …



… kann ja auch Wasser vom Hang abgefangen und entweder in einer genialen quasi-Drainagefunktion in tiefere Schichten abgeleitet oder bis zur anderen Nutzung zwischengespeichert haben.

Warum ist der Brunnen denn überhaupt zugeschüttet worden?

Die Altvorderen wussten ja üblicherweise sehr genau, wo sie Brunnen errichteten, nämlich meist da, wo Wasseradern im Boden verlaufen. Wenn diese Wasserader jetzt durch das Zuschütten des Brunnens verstopft ist, muss sich das Wasser logischerweise einen anderen Weg, nämlich durch deinen Keller suchen (sorry, war jetzt sehr bildlich gesprochen, aber das Prinzip dürfte nachvollziehbar sein).

Wie Boris schon erwähnte, ist ein Brunnenbauer der richtige Ansprechpartner. Falls Du keinen kennst, oder hier keiner in der Nähe empfohlen wird: Es gibt eine Webseite mit Übersicht von Brunnenbaubetrieben in Deutschland.





Hallo Leute,

ich vermute ja schon wie gesagt wurde das der Brunnen damit was zu tuhen hat. Würde ja auch zu dem Hörensagen passen.
Ich denke dass ich erstmal versuchen werde den Brunnen wieder zu aktivieren. Sprich alles wieder ausbuddeln was reingekippt wurde. Danach wollte ich weiterschauen. Da alles sehr rund eingesackt ist denke ich dass die Brunnenringe noch drin sind und ich diesen ohne große Aufwendungen wieder ausheben kann.
Gruß Herbert



OhOh...



... denke bitte an die Arbeitssicherheit... wenn Du da ein paar Meter tief (Hand-)schachten musst, dann kommt da nur wenig Sauerstoff an... viele schädliche Faulgase haben die unangenehme Eigenschaft schwerer als Luft zu sein...
Versuche doch erstmal den Grund für das Zuschütten des Brunnens herauszufinden...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Re Oh Oh



Hallo Sebastian,
Der Brunnen wurde zugeschüttet weil er nicht mehr gebraucht wurde(zentrale Wasserversorgung).
So jedenfalls die Aussage. Ich Danke natürlich für den Hinweis aber ich glaube nicht dass ich Tiefer muss als 3 Meter um auf den alten Grund zu kommen. Ich will ja nicht wirklich an das Grundwasser rann welches dort in 6 bis 7 m liegt.
Gruß Herbert