Vormauerung innen auf eine bestehende Vollziegelwand - isolieren oder nicht?

08.04.2013 Peeksey



Einen schönen guten Tag wünsche ich,

Ich saniere ein (BJ 1900) Bauernhaus und hätte dazu folgende Frage: alle Aussenmauer sind aus 50cm Vollziegel auser eine, die nur 25cm dick ist.

Ich will sie ebenso 50cm dick machen und bin beim Überlegen ob ich eine Innen- bzw Kerndämmung ausführen soll, oder einfach die fehlende 25cm dazumauern soll? Was sind die technische Konsequenzen?

Ich muss mich um die U-Werte nicht unbedingt kümmern, denn alle andere Wände sind ohnehin nicht isoliert, ich möchte lieber eine bombenfeste technische Lösung wo ich nicht mit Kondenswasser oÄ kämpfen muss.

Kann man eine neue Mauer an eine alte vernünftig anbinden und wie? Mörtel?

Ich bin für jeden Hinweiss dankbar.

Schöne Grüße aus Wien,
Kresimir



Wandaufdopplung



man kann, die Frage ist ob das unbedingt so gut ist.
Warum ist denn die eine Wand so dünn?
Stand da mal ein Haus daneben, wenn ja was ist damit passiert?

Viele Grüße





Ursprünglich hat das Haus aus 3 Räumen bestanden, etwas später sind 2 weitere Wirtschaftsräume dazugebaut worden. Die werden jetzt zum Wohnraum gemacht, das Problem ist, dass eine Mauer eben nur 25cm stark ist. Nachdem ein neues Dach darauf gebaut wird, wird ein Umschliessungsrost über diese Aussenmauer betoniert, daher sollten sie, glaube ich, alle die gleiche dicke haben.

Das Haus wurde 4 Jahre nicht bewohnt, ist dennoch relativ trocken. Alle bestehende Böden werden ausgekoffert und neue aufgestellt (Glasschaumschotter, U-Beton, Hydroisollierung, Styroporbeton, EPS, Heizestrich, Bodenbelag).

Die bestehende Wände werden nicht isolliert (nur mit Kalputz verputzt), nur Dach und Böden. Kastenfenster werden eingebaut.

Was für Lösung wäre optimal? Innendämmung (aussen geht nicht) ist natürlich eine Option, ich weiss nur nicht ob sie notwendig ist und technisch einen Sinn macht?

Vielen Dank im Voraus für alle Hinweisse und technische Überlegungen.



Wandaufdopplung



Eine Wandaufdopplung ohne statische Notwendigkeit ist in der Stärke überflüssig. Eine innere Vormauerung aus 50 mm Porenbeton genügt, um die physikalischen Werte in etwa an die bestehenden Wände anzugleichen. Dafür muß kein gesondertes Fundament gesetzt werden. Es genügt ab und an eine Verzahnung in die einbindenden Wände zu setzen und den Innenputz vorher abzuschlagen. Die Steine werden möglichst vollflächig auf die Wand gemauert.

Viele Grüße

p.s. Mit Kondenswasser werden Sie bei einem U-Wert von ca. 1,40 auf jeden Fall zu kämpfen haben.



Wandaufdopplung



Vielen Dank für die Antwort. Meine Überlegung war Multipor Dämplatten zu verwenden, ich war allerdings etwas verunsichert, soll ich eine Dampfbremse nehmen oder nicht, wie kompliziert sind die Details usw.



Dickmauer



Hallo

Nein!
Wenn …
Ich würde nicht "isolieren".
Fundament für die Vor- oder Doppelmauer, wenn Sie doppelt so dick machen wollen.
Mit Kalk hochmauern, Stahlanker, gefüllte Fuge

Aber obs den Aufwand lohnt?
Die Masse ist zwar sehr gut aber richtig "notwendig" ist es nicht, denke ich …
keine Kerndämmung, Fundament notwendig …

Alles in allem sollte aber so was mit allen Randbedingungen planen und sich gut überlegen … und planen …

Von so Mischmauern mit Porenzeugs davor geklebt halte ich gar nichts …

Gesamtkonzept …

Florian Kurz



Nun bisher - das heißt die letzten Jahre war die Feuchte kein Problem...



.. aber wie Herr Bötcher schon geschrieben hat wird dies in Zukunft ein Problem werden.
Wie soll denn dies auch sonst funktionieren, wenn das Mauerwerk in die Erde einbindet und somit längere Zeit kalt bleibt die Luftfeuchte außen jedoch sehr hoch ist?
Außerdem wollen Sie innen auch ein Wohlfühlklima warm und relativ feucht (zwischen 45-60%) und somit kann bei einer kalten Wand < ca 12 Grad, Tauwasser entstehen!