feuchter Kellerraum hochwertig nutzen

19.06.2009



Hallo alle Zusammen,

habe ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1906 erworben. Hatte viele Wasserlegs (Balkonkante 2mal; Dach undicht; Styropor auf den Wänden etc.) Habe alles rausgerissen und im EG und 1. OG trocken und dicht bekommen.
Jetzt habe ich einen großen Kellerraum der bis Ende September fertig werden muss (vermietet). Es scheint so, als hätte sich das ganze Wasser von oben hier gesammelt. Außen ist die Wand in der Erde mit Bitum überzogen.
Wände sind feucht und werden nicht richtig trocken. Als letztens Starkregen war, waren die ganzen Wände im Sockelbereich feucht (hier sind noch alte Fließen drin).

Kann mir jemand tipps geben, wie ich den Raum richtig trocken bekomme und zwar schnell, möglichst günstig und dauerhaft. Habe von Sanierputz und hinterlüfteter Vorsatzschale aus Zementgebundenen Platten gehört. Macht das Sinn? Wäre sehr dankbar über hilfreiche tipps, da ich mir hier sehr unsicher bin.

Danke

Martin



Will dir nicht die Hoffnung rauben,



aber Deine Wünsche werden wohl bis september nicht in Erfüllung gehen zwecks Trockenheit. Für eine Antwort fehlen Details, wie Art des Kellermauerwerkes, vorhandene/nicht V. horizontale Abdichtungen, Dränagen, Kellerboden und Schleusen usw. Holt Dir lieber einen Fachmann vor Ort als dass Du hier Zeit verlierst in der Hoffnung auf ein Wunder ....
Tud mir leid, schätze, ander sehen das auch ähnlich, da keiner von hier aus sehen kann, woher das Wasser wirklich kommt, aber trockene Wände bis September ??????????????
Wenn Du was davor setzten willst (auf Dein Risiko), dann von Delta eine Noppenbahn mit Putzträger - aber die Nässe bleibt im Mauerwerk und kommt doch irgendwo zum Vorschein - und wenn es weiter oben ist. Besser wäre, die Ursachen zu suchen - siehe mein Motto.

MFG aus Sachsen



Keller naß



Hallo,

mir scheint Ihr Fall hoffnunslos zu sein. Wenn das Haus im Bereich eines alten Fließes liegt, bleibt der Keller naß.
Sie haben es dann mit drückendem Wasser zu tun, das im Zweifel durch den Boden drückt.

Grüße vom auch immer feuchten Niederrhein



Hinterlüftete Vorsatzschale ist gut für die Schimmelzucht, aber...



... so einfach wie Sie Herr Olaf schreiben geht es nun doch nicht.
Da gehört schon ein wenig mehr Wissen dazu.
Sie schreiben: ...aber die Nässe bleibt im Mauerwerk und kommt doch irgendwo zum Vorschein - und wenn es weiter oben ist.
Nun woraus leiten Sie diese Behauptung ab?
Lesen Sie doch bitte mal den Beitrag von mir bei Schriften Nr. 12.
Ich kenne keine fundierte Aussage, dass sich das Wasser in den Kapillaren in einer feuchten Wand anders verhalten soll.
Wenn alle Kapillaren nach ein paar Jahren mit Wasser gefüllt sind ist es doch völlig gleich, ob innen ein Verputz oder eine dichte Folie aufgebracht wird.
Ob sich deswegen im Mauerwerk was ändert?
.
Richtig ist jedoch was Herr Beckmann schreibt, sollte drückendes Wasser eindringen, dann kann man zwar aussen Abdichten aber es kommt halt dann von unten durch!
Also sinnlos.



Feuchter Keller und Vorsatzschale



Woher kommt eigentlich die Behauptung, dass es für eine Wand schädlich ist, wenn diese feucht bleibt?
Ist es nicht so, dass die Feuchte einer Wand überhaupt nichts ausmacht?
Es ist doch unter dem Haus (aber auch unter den Fundamenten) auch immer feucht!
Natürlich nimmt die Wärmedämmung mit der Feuchte ab - somit die Wärmeleitfähigkeit zu. Aber was macht dies in der Wand?
Ob mehr oder weniger feucht ist doch unerheblich.
Wenn Salze in der Wand in Lösung bleiben, wo ist dann noch ein Problem?



Nässe in der Wand



@ Edmund, daß die Nässe wo anders zum Vorschein tritt, ist keine Behautung, sondern nur eine Vermutung aufgrund der Bauerfahrung. Wenn man eine Verdunstungsfläche abdichtet, steigt die Nässe proentual in der Wand zwangsläufig und das hat Folgen. Die kann ich von hier aus nur vermuten. Ich weiß ja nicht einmal, ob es weiter oben eine Horiontalsperre gibt. Wenn nicht, dann könnte meine Vermutung stimmen. Wasser schadet sicher nicht der Wand, (wenn nicht Frost hinzukommt), aber die geplante "hochwertige" Nutzung könnte hinfällig werden. Und eine intensive künstliche Senkung der Raumfeuchte könnte die Salzausblühung anregen. Wenn es drückendes WAsser ist - dann bliebe nur eine Innenschale aus Beton - nur von Fachbetrieben auszuführen.



Keller naß



Dann kann man den ganzen Bau noch hydraulisch heben und eine Warft drunter aufschütten. So bleibt der Bau bestimmt trocken.

Grüße



feuchter Kellerraum hochwertig nutzen



Hallo,
zusätzlich zu den bereits gegebenen Tips anderer Leser des Forums wollte ich fragen : Haben Sie schon mal was von Xypex gehört? Ich saniere Kellerräume nur noch mit der Xypexproduktfamilie. Dabei handelt es sich um die Bildung wasserunlöslicher Kalkkristalle, die das Bauwerk durchwachsen und so lange das Gebäude steht dieses abdichtet. Xypex geht auch bei Mauerwerk (nicht nur Beton ) und benötigt keinen Sanierputz , ein Zementputz reicht. Auch der drückende Lastfall ist kein Problem. Die Kosten bleiben überschaubar , da die Oberfläche ja gleich bleibt , nicht wie bei Injektagen , wo der Bauherr auch mal Pech haben kann , wenn ein größerer Hohlraum gefunden und vollgepreßt wird. Bei Fragen bitte melden!
Mfg Frank Tabatt
www.bau-sanierung-tabatt.de