Dämmung bei Fachwerk




Hallo Zusammen,

ich bin nun ein glücklicher Besitzer eines Fachwerkhauses.
Für mich bestehen aber bezüglich Dämmung noch ein paar Unklarheiten.
Die Wand ist wie folgt aufgestellet:
Lehmputz dann Lehmziegeln und von Innen wieder Lehmputz.

Wir wollen das Haus von außen mit 120mm Mineralwolle dämmen lassen. Im Innenbereich sollen Ständerwände gesetzt werden.
Unser Heizungsinstallateur meinte er will die Heizungsrohre die an der Außenwand verlaufen ungedämmt lassen, damit es zwischen Ständerwand und Lehmwand nicht stockt oder friert.
Ist das so richtig?

Und muss man an den Wänden eine Dampfsperre anbringen?

Für jeden Ratschlagbin ich dankbar.

Siegfried





warum sollen die Ständerwänden innen denn gebaut werden?

Dass der Hohlraum zwischen Lehm und Ständerwand ein Problem geben kann, hat der Heizungsbauer schon recht gut erkannt.


GE



Warum die angedachte Maßnahme?



Außendämmung 120mm gut und schön, wahrscheinlich dann mit Vorhangschale. Aber warum dann MiWo?
Um die Wand auf der Innenseite "glatt" zu bekommen, muss es auch keine Schale auf Ständerwerk sein. Undefinierte Luftschichten sind immer Mist...
Und wenn Ihr die Wände so eingepackt "killen" wollt, und auch die optische Wirkung des Hauses außen wie innen, warum kauft ihr dann "glücklich" ein Fachwerkhaus?

MfG,
sh



Fachwerk … Vorsicht … 



Hallo

nicht nur für Sie ist das mit dem Dämmen mit Unklarheiten behaftet … auch für mich … denn ich denke immer: Warum sollte man ein Haus kaputt-dämmen wenn es nicht sein muss …

Wenn Sie das aussen dämmen wollen, werde ich nichts machen können, ausser Ihnen zu sagen, dass ich es nicht machen würde … eher nur neu Verputzen oder mehr Geld in die Substanz investieren … (ist es Fachwerksichtig oder ganz verputzt? - wie viel Schäden oder Makel sind OFFENSICHTLICH?)

Von der innen liegenden Ständerwand würde ich dringend abraten, da da bauphysikalische Sachen ablaufen, die einem Holzbau nicht unbedingt zuträglich sein werden auf lange Sicht … 

man könnte das zwar, wie vom Heizungsmenschen vorgeschlagen mit "nackten" Heizrohren "temperieren" aber da würde ich lieber keine Vorsatzschale machen und eine - in meinen Augen - sehr sinnvolle Temperierung für die Wohnung konzipieren udn installieren lassen … 

bei interesse: www.thermische-bauphysik.de

Florian Kurz



Hallo Siegfried,



nach dem, was Sie schildern vorzuhaben, sind Sie m. E. auf dem besten Weg, vom glücklichen zum unglücklichen Fachwerkhausbesitzer zu werden. Ich kann mich insoweit den bereits vorgebrachten Anregungen und Bedenken nur anschließen.

Ich möchte Ihnen insoweit ans Herz legen, sich fachkundigen Rat bei jemandem zu holen, der sich mit Sanierungen historischer Bausubstanz bestens auskennt - und zwar gewerkeübergreifend!

Sie haben als Region Thüringen angegeben. Hier in Thüringen bietet z. B. der Denkmalhof Gernewitz eine kostenlose Bauherrenberatung an, die als Einstieg in die Thematik dienen könnte.
Näheres hierzu finden Sie unter: http://www.denkmalhofgernewitz.de/index.php?id=44

Bei Bedarf können Sie sich selbstverständlich auch an uns wenden.

i. V. Dirk Meisinger