Was bedeutet der Putz P1C?




Hallo Leute,
P1C gehört zur Mörtelgruppe 1 und ist normalerweise nur für den Innenbereich geeignet.
Was bedeutet nun der Zusatz "C"?

Und ist Wärmedämmputz für den Aussenbereich zugelassen?

Vielen Dank im Voraus.



Das C steht glaub für...



...hydraulischen Kalk und welchen Wärmedämmputz meinst du? Die "modernen" sind doch eigentlich nur für außen.

Gruß Patrick.





Zur ersten Frage: Es heißt PIc (römisch eins, kleines c). c ist der Index, welcher über die Mischungsverhältnisse der Putzmörtel, also praktisch über die Mörtelart Auskunft gibt, während dessen I etwas über die Gruppe sagt.

c bedeutet Mörtel mit hydraulischem Kalk. Das Mischungsverhältnis Kalk:Sand ist in etwa 1:3(bis 4). In der entsprechenden DIN wird das mit Abweichzulässigkeiten des Sandanteils und der Schüttdichte der Ausgangsstoffe noch exakter definiert. Gruß

Die zweite Frage...äh? Würde mal sagen, ja Wärmedämmputz ist für den Außenbereich zugelassen, sofern er eine Zulassung als Wärmedämmputz für den Außenbreich hat. ;-)
Gruß

PIc



Mörtel



P bedeutet Putzmörtel.
Die Gruppe I charakterisiert die Mindestdruckfestigkeit, bei dieser Gruppe gibt es keine Vorgabe.
Das bedeutet, die Druckfestigkeit liegt unter 3,5N/mm² nach 28 Tagen.
Als Bindemittel wird bei PI ausschließlich Kalk verwandt.


Viele Grüße



Systemische Bezeichnung?



Hallo Carpenter,

warum das "c" ist mal eine Frage, die ich mir noch nie gestellt habe. Hydraulischer Kalk ist klar aber "c"? Gar Calcium? Wohl nicht.

Ich würde mal sagen, das ist eher eine systemische Bezeichnung:

P I: Kalkmörtelgruppe (Mischung aus Sand und gebr. Kalk)

P I a: Luftkalkmörtel
P I b: Wasserkalkmörtel
P I c: Mörtel mit hydraulischem Kalk

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



@Georg und Christoph



Heh ihr zwei Bauigel :-), wenn ihr dem Maschinenbauingenieur Neika jetzt noch bestätigt, daß Dämmputze eigentlich Außenputze sind, laufe ich heute Abend vollends mit geschwellter Brust rum :-).

Gruß Patrick.





@patrick

Wieso nur die zwei, ich habe doch (fast) zuerst geantwortet? ^^

„Dämmputz“ ist kein Fachbegriff, von daher lässt sich die Frage nicht wirklich klar beantworten.

Es gibt Dämmstoffe und Putzmörtel.

Dämmstoffe übernehmen u.a. die Aufgaben Brand-und Schallschutz. Sollte ein Putzmörtel im Bauteil für diese Funktion mit vorgesehen werden, (bei Schallschutz eher unüblich), ist selbstredend, dass das nicht auf den Außenbereich beschränkt sein muss.

Sollte er als „Wärmedämmstoff“ Verwendung finden, kann er das natürlich auch als Innenputz.

Gängige Anwendungen und handelsübliche Produkte spielen für die Beantwortung dieser „globalen“ Frage eine untergeordnete Rolle, imho. Beste Grüße P-)





Sogenannte Wärmedämmputze bestehen üblicherweise aus einem Grundputz, dem Zuschlagstoffe wie Bimsstein, Perlite oder Polystyrolkugeln o. Ä. zugefügt werden, um den Wärmedurchgang zu minimieren.

Im Vergleich zu WDVS ist die Dämmwirkung allerdings weitaus geringer. Um eine Dämmwirkung zu erzielen müssen Wärmedämmputze deshalb dick und homogen aufgetragen werden, eine mehrlagige Verarbeitung ist üblich.

Wärmedämmputzsysteme sind begrifflich etc. in der DIN 18550-3 geregelt und üblicherweise für den Außenbereich vorgesehen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



@ Christoph Kornmayer



Die Praxis zeigt aber vielfach auch anderes!
Viele Baufirmen scheinen dies überhaupt nicht zu wissen, dass diese Putze nur außen zur Anwendung kommen sollten.
Es wird eben ganz eifrig drauf eputzt. ob's funktioniert oder nicht, ist erst in späteren Jahren ersichtlich.
Doch dann ist es meistens schon zu spät!

Putzende Grüße,
Udo Mühle





@ Udo
– selbstverständlich nur für Außen! Darum ging es doch hier. Ich dachte nicht das das anders rüber kommt.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer