Werte Fachleute!




Was halten Sie von diesem Artikel?
http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article13372977/Sanierte-Haeuser-massenhaft-von-Algen-befallen.html
Gruß
Ralph Schneidewind



Im Prinzip...



... nix neues... so traurig es auch ist...
Lustig ist allerdings das mit der elektrischen Gitterheizung... soweit kommts noch...

LG, Sebastian Hausleithner



diese Thema gabs hier schon einmal



Zweifel an der Sache mit dem Algenbewuchs habe ich zumindst nicht. Die Fassade kühlt in der Nacht mehr ab und in der Nacht bildet sich Tau, wie auf dem Rasen.
Schön sind auch die vielen Fassaden mit Leopardenmuster, wo die Befestigungsdübel für die WDVS etwas mehr Wärme von innen nach außen leiten, so dass diese Stellen weniger betroffen sind.

Unsinn ist allerdings die Sache mit dem Schimmel. Schimmelpilzinfektionen in den Atmwegen sind sehr selten und betreffen eigentlich nur Immungeschwächte Personen, z.B. nach Organtransplantation oder während einer Chemotherapie.
Dass im Jahr 2500 Personen (von 800000) Personen daran sterben ist traurig, die Vorstellung dass das etwas mit Fassaden zu tun hätte, ist aber kompletter Unfug.

Schimmel kommt ja nicht nur auf Wänden vor, sondern praktisch in jeder Topfblume, im Mülleimer, am Duschvorhang, auf der Haut, im Mund, im Keller und natürlich in der 'gesunden' Natur, insbesondere auf dem Waldboden.

Zugegeben, im Zimmer möchte niemand Schimmel an der Wand haben, ich habe aber den Eindruck, dass der Schimmel oftmals als Verkaufsargument für mehr oder weniger sinnlose Sanierungs-Maßnahmen missbraucht wird.
Im oben zitierten Artikel muss der Schimmel herhalten um aus einem eigentlich alten Hut eine brandgefährliche Nummer zu machen.

Gruß G



Solche Probleme häufen sich



Das Problem mit der Algenbildung ist ja schon seit langem bekannt und wird immer häufiger festgestellt.
Dünne Putzstärken und schlecht oder nicht wärmespeichernde Dämmstoffe verstärken das Problem in zunehmenden Maße.
Abhilfe schafft in solchen Fällen nur die Erhöhung der Masse, sprich neu Verputzen der Wand mit einer stärkeren Putzschicht.
Aber eine solche Vorgehensweise ist teuer und sind einer Sanierung der Sanierung gleichzusetzen. Was immer Ärger mit sich bringt.


Gruss Thomas



Die Folgen ...



des eskalierenden Dämmwahns werden immer offensichtlicher und lassen die eine oder andere "Blüte" - wie die Idee zu einer elektrischen Beheizung von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) - treiben.

Anstatt aus offenkundigen Fehlentwicklungen die richtigen Schlüsse zu ziehen und die "Marschrichtung" zu ändern, werden Fehler nicht nur treu und brav wiederholt sondern auch noch neue obendrauf gesetzt. So werden m. E. immer abstrusere Verfahren kreiert, um Fehler zu kaschieren. Die Fehlerketten werden somit immer länger.

Wenn ich allein daran denke, mit welchem Aufwand eines Tages marode WDVS als Sondermüll entsorgt werden müssen, wird mir schon etwas schwummrig.

Das Thema "Dämmwahn" beschäftigt mich schon seit einiger Zeit, weshalb auf unserer Website auch ein diesbezüglicher Beitrag eingestellt ist.
Wer Ihn lesen möchte, möge sich einklinken unter:
http://www.meisinger-ingenieurleistungen.de/index.php/bauberatung/54-hd5



Weitsichtig Gedacht



Jedemenge Arbeit für die Zukunft. Sanierung der Sanierung.
Diese Materialien sind und bleiben nunmal Sondermüll!!!!!
Wo wir wieder beim Thema wären. Denkmalschutz und -pflege in Verbindung mit Bauökologie sind einfach Geil!!!!!!! Kulturhistorisch, ökologisch, gesundheitlich, romantisch, nachhaltig usw.
Ansonsten schließe ich mich Frau Annelei Meisinger in Ihrer Meinung an.



Gruß Ronny



Dann...



... darf man aber auch vor Gore-Tex, Fleece-Pullis & Co. die Bremse nicht vergessen...

Ich gehe jetzt in meine Höhle und male ein paar Hirsche an die Wand...

LG, sh



Dämmwahn



Was der Einwurf mit Gore-Tex etc. und Bremse soll, vestehe ich nicht so richtig? Dass es zur Algenbildung an Fassaden kommt, deren Speicherfähigkeit nicht oder nur wenig vorhanden ist, ist ja hinlänglich bekannt.
Jede Dämmmaßnahme sollte auf das Bauwerk und dessen Konstruktion abgestimmt sein und nicht umgekehrt.
Welchen Sinn macht es, einer massiven Ziegelwand die Speicherfähigkeit zu entziehen und somit auf solare Wärmeerträge zu verzichten?
Betrachtet man den Wärmestrom in einer massiven Wand, gehen wir bisher immer von einem Normklima aus aussen -10° und innen 20°( Lufttemparatur), somit ergibt sich ein Wärmestrom von innen nach aussen. Was aber wenn die Oberflächentemparatur aussen bei einer gedeckten Farbe auf durchaus 30° und mehr ansteigt?
Wie liegt dann der Wärmestrom?
Über diese Dinge und mehr sollte man sich mehr gedanken machen, als über Dämmstärken und immer noch dichter werdene Konstruktionen.

Grüsse Thomas





"... darf man aber auch vor Gore-Tex, Fleece-Pullis & Co. die Bremse nicht vergessen...

Ich gehe jetzt in meine Höhle und male ein paar Hirsche an die Wand..."

Das ist doch -mit Verlaub- demagogische Polemik. Da fehlt nur noch wieder das Beispiel mit dem Schei*en im Hof auf den Misthaufen und der Lebenserwartung von allerhöchstens 40 jugendlichen Lenzen.

Goretex, Fleece & Co. haben im Gegensatz zu o.g. Dämmstoffen den Vorteil, natürliches Eigenschaften wie z.B. Dampfdurchlässigkeit und atmungsaktivität weitestgehend erfolgreich zu imitieren, wogegen manche Hausdämmungen eher auf der Stufe einer übergestülpten Plastiktüte stehengeblieben sind.



Das Problem ist,



dass man beim Dachaufbau sehr grossen Wert darauf legt, dass der Aufbau von innen nach aussen immer diffussionsoffener wird!
Beim Bauteil Wand wird das immer wieder missachtet.
Da stellt man sich immer wieder die Frage wie sich das Bauteil Wand vom Bauteil Dach unterscheidet?

Grüsse Thomas



Mich stört



Mich stört bei diesen Sendungen dass die funktionierenden Alternativen unerwähnt bleiben.
Sicherlich ist es suboptimal Fassaden mit EPS zu dämmen.
Aber als Alternative die gesamte Fassadendämmung in Frage zu stellen halte ich für unverantwortlich.
Wir haben seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit WDVS auf der Basis von Holzweichfaser und Zellulose gemacht. Verputzt.
Sicherlich nicht zu dem Preis wie eine EPS Dämmung, dafür aber diffusionsoffen, schalldämpfend, mit verbessertem sommerlichen Hitzeschutz, guter Energie und CO2 Bilanz.
In diesen Fassaden nistet noch kein Specht und veralgt sind sie auch nicht. Den Rückbau und die Wiederverwertung sehe ich unproblematisch.
Sicherlich ist diese Fassadendämmung teurer als EPS - weil weitaus hochwertiger.
Aber ca. 40% Mehrkosten halte ich für überschaubar.
MfG
SB





Hallo,

wer Mist bestellt, der kriegt auch welchen.
Es gibt viele Wärmedämmverbundsysteme, die seit Jahrzehnten stehen wie eine eins: Mit Silikatputzen, auf Kornstärke abgerieben, oder mit mineralischer Dickbeschichtung, oder wie von Herrn Büschen beschrieben.
Das kostet aber ein wenig mehr. Wenn man das Ergebnis ansieht, finde ich, es lohnt sich.
Dabei kommt es am wenigsten auf den Dämmstoff an.

Die gezeigten Resultate sind auch Folge einer Selbermachermentalität. Der Architekt oder Fachhandwerker hätte es gewusst und der Bauherrschaft sagen können.

Grüße vom Niederrhein