Innenwanddämmung bis zum Abwinken

08.04.2009



Die Thematik habe ich nunmehr rauf und runter, quer und sonstwie gelesen - und weiß immer noch nicht mehr. Jeder hat eine andere Meinung, jeder bevorzugt andere Materialen. Es ist nur noch verwirrend.Ich möchte eine alte Fachwerkscheune, deren Gefache mit Ziegeln ausgemauert sind, zum Wohnhaus ausbauen. Erst wollte ich innen einfach ein gesamtes Mauerwerk in Gasbeton 17,5 cm davorsetzen. (Haus in Haus), aber jetzt finde ich in einer bekannten deutschen Fachzeitschrift folgende Aufbauanleitung: Metallständerwerk aufbauen mit Abstand zur FW-Wand. Die Gefache mit elastischen Mineraldämmplatten dämmen, mit doppelseitigem Klebeband eine intelligente Dampfbremsfolie anbringen und Verkleidung mit Gipsbauplatten. Fertig! Warum soll das so nicht gehen? Die sind doch nicht blöd. Außerdem wird es doch im Dach ähnlich gemacht.



So,



so, eine "intelligente" Dampfsperrfolie also soll es richten. Interessant. Welchen IQ hat sie denn?? ;-)) Spaß beiseite. Wenn wir Innendämmung ausführen (kommt ab und zu mal vor) nehmen wir konsequent diffusionsoffene Systeme. Multipor oder Caciumsilikat.
Aber ich glaube, sie werden mit ihrer neuen Frage genau nicht schlauer werden wir vorher. Viel Glück. H. Köhler



Innendämmung zum, x.ten



Hallo,

so ein Schnellschreiber hat es schwer. Aber mit Sicherheit hat er keine Ahnung von einer richtig ausgeführten innendämmung. Worauf Sie sich (fast)immer verlassen können, sind die technischen Regelwerke. Für Fachwerkhäuser werden diese herausgegeben unter anderem von der WTA > www.wta.de
Hier heißt das, daß Dampfsperren und vorgesetzte Konstruktinen nicht in Frage kommen.

Grüße



es



reicht doch wenn wenisgtens der zweitschreiber "genügend Ahnung" hat als der Rest der Menscheit. Ein Glück gibt es noch solche "Größen".



Im Prinzip



funktionieren diese Vorsatzschalen auch, wenn die Dampfsperre sorgfältig ausgeführt wird. Diese Systeme sind ja schon etliche Jahre auf dem Markt. Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass es bei Fachwerkhäusern aufgrund der konstruktiven Besonderheiten und der speziellen bauphysikalischen Situation nicht funktioniert, sondern längerfristig zu schweren Bauschäden führen kann und meist auch tut.
Der derzeitige Erkenntnisstand besagt also, dass für Fachwerk derartige Systeme ungeeignet sind.
MfG
dasMaurer





Liebe Antworter,
vorab vielen Dank, aber das Thema verläuft schon wieder im Sande. Bitte, Butter bei die Fische. Warum funktioniert das nicht und was passiert? Wenn vorgesetzte Konstruktionen ganz tabu sind, wie zum Teufel soll man dann die Wand von innen dämmen? Die intelligente Dampfbremsfolie heißt Difunorm Vario, sie ändert je nach Umgebungsfeuchte und Temperatur ihre physikalische Struktur und ermöglicht ein Austrocknen feuchter Konstruktionen. So weit auseindander sind wir gar nicht, der eine macht eine Dampfsperre, der andere nimmt kapillaraktives Dämmmaterial,die die Dampfsperre erübrigen. Das kommt doch auf das gleiche heraus. Die Verbraucherinfothek gibt diese Informationen, Bauidee online dto., wer also ständig mäkelt, möge mir bitte sagen, warum das nicht gehen und Schäden verursachen soll. Was ist bei Fachwerkwänden anders, wenn, kann es doch nur mit dem Holz zusammenhängen oder?



Steckdosen?



Hallo,

Wo soll der Elektriker die UP- Dosen einbauen?

Vorsatzschalen sind in Fachwerkhäusern deshalb ungeeignet,weil sich im Zwischenraum ein Kleinklima entwickeln kann.(Nebel,Wolken, Regen).

Um das zu verhindern, müsste man die Dampfsperre 200%ig hinkriegen.

Auch die Kopfseiten des Dämmpaketes müssten "dampfgespeert" werden.

Wenn 2-geschossig, muss die Vorsatzschale durch die Decke geführt werden.

Es muss eine Installationsebene eingebaut werden. Siehe oben

Alternativen:
Weichfaserplatten. Hier gibt es im Forum gute Beiträge

2.Mineralschaumplatten

Wichtig ist , dass die Platten kapillar an die Aussenwand angeschlossen werden.
(In Lehm- oder Kalkputz einbetten)

Jetzt kann das Kondensat durch das Dampfdruckgefälle nach aussen wandern,oder nach Innen verdunsten.(Je nach Jahreszeit und Temperaturgefälle)

viele Grüße





Hallo Bernd,
mit den Tipps aus Zeitschriften und TV Sendungen wär ich n bisschen vorsichtig.
Solche Zeitungen und Sendungen bekommen reichlich Unterstützung und Zuwendungen von der Industrie.
Der Verweis von Dietmar Beckmann auf die WTA Richtlinien sind da schon Handfester.
Wie du im letzten Beitrag selbst festgestellt hast, es hängt mit der Besonderheit des Fachwerkhauses zusamen. Hier kommen zwei völlig unterschiedliche Baustoffe zusammen mit unterschiedlichem Durchgangs Koeffizienten, Kapillarität, Wasseraufname und Ausdehnungverhalten. Fachwerkfassaden besitzen konstruktionsbedingt Undichtigkeiten was zu höherer Feuchteaufnamen z.b. bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit führt. Ist die Innenseite der Fassade nun durch eine zweite Schale mit Dampfbremse verkleidet führt das dazu das die Innenseite der Holzkonstruktion viel länger der Feuchtigkeit ausgesetzt bleibt da die Abtrocknung nurmehr nach einer Seite erfolgt, außen. Hinzu kommt das die gesamte Fassadenfläche in Heizperioden weniger aufgewärmt wird was bei bestimmten Witterungsverhältnissen zu hoher Kondensatfeuchte auf der Holzkonstruktion führt.
Wird aber die Innenseite mit kapillaraktiven Hydrophilen Materialien ohne Luftschicht gedämmt kann die Rcktrocknung nach wie vor zu beiden Seiten geschehen, die Temperaturverteilung in der Wand ist ebenfalls günstiger als bei einer vorgestellten Ständerwerkwand was sich wiederum günstig auf die Bauteilfeuchte auswirkt.

Gruß JHS



"Eins drauf mit Mappe"...



... Herr Schröters!

Schön erklärt und anschaulich beschrieben!
Wie ich sehe, arbeitest du emsig an deiner "Heiligsprechung" ;-)))

Gruß
Martin





Und wer kauft sich schon ein Fachwerkhaus, um dann am Schluss in einer Plastiktüte zu wohnen.
Nicht alles, was technisch machbar ist, ist sinnvoll!





Martin, danke für die Blumen.
Was meine Heiligsprechung anbelangt, hab momentan Probleme mit dem Vatikan wegen meiner Signatur und deren Verwechslungsgefahr. Blasphemie und Exkommunikation und solche Dinge fallen dehen wegen meines Antrages ein.
Naja, warum soll es mir auch besser gehen als all den anderen.
Ehre erst nach dem Tod, muß also noch ca.80Jahre drauf warten:-)

viele Grüße
JHS



Warum nicht das mal für sich durchdenken was hier angeboten wird?



@ Berd Parma

Es wurden hier und in den letzten Threads schon einige sinnvolle Alternativen genannt. Warum sind die so weit weg für Dich?

Es gibt sehr gute Anleitungen mit Leichtlehmaufbau, Holzdämmplatten, Calziumsilikat, etc.

Sicherlich, es sollte objektbezogen abgestimmt und nicht einfach blind übernommen werden. Aber es gibt Lösungen hier, die nachweislich funktionieren und dem alten Gefüge Fachwerk viel näher stehen als "intelligente Dampfbremsfolien" für dumme Fasern.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Wo genau liegt das Problem?



Sind Sie nicht entschlussfähig, und suchen jetzt jemanden, der Ihnen die Entscheidung abnimmt?
Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man glaubt, man hat jetzt alles gehört, und ab da kommen nur noch Wiederholungen. Dann muß man sich entscheiden, welchem System und welchem Handwerker man vertraut.
Wir haben das so gemacht: Lehmputz zum Ausgleichen der gröbsten Unebenheiten der Wände. Zweite Schicht Putz, darauf Holzweichfaserplatte 6cm. Darauf Wandheizung, wieder verputzt. Darauf Lehmfeinputz und alles schön lustig bunt angemalt.
Ich fühle mich sehr gut in unserem Haus, es ist nicht kalt, es zieht nicht, obwohl wir nicht die anscheinend alleinseeligmachenden Dreikantleisten eingebaut haben.
Ich kenne keinen, der das so hat, bei dem wir mal probewohnen konnten, und?
Versuch macht kluch. Vom ewigen und immer wieder fragen gibt´s auch keine Wunderlösung. Und von dem ganzen Dampfsperrenbremsgedönse halte ich eh nix, wer will das denn so super einbauen? Und wollen Sie das so super dicht eingebaut haben? Barrackenklima im Fachwerkhaus?
Nehmen Sie Ihr Herz in beide Hände und entscheiden Sie sich, von mir aus kommen Sie doch bei uns vorbei oder auch mal rein.
Viel Erfolg bei der Problemlösung und Grüße,

Mario



@Martin



Vor "heilig" kommt "selig". Iss unser Jens das schon?

Gruß Patrick.

P.S.: Ich war mal katholisch :-)



Hallo



Bernd P.,

warum fragen Sie eigentlich hier nach einer Innendämmungs-lösung, wo Sie doch in einem anderen Thread zum gleichen Thema auf die Kommentare der Forumsmitglieder schimpfen??

Das passt irgendwie nicht zusammen.

@ Jens ! Bereite schon mal deine Forumsseligsprechung vor. Wer so geduldig antwortet, obwohl der Fragesteller eigentlich seine eigene Antwort nur bestätigt haben will, der muss in die höheren Sphären des geweihten Gremiums aufgenommen werden.

@ Patrick: Ich vermute mal , daß sich das Katholische bei dir erledigt hat, seit du mit deinem coolen chinesischen Ying-Yang-Mantel Bekanntschaft gemacht hast ?!?. Der verleiht einem bestimmt eine ganz andere Weltanschauung.

Gruß J. Simon





ichlachmichwech, jo der Mantel, da kommt sie wieder die lächelnde Erinnerung.
Feines Teil Patrick!!:-)



Da drüben gibt es auch Hawaiihemden :-)



Fragt mal Udo :-)...

Gruß Patrick.



mal wieder zum thema Aussenwanddämmung zurück



hallo,

da gibt es wirklich soviel Meinungen wie Möglichkeiten - jdemen das seine, denke ich.
Wenn Sie wirklich hinter einer Plastikfolie leben wollen - ok. Aber eine diff.-offene Isolierung halte ich ganz persönlich für den besseren Wohnkomfort, und ist für mich auch die einfachere Ausführung.
Habe mich bei meinem Haus, BJ 1730, für eine Innenisolierung mir Holzfaserdämmplatten entschieden.

Klasse Isolierungseigenschaften, guter Wohnkomfort, einfache Montage.

Vielleicht hilft das