zweite Mauerschale nachträglich setzen?

24.08.2011



Hallo zusammen.

An unserem Haus (ehemaliger Bauernhof mit Schweinehaltung) aus den 30ern wurde 20 Jahre später an Anbau angefügt. Die Außenmauern bestehen aus 2 Lagen 11,5er-Backsteinen. Dahinter wurde (später?) direkt eine Porenbetonreihe gesetzt.

An der Schlagregenseite ist nun mittlerweile die Wand von innen feucht und die Feuchtigkeit auch an den Porenbeton weitergegeben. Eine vom Vorbesitzer montierte Rigipswand war zwischenzeitlich auch am Gammeln.

Ein befragter Architekt empfahl nun, die Backsteinwand oben und unten mit Be- und Entlüftungslöchen zu versehen und von innen quasi eine zweite Schale mit Dämmung zu bauen. Diese soll nach 4 cm Luft aus Dämmung (8 cm) und einer neuen gemauerten Wand bestehen.

Als K. Fischer-Homepage-"geschädigter" habe ich die Feuchtigkeit den in den alten Backsteinen enthaltenen Salzen zugeordnet, so dass meine Lösung in Regenabschottung der Wand von außen (Versiegelung?) und Entsalzung mittels Kalkputz von innen bestand.

Wie werden denn beide Vorschläge hier im Forum geshen bzw. was ist eine richtige Lösung?

Viele Grüße

Daniel



Zwei mal zwei



Hallo

Ist: 2x11,5 + Porenbeton + Rigips

Lösung 1:
A1 - Löcher und Luft und Dämmung und neue Schale

Lösung 2:
Versiegelung von Aussen - Opferputz von innen

Lösung 3:
Ist ein sehr komplexes Thema, das nicht in ein paar Sätzen erledigt werden kann.
Wenn ein Opferputz, dann selber gemachter Kalkmörtel oder billigster Lehmputz.
Abtrocknen
evtl thermische Feuchtesperre?

Opferputz entfernen und neuer Aufbau

Um genaueres sagen zu können müsste man die Randbedingungen kennen!

FK



Versiegeln?



Das war aber jetzt ein Witz, oder?

Der Außenputz sollte als Kalkputz + Anstrich instandgesetzt oder erneuert werden, aber das hat ja wohl mit versiegeln nichts zu tun.

Ob Salze eine Rolle spielen, sollte mit der Analyse einer Probe geklärt werden. Das ist sehr viel billiger, als (möglicherweise) sinnlose Salzvermeidungsmaßnahmen.

Es sollte geklärt werden, ob da nicht einfach aufgrund baulicher Fehler Wasser aufsteigt oder kondensiert (zementreicher Sockelputz od. Verklinkerung, falsche Wasserführung oder Drainage außen, defekte Regenrinne, unzureichender Dachüberstand, Kondensation am kältesten Punkt durch schlechte Wärmeverteilung...)

Gibt es eine Horizontalsperre?

Das willkürliche Hacken von Luftlöchern wird Ihnen nicht weiterhelfen. Ich würde keine neue Wand vor eine weiterhin nasse Außenwand stellen.

Grüße

Thomas



Leider kein Witz



Vielen dank schonmal für die schnellen Antworten.

Die Idee der Versiegelung kam von einem befreundeten Maurer.

Die Wand selber ist von außen nicht verputzt, möglicherweise aber mit zementhaltigem Mörtel verfugt. Fallrohre machen keine Probleme. Der Anbau ist im Übrigen nicht unterkellert und das Gelände weist eine Neigung weg von der feuchten Wand auf.

Mit dem Setzen einer weiteren Wand habe ich auch Bauchschmerzen...



Öhm....



unverputzte Wand an der Wetterseite kann doch nur nass werden, oder?

Wie sieht's denn mit Horizontalsperre aus, irgendwo ein Fetzen Dachpappe zu sehen?

War der Anbau ursprünglich auch als Stall genutzt?

Wie wollt ihr ihn zukünftig nutzen?

Gruss, Boris

P.S. Könntest du ein paar Bilder einstellen?



Fotos



Horizontalsperren konnte ich noch nicht finden, möglicherweise wurde die aber auch durch späteres Nachverfugen versteckt. Werde heut Abend mal am Sockel außen etwas Picken. Bilder mache ich auch und werd sie nach Registrierung hochladen.

Der Anbau wurde als Wohnanbau gebaut und auch von uns so genutzt. Nach alten Plänen stand zuvor dort jedoch ein Stall oder eine Garage o. Ä. UND der nun Feuchte Mauerteil wurde aus den alten, zuvor bereits genutzten 30er-Jahre-Steinen gemauert.



Den Mauerer...



...würde ich nicht mehr auf's Grundstück lassen. Und den spaßigen "Architekten" auch nicht.

Unverputze Wände mit "Isolierung" und Luftlöcher sind keine Lösung für Sie.

ERheitert

Thomas



Lösung - keine Lösung?



Das bestätigt mich ja schonmal in meiner Ansicht, aber in welche Richtung würde denn eine Lösung gehen? Unter der Voraussetzung, dass die Sperre existiert bzw. hergestellt wird, besteht ja weiterhin das Schlagregenproblem. Sowohl aus finanziellen als auch aus anderen Gründen möchte ich da nicht gleich ein WDVS vorkleben. Würde vielleicht ein Verputz der Wand auch ausreichen Schutz bieten?



Lesen lernen?



Ein Lösungsvorschlag von mir steht oben.



Sorry...



...hatte Ihren vorgeschlagenen Kalkputz nach Überprüfung der anderen Punkte übersehen.