Feuchte Wand im Eingangsbereich

23.05.2013 barr



Hallo,
Im Bereich meines Hauseingangs und Kellerabgangs habe ich ein Problem mit Feuchtigkeit – siehe Bild.
Ich versuch erstmal die baulichen Fakten darzustellen.

- Haus BJ. 1910
- Material der Wand aus Vollziegel ca. 40cm stark
- Putzinnen ca. 3cm Rotkalk, 2 hohle Stellen (runde Feuchte Flecken)
- Ausrichtung Nord
- Bereich nicht unterkellert
- Boden innen Terrazzo – drunter Kies/Lehm
- Grundwasser ca. 6m Tief und schönem gelben Lehm (Brunnen auf SÜ Seite vom Haus)
- Boden außen geteert bis an Hauswand
- Regenwasser läuft nicht an die Wand, nur Spritzwasser und Schlagregen
- Fundamentsteine evtl. aus Bruchstein keine Vertikalabdichtung an Aussen/Kellerwänden vorhanden
- Kelleraussenwände sind stellweise Feucht – teilweise trocken
- Horizontalabdichtung war/ist bei Kellerinnwänden auf erster Ziegelreihe vorhanden (hab einen Raum 20cm tiefergelegt)
- früher war die Wand ca. 140cm hoch gefliest, die roten Sockelfliesen sind noch Original und fest
- Putz ca. 3cm Rotkalk
- Wand von Aussen im Zuge der Renovierung mit Styropor gedämmt (über die Teerfläche).

Bevor ich irgendeine Sanierungsmaßnahme durchführe, würde ich gerne die Ursache kennen.
Dazu folgende Fragen:

- Kann man die Feuchtigkeit in der Wand (nicht nur Oberfläche) zuverlässig messen?
- Welche Ursachen kommen in Frage?
- Welche Maßnahmen kommen in Frage?
- Kennt jemand einen „guten“ unabhängigen Fachmann/Gutachter in meiner Ecke (Ostalb)?

In freu mich auf eure Antworten… auf meinem Profil gibt’s es noch ein paar Bilder

Gruß
Ralf



Feuchte Wand



Ist sichergestellt, dass das Wasser nicht von der Heizung kommt?





Ja, da Heizung von rechts angefahren ist.

gruß
Ralf



nun,



zunächst gratuliere ich dir mal zu deiner super Dämmung und dem fachmann der dir diese,ich muss es so sagen,angedreht hat...ohne große fachbegriffe anzuwenden kann ich zwar auch nur vermuten das es mit dieser super dämmung zusammenhengt...d.h. das du mal prüfen solltest mit was der rotkalk gestrichen ist in der schadhaften ecke...was nutzt dir ein super putz der mit einer nicht diffusionsoffenen Farbe gestrichen ist?...meiner auffassung nach ist es im gesamten ein zusammenspiel aus mehreren faktoren...zum einen aussen deine schützende hülle die sämtliche vorzüge einer ziegelbauweise mit füßen tritt,und zum anderen die mit sicherheit falsche farbe die ein funktionierendes system behindert...man bedenke dabei,wer auch immer die dämmung empfohlen hat,das Ziegel an sich alles brauchen,aber bestimmt keine dämmung in form von dem material deiner wahl bzw der empfehlung des experten...da braucht es auch keiner feuchtemessung sondern eher das abstellen der offensichtlichen ursachen...in diesem fall sollte man in der tat einen fachmann zu rate ziehen der vor ort die ursachen erkennt und ein schlüssiges maßnahmenkonzept erstellen kann...keinen Energieberater der die dämmung in den himmel hebt,und auch keinen schamanen der erprobte fertigputzsysteme empfiehlt nach 08/15...nicht jede situation ist gleich,und von daher bedarf es auch einer individuellen abstimmung der anzuwendenden materialien...lange rede,kurzer sinn:

rette was zu retten ist,aber lass einen fachmann ran der dir auch erklären kann was da los ist...diesen erkennst du daran das er die dämmung in jedem fall anspricht usw...

viel erfolg...



Feuchte Flecken



Darüber zu orakeln ob das mit der Dämmung oder mit anderen Ursachen zusammenhängt bringt Sie nicht weiter, über die Gründe kann man ohne genauere Informationen- und die gibt es nur vor Ort- nichts schlüssiges sagen.
Was ihre Frage nach der Feuchtemessung betrifft:
Da können Sie sich erst mal selber helfen. Sie brauchen dazu einen Steinbohrer (ca. 30 cm lang, ca. 10 mm Durchmesser), eine Bohrmaschine, Augen, Nase und Ihren gesunden Menschenverstand.
Bohren Sie im Bereich der Feuchteerscheinungen und dann ca. 30 cm darüber ein Loch langsam und ohne Schlagbohrmodus in die Wand, versuchen Sie eine Lagerfuge zu treffen. Sehen Sie sich aller 1, 2 cm das geförderte Bohrgut an. Ist es hell und staubförmig,riecht es nicht kann man es leicht wegblasen dann ist ihre Wand staubtrocken. Wird es dunkler, bildet es größere Krümel, staubt es nicht mehr, riecht es nach nassem Putz- dann wird die Wand nach außen hin feuchter. Das lässt darauf schließen das Wasser von außen eindringt. In diesem Fall ist der Einleitungspunkt IMMER oberhalb der sichtbaren Durchfeuchtung innen. Deshalb eine zweite Bohrung etwas höher. So können Sie über die Eindringtiefe und die Höhe die Quelle etwa lokalisieren. Das kann z.B. ein unsachgemäß montiertes Fenster bzw. die Fensterbank sein.
Wird das Bohrgut je tiefer immer trockener, dann liegt die Ursache innen, z.B. in einer Wärmebrücke als Kondensatausfall oder, über den Treppenstufen, an den reinlichen deutschen Hausfrauen.

Viele Grüße



feuchte wand



@ Andreas Stiwitz: Farbe ist eine Keim Silikat. Genau den Fachmann such ich, da alle die ich bis jetzt befragt habe mit nur einem Blick die Ursache kannten und als Lösung nur irgendeinen Sanierputz wussten....

@ Georg Böttcher: Kondensatbefall liegt sicher auch vor, bei feuchtwarmer Witterung ist manchmal auch der Terrazzoboden in der Ecke feucht, die Hausfrau schließ ich mal aus ;-)..
Bei der Feuchtemessung dachte ich eher an eine zerstörungsfreie Lösung - fürs erste

Alle: Da die Feuchtigkeit wohl schon früher im Eingangsbereich war und dieser wohl darum gefliest wurde, kann die Dämmung (ob richtig oder falsch) nicht Hauptursächlich sein...



Feuchte



Um festzustellen ob und wie weit eine Wand durchfeuchtet ist geht es nicht ohne Probenentnahme. Ein paar kleine Löcher wie bei meinem Vorschlag sollten wohl kein Problem sein. Sonst wird nämlich mit einem Kernbohrer eine größere Menge Wandmaterial entnommen und beprobt.
Irgendwelche blinkenden elektronischen Geräte (Protimeter, Ganimette...) können Sie vergessen. Die sagen allenfalls etwas darüber aus, ob der Putz an der einen Stelle etwas feuchter ist als an einer anderen. Mehr nicht.

Viele Grüße



gut,



dann mal anders ausgedrückt und kurzer prozess...wie herr böttcher halte auch ich die untersuchung vor ort für die sinnvollste lösung...orakeln und vermutungen sind nicht angebracht und wurden von meiner seite nus als denkanstöße in den raum gestellt...jedenfalls ist eines so sicher wie das amen in der kirche:

sie werden mit sehr hoher wahrscheinlichkeit nicht nur mit ihrer bohrung löcher in die wand machen sondern auch noch auf feuchte stoßen...ist das selbe prinzip wie mit den elektrischen zauberkasten ( die stelle nass,die andere nicht ) nur das sie dabei nicht auch noch wunderschöne löcher produzieren würden...persönlich würde ich das etwas anders angehen um da mal logische abfolgen zu erarbeiten...

der gesunde menschenverstand lässt den fachmann das ganze analytisch angehen,durch rückschlüsse auf die vielleicht bekannte vorher/nachher situation,und die ursachen erkennen...

ich würde ihnen raten der wand mal einige tage in form von einem putzabtrag ( putz entfernen und die stelle beobachten ) die gelegeheit zu geben abzutrocknen,oder eben nicht...trocknet die stelle ab so ist das schonmal ein problem das man erkannt hat und kann evtl dingfest machen das doch mit der diffusionsoffenheit etwas nicht so ist wie es sein soll...sei es der putz oder eben doch die farbe,vielleicht sogar beides...naja,wie gehabt,lange rede kurzer sinn:

holen sie sich einen fachmann oder reden sie wenigstens mit einem da sich alles mündlich besser darstellen lässt...auch wenn es beispielsweise nur am telefon ist...

gruß



schimmel



hallo für mich ist das ein Kondensat Problem die wand kann sich ja gar nicht so erwärmen wie es sein müsste wenn man noch rotkalkputz verarbeitet der dazu noch hydrophob Eingestellt ist und ev ne Silikat Farbe mit geringem ph wert rüber streicht kommt es schnell zum Schimmelbefall . hier wäre wenn schon der rotkalkputz auf der wand ist eine sumpf Kalkfarbe die einzig wirksame Lösung besser wäre aber ein Luftkalkputz mit kalkfarbe