leicht feuchte Wände über dem Fussboden

29.09.2010


Hallo Mitglider,

ich habe in einem Raum eine Feuchte Wand. Die Feuchtigkeit ist von Aussen nicht zu erkennen. Von Innen verfärbt sich die Wand (bis ca 30 cm hoch). Dies trotz Sperre in der Wand.
Ich habe keinen Keller. Der Fussboden ist nach Norm aufgebaut und ich denke, dass genau hier das Problem liegt.
Die Dampfsperre lässt keine Feuchtigkeit durch. So wandert diese zu den Wänden und kann dort nach oben entweichen.
Ist das Möglich? Was kann ich tun? Es handelt sich um Mischmauerwerk vor 1930.
Vielen Dank



feuchte Wand



Das ist nicht möglich.
Wenn Sie ein Foto von der betreffenden Wand außen einstellen, die Nutzung des Raumes und den Aufbau der Wand erläutern kann man vielleicht mehr sagen.

Viele Grüße



Wandaufbau



Von Innen in 80iger Jahren geputzt und vor 3 Jahren von Malerfachbetrieb neu gestrichen (voher Tapete), von Aussen ebenso verputzt ohne Anstrich.
Aufbau Unten mit großem Anteil Sandstein nach obenhin mehr Ziegel und eingie wenige Feldsteine. Zwischen Sandstein und Ziegel ist die Sperre. (etwas unter Fussboden Niveau)
Zwischen den Ziegeln ist eine "Substanz", welche mit den Händen abgekratzt werden kann. (sozusagen wie extrem sandiger Putz oder "Dreck" mit einem Quarz- oder Glimmeranteil)
Besser kann ich es nicht beschreiben.



Fragen über Fragen



Hallo

Eigentum oder Miete?


Die Feuchtigkeit ist von Aussen nicht zu erkennen.
-Der Aussenputz "scheint" trocken zu sein??!!
Ist er es wirklich??

Von Innen verfärbt sich die Wand (bis ca 30 cm hoch). Dies trotz Sperre in der Wand.
Materialien??

Der Fussboden ist nach Norm aufgebaut und ich denke, dass genau hier das Problem liegt.
Was heisst: "nach der NROM gebaut?

Die Dampfsperre lässt keine Feuchtigkeit durch.
Sie meinen die Sperre in der Wand?

So wandert diese zu den Wänden und kann dort nach oben entweichen.
Wo will die vorhandene Feuchte sonst hin?

Was kann ich tun?
Es handelt sich um Mischmauerwerk vor 1930.

Welche Heizung
Welche Fenster
Wie wird der Raum genutzt
Welche Materialien wurden verwendet?
Sind die Schäden "neu" oder schon länger so bekannt?
....

Fragen über Fragen!

FK





Die Feuchtigkeit ist von Aussen nicht zu erkennen.
Aussenputz definitiv trocken!!! es geht nichts ab, keine Verfärbung!

Von Innen verfärbt sich die Wand (bis ca 30 cm hoch). Dies trotz Sperre in der Wand.
Sperre in der Wand ist Folie
Sperre im Fussboden ist Bitumenbahn

Der Fussboden ist nach Norm aufgebaut.
Erde dann ca 10cm Estrich dann Bitumenbahn/Schweißbahn dann Dämmung dann Fussbodenheizung dann Estrich dann Parkett bzw. Fliese

Die Dampfsperre im Fussboden lässt keine Feuchtigkeit durch.
So wandert diese zu den Wänden und kann dort (Innenwand) nach oben entweichen.

Sonstige Daten
Öl-FussbodemHeizung
Holzfenster
Küche
Die Schäden sind länger bekannt! Deshalb haben wir die Aussenwand beim Renovieren gesperrt.

Prinzipelle Frage: Beim Neubau wird die Bodenplatte gesperrt und auf die Bodenplatte die Wand gesetzt, oder?
Beim meinem Altbau ist sozusagen zwischen Aussenwand und Bodenplatte eine "offene" & undichte Stelle. Sei es nur der Innenputz der Aussenwand, richtig?



Feuchte Wand



Nochmal:
Die Dichtung auf dem Unterbeton ist NICHT die Ursache für die Feuchteerscheinungen.
Das ist physikalisch nicht möglich.
Nach meinen Erfahrungen sind von den möglichen Ursachen folgende wahrscheinlich:
1. Kondensatausfall infolge des Nutzungsverhaltens
2. Hygrische Feuchte
3. Von außen in die Wand eindringendes Wasser

Punkt 1 und 2 können auch gemeinsam auftreten.
Wegen Punkt 3 wollte ich mir ein Foto von der betreffenden Wand ansehen. Ich traue meinen alten Augen mehr als Beschreibungen und Aussagen anderer Leute.

Viele Grüße



Nun Ihre Vermutung (Salzwasser) ist nicht so abwegig,...



..natürlich kann die Feuchte nicht mehr in der Fläche, sondern nur noch über den Boden,- Wandanschluss entweichen.
Dabei kommt es zu einer Anreicherung der Feuchte und somit zu einer "Verbesserung" der Wärmeleitfähigkeit und dann logischerweise zu mehr Tauwasserausfall.
Dieser Effekt schaukelt sich sehr schnell hoch.
Mit Zunahme der Feuchte sinkt die Wärmedämmung.
http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/image/a/showPicture/8955$.cfm
.
Den Link einfach kopieren. Geht schon.
Wie soll denn die Wand am Boden ausreichend warm werden?
Ich kenne nur den Effekt, dass die Wärme immer nach oben steigt und selten die Boden-Wandanschlüsse erreicht.
Was sagt der Heizungsbauer dazu?
Aber auch noch zu beachten: sind die Leitungen alle dicht?
Sind diese von einem Fachbetrieb abgedrückt worden?





>>“Die Dampfsperre im Fussboden lässt keine Feuchtigkeit durch.
So wandert diese zu den Wänden und kann dort (Innenwand) nach oben entweichen.”<<

Sind denn die beiden Sperren nicht miteinander verbunden?



Grüße aus Schönebeck



Sperrung im Boden und Wand



Also ich muss noch einmal wichtige Dinge erläutern.
Das Haus ist vor 1930 gebaut und hatte keine Bodenplatte somit keine Bodensperre und keine Wandsperre.
Wir haben den Fussboden nach Norm (siehe oben) vor 3 Jahren aufgebaut und die Wand im nachhinein gesperrt. d.h. das Fussbodensperre und Wandsperre nicht verbunden sind! Meine Denkweise ist die, das Grundwasser (kein Keller vorhanden) von unten gegen die Bodensperre drückt somit an die Ränder des Fussbodens wandert und dann zwischen Wand und Fussboden nach oben entweicht. Über den Scheuerleisten ist alles ein wenig "verdunkelt"
Wasser aus der Heizung ist auszuschließen!
Was aber nun tun? Ich bin verzweifelt!?!?!?



Wieso sind Sie so sicher, dass..



...es keine undichte Stelle bei wasserführenden Systemen gibt?



Lösung



Was mir als Lösung vorschwebt ist die Drainage im Aussenberiech zu verbessern. Sozusagen Erde weg von der Aussenwand und mit Steinen auffüllen.
Innen könnte ich mir Vorstellen eine Art Heizungsrohr (-schlaufe) so tief wie möglich am Boden zu setzen, diese würde ständig für eine Belüftung sorgen. Da kein Salpeter zu sehen ist, ist das denke ich machbar.
Ich weiss nur nicht ob ich den Putz abhacken sollte oder einfach auf alten Putz mit einer Art Pilzstop und entsprechender Farbe neuen Aufstrich wage.

Oder eine HeizSchlaufe komplett um alle Aussenwände unter die Scheuerleiste legen (mit getrenter Regelung)
Gibt es so etwas auf dem Markt? Eine Art Leiste mit Heizwirkung. Die Leistung kann ja minimal sein, dafür läuft sie ja ununterbrochen.
Danke für eure Hilfe



wegen undichter Stelle



Das wäre aufgefallen über die Jahre, Druckverlust etc.
Ausserdem ist es überall ein wenig zu sehen, nicht nur in der Küche. Da aber besonders, weil die Stelle am ungünstigsten belüftet wird.





Gibt es,
Sockelheizleisten, mal googlen.

Grüße aus Schönebeck



Sockeltemperierung



macht evtl Sinn, wenn man weiss dass es kein Wasser von aussen ist!

Erst Ursache ergründen und dann Maßnahmen ergreifen.

Falls Sie Beratungsbedarf haben mailen.

FK



warum nicht wenn Wasser von aussen?



Wasser von Innen, da kommt ja nur Kondensat in Frage.
Der große Anteil ist aber Wasser von untern bzw. aussen. was spricht da gegen einen Heizsockel?
Was gibt es für Alternativen?



Leicht feuchte Wände...so hatten Sie gefragt



Wieso wollen Sie mit einer Drainanlage das Wasser überall hinleiten?
Oder glauben Sie auch daran, dass man dem Wasser beibringen kann - nur weg zu laufen?
.
Sie schreiben:
"Der große Anteil ist aber Wasser von unten bzw. aussen - was spricht da gegen einen Heizsockel?"
Wie haben Sie das festgestellt?
Für mich entsteht das Tauwasser auch meist unten.
Wie kann man den Unterschied erkennen?
Richtig ist, man kann mit der Beheizung im Boden-Wandanschluss Tauwasser vermeiden.



Drainage



Sie schreiben:
"Wieso wollen Sie mit einer Drainanlage das Wasser überall hinleiten?"
Diese Frage verstehe ich nicht!

Sie schreiben weiter:
"Oder glauben Sie auch daran, dass man dem Wasser beibringen kann - nur weg zu laufen?"
Nein, aber, wenn feuchte Erde weg ist, dann kann feuchte Erde kein Wasser an Aussenwand abgeben. Wenn Steine (tiefgehender Spritzschutz mit darunter liegender Drainage) an der Wand anliegen -> folglich weniger Wasser und (zumindest im oberen Bereich) Luftzirkulation.
Einzig was mir sorgen machen könnte ist die Winterkälte, welche bei einem tiefgehenden Spritzschutz von Nachteil ist, oder?



Tauwasser



Ich habe schwierigkeiten mit dem Begriff Tauwasser.
Ich kenne nur Kondensat und Taupunkt.
meinen Sie Tauwasser = Kondensat?



Kondensat



Es ist nicht auszuschließen, dass es sich um Kondensat handelt. Ich denke, es ist eine Mischung aus Wasser von Unten (Erdboden) und Konensat.



Wenn das die einzigen Schwierigkeiten sind...



..für Sie ist dies das Selbe.
Siehe auch
http://baupraxis.de/magazin/bautechnik/lexikon_T.html
.
Dass ich ein großer Gegner jeder (nachträglichen) Drainanlage bin sollte klar sein.
Warum in aller Kürze:
Aufgraben
Abdichten
Evtl. Dämmen
Schützen
Verfüllen und Verdichten mit einem Rüttler
Dies geht doch nicht so einfach und kann evtl. die Wand auf der Bodenplatte oder dem Fundament auch nach innen wieder verschieben!
Wer will dies verhindern?
Alleine der Aufwand - prrrr und für was?
Um die leichte Feuchte zu beseitigen?
Jeder gute Luftentfeuchter kann am Tag mehrere Liter Wasser "aufsaugen" und dann spielen doch die Feuchteflecken keine Rolle mehr.
.
Und feucht bleibt es unter OKG d.h. unter der Erde immer - ob mit oder ohne Drainanlage.
Trocken gibt es am Bau sowieso nicht!
Jetzt denke ich solten Sie doch klarkommen, sonst kaufen Sie halt mein Buch "Gesund wohnen in Altbauten" bei mir bei Amazon oder sonstwo.
Kaufen macht allerdings nicht schlau, sondern es muss auch gelesen werden.
Das Bild zeigt einen Tauwasserschaden auf Zementestrich.
Luftentfeuchter aufgestellt und es wurde trocken.



hat....



er dop. gespeichert(:-



verkompliziert und diskutiert......



*Wir haben....die Wand im nachhinein gesperrt. d.h. das Fussbodensperre und Wandsperre nicht verbunden sind!*

Besteht hier wirklich Diskussionsbedarf über die Ursache bei einem derartigen Aufbau einer nichtunterkellerten Bodenplatte?

Viele Grüße
Jens Schröters