Mobilheim Wandaufbau und Neubau

25.04.2012



Guten Tag,

ich bin etwas verunsichert bezüglich neuer Anbau am Mobilheim.
Das Mobilheim wurde damals vor ca. 12 Jahren von einer firma gebaut und aufgestellt. Der Wandaufbau ist wie folgt von INNEN nach AUSSEN !! Rigips 12,5 ; Mineralwolldämmung 40 mm, Ölpapier ? ; Landhausprofil.........
Ich wohne dort und kann sagen es ist auch im Winter sehr behaglich. Angenehm warm bei normaler Heizleistung....
Im Sommer angenehm kühl.

Jetzt zu meiner Frage: Ich plane die angrenzende Terasse ca. 12qm auszubauen, also das Mobilheim mit der Terasse räumlich zu verbinden, welcher so entstehende Raum dann als Wohnzimmer genutzt werden soll.
Kann ich den Wandaufbau genau so herstellen, wie das Mobilheim hat, weil ein Dachdeckermeister informierte mich darüber, das ich doch darauf achten soll eine Dampfsperre zu verbauen..........ich habe mal online den U-Wert errechnen lassen, habe aber immer angeblich laut Programm absolute Feuchte.........auch wenn ich die Daten vom bisherigen Wandaufbau eingebe, sagt das Programm Feuchtigkeit....meine Wände sind aber absolut trocken vom Mobilheim...wer kann mir was dazu sagen...ob ich den Wandaufbau wie beschrieben herstellen kann...Danke kawum69



Da



bist Du selber drauf gestoßen - Theorie und Praxis. Wenn Du es genau so hinbekommen würdest - dann könnte es wohl weiterhin funktionieren - empfehlen kann das aber keiner. Die entscheidung mußt Du schon selber treffen. Ein fachgerechter Wandaufbau sieht etwas anders aus, kann aber bei fachlich falscher Ausführung ebenso in die Hose gehen. Aber 4 cm Dämmung - da sollte man sich schon nach Alternativen umsehen. Was vestehst Du unter "Angenehm warm bei normaler Heizleistung...".



Der Wandaufbau ...



... widerspricht allen Regeln der Technik und der Erfahrung und kann in keinster Weise empfohlen werden.

Wenn er trotzdem schadensfrei ( ...überall...?) geblieben ist: Glückwunsch!! Vielleicht liegt´s auch daran, daß die MiWo von 40mm im Gefach noch so viel Luft bis zum -vielleicht auch nicht luftdicht verlegten- "Landhausprofil" gehabt hat, das sich eine ungeplante Belüftung und Abtrocknungsmöglichkeit für die Raumluftfeuchte ergeben hat.

Vor zwei Wochen habe ich ein "Streif"-Ferienhaus aus den 60ern begutachtet, das einen vergleichbaren Wandaufbau hatte. Da steckte allerdings der Schwarzschimmel massiv drin.

Ein heute üblicher Wandaufbau wäre, von Innen-Aussen:

GKB - Lattung(als Installationsebene) - OSB mit abgeklebten Stössen (luftdichte Ebene und Dampfbremse) - KVH-Ständer 14 bis 18cm, dazwischen Dämmung - diffusionsoffene Holzfaserplatte als Gefachabschluss nach aussen - Lattung als hinterlüftete Ebene - Fassadenverkleidung nach Belieben.

Auf die Verwendung vom Dampfbrems- bzw. Dampfsperrfolien sollten Sie nach Möglichkeit verzichten. Sie sind nicht dauerhaft zu 100% dicht zu bekommen.



Erfahrungsaustausch?



Es gibt doch ziemlich viele dieser Wohnparks, die aus Wochenendsiedlungen hervorgegangen sind, ich kenne z.B. diesen hier:

www.waldferiendorf-eversum.de

Die allermeisten Bewohner haben dort seit den 70er-Jahren ausgehend vom Ur-Mobilhome alle möglichen Anbauten und sonstige Ergänzungen hinzugefügt und wohnen inzwischen zu einem großen Teil dauerhaft dort. Es sollte mich wundern, wenn es da nicht ein paar Spezis gäbe, die Informationen über geeignete Materialien und Techniken für Anbauten austauschen, vielleicht sogar in eigenen Foren?

Ob das nun alles empfohlener Stand der Technik ist, sei mal dahingestellt, aber immerhin bewohnen die Leute diese Holz-Homes schon seit vielen Jahren ganzjährig, es scheint also irgendwie zu funktionieren.

Bestimmt gibt es so etwas auch in Deiner Nähe, vielleicht einfach mal hinfahren und Kontakte knüpfen.



Wandaufbau



hallo nochmal zusammen,

so um mal allgemein zu antworten, natürlich muss ich selbst entscheiden, wie ich den Wandaufbau mache. Ich habe auch bei Kauf desw mobilheimes mit dem "Aufsteller/hersteller" telefoniert. Er sagte, das es so standart ist.Es stimmt tatsächlich, das ich keinen Schimmel oder dergleichen habe.....mich hat es auch gewundert, das es "so einfach" isoliert wurde. Zur frage mit der angenehmen Wärme. Ich betreibe darin eine Truma 5002 Heizung also zu vergleichen mit einer Autoheizung mit Gebläse. Es gibt 10 Heizstufen, wobei laut Stufenbetrieb vom Werk aus, verschiedene Gradzahlen bei Stufenregulierung an heizleistung herrauskommt. So betreibe ich z.b die Heizung im Wohnzimmer auf Stufe 2 (21 Grad) und habe in jedem Raum auch tatsächlich zwischen 19 und 22 Grad. (Länge 12 m) als Raum werden beheizt Badezimmer ca. 4qm Gästezimmer ca. 6 qm das Schlafzimmer 13qm ,Flur 6qm und Küche 6qm sowie wohnzimmer mit 8qm.

Der Aufbau ist bei jedem Mobilheim bei den herstellern nachlesbar.......dort wird fast zu 100% so gebaut.

Ich werde den Anbau so bauen, wie schon beschrieben, mit 12,5 Rigips, Folie, 4 cm Luft, 4 cm Styropor OSB 12,5 und als Dämmung von Aussen nochmal 8 cm Styropor mit anschliessendem Putz. So haben hier schon viele gebaut und bis jetzt ist alles gut gegangen.

Ich freue mich sehr über eure Vorschläge und Hinweise, die auch nachzuvollziehen sind......

Gewiss bekomme ich die Folie nicht richtig dicht, aber werde auf jedenfall drauf achten, das ich das so gut wie möglich hinbekomme.....werde auch Meldung geben, wenn es doch schief gegangen ist....grins...

Danke für die Hinweise und tipps...

Kawum69



mit



der Frage nach der normalen Heizleistung meinte ich die Kosten oder die Leistung, nicht die Anzahl der Heizstufen!

Wenn ich 20 von 50 KW ins Wohnzimmer blase, ist das zwar nur die halbe Leistung, aber doch sehr teuer. Wenn man also nicht allzusehr geizt, kann es hinterher billiger und besser werden.

Dein geplanter Aufbau könnte völlig nach hinten losgehen. Wenn schon eigenwillig, dann nach dem Prinzip: innen dichet als Außen - und da gehört die OSB nicht zwischenrein. Als Tragelemet könnte ich mir da nur ein Lattenrost vorstellen ... aber auch kein Styropur.



Wandaufbau



Ok danke.....ich werde nochmal mit meinem Kollegen Dachdeckermeister sprechen und vor Ort einen Termin machen......

zu den Heizkosten, kann ich nur soviel sagen, mein Verbrauch (Gas) liegt bei ca. 50 Euro im Monat, den ich auch selbst direkt abrechne, also keine Vorrauszahlung , sondern Monat für monat den absoluten verbrauch bezahlen.

Ich finde es recht günstig, da ich vorher in einer Mietswohnung gewohnt habe mit gleicher qm Zahl und jeden Monat 90 Euro vorrauszahlung leisten musste und teilweise manchmal nach der Abrechnung entweder nix zurückbekam oder noch was bezahlen musste. Und die Vorrauszahlung war ja für 12 Monate.....ich Heize jetzt seit Oktober und habe tagsüber die Heizung seit 2 Wochen aus......ich finde es recht günstig.....

schönen tag noch



Wandaufbau



Hier mal ein Beispiel einer Firma, die Mobilheime baut....

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Fahrgestell: Eisenchassis aus U-Profilen und Winkelstahl mit Rostschutz beschichtet
Boden: 8 mm Spanplatte wasserabweisend imprägniert, Polster - hölzer, mit 50 mm Styropor isoliert, 19 mm Spanplatte darauf PVC - Belag, Spannteppich oder auf Wunsch Laminatboden
Außenwände: Holzriegelaufbau mit 50 mm Styroporisolierung, außen mit Blockhaus-, Stulp- oder Rollschalung, innen mit 8 mm Spanplatte als Tapeten - bzw. Wandbelagträger
Decke: Dachkonstruktion aus Nagelbinder, 6mm beschichtete Spanplatte mit 150 mm Tel - Wolle isoliert, darüber Kaltdach, 19 mm Spanplatte und 4 mm gesandete Bitumen - Flämmbahnen
Innenraumhöhe: 2,07 m Standard, auf Wunsch bis 2,50 m
Fenster: Dreh - Kippfenster aus verleimten Fichtenkanteln mit 24 mm Isolierverglasung Climaplus N

Eingangstüre: aus verleimten Fichtenkanteln mit 24 mm Isolierverglasung Climaplus N und Füllung mit Styropor isoliert

Heizung: Truma Propangas - Warmluftzentralheizung


Heizlastberechnung:



Boden: 0,59 W/m²K
Wände: 0,61 W/m²K
Decke: 0,35 W/m²K
Fenster: 1,10 W/m²K
Tür: 1,50 W/m²K
spez. Transmissionswärmeverlust: 0,9636 W/m³K
spez. Lüftungswärmeverlust: 0,1400 W/m³K
spez. Gesamtwärmeverlust: 1,1036 W/m³K

max. Wärmeverlust = Gebäudeheizlast 2505 W

vielleicht hat ja einer dazu ne Anmerkung.....

Lg kawum