Wandflächenheizung

08.01.2010



Hallo zusammen

ich möchte eine Wandflächenheizung einbauen. Ich lese häufiger den Aufbau eine Schilfrohrdämmung innen und dann die Wandflächenheizung mit Lehmputz zu montieren. Warum wird die Wandflächenheizung nicht direkt auf die vorhandene Aussenwand innen gebaut und die Dämmung erfolgt mit Schilfrohr und Lehmputz aussen. abgeschlossen wird das ganze mit einer hinterlüfteten Holzfassade..
Hat jemand Erfahrung mit einem solchen Aufbau?





Wenn sie außen dämmen können dann tun sie das, dann (glaube ich) gibt es nichts Besseres als diese Wandheizung direkt auf die Innenseite..
Lehmputz außen bringt nicht sonderlich viel. Dieser muss vor Feuchtigkeit geschützt werden. Von der Feuchtigkeitregulierung des Putzes haben sie im Außenbereich nichts.



Ergänzend zu Oliver



Außendämmung ist die bessere Lösung, und dann kann die Heizung natürlich sofort auf die Wand. Wird allerdings außen eine Dämmung hinter einer Holzfassade eingebaut, ist Schilf nicht die beste Wahl. Der Dämmwert ist schlechter als bei anderen Dämmstoffen, wie z.B. Zellulose, Hanf, Holzweichfaser,...
Der geforderte U-Wert nach EnEv 2009 ist 0,24 W/m²K und die Ausführung muss vom ausführenden Handwerker bestätigt werden, wie ich in einer anderen Frage hier gerade gelernt habe.



Die Kombination



von Innendämmung und Wandheizung ist immer dann sinnvoll, wenn die alte Fassade erhalten werden soll. Natürlich ist technisch eine Aussendämmung die bessere Lösung, da die innenliegenden massiven Bauteile die Wärme speichern können. Insbesondere bei einer Wandheizung.
Bei Verwendung von Hanf- oder Holzweichfaserdämmung hinter einer Holzverkleidung kann auf die ganze Putzerei aussen verzichtet werden. Wenn die Holzverkleidung unbehandelt bleibt(Lärche) oder mit Leinölprodukten behandelt wird, kann auch auf die Hinterlüftung verzichtet werden.
MfG
dasMaurer





Man muss nur bedenken das eine Wandheizung direkt auf der Mauer, die von aussen gedämmt ist, ein sehr träges System ist. Mich stört das nicht, aber man sollte es vor dem Einbau wissen.





Die Trägheit ist kein Problem. Die Nachtabsenkung stellt man eher ein und eher aus.



Die Trägheit des Systems...



...wird bei einer Nachtabsenkung nur noch störender und teuerer. Früh muß die WH erst eine stattliche Masse aufheizen und kommt langsam in die Gänge, nachts strahlt die Wand noch, wenn's nicht mehr gebraucht wird. Unregelmäßigen Heizbedarf muß man längere Zeit vorher einregeln.

Genauso träge regelt das System, wenn's draußen zwar kalt ist, über die Fenster aber Sonnenenergie eingebracht wird.

Generell ist sicher die Außendämmung vorzuziehen, wenn man die Fassade verändern kann und will (oft genug sieht es hinterher freilich scheußlich aus, weil jegliches architektonisches Detail der 08/15 Einheitshülle gewichen ist). Im Falle des Aufbaues Wand/kapillaraktive Dämmung/WH in Putz würde ich denn doch gern erfahren, welche bauphysikalischen Probleme da zu befürchten wären. Ist die Fassade in Ordnung und innen Sanierungsbedarf, ist es jedenfalls die preiswertere Variante.

Grüße

Thomas



Die Trägheit des Systems...



darum stellt man die Nachtabsenkung eher ein und eher aus, wenn man sie überhaupt einstellt.



Ich habe das...



...oben schon 'mal gelesen. Überzeugt mich nicht.

Es braucht länger, um warm zu werden, und es braucht auch länger, um zur eingestellten Nachttemperatur zu kommen.

Grüße

Thomas



Danke



Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten, denke ich werde es ohne Innedämmung machen. Beschaffenheit der Aussendämmung mit Holzweichfaserplatten ist eine prima Idee. Über eine Holzschale mit Schwedenrot sind wir uns schon nahezu einig. Aber erstmal wird jetzt genau geschaut was die Wände so an Überraschungen bringen. Werde berichten sobald sich etwas ergibt.

Grüsse
Mathias