Wandverankerung des alten Heizkörpers mit Schimmel befallen

01.12.2008



Hallo Zusammen,

ich habe mir vor ca. einem Jahr ein Reihenhau gekauft. In der Küche wurde vor ca. 4 Jahren eine neue Heizung montiert. Sieht auch ganz schick aus. Die alte Wandverankerung wurde abgeschnitten und ragt aber jetzt ca. 2 cm aus der Wand mit einem horizontalen Abstand von ca. 1 Meter - und stört eigentlich nicht weiter. Jetzt habe ich aber genau an diesen Stelle zwei hässlich schwarze Schimmelflecken gesehen. Ich habe vor diese Metallverankerung auszustemmen, um den Schimmel zu bekämpfen, der sich wohl auch in der Wand befindet.
Kann man irgendwie feststellen, ob die Feuchtigkeit von innen oder von Aussen kommt ? Aussen ist verputzt. Aussendämmung ist ein wenig schlecht, da kein Platz. Ich habe mir den Puzt von aussen angesehen aber kann glücklicherweise keine Risse oder ähnliches feststellen.

Jetzt würde ich die Heizung erstmal abbauen und dann die Metallverankerung austemmen, Schimmel bekämpfen, verputzen, Streichen und die Wand von innen mit Aluminium beschichtete Styropur verkleben.
Was meint ihr ? Ist das die richtige Vorgehensweise ?



Wandverankerung



Die Feuchte ist Kondenswasser, das sich am gut wärmeleitenden Metall niederschlägt.
Wenn die Halterungen entfernt sind, hat sich dieses Problem erledigt.

Viele Grüße



Das



Aluminiumbeschichtete Styropor würde ich vergessen.





Danke erstmal für die Anworten.
Ich hätte mal eine ergänzende Frage: ich möchte mir gerne den Ausbau des Heizkörpers ersparen. Gestern habe ich nun um dieses Reststück Wandverankerung die Wand ein wenig aufgestemmt, dann vom Schimmel gereicnigt (erstmal mit Essig) und dann die Heizung schön laufen lassen, um die Wand zu trocknen.
Es ist unheimlich schwer diese Verankerungs aus der Wand rauszubekommen.
Kann ich denn diese nicht einfach mit einem Metallschutzlack überziehen und dann wieder zumachen, so dass zwar eine kleine "Beule" sichtbar wäre, aber die stört nicht weiter. Dann mit Farbe drüber streichen fertig. Oder doch nicht ?



Heizung aus?



Hallo Nebil,

das klingt, als würde die Heizung nicht regelmäßig laufen, würde sie laufen, gäbe es in direkter Nachbarschaft keinen Schimmel.
Das Schimmelentfernern, Reinigen und Überstreichen hilft bei ungenutzter Heizung nur kurzfristig, bis sich wieder genug Hausstaub o.ä. angesammelt hat und zusammen mit dem ausgefallenen Kondenswasser Nährboden für die in der Luft immer enthaltenen Schimmelsporen bildet.

Einfach mal in der kalten Jahreszeit die Heizung laufen lassen. Ausstemmen ist besser, das abbauen eines Heizkörpers geht eigentlich ganz fix. Auf Alukaschierung und Styropor verzichten.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Wärmebrücken



Hallo Nebil,

Stein, Metall und Wasser sind gute Wärmeleiter, die Feuchtigkeit nährt den Schimmelpilz. Die Idee das Metall aus der Wand zu entfernen ist sicher richtig, noch wichtiger ist dem Schimmel die Nahrungsquelle Wasser zu entziehen. Von außen die Wand mit Lotupor imprägnieren, damit wird die Wasserabweisend ohne die "Atmungsaktivität" zu verlieren und läßt kein Regenwasser einziehen. Auf diese Alu beschichtete Thermotapete absolut verzichten, wenn die Wärme nicht mehr in die Außenwand gelangt wandert der Taupunkt nach innen und macht das Mauerwerk nass so das der Schimmel wieder seine wichtige Nahrung Wasser bekommt.

Viel Erfolg, Ralf



Nachtrag



mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dürfte es sich an dieser Stelle - wie schon erwähnt - um einen Kondenswasser-Niederschlag handeln - also Feuchte von der Raumseite selbst, die mangels fehlender Luftzirkulation hinter dem verm. abgeschalteten oder selten benutzten Heizkörper fehlt.

Einen Feuchteeintrag von außen halte ich an einem solch klassischen Punkt eher für unwahrscheinlich. Vor einem teuren Chemieeinsatz immer erst nach der Ursache suchen und versuchen diese zu beseitigen.

Für alle verwendeten Mittel im Haus immer auf eine Volldeklaration der Inhaltsstoffe bestehen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Danke für die Antworten



Hallo Zusammen,

danke für die Antworten. Die Verankerung habe ich auch schon fast raus. Es scheint in der Tat so zu sein, dass sich Kondenswasser abgesetzt hat, denn das Metallstück ist von innen her noch relativ trocken.
Ich denke eine Imprägnierung der Wand von aussen ist sicherlich sinnvoll.
Ich favorisiere aber eher eine Dämmung von innen, also lieber hinter der Heizung nochmal 20mm Styropur oder ähnliches aufbringen und dann entsprechend mit Farbe streichen o.ä.
Weil von aussen kommt nichts und ist soweit ganz gut gedämmt.

Viele Grüße
Nebil



Wärmebrücken



Na ja Herr Kornmayer,

"teuren Chemieeinsatz", ich lach mich tod. Wenn die Baustoffporen mit Luft gefüllt wären würden die das Kondenswasser aufnehmen können (Sogwirkung des Mauerwerks)und nicht die Schimmelsporen oberflächlich durch Kondensation mit Feuchte versorgen.
Die hier bereits erwähnte Vermutung das der Heizkörper selten benutzt wird läßt auf eine Taupunktverlagerung schließen und eine Durchfeuchtung durch Regenwasser (ca. 80-96% der Wandfeuchte)und den Wärmeleiter Metall. Aber wie es immer so ist, viele Wege führen nach Rom.
"Volldeklaration der Inhaltsstoffe" ich wäre für ein Manifest. Lotupor ist unbedenklich: keine Hautreizung, -Augenreizung, -Schleimhautreizung und auch keine Sensibilisierung. Steht auch in der Infomappe Herr Kornmayer, Seite 21. http://www.porofin.de/POROFIN_INFOMAPPE_PMD.PDF
Aber vielleicht wollen Sie es ja mal mit Steine auflegen versuchen, wer der Klosterbrüder hatte das hier mal angeboten? Egal. Wie es aussieht haben Sie Ihre Unterhaltsamkeit nicht verloren.

MfG, Ralf



Innendämung



Herr Nebil,

bitte keine Innendämmung, glauben Sie mir bitte, das wäre der größt mögliche bauphysikalische Fehler. Das sollte Ihnen eigentlich auch der Herr Kornmayer erklären können, hat der sicher mal studiert, Taupunkt usw. Wenn er es nicht weiß schicke ich Ihnen gerne ein entsprechendes Merkblatt per Mail zu diesem Thema.

MfG, Ralf.





mit der Innendämmung gebe ich Ihnen im Prinzip recht, aber es kommt halt drauf an wie man das macht.

96 % der Wandfeuchte durch Regeneintrag entspringt wohl eher der Phantasie der omin. Infomappe in der im übrigen nicht zu finden ist, aus was Lotupor (knapp 30€/L/qm) besteht oder muss ich vermuten aus was es wieder ist ...

Sagen Sie was drin ist, dann sehen wir weiter,

bis dahin grüßt schweigend aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



was ist denn nun drin ....



Sehr geehrter Herr Kornnmayer,

Lotupor gehört zur Gruppe der reinen organisch hydrophobierenden Kapillarwassersperren auf Kunststoffbasis, wie auch Porofin nur mit einer geringeren Kriechfähigkeit. Das Lösemittel, ein hochreines synthetisch hergestelltes Praffinöl, wie es auch in Sonnenmilch, Babyöl und Medikamenten Verwendung findet, verdunstet rückstandslos nach dem Auftragen ohne für den Verarbeiter gesundheitliche Schäden zu verursachen. Der Wirkstoff, Kunststoffmoleküle die im Paraffinöl restlos gelöst sind reagieren mit dem Baustoff chemisch und lackieren sich auf die Porenwände 1 Molekül dick. Die Pore verliert vielleicht 4% ihres Durchmessers, der Baustoff verändert seine Oberflächenspannung von ca. 45° auf 135-143° Randwinkel. Zum Vergleich, Silikone schaffen es gerde mal auf 110-115° Randwinkel und sind daher gegen Wasser 90° Randwinkel nicht so extrem Wasserwiderstandsfähig wie Lotupor. Lotupor verändert unsichtbar die Oberflächenspannung und ist ohne die Atmungsfähigkeit zu verlieren sogar bei Sturmböen von 120-140 km/h wasserabweisend. Der Baustoff trocknet aus, die Poren nehmen wieder die schlecht wärmeleitende Luft auf und entziehen Schimmel durch die Austrocknung, die wichtige Nahrung Wasser. Die Wärmedämmung der Wand verbessert sich durch Austrocknung um 100%, in Extremfällen bis 400%. Wie Sie sicher wissen verliert die Wand durch 10% Wasseraufnahme 50% der eigenen Wärmedämmfähigkeit, 40% sogar 75%. Das System ist bereits seit 1967 dauerhaft wirksam, wir schätzen die Gesamtwirksamkeitsdauer im Mauerwerk auf 80-100 Jahre. Wir garantieren die Wirksamkeit auf Grund unserer 41 Jährigen Erfahrung zusätzlich 20 Jahre was eine äußerst komfortable Verarbeitung durch den Verarbeiter bedeutet.

Zum Preis: 30 qm Fassadenfläche bedarf 10 Liter Lotupor welches Sie für 248,25 € kaufen können. Ein kleiner Preis mit einer großen Wirkung die alle normalen Feuchtebedingten Schäden am Gebäude verhindert wie z.B. Vergrünung, Verschmutzung, Frostschäden, Schimmel, Modergeruch durch Fassadenfeuchte und natürlich der Wärmedämmverlust durch Regenwasseraufnahme der Fassade. Sogar Baufehler, wie z. B. die Boden/Deckenplatte im Taupunktbereich zu bauen -wenn der Architekt mal wieder auf der Naht genäht hat, kann man mildern. Passiert leider immer noch.

Nun Herr Kornmayer, ich hoffe Ihren Wissensdurst befriedigt zu haben. Wenn Sie die Rezeptur haben wollen müssen Sie im Werk anrufen.

Einen schönen Abend noch.



Wandverankerung



Und was hat das nun mit einem Stück Eisen zu tun, an dem Wasser kondensiert?



Eis backen.



Hallo Herr Böttcher,

das hat und hatte nie etwas mit der Wandverankerung zu tun, es handelt sich vermutlich nur wieder um ein Anpreisen des Öls, diesmal aber in äußerlicher, statt innerlicher Anwendung und in anderer Verpackung.

Die Zwecklosigkeit des Dagegenhaltens beschreibt Herr Rupnow am Besten selbst => Zitat vom 07.01.08: "Vertreter die einseitig Argumentieren sind entweder Uninformiert oder Scharlatane die die Uninformiertheit mancher Leute ausnutzt."

Und bevor ich mir jetzt Gedanken darüber mache ob eine derart 20 Jahre lang alles abweisende Fassade je wieder überstreichbar ist o.ä. gehe ich mir lieber ein Eis backen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Volltr.....



Herr Kornmayer,

ich habe es wirklich gut mit Ihnen gemeint, aber Sie weigern sich zu denken. Ihre Qualitätsfreiheit zeigen Sie mit diesen .... Kommentaren aus einer gesicherten Unkenntnis heraus. Tun Sie sich einen gefallen, bevor Sie Ihren Schmuß hier verbreiten, eigene Nachforschung. Ich bekomme schon emails wo sich Leute über den von Ihnen und den anderen "Klosterbrüdern" (so hat man Sie jedenfalls bezeichnet) beschweren. Aber ich heiße ja nicht Hartmut, da kann ich halt nicht helfen und hier eine Qualitätskontrolle einzuführen.

Gute Nacht Marie



Der Verfasser



Hallo Leute,
das sollte von meiner Seite aus eine einfach Frage darstellen, wo ich gerne die Meinung anderer hier im Forum erfahrenen Menschen haben wollte.

Das soll hier jetzt keine Zweimannshow werden, zwischen einem Architekten und einem Handwerker.

Bevor das hier ausartet danke ich erstmal.

Wenn es jemanden interessiert: ich baue das Ding aus, verputzte es schön und streiche es anschliessend an und FERTIG. Ich denke das sollte reichen. Genauso wie es Herr Böttcher treffend, kurz und sachlich erklärt hat.

Danke und Grüße aus Bremen