Außenanstrich/Innenanstrich Eichefenster




Hallo, ich benötige kompetenten Rat

Ich beabsichtige meine bereits sich in der Fertigung befindlichen Eichefenster mit Leinölfarben zu behandeln.

Außen nach einer Grundierung mit rohem Leinöl dreimal mit einer Leinölfarbe

Im Innenbereich würde ich gerne die Optik des Eichenholzes wahren.

Ich brauche konkrete Antworten, die mir in dieser Angelegenheit weiterhelfen.

Wie müsste der Innenanstrich, die Innenbehandlung meiner Fenster umgesetzt werden, damit diese später nicht verbiegen?



Mit freundlichen Grüßen

Alexander Piwowar





Ich hatte dir schon das Merkblatt von Kreidezeit empfohlen.

http://www.kreidezeit.de/Themenblaetter/Fensterbehandlung.pdf

Die lassen auch Fenster mit ihren Anstrichmaterialien herstellen und wissen was sie da tun.

kreidezeitfenster.de

Deren Produkte sind uneingeschränkt empfehlenswert und auch oft die wirtschaftlichsten am Markt.

Der Herr Ziesemann ist schon über drei Jahrzehnte im Naturfarben Geschäft, da bist du in guten Händen.

Die Haben auch einen sehr kundige und hilfsbereite Telefonberatung.

http://www.forumnatura.de/de/brand-eins-artikel-kreidezeit

Die empfehlen den farblosen Innenanstrich mit der Holzlasur für außen zwei mal vorzunehmen. Hier erfolgt keine Grundierung mit Leinöl.

Den Außenanstrich kannst du auch mit deren Standölfarben ausführen.

Grundierung mit Halböl (Leinöl hälftig verdünnt mit Balsamterpentin oder Shellsol) oder rohem Leinöl.

(gebleichtes Lackleinöl, trocknet schneller)

Bei Eiche immer mit etwas längerer Trockenzeit rechnen.

Grundanstrich mit Standölfarbe halbfett, Schlussanstrich mit Standölfarbe vollfett (höherer Standölanteil).

Oder eben deine "reine" Leinölfarbe.

An welchen Hersteller hast du den gedacht?

Wichtig nur mit dem Leinöl nicht aufs Silikon streichen, da sich das verfärbt.





Du kannst das sicher so machen. Ist das Holz gehobelt? Wenn ja musst du es erst aufrauhen mit Schleifpapier 100. Da die Messer die Poren zumachen. Dann kaufst du dir kaltgeschlagenes leinöl, balsamterpentinöl und lichtecht Pigmente. Bei dieser Methode solltest du alle 1 bis 2 Jahre die Fenster kontrollieren nach Schimmel oder sonstigen Schäden. Dann Wartest du regelmässig die Fenster mit Pflanzenseife und Rohem Leinöl nachölen.



"Kaltgeschlagenes" Leinöl...



...von kaltblütigen Leinölschlägern? Es geht hier nicht um ein Salatrezept. Es muß ein hochwertiges Leinöl für den Anstrich sein, also aus dem Naturfarbensektor. Das unterscheidet sich von Speiseleinölen u.a. dadurch, daß bei letzteren kein Schwerpunkt auf der Entfernung von Eiweißen liegt. Die fördern z.B. das Schimmelwachstum.

"Pflanzenseife" ist kein Wartungsmittel und greift Öloberflächen an. Am wenigsten schädlich wäre deren Verwendung direkt vor dem Überstreichen. Man müsste aber auch noch nachwaschen. Üblicherweise ist eine derartige Reinigung nicht erforderlich.

Grüße

Thomas



Vorhaben Fensteroberflächenbehandlung



1. Grundierung durch rohes Leinöles von Leinölpro
2. Außenanstrich: 2 mal Leinölfarbe von Leinölpro
3. Außenanstrich: Schlussanstrich mit Leinölfarbe unter Zusatz von 1% Standöl

Wer kann mir eine genaue Angabe von der Innenholzbehandlung liefern, die die Holzoptik im Innenbereich wahrt.

Ratschläge habe ich bisher von verschiedenen Baustoffhändlern erhalten, die leider zuweilen von einander abweichen.

folgende Ratschläge hat man mir bisher erteilt

1. Innen sollte immer ein Anstrich mehr erfolgen als außen, weil innen der Diffussionswiderstand höher liegen sollte als außen
2. ich kann inne allein mit gekochtem Leinöl unter Beimischung von Standöl das Fenster behandeln
3. innen drei mal mit transparenter Leinöllasur streichen
4. außen drei Anstriche innen maximal zwei Anstriche

der vielen voneinander abweichenden Antworten bleibt Verwirrung

Wer hat konkrete Erfahrung und kann mir hier weiterhelfen



Wie schon 'mal...



...geschrieben, halte ich den Diffusionswiderstand bei Fensterkanteln für vernachlässigbar.

2 dünne Anstriche sollten innen genügen, Pigmente werden keine gebraucht.

Wieviel Anstriche außen kommen, hängt ganz wesentlich von der Farbe ab. Dazu äußert sich dann besser nicht der Baustoffhändler, sondern der Hersteller. Naturfarbenhersteller schreiben Ihre Empfehlungen zumeist recht ausführlich auf Ihrer Homepage.

War vor der Erfindung des Internets ein Leinölanstrich überhaupt möglich? Da bin ich mir nun echt unsicher...

Grüße

Thomas





In den Schulen wird beigebracht das der Innenanstrich dichter sein sollte. Wenn Sie die Produkte kaufen wissen Sie nicht Was drinnen ist. Man muss das Holz wenn es roh ist nicht unbedingt anstreichen. Das Bindemittel des Holzes (Lignun und Zellulose) wird am Anfang zerstört und wird grau und Schwarz. Das ist nur Optisch. Es ist keine Qualitätseimbusse. Falls du es trotzdem Streichen möchtest dann Holzfeuchte im Aussenbereich nicht mehr als 14% und innen nicht mehr als 11% und dann gut anschleifen 1 x halböl innen und aussen, trocknen lassen, anschleifen und dann innen wie aussen pigmentieren falls du farbige Leinölfarbe willst.



So ein Quatsch:



"Man muss das Holz wenn es roh ist nicht unbedingt anstreichen."

Maßhaltige Bauteile sind keine Brettverschalung und müssen immer gestrichen werden.



Gibt es eine Tradition



dafür, Fenster von innen holzsichtig zu belassen? Mich erinnert das an Baumarkt-Gartenhaus-Fenster!?!



Mit Traditionen...



...ist das so eine Sache. Nicht alles, was immer so gemacht wurde, muß deshalb auch weiterhin genau so gemacht werden. Man darf über den Sinn nachdenken, Vor- und Nachteile abwägen und auch seinen Geschmack einbringen.

Geschmäcker haben sich durch die Jahrhunderte immer wieder geändert. Wenn der Fragesteller ein bisschen von dem teueren Eichenholz sehen will, wer kann ihm das verdenken? Technisch spricht nichts dahegen, zudem ist ein Nachölen einer farblos geölten Fläche ggf. einfacher, als Wartungsanstriche im Außenbereich.

Wo da die Schnittmenge zum "Baumarkt-Gartenhaus-Fenster" sein soll? Außer das es auch aus Holz und Glas ist? Die Woche ist noch jung, sicher werden wir das auch noch erfahren.

Grüße

Thomas





Da bin ich nicht ganz ihrer Meinung. Es gibt Historische Befunde die unbehandeltes Holz im Aussenbereich verwendeten. Ich Rede von renaissence Zeiten. Falls Sie Restaurator sind dann werden sie das Wissen. Nicht jeder konnte sich einen Anstrich leisten. Ich hatte Grad letztens ein Holzbrett in meiner Hand das laut Dendrochronologie aus der Gotik stammt und unbehandelt ist. Ich möchte nicht weiter in die Diskussion gehen aus dem Grund weil ich nicht so Lust habe zu schreiben. Schlussendlich ist es ansichtssache. Ich wünsche Ihnen alles gute auf das sie noch viele Häuser Restaurieren und retten.



Zu Zeiten der Gotik...



oder Renaissance (letztere endet im beginnenden 17.Jh., also vor 400 Jahren) konnten sich die allermeisten Menschen nicht einmal Fenster leisten. Wer aber Fenster bauen ließ, hatte auch das Geld für einen Schutzanstrich. Fenster waren schon damals sehr teuere Gebäudebestandteile, deren Schutz selbstverständlich war.

Ein Brett aus der Gotik war kein Fenster. Fenster bestehen nicht aus Brettern. Und ich bezweifele, ob sich nach geschätzt 600 -700 Jahren Bewitterung in einer normalen Einbausituation überhaupt Leinöl oder ein anderes Bindemittel nachweisen lässt. Allermeistens wird nicht einmal mehr das Holz nachweisbar sein :-) Daß Ihr Brett jetzt keine Farbe hat, sagt nichts über Fenster aus, und noch nicht einmal etwas über die ursprünglich Fassung des Brettes.

Ich kenne keine Befunde über ursprünglich gänzlich ungefasste und unimprägnierte Fenster der Renaissance. Da bin ich sehr auf nachvollziehbare Quellenangaben gespannt.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Böhme



Da fällt mir nichts weiter zu ein



ausser dass in unserem Nachbardorf das älteste Holzfenster Westfalens erhalten ist, und zwar aus dem 13. Jahrhundert,
angeblich mit echtem Ochsenblut angestrichen :-)

https://de.wikipedia.org/wiki/St._Peter_(Padberg)



Schön...



...für Padberg. Nur: widerspricht das in irgendweiner Weise meinem Posting?

Fragt sich

Thomas

"Angeblich" ist das Gegenteil von "Tatsächlich", würde ich mit Blick auf die reiche Zahl historischer Legenden behaupten.

Der Herr Luder (später nannte er sich dann Luther) hat z.B. bestimmt keine Thesen an eine Kirchentür genagelt. Dafür war er viel zu obrigkeitshörig. Aber mit nervtötender Penetranz wird der Jahrestag des "Thesenanschlages" zelebriert...

Ach ja, gab es nicht angeblich vor kurzem bei ebay die originalen Thesenanschlagsnägel?



Hallo



ich bin Methusalem, nicht der Babo...
Warum sollte ich dir widersprechen?
Und der Smilie war mit Absicht gesetzt. Wobei das nicht sooo weit hergeholt ist. Schließlich hab ich ja nichts von jungfräulich etc. geschrieben.



Der grundsätzliche Nachteil...



...eines Internet-Chats ist, das oft verschütt geht, wie's gemeint war.

Falls jetzt Jemand in der Runde meinen Joke nicht verstanden hat und hektisch nach Devotionalien bei ebay sucht - das war eine meiner guten Laune geschuldete Erfindung :-)