Aussendämmung Holzweichfaser / Mineralwolle / Schilfrohr, etc.

19.02.2014



Wertes Forum, die Fassade meines Gebäudes soll energetisch (etwas) optmiert werden.

Das Mauerwerk ist zweischalig

11,5cm Ziegel
10cm Luft mit Querverbindern
11,5cm Ziegel

Aussen würde ich gern 5-6cm Dämmung anbringen, überlege aber momentan welches Material dafür verwendet werden soll.

Zuerst dachte ich an Holzweichfaserplatten 6cm, allerdings sagen mir Schilfrohlplatten momentan am meisten zu, zudem sind diese auch günstiger und flexibler als die Holzplatten.

Am günstigten wären Mineralwolleplatten (Styropor kommt auf keinen Fall in Frage), allerdings kann ich mir darunter nicht viel vorstellen und bin mir nicht sicher, ob diese Platten Nachteile zu den ersten beiden haben.


Hat jemand Anregungen zu meiner Überlegung oder schon Erfahrung mit Schilfplatten?

Anbei eine Grafik von u-wert.net



Fassadendämmung



Etwas dämmen geht nicht; hier sind die Vorgaben der EnEv zu beachten und die schreiben einen U-Wert von 0,24 vor. Bedeutet normalerweise ca. 120-160mm WDVS aufzubringen, in welcher Form auch immer,

Schilfrohrmatten haben einen schlechten Wärmedämmwert = hohen Wärmeleitwert von 0,065 (Dämmstoffe normal 0,035).

Das 2-schalige Mauwerk außen zu dämmem, macht überdies keinen Sinn, weil die Luftschicht eine Hinterlüftung darstellt. Sie dämmen nur die Vorsatzschale, nicht die Innenwand.

Da Kerndämmungen von 2-schaligem MW eine dubiose Angelegenheit sind, bleibt Ihnen im Grunde nur die Innendämmung. Oder sie entfernen die Vormauerung, sofern sie nicht tragend ist und dämmen die richtige Außenwand dann nach EnEv-Vorgaben. Eine 11,5er Außenwand, tragend, ist alledings etwas spärlich bemessen.





Vielen Dank für die Rückmeldung und die Anregungen Herr Pickartz,

das Mauerwerk ist nicht hinterlüftet, es gibt keine Lüftungsöffnungen etc. (waren auch nie welche vorhanden).

Nach meiner Info wurde damals in dieser Gegend so gebaut. Beide Wände sind also tragend.

Kerndämmung geht nicht, schon ein Blick in die Wand verdeutlicht dies. (Mörelreste, Querverbinder, etc).

Innendämmung hatte ich zuerst angedacht, allerdings lässt es sich von aussen besser tätigen und der Wandaufbau ist dann auch weniger fehlerbehaftet.

Da innen eine Wandheizung verbaut werden soll erscheint es logischer die Dämmung innen zu vollziehen.

Ich bin nun etwas hin und hergerissen, für welche Variante ich mich entscheide und welcher Dämmstoff verwendet werden soll.