Dämmwirkung von Bruchsteinwänden

31.07.2009



Hallo zusammen,
man liest immer wieder, das Bruchsteinwände einen schlechten k-Wert haben. Warum bleiben dann alte Häuser im Sommer so lange kühl. Eigentlich müsste es ja umgekehrt sein. Da ich aus Denkmalschutzgründen unser Haus nicht von außen dämmen kann, frage ich mich immer mehr, ob eine Innendämmung bei ca. 80cm Wänden sinnvoll und wirtschaftlich ist. Die Sommerwärme von aussen wird ja spürbar langsam nach innen geleitet, umgekehrt wird es wohl nicht anders sein, oder?





Hallo,

ich würde dir als Einführung die Seite von Konrad Fischer empfehlen. Da dürften einige deiner Fragen beantwortet werden.

http://www.konrad-fischer-info.de/



Grüße
Dieter Neff



Bruchstein



Hallo


Nääääääää,Diiiiiitääääääär nicht schon wieder KF, der ist wie Goethes Zauberlehrling...

@ Reidemeister

Meine Wände bestehen aus Dreck und Bachsteinen, 80cm stark und super. Den Effekt mit der Sommerhitze hab ich auch, 10 Tage 30 Grad Außentemperatur lassen innen auch nur genehme 25 Grad zu, wenn.... niemand die Fenster öffnet. Umgedreht dauert es x Tage, wenn es kalt wird, bis die Temperatur fällt.
Der Grund ist die Speicherfähigkeit der Massen... der k-Wert ist ein Fall für die Mülltonne, entwickelt für die heutigen Wandstärken und Materialien...k-Wert ist der Durchgangskoeffizient der Wände bei verschiedenen Materialien. Dumm nur, dass die Wärme bei DEN Wänden im Innern nicht mehr weitergeleitet wird...Physik 8.Klasse lässt grüßen...

Anderes Problem ist allerdings die Leitfähigkeit bzw damit verbundene Aufnahmefähigkeit der Wände...die Oberflächentemperatur steigt nur langsam. Das merk ich jeden winter, wenn ich ein paar Tage nicht zu Hause war, die Hütte braucht lange zum warm werden. Da hilft eine leichte Innendämmung mit Weichfaserplatten, die die Oberflächentemperatur anhebt.
Alles ist nur gültig, wenn die Wände trocken sind. Sollten sie feucht sein, weil Wasser aufsteigt, ist der Dämmwert bei 0, da die Leitfähigkeit explodiert...



Andreas





Hallo Andreas,

es ist ein gewaltiger Unterschied ob ich ein Natursteinmauerwerk oder ein Ziegelmauerwerk habe.

Zu Konrad Fischer... Wenn auch viele Experten der Meinung sind, dass er ein EnEV-Rebell ist, bin ich der Meinung das seine fundierten Hinweise zu dieser Thematik vollkommen in Ordnung sind.
Für mich ist die EnEv Vorgabe ein Schildbürgerstreich, denn die versuchten auch das Licht mit Säcken ins Rathaus zu tragen...

Wärmedämmmaßnahmen sind immer hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Gibt man viel Geld für Wärmedämmmaßnahmen aus und produziert Sondermüll oder investiert man wenig Geld in ein funktionierendes Heizsystem?

Das Für und Wieder einer sinnvollen Dämmung ist in den Foren schon seit Jahren ausreichend Diskutiert.

Alles in allem ist es jedem selbst überlassen was er im Endeffekt macht.


Liebe Grüße in den Samstag
Dieter Neff



Warum bleiben die Häuser so lange kühl



Mit ein Grund: ungedämmte Bodenplatte, ein nicht zu unterschätzender Kühlakku.

@riedemeister: ich würde einen Blick auf die Gas/Öl/???-Rechnung werfen, hier müsste sich die Wirtschaftlichkeit entsprechend "ausweisen"

@Dieter Neff: sich als Widerstandskämpfer gegen die EnEV zu outen mag noch angehen, sich aber mit profundem Halbwissen gegen die der Natur mühsam abgerungenen Naturgesetze zu stellen, das andere. Die wurden nicht von irgendwelchen Deppen auf einem Wurstzettel zusammengetragen ;)



Dämmung?



@Dieter

KF ist wie Mephisto...Halbwissen zusammentragen, eigene Meinung bilden und Beweise schuldig bleiben. Vieles, was er zusammengetragen hat (ich kenne seine Seite ebenfalls), ist weniger gegen die EnEV als vielmehr eine Sammlung von Baupfusch, die seine Thesen unterstreichen soll. Fassadendämmung, die absolut dicht ist, wie es Styropor mit Kunstharzedelputz, dämmt irgendwann nicht mehr. Eine Fassade, die rurch kaltes Wetter bereift, fängt irgendwann Algen und damit Schmutz. Häuser mit Wänden ab einer bestimmten Stärke und bestimmten Materialien brauchen wirklich nicht gedämmt werden, da die Einsparung die Investitionen nie amortisieren...
Da geb ich Dir also recht...erst rechnen, dann dämmen. Und wenn Gründerzeithäuser wegen einer EnEV beglückt werden, sollte der Knüppel regieren, da die Fassaden meist in Ordnung sind und die Einsparung in Richtung Heizung, Fenster Dach und Türen höher ist, als das Wenige, was die Wände bringt.

@Markus

Wenn sich Wurstzettel dann noch als Vorlage für Gesetze halten, weiß man, wie hoch oder tief das geistige Niveau der Politiker ist... siehe CO² und der ganze Woodoo damit...


Andreas