Welches Holz hält länger?

29.01.2012 Axelino



Hallo,
welches Holz hält im Aussenbereich (bewittert aber nicht erdberührt) länger:
Eiche unbehandelt, oder kesseldruckimprägniertes Nadelholz? Ist Eiche wirklich so resistent gegen Pilze, Nässe etc. oder ist das kesseldruckimprägnierte Nadelholz dem ebenbürtig (mal abgesehen vom Aussehen)?

Grüße
Axel



Eiche!



Meiner Erfahrung nach ist ganz klar die Eiche das dauerhaftere Holz!
Wobei es auch drauf ankommt welcher Teil verbaut wird ,Splint/Kernholz.
Von dem KD imprägniertem BaumarktMist halte ich überhaupt nichts,es gibt mit Sicherheit auch dauerhafte Imprägnierungen,wobei ich persöhnlich unter solchem Holz nicht wohnen wollte.
Unter den Nadelhözern gibt es wiederum Unterschiede zwischen Lärche,Kiefer,Fichte,Douglasie...

Grüße Martin



Langlebigkeit



Gebrauchsklasse 3 (GK3) nach DIN EN 335-2:

Bauholz, der Witterung ausgesetzt, aber kein Erdkontakt, gelegentlich oder häufiger feucht ( > 20%)

Anforderung an Holzschutzmittel für GK 3: Insektenvorbeugend, pilzwidrig, witterungsbeständig.

Dauerhaftigkeitsklassen nach DIN EN 350-2
NAdelhölzer Klasse 3-4 wenig dauerhaft - bis mäßig dauerhaft
Eiche Klasse 2 dauerhaft

Eiche in GK3 zulässig ohne Holzschutz, wenn Farbkernholz ohne Splintanteil
Nadelholz GK3 Holzschutz durch Kesseldruckverfahren oder Trogtränkung, Tauchen reicht nicht aus

Wenn der Preis kein Problem ist, dann ist Eiche natürlich der Vorzug zu geben. Natürlicher und konstruktiver Holzschutz ist immer vorteilhafter als chemischer.



und



nicht alles, was als Kesseldruckimprägniertes Holz angeboten wird, ist das auch. Eigentlich gehören da Metallkennzeichen dran (siehe Telefonmasten). Ist aber bei Zaunsriegel nicht zu finden - nach 10 Jahren faule die ersten.



Eiche im Außenbereich



Wofür wird es denn eingesetzt ?
Für Zäune , Fassaden oder ö.a. ist Eiche gut , für Terrassenböden : geht so
( wg. splittern , verwinden und Rißbildung )
Für Fachwerkhäuser : super ;-)
besten Gruß
Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi



Thermoholz



Hallo Axel,

Hier ein Link:

http://www.firstwood.de/thermoholz/thermoholz.php

viele Grüße



Ohne Imprägnierung



würde ich auch Lärche und Douglasie verbauen.Die hält zwar bestimmt nicht ganz so lang wie Eiche, aber auch sehr sehr lange! Kommt auf den Geldbeutel an.



Ohne zu wissen,



WAS da draus gebaut werden soll, ist ein wirklich brauchbarer Rat nicht möglich.

Grüße

Thomas



Kesseldruckimprägniertes Nadelholz gegen Eiche



wenn es tatsächlich nur diese beiden Möglichkeiten zur Wahl anstehen, dann würde ich sehr für die Eiche plädieren.

Bei den kesseldruckimprägnierten Hölzern kommt u.U. jedes Schwachholz in die Kammer - die Gifte werden es schon konditionieren.

Bei der Eiche kann man in der Auswahl schon eher selektiv vorgehen. Mit einem Finish aus Naturölen minimiert man auch das Reissen und Splittern. Verwinden sollte bei entsprechender Auswahl nicht das Problem sein.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Quercus



Selbst kesseldruck-imprägniertes Holz hat keine durchdringende Eindringtiefe der Holzschutzsalze in der Materialstärke,immer nur in den Randbereichen.
Im gewachsenen Eichenholz dagegen ist die Gerbsäure komplett und gleichmäßig verteilt. Der Eiche-Splint ist geringwertig und wird bei richtiger Verarbeitung als Verschnitt aussortiert.
Amerikanische Roteiche hat zu wenig Gerbsäure,um im Außenbau witterungsbeständig zu sein. Deshalb möglichst nur europ. Eiche verwenden. Und je mehr das frisch bearbeitete Holz nach Essig riecht,desto besser ist es.

Oliver



@ Axel



Also was soll denn nun gebaut werden? Kein Holz ist für alles gut.

Grüße

Thomas



Danke



Es war mehr so eine allgemeine Frage. Die Antworten haben mir schon sehr weitergeholfen. Das mit der amerikanischen Roteiche ist ein wertvoller Tip, werde den Holzhändler fragen, woher die Eiche kommt.

Vielen Dank
Axel



Da haben jetzt viele...



...sich jetzt ziemlich sinnloserweise Gedanken gemacht.

Ein Fachwerk ist kein Terrassenboden und beides kein Gartenzaun. Compris?

Grüße

Thomas