Dämmung Fachwerkhaus - innen oder innen + außen?

06.05.2012



Hallo,

ich habe schon die Suche bemüht, aber zu meiner Frage nur weitere Fragen, aber keine befriedigenden Antworten gefunden.

Es geht um ein Fachwerkhaus von etwa 1890, welches unter Denkmalschutz steht. Das Haus ist ein Fall für eine Komplettsanierung, und soll in diesem Zug auch moderat gedämmt werden (Holzweichfaser plus Wandheizung). Es geht allerdings um das "wie". Keine Angst, ich suche gerade einen Planer, wollte nur vorab schon einmal ein paar Meinungen, damit ich abschätzen kann, ob mir nicht Blödsinn erzählt wird.

Die (vordere) Traufseite ist (und bleibt) Sichtfachwerk und soll eine Innendämmung bekommen (Norden). Die eine Giebelseite hat eine Schieferverkleidung, die in nicht mehr allzu gutem Zustand ist (Westen). Die hintere Traufseite ist aktuell mit Verputzen Sauerkrautplatten verkleidet (Süden). Im Osten befinden sich die ehemalige Scheune/Stall, hier endet also die Dämmung mitten im Haus. Der Wohnteil endet rechts vom Scheunentor.

Die Verkleidung der Südseite muss auf jeden Fall runter, da ich da an die Balken ran muss. Ich bin mir nicht sicher, ob da Sichtfachwerk gelassen werden kann. Und es kann sein, dass auch die Schieferverkleidung erneuert werden muss.

Falls also beide Wände neu verkleidet werden müssen, wäre eine reine Innendämmung oder eine Kombination aus Innendämmung (Nordseite) und Außendämmung (Westen + Süden) besser?

Und bei der Dämmung mitten im Haus die Dämmung auf der warmen Seite, oder?

Vielen Dank schon einmal.





Hallo,

uns wurde immer erklärt, dass eine Aussendämmung einfacher ist als eine Innendämmung. Daher planen wir auch nur auf der Traufseite mit Sichtfachwerk Innendämmung (wie bei Dir mit Holzweichfaserplatte und Wandheizung). Alle anderen Seiten erhalten kein Sichtfachwerk und werden aussen gedämmt.

Wie willst Du denn den Scheunenteil nutzen? Bist Du sicher, dass dort nicht geheizt werden muss? Was hast Du denn mit dem alten Scheunentor vor?

Viele Grüße

Dirk

Ps: Schönes Einhaus übrigens ;-)



Außen/Innendämmung



gemischt ist nicht so ganz problemlos.
Die Tücke liegt in den Raumecken, an denen beide Systeme zusammstoßen, hier entstehen leicht Kältebrücken mit den üblichen Folgen (Kondensat, Schimmel).

Gruß Götz



Scheune



@Dirk
Hinterm Scheunentor ist Garage. Das ließe sich auch nur mit recht viel Aufwand als Wohnraum nutzen. Und das Haus reicht von der Größe auch erst mal. :) Der Raum über der Garage soll irgendwann einmal noch mit genutzt werden, der Rest bleibt erst mal "Rumpelkammer" bzw. Werkstatt.
Danke fürs Kompliment. Wenn die häßlichen Fenster mal weg sind wird es auch noch hübscher aussehen.

@Götz
Dass die Übergänge problematisch werden ist mir klar. Ich weiß allerdings nicht, ob man bei einer Kombination mehr oder weniger Probleme hätte als bei einer reinen Innendämmung (wo man ja die Probleme mit Kältbrücken an Decken und Zwischenwänden hat).

Tina