Innendämmung einer Klinkerfassade

31.07.2013



Hallo Forum-Mitglieder,

sind gerade dabei ein altes Bauernhaus zu sanieren. Das Haus besteht auf einer Seite im 1. OG aus Fachwerk, ansonsten Bruchsteine.

Nun sind wir gerade dabei einen Großteil der Fachwerkbalken zu tauschen und sind damit auch fast fertig. Wir haben 18x18 Eichenbalken eingesetzt.

Die Gefache werden mit stark saugenden Klinkersteinen (NF) ausgemauert.

Nun stellt sich uns, aufgrund der stark saugenden Steine, die Frage, wie die Innendämmung aussehen kann, ohne das Schimmel entsteht oder die Balken schneller Morsch werden als üblich.

Ich hab jetzt schon eine ganze Menge Meinungen gehört und gelesen, aber es hat sich noch keine gedeckt.

Für Vorschläge wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße



Starksaugende Klinkersteine



widerspricht sich mir....Klinker sind sehr dichte Steine und können dann eigentlich nicht stark saugend sein.

Es braucht mehr Infos zum Wandaufbau ,ist die Wand von aussen bekleidet oder Sichtfachwerk?

Grüße Martin





Also wir haben auch ein Sandstein/Fachwerkhaus. In den letzten 200 Jahren wurden alle möglichen Arten von Steinen verbaut. Da wir eine leichte Feuchtigkeit in den Wänden haben, weil die Wände des Hauses direkt auf Grund stehen (keinen Keller), haben wir uns für Lehmputz entschieden. Lehm ist ein Opferputz, d.h. er nimmt die Feuchtigkeit auf und kann diese an den Raum weiter geben ohne zu Schimmeln (wenn nicht gerade das Wasser von den Wänden läuft) Lehm hilft auch dem Gestein trocken zu werden und schadet dem Holz nicht, sondern konserviert es sogar auf natürliche weise. Mit dem Lehm verbauen wir auch noch Schilfrohrmatten und diese legen wir eine Wandzeitung. Alles um der Feuchtigkeit zuvor zu kommen.
Ich hoffe ich konnte helfen
LG



Opferputz



Schön, was Sie da so über Lehmputz zusammengeschrieben haben, Lilly.
Nur leider stimmt das meiste nicht oder passt nicht in den Zusammenhang der Fragestellung.
Ein Beispiel:
Lehm ist keine Hygrodiode. Welche Feuchte er aufnimmt- die aus der Raumluft oder Eigenfeuchte der Wand- und wohin er sie abgibt- in die Raumluft oder in die Wand- hängt vor allem von den raumklimatischen Bedingungen und damit vom Nutzungsverhalten der Bewohner ab.
Sorption, Kapillarität und Diffusionsfähigkeit sind Eigenschaften die alle porösen Baustoffe aufweisen.

Zum besseren Verständnis:
Was verstehen Sie unter "leicht feucht"? Kann man das in Zahlen ausdrücken?

Viele Grüße



Also



außen wird es Sichtfachwerk sein und innen nicht.
Die Klinkersteine sind mehr so Sandsteine.
Die Räume hinter den Wänden sollen mal als Kinderzimmer und Diele genutzt werden mit jeweils einer Fußbodenheizung.

Was für Infos brauchen Sie noch?

Viele Grüße



Die Klinkersteine



sind mehr wie Sandsteine ist wie Meine Eichenbalken sind eher so wie Fichte ,Sorry!
Kalksandstein?

Es gibt im Netz verschiedene Rechner,wo sich anfallende Tauwasserbelastungen berechnen lassen.

Ist die Fassade Schlagwetterbelastet?HWF und Schillfrohrmatten können unter gewissen Vorraussetztungen,bis zu einer Stärke von 6cm als unbedenklich eingestuft werden.
der jenige der das ausfachungsmaterial bestimmt hat sollte auch in der Lage sein ,die innendämmung zu berechnen.

Grüße Martin



?



Das Kapillarität und Diffusionsfähigkeit Eigenschaften sind die alle porösen Baustoffe aufweisen ist aber leider auch nicht richtig :-(



Informationen, die es braucht...



Der gesamte Wandaufbau sollte einer bauphysikalischen Betrachtung/Berechnung unterzogen werden. Dazu bedarf es etwas mehr Input als "18x18" und "stark saugende Klinker"... "mehr so Sandsteine..."

Wenn die Steine gekauft worden sind/werden sollen, lässt sich leicht die nötige Information einholen; wenn die "gebraucht" verwendet werden sollen lässt sich über die vorherige Nutzung wohl etwas erschließen...

Ansonsten kann man mit einfachen Versuchen auch selbst eine ganze Menge über einen Mauerstein erfahren...
Logischerweise ist auch die angedachte Art der Innendämmung nicht wirklich unwichtig...

MfG,
sh