abdichtung

29.03.2011



nach langer zeit der abstinenz -und, weil´s weitergeht jetzt dann- hätt´ich da mal wieder eine frage, und wäre dankbar für antworten/vorschläge:
ist kemperol das geeignete mittel der wahl für abdichtungen bei ebenerdigen türausgängen zum außenbereich? gibt es alternativen, oder ist das für diesen zweck o.k.? es geht um zwei türausgänge vom erdgeschoß zur terrasse, die ausgänge liegen ein bißchen tiefer als das niveau außen, es sollen davor ausgänge (ca. 1 qm) mit ablauf gemacht werden, wie man sie manchmal sieht bei häusern, die tiefer liegen als das straßenniveau (man geht also eine Stufe hinunter). grabungen mit dem üblichen Aufbau sind nicht möglich, großflächiges abtragen auf hausniveau zu gefährlich, weil ca. 2 steinlagen tiefer der Lehmboden kommt (kein fundament, alte stadtmauer). jetzt ist geplant, die leibung abzudichten.
ich hoffe, man kann sich das etwa vorstellen...?
wie muß ein solcher ausgang überhaupt konstruiert sein (drainage, wasserablauf (regenwasser), pflasterung usw.)?
ihr wißt ja: vertrauen ist gut... ;-)
vielen dank schon mal im voraus, und viele grüße,
carmen





Ich halte von Flüssigkunststoffen für diese Anwendung nichts, diese halten nur langfristig wenn sie auf trockene Untergründe aufgebracht werden. Genau das ist im Außenbereich äußerst schwierig zu gewährleisten.
Hier halte ich mineralische Dichtungsschlämme für die bessere Lösung, diese kann man dann auch anders als Kunststoffe überputzen, das ist wichtig weil die Abdichtung ja an den aufgehenden Wänden mindestens 15 cm hoch gezogen werden muss.
Konstruktiv werdet Ihr, um die Wassermenge bei Starkregen zu reduzieren, um eine Überdachung der Bereiche wohl nicht umhin kommen.


Grüße aus Schönebeck



@ oliver



danke erstmal für die erklärung!
also (flexible) mineralische dichtungsschlämme, von STO, Baumit, HObA, PCI oder ähnliches?
@ alle
die problematik liegt auch darin, daß die austritte tiefer liegen werden als der mauerfuß, und etwa auf niveau Bodenplatte gegraben werden sollen. es muß verhindert werden, daß das wasser in/unter die bp läuft, kein Keller vorhanden!
bitte um rat+vorschläge für diese kritische situation, je detaillierter, je lieber!
herzlichen dank!
viele grüße, carmen
p.s. überdachung ist natürlich auch vorgesehen! wird wieder krieg mit dem Denkmalamt bedeuten....





Im Prinzip erscheint mir die klassische Abdichtung aus Bitumenschweißbahn (V60 S4) die Wannenartig ausgebildet wird für das Vorhaben das beste zu sein.
Diese gehört dann auf einen Unterbeton und darüber der Estrich.

Zugegeben etwas kniffelig.
Die DIN sagt zu derartigen Bereichen auch nur:
“…müssen andere geeignete Maßnahmen getroffen werden”
Gemeint sind damit die angesprochenen Überdachungen.

Grüße aus Schönebeck



das ist



meine "problemzone", ich hoffe, man kann sich´s vorstellen.
bin sehr unsicher hier, wie man sich denken kann.
deshalb danke für tips und ratschläge!
danke oliver!
gruß, carmen



Kemperol



oder Soprema Alsan sind sehr gut für solche Detailanschlüsse.
Untergrund muß sauber und trocken sein.
Eine V60 ist nicht für solche Dichtungen zu gebrauchen und garnicht zulässig.
Die 60g Gewebeeinlage reichen dafür nicht.
Nebenbei eine Bitumengeschmiere.
Ein Flachdachanschluß mit Flüssigkunststoff ist immer im Aussenbereich und extremen Bewegungen ausgesetzt.
Daher ist dieses Zeug einfach perfekt dafür.
Nachteil ist die Gebindegröße und der Preis.





@Idefix

dann sieh mal bitte in die DIN 18195 welche Materialien zulässig sind.
Flüssigkunststoffe stehen nicht drin und ich glaube auch nicht das sie in der Flachdachregel stehen.

Grüße aus Schönebeck



Profidicht von icopal



ist auch eine Möglichkeit und vermutlich nicht ganz so hochpreisig wie kemeperol.

Grüsse nach Günzburg Thomas



danke erstmal,



ich seh schon: es scheiden sich die geister ein bißchen...
eigentlich neig´ ich schon eher zum gepampe, einfach weil keine auch nur annähernd geraden abschlüsse da sind. es sieht im bereich der alten Mauer sehr zerklüftet aus, aber ob der Untergrund jetzt so 100% sauber+trocken ist, darf angezweifelt werden....
wie soll denn der austritt überhaupt aufgebaut werden unter diesen erschwerten bedingungen?
da steh ich nun, ich armer tor....
danke oliver, danke idefix (für den alternativen tip), danke thomas für den hinweis, und herzliche grüße nach kißlegg (habt ihr´s doch noch zu einer eigenen autobahnausfahrt gebracht, nach gefühlten 487 jahren bauzeit für immerhin sieben kilometer ;-) - ich genieße diese strecke immer ganz besonders)!
carmen,
für weitere vorschläge, das gesamte konstrukt betreffend, sehr zu dank verpflichtet, weil along the line supermißtrauisch geworden....



Hallo Carmen,



die Abdichtung sieht wie folgt aus.
Grundierung Kemperol-D abstreuen mit Quarzsand, nach Abtrocknung Kemperol 1K PUR aufstreichen, in das Flüssige Harz das Vlies einwalzen und sofort mit 1K PUR nachwalzen.

Anschlüsse mit Schweißbahnen sind im Türbereich sehr problematisch.

Viele Grüße
Jens



@ jens



danke dir sehr, jens, für die ebenso aufschlußreiche wie minimalistische ;-) beschreibung: ich studiere grade die "kemper system"- seiten. in arbeit gesehen hab ich sowas noch nie, daher meine unsicherheit. bis jetzt ist die hütte noch trocken, eine alternative abdichtung hatte ich schon mal....
du hältst das also für eine akzeptable lösung in diesem fall?
achsoja: schön, von dir zu hören!
herzliche grüße aus der anstalt,
carmen



Mir ist dieses KEMPER-System nicht spezifisch bekannt .



Aber alles was wir bisher mit den Kemper-Produkten ausführten ist super und nicht zu beanstanden . Ist aber auch nicht billig !