doppelte Kellerwand

19.07.2012



Hallo,

Wir haben herausgefunden, dass bei unserem Haus vor die alte Bruchsteinmauer im Kellerbereich (teils Hang) eine Mauer ausKalksandstein gesetzt wurde. Im Zwischenraum sitzen (relativ lose) 3cm dicke Styroporplatten.

Was tun?
Styropor raus? Mit etwas anderem füllen? Ignorieren?

Gruss
A.



Ich verstehe grad nicht...



... ob die KS innen oder außen vorgesetzt sind...

Ansonsten erstmal Ruhe bewahren und in Ruhe nachdenken, ob es nicht einen Grund für die Wand geben könnte...

Dies könnte bspw. eine Verstärkung der Statik sein, aber vielleicht hat der Vorbesitzer nur eine grade Wand für seinen Bastelkeller gewollt... fragt den doch einfach mal, wenn möglich...

Ansonsten: Wenn sich abzeichnet, dass es keine Probleme damit gibt und sie Euch nicht stört, dann lasst sie doch einfach stehen...

Wie lange lebt Ihr denn schon in dem Haus?

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



sorry



der Kalksander sitzt innen, das Styropor also auch.

Der Vorbesitzer ist verstorben und wir bewohnen das Haus noch nicht.
Wir haben gerade die Böden oberhalb der Wand offen, weil der Schwellbalken ersetzt werden musste (aussen hatte das Haus einen dichten Kunstharzputz und innen in den Räumen Styropor unter dem Rigips *seufz*).

Der Kalksander wurde in einem Keller und einer Art Wirtschaftsraum gemauert, vielleicht im Rahmen der erneuerung der Wasseranlage.

Noch komme ich halt von oben ran und kann versuchen das Styropor rauszupfriemeln, aber leer lassen ist ja sicher auch nicht das wahre. Aussen hat das Haus mitlerweile eine Perimeterdämmung und überlappend eine Fassadendämmung aus Hanf und vorgesetzter Holzfassade.

Güsse
A.



Hmmmm, wahrscheinlich...



... wollte der Vorbesitzer nur etwas Wärmedämmung einbringen um die beiden "Nutzräume" etwas "wohnlicher" zu gestalten...

... eine mögliche Folge könnte der defekte Schwellbalken gewesen sein...

... sollte es tatsächlich keinerlei statischen Gründe für die KS-Wände geben (wovon ich hier aus der Ferne ausgehe), plädiere ich dafür, die Wand und das Styropor komplett von der Kellerseite aus zu entfernen...

Lass' doch mal den Zimmermann einen (hoffentlich) fachkundigen Blick darüberschweifen, wenn die tragende Deckenkonstruktion die Kraft vernünftig an die neuen Teile abgibt, dann wird es wohl auch keine Statik-Gründe mehr geben, sofern es sie je gegeben hat...

... Insofern würde ich in jedem Fall abwarten bis die neue Schwelle tragfähig montiert ist.

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



die Mauer



sollte eigentlich bleiben. Ich dachte nur den Zwischenraum zu verändern...gibt es da keine sinnvolle Lösung?
Den KS auch rauszunehmen wäre ein recht grosses Unterfangen, da hängen u.a. alle Leitungen dran.

Ich hadere mit der Frage schon ein Weilchen, der Schwellbalken ist lange getauscht, der Zimmermann verstand den Sinn der Wand auch nicht und meinte nur, dass Styropor im Fachwerkbau nie gut sei.



Grüsse
A.



Styropor



hat in den Zwischenwänden nix zu suchen. Im Fachwerkbau sowieso nicht.
Den Zwischenraum bekommst Du nicht leer, also muß die Wandweg. Solltest Du das Zeugs raus bekommen, den Zwischenraum mit mineralischem Füllstoff verfüllen (Perlit, Blähton oä.


Der genaue Wandaufbau wäre interessant, wenn ich es richtig verstanden hab:


Außen Fachwerk mit ? Ausfüllung,
im Keller Bruchsteine verputzt?dann Hohlraum mit Styropor, innen KS?

Hoffendlich hast Du keine Styroporpampe, weil Feuchte in den Plastikplunder einzieht, ob nun Kondensat oder von außen Bodenfeuchte. Auf jeden Fall würde ich im Bodenbereicch im Keller mal die Wand aufmachen und schauen, ob es naß ist. Denn die Feuchte aus den Außenmaterial kann sicher nicht weg.



Andreas



Wenn es gelingt...



...das PS von oben vollständig zu entfernen und die Wände aus praktischen Gründen bestehen bleiben sollen, dann ließe sich auch nachträglich eine Hinterlüftung herstellen, indem man Aussparungen stemmt oder bohrt, so alle halbe Meter, je unten und oben... hinterher mit passenden Gittern abdecken, wegen der Tierchen...

Damit wäre eine gewisse Zirkulation deutlich besser gegeben...

Wie sollen denn die Räume mal genutzt werden? Wenn hier mit erhöhtem Feuchteeintrag (Waschkeller, Terrarien, Sauna...) zu rechnen ist, dann ist das ganze eher kontraproduktiv...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



mineralisch



auffüllen könnte ich mit Perlite, davon hab ich reichlich übrig, mir war nur nicht klar ob das passt bzgl kapillare Feuchteleitung. Kann ich das evtl damit es etwas weniger rieselig ist mit Trasskalk versetzen und einfüllen? Ich denke, dass ich die verminderte Dämmwirkung gut verschmerzen kann, da ja eine Perimeterdämmung auf der Aussenwand sitzt.

Das Haus ist übrigens ein typisches Bauernhaus der Gegend von ca 1900. Fachwerk ist ausgemauert mit Bruchsteinen aller Art, die Keller- und Aussenwände im EG/Hang sind je nach Sichtbarkeit aus schönen Sandsteinquadern oder Bruchstein gemauert, anscheinend auch als Zweischaliges Ding mit kleineren Steinen und Mörtel im Zwischenraum. dafür ist der Schwellbalken z.T. auch doppelt ausgeführt. Ob das auch typisch ist, weiss ich nicht.

Die Räume sind Kellerräume und bleiben Kellerräume. Allerdings steht noch aus zu schaun wie die Aussenwand des daneben befindlichen, nachträglich in den 80ern (der Styropor in den Räumen stammt wohl aus den 70ern als die "tollen" Nachtspeicheröfen eingebaut wurden) eingebauten Badezimmers aufgebaut ist. Da haben wir noch nicht aufgemacht, das kommt aber, da wir von oben schon Rigipsplatten mit nasser Mineralwolle und unzähligem Mäusedreck unter einer Probebohrung vorgefunden haben als Deckenkonstruktion.
Morgen versuche ich das Styropor rauszupfriemeln, ich hoffe mit meinem Nilfisk komme ich in den Zwischenraum um den Shredder rauszusaugen.
Sonst muss ich mal schaun wie aufwändig der Abriss sein würde *seufz*

Grüsse
A.



vorgesetzte Wand



So wie ich das jetzt verstehe ist das eine vorgesetzte Wand vor einer Kelleraußenwand. Der Raum soll nicht als hochwertiger Aufenthaltsraum genutzt werden, nur als Keller.

Unter diesen Voraussetzungen empfehle ich ihnen alles so zu belassen wie es ist.

Anscheinend wurde die Wand vorgebaut um Unebenheiten zu beseitigen und/oder Feuchteerscheinungen zu kaschieren. Die lose eingestellten Styroporplatten sind funktionslos, aber nicht störend.
Eine gebundene Perliteschüttung erhöht die Gefahr einer kapillaren Wasserleitung von der Kelleraußenwand zur vorgesetzten Mauerschale.

viele Grüße



nicht störend



meinen Sie?
Das wäre natürlich die schönste Lösung für uns. Verschlimmbessern wollen wir es auf keinen Fall.

Für welche Einbausituationen eignet sich der Perlite denn dann? Nur sicher trockene Deckenschüttungen?

Grüsse
Andrea



Es ging...



... um die Bindung...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



perlite



pur wäre also gut? Oder wie soll ich das nun verstehen?

Grüsse
Andrea



Pul das Styropor raus...



... wenn möglich und lass es damit gut sein.
Ja, Schüttung pur wäre besser als gebunden, ist aber m.E. überflüssig...
Wenn beim Rauspulen Probleme beim Styropor sichtbar sind (Feuchte), dann melde Dich bitte nochmal...
Ansonsten:

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner