Hinterlüftete Wandheizung

19.12.2011



Hallo Liebe Fachwerk-Forum Mitglieder

Wir sind bei der Bestimmung des Heizungssystem und haben uns für einen Wassergeführten Holzofen entschlossen. Dies wegen den Gegebenheiten des Hauses (Schornstein).

Im Beitrag energie-waerme-55532 habe ich die Debatte verfolgt über Wandheizung. Bei uns würde eine Wandheizung, wieder wegen den Hausgegebenheiten das sinnvollste sein (geringe Raumhöhe) dennoch sind die Wände die wir mit Wandheizung bestücken möchten praktisch alle mit der Aussenseite verbunden, also Aussenmauern.

Wir werden eine Hinterlüfte Aussen Dämmung vornehmen aber es macht meines Erachtens wenig Sinn eine gute Isolation zu gewährleisten wenn dann die Energie gegen Aussen „Verpufft“. Es ist mir bewusst das dadurch sich der Taupunkt nach aussen verschiebt und dementsprechend ein besseren Dämmungswert erzielt wird.

Frage:
Ich dachte an eine Kombination zwischen Wandheizung und eine Art Hypokaustheizung zu bauen oder eine Hinterlüftete beheizte Wand.
Das heisst das wir eine Wandheizung bauen die eine Hinterlüftung zwischen Aussenmauer und Wandheizung aufweist (siehe Skizze).

Ich suche auf Internet ob es schon so was gibt aber bis jetzt, ohne Erfolg.

Was ist Eure Meinung zu einer solchen Lösung?

Ist der Aufwand und die Investition höher als der Nutzen?

Gibt es schon solche Lösungen und wenn Ja, was sind die Erfahrungen die diesbezüglich gemacht wurden?

Besten Dank für Eure Meinungen.

Freundliche Grüsse



Wandheizung ...



... hier mal ein Link von einem Anbieter aus der Nachbarschaft, die schon viel Erfahrung auf dem Gebiet haben:

http://www.hypothermal.de/

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Hallo Leonardo,



warum soll die Wandheizung hinterlüftet werden.

Damit nimmst Du der Wandheizung den großen Vorteil gegenüber anderen wärmeabgebenden Medien, den großen Strahlungsanteil.
In dem von Dir angedachten Prinzip wird ein Teile der Energie als Konvektionwärme abgegeben. Insgesamt erreichst Du keinen Leisatungszuwachs.

Grüße Gerd



Auch ich...



...sehe keine Vorteile durch die zusätzliche Konvektion. Es entsteht aber ein Biotop für Spinnen. Da Du die Beiträge zum Thema gelesen hast, kennst Du die Variante mit Holzweichfaser in Lehm angesetzt, und darauf WH im Lehmputz.

Das wäre einfacher zu realisieren und wesentlich solider.

Grüße

Thomas



Eine gute Wärmeisolierung



sorgt ja schon dafür, dass nur rel. wenig Wärme nach außen gelangt.

Nachspielen kann man die zu erwartenen Wärmeverluste z. B. über u-wert-Rechner im web. Anstelle der Innentemperatur von 20° Grad muß man halt 25-30° für die Wand angeben.

Warum packt ihr nicht die 3-4 cm geplante Luftschicht als Zusatzdämmschicht auf die Außendämmung, bzw. macht diese entsprechend dicker? Dann kann die Wand die Wärme noch besser speichern.

Ein Vorteil der Wandheizung ist die geringe Konvektion. Eure Lösung produziert aber ggf. zusätzl. Konvektion, evtl. Zugerscheinungen an den Füßen???

Ich würde mir eine derartige Lösung sehr genau überlegen...

Grüsse
Gerry



Warum unnötig Luft durch die Gegend pusten?



Schließe mich an.
Warum also wieder unnötig Luft durch die Gegend pusten?



Danke Vielmals



Besten Dank für Eure Gedankenstösse

Manchmal hat man Ideen die man als Positiv beurteilt weil man im Problem steckt.
Nun verstehe ich auch warum man keine solche Lösung im Internet findet. Ist ein Flopp! :-)
Eure Beiträge haben mir einmal mehr sehr geholfen und danke Euch allen.

Eine "Normale" Wandheizung soll es sein!
Durch die Erwärmung der Aussenmauern erreiche ich als zusätzlicher Positiven Effekt dass mit einer „Direkten“ WH den Taupunkt nach aussen verschoben wird und somit Feuchtigkeit von den Tragenden Balken fernhalte.

Besten Dank Euch allen und Schöne Festtage

Leonardo